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Eismöwe (Larus hyperboreus)

Glaucous gull (E) - Polarmåke (N) - Grote burgemeester (NL) - Goéland bourgmestre (F)

Eismöwe Bild
© Rolf Stange

Eismöwe, Alkefjellet

Beschreibung: Die Eismöwe, gelegentlich auch Bürgermeistermöwe genannt, ist die größte regelmäßig auf Svalbard brütende Möwe (vergleichbar in der Größe mit der Mantelmöwe, die in Svalbard aber selten ist). Ausgewachsen ist die Eismöwe 65-78 cm lang und wiegt 1,3-2,2 kg. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht unterscheidbar. Das Gefieder ist weiß mit Ausnahme der hellgrauen Flügeloberseiten. Von der Dreizehenmöwe ist sie sowohl durch die Größe als auch durch das Fehlen der schwarzen Flügelspitzen gut unterscheidbar.

Verbreitung/Zugverhalten:  Die Eismöwe ist zirkumpolar in der Hocharktis verbreitet. Sie verbringt den Winter in der Hocharktis auf offenem Wasser, teilweise in Küstennähe, in der Großregion der Bruträume.

Biologisches: Die Eismöwe ist der größte, zahlreiche Raubvogel Svalbards. Sie lebt von so ziemlich allem, was sie schlucken kann: Fisch, Muscheln, Zooplankton (Krebstierchen), Eider, Küken und ausgewachsene Vögel, vor allem von Dreizehenmöwen, Dickschnabellummen und Krabbentauchern. Unverdauliche Nahrungsbestandteile werden als Gewölle wieder ausgewürgt. Sie brütet oft in der Nähe von Kolonien anderer Seevögel, von denen sie sich ernährt.

Oft brüten einzelne Eismöwenpaare, bei gutem Nahrungsangebot bilden sich auch kleine, lockere Kolonien. Die Eismöwe baut ihr Nest aus Gras, Moos und Tang gerne in einer etwas erhöhten Position. Die Eiablage erfolgt Ende Mai oder Anfang Juni, das Gelege aus zwei oder drei Eiern wird von beiden Eltern vier Wochen lang ausgebrütet. Eismöwen kommen zum Brüten meist an ihren Geburtsort zurück; sobald sie einen Nistplatz gefunden haben, bleiben sie diesem üblicherweise über längere Zeit hinweg treu.

Sonstiges: Es gibt in Svalbard einige tausend Brutpaare, genaue Zahlen liegen nicht vor. Vermutlich nehmen die Bestände leicht ab. Als Endglieder der Nahrungskette reichern Eismöwen bedrohliche Mengen an Umweltgiften (Schwermetalle, PCBs etc.) in Speck und Leber an.

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Letzte Änderung: 18. November 2017 · Copyright: Rolf Stange
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