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Hamburgbukta

360° Panoramen

Die Ham­burg­buk­ta liegt an der nörd­li­chen West­küs­te Spitz­ber­gens, direkt süd­lich vom Mag­da­le­n­efjord. Wenn man von Süden kommt, vom Kongsfjord oder Krossfjord, dann ist die Ham­burg­buk­ta die ers­te Bucht an die­ser ungast­li­chen Küs­te, die Schutz bie­tet – aller­dings nur für klei­ne Schif­fe: Die Tie­fe des schma­len Ein­gangs wird in der See­kar­te mit zwei Metern ange­ge­ben.

Hamburgbukta

Der Ein­gang in die Ham­burg­buk­ta aus der Vogel­per­spek­ti­ve.

Ham­burg­buk­ta (Pan­ora­ma 1): der Ein­gang

Die geschütz­te Lage wuss­ten natür­lich alle zu schät­zen, die sie sich zunut­ze machen konn­ten. Das waren zunächst die Wal­fän­ger im 17. Jahr­hun­dert. Wie der Name Ham­burg­buk­ta („Ham­bur­ger Bucht“) andeu­tet, sol­len sich hier Wal­fän­ger aus Ham­burg nie­der­ge­las­sen haben, genau­er aus Alto­na. Viel ist dar­über nicht bekannt, die deut­schen Wal­fän­ger spiel­ten damals auch eine viel gerin­ge­re Rol­le als die Nie­der­län­der und Eng­län­der. Die meis­ten Deut­schen, die damals im Wal­fang tätig waren, hat­ten auf nie­der­län­di­schen Schif­fen ange­heu­ert. Aber es gab auch die deut­schen „Grön­land­fah­rer“, und die haben die Ham­burg­buk­ta in den 1640er Jah­ren zumin­dest für ein paar Jah­re als Basis genutzt. Dar­an erin­nern vor allem noch eini­ge alte Grä­ber.

Ham­burg­buk­ta (Pan­ora­ma 2): Wal­fän­ger­grä­ber (1)

Auf den fla­chen Erhe­bun­gen süd­lich des Ein­gangs in die Ham­burg­buk­ta fin­den sich Grä­ber gleich an meh­re­ren Stel­len. Wie alt die­se genau sind und wer dort tat­säch­lich liegt, ist nicht mehr bekannt.

Ham­burg­buk­ta (Pan­ora­ma 3): Wal­fän­ger­grä­ber (2)

Ham­burg­buk­ta (Pan­ora­ma 4): Wal­fän­ger­grä­ber (3)

Die­ses Grab, ein Dop­pel­grab, liegt beson­ders schön und etwas abseits auf einem fla­chen Hügel. Viel­leicht hat es sich dabei um einen Kom­man­deur (Kapi­tän) gehan­delt? Die­se beka­men natür­lich, ihrer Stel­lung ange­mes­sen, beson­ders schö­ne Grab­plät­ze. Das ist hier aber natür­lich nur Spe­ku­la­ti­on. Auch wer sich in dem zwei­ten Grab befin­det, Sarg an Sarg dicht neben­ein­an­der, ist unbe­kannt. Hier könn­te man sich schö­ne Geschich­ten aus­den­ken! Viel­leicht hat­te hier ein Wal­fang­ka­pi­tän sei­ne Frau auf „Grön­land­fahrt“ dabei? In die­sem Fall hät­te sie gutes Recht auf den Titel der ers­ten Frau auf Spitz­ber­gen!

(Anmer­kung: im 17. Jahr­hun­dert hielt man Spitz­ber­gen mit­un­ter für einen Teil von Grön­land, und daher war oft von „Grön­land­fahrt“ die Rede, auch wenn es nach Spitz­ber­gen ging.)

Ham­burg­buk­ta (Pan­ora­ma 5): Trap­per­hüt­te

Die Wal­fän­ger betrie­ben ihre Basis in der Ham­burg­buk­ta wohl nur für weni­ge Jah­re, und dann war dort wie­der über Jahr­hun­der­te hin­weg Ruhe, unter­bro­chen nur vom Krei­schen der zahl­rei­chen Krab­ben­tau­cher, die jeden Som­mer an den Hän­gen der umlie­gen­den Ber­gen im Schutt brü­ten. Erst im frü­hen 20. Jahr­hun­dert bau­ten Trap­per dort eine klei­ne Hüt­te, die nur als Behelfs­un­ter­kunft dien­te, als Bin­de­glied wäh­rend der Fahrt zwi­schen den Jagd­re­vie­ren wei­ter nörd­lich, etwa im Smee­ren­burgfjord, und dem Kongsfjord, wo seit 1916 mit Ny-Åle­sund der nächst­ge­le­ge­ne Vor­pos­ten der Zivi­li­sa­ti­on lag und liegt.

Die­se Hüt­te soll 1912 gebaut wor­den sein, und zwar zunächst im Auf­trag der eng­li­schen Nort­hern Explo­ra­ti­on Com­pa­ny, die sich damit Rech­te an even­tu­el­len Roh­stof­fen sichern woll­te. Dar­aus wur­de aber nichts, genutzt wur­de die Hüt­te nur gele­gent­lich von Trap­pern. Zwi­schen 2005 und 2007 brach die Hüt­te, schon lan­ge eine Rui­ne, end­gül­tig zusam­men, nach fast 100 Jah­ren.

Hütte Hamburgbukta

Die Hüt­te in der Ham­burg­buk­ta (2005).

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Letzte Änderung: 10. Oktober 2019 · Copyright: Rolf Stange
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