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Eisbärenquälerei in Russland

Vorsicht, das hier ist kein leichter Stoff! Wahrscheinlich muss ich offiziell warnen: Hier geht es um brutale Vorgänge, die verstörend wirken können.

Auf der Wrangel-Insel in der östlichen russischen Arktis ist es zu einem extremen Fall von Tierquälerei an einer Eisbärin gekommen. Arbeiter auf einer Baustelle hatten die Eisbärin, die in Begleitung von Nachwuchs war und die Baustelle regelmäßig besucht hatte, bereits über längere Zeit gefüttert. Offenbar aus Langeweile gab einer der Arbeiter, soweit bekannt ein Koch, bereits im November einen starken Knallkörper zum Futter. Dieser explodierte im Maul der Eisbärin und verletzte sie schwer. Es handelte sich angeblich um eine „Knallgranate“ mit 80 Gramm Schwarzpulver.

Laut Aussage des Täters soll es sich um Notwehr gehandelt haben. Er habe den Knallkörper geworfen, um die Eisbärin abzulenken, da eine andere Person über das Gelände ging. Lokale Medien bezeichnen dies aber als unglaubwürdig: Die Eisbärin sei an die Arbeiter gewöhnt gewesen und nie aggressiv aufgetreten, Personen hätten sich schon mehrfach zusammen mit dem Tier fotografiert.

Auf youtube gibt es ein Video, das zeigt, wie sich die Eisbärin mit starken Schmerzen quält und zudem blutet. Über den Zustand der Eisbärin seitdem gibt es widersprüchliche Aussagen: Einerseits wurde behauptet, dass sie am Leben sei, anderen Aussagen zufolge wurde sie seitdem nicht mehr gesehen.

Zunächst schien der Täter mit einer kleinen Geldstrafe davonzukommen. Mittlerweile haben sich aber Politik und Justiz eingeschaltet: Der Gouverneur von Tschukotka und der russische Umweltminister Sergej Donskoj forderten ein Verfahren, der Generalstaatsanwalt ermittelt. Die Tötung geschützter Tiere kann mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden; andernorts ist von bis zu drei Jahren Haft die Rede.

Auf thepetitionsite.com gibt es eine online-Petition, mit der die russischen Strafverfolgungsbehörden dazu gebracht werden sollen, konsequent gegen den oder die Täter vorzugehen. Hier ist der Link zur Petition.

Die Seite mit der online-Petition enthält kein brutales Bildmaterial. Das besagte youtube-Video kann dem Betrachter allerdings wirklich den Schlaf rauben. Hier ist der Link zum Video, das, wie gesagt, allerdings wirklich grausam ist und verstörend wirken kann.

Der Täter war (ist?) angestellt bei der Firma Русальянс (Russallians), die im Auftrag des Verteidigungsministeriums auf der Wrangel-Insel tätig ist. Offiziell unterstützt diese Firma eine Stiftung, die sich für den Naturschutz in der Arktis und ein „harmonisches Verhältnis zwischen Mensch und Tier“ einsetzen soll.

Screenshot aus dem youtube-Video.

Tierquälerei Eisbär Wrangel-Insel

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

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Letzte Änderung: 10. Januar 2016 · Copyright: Rolf Stange
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