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Monats-Archiv: September 2020 − Reiseblog


Wald­spa­zier­gang bei Pyra­mi­den

Wie­der zurück zu Spitz­ber­gens schö­nen Sei­ten, die die­ses Jahr noch fer­ner und uner­reich­ba­rer lie­gen als sonst. Für die­ses Tour nach Pyra­mi­den hat es meh­re­re Anläu­fe gebraucht. Auf Spitz­ber­gen ist ja fast alles wet­ter­ab­hän­gig. Nach Pyra­mi­den sind es auf dem See­weg über 50 Kilo­me­ter, und unser Boot war ja nun nicht die Anti­gua. Da soll­te das Wet­ter schon pas­sen. Aber das tat es dann auch und mit einer klei­nen Pau­se in der Skans­buk­ta ging es in den Bill­efjord.

Pyra­mi­den

Dort konn­ten wir die Gast­freund­lich­keit im Hotel Tuli­pan in Pyra­mi­den genie­ßen. In Pyra­mi­den hat sich in jün­ge­rer Zeit ja eini­ges getan, das Hotel wur­de auf­ge­putzt – die neue Bar ist sehr schön und die Küche her­vor­ra­gend; dass die alten Zim­mer nicht zumin­dest wahl­wei­se noch ver­füg­bar sind, ist etwas scha­de – und ins Kul­tur­haus ist mitt­ler­wei­le auch wie­der Leben ein­ge­zo­gen. Und es wird wei­ter gebaut und gemacht. Wir dür­fen gespannt sein und freu­en uns schon auf künf­ti­ge Besu­che.

Pyramiden: Kantine

In Pyra­mi­den wird flei­ßig reno­viert, oder zumin­dest erhal­ten. Hier die alte Kan­ti­ne.

Devo­ni­sche Wäl­der im Mun­inda­len

Aber uns hat die­ses Mal mehr die Natur gelockt. Und zwar woll­ten wir einen Wald­spa­zier­gang machen. Das kann man bei Pyra­mi­den tat­säch­lich machen. Im Mun­inda­len, genau­er gesagt. Man kann zwar nicht im Wald spa­zie­ren, aber immer­hin zum Wald. Die­ser wuchs im Devon, vor über 350 Mil­lio­nen Jah­ren, wahr­schein­lich in einer Fluss­aue. Dann wur­den die Schup­pen­bäu­me bei einem Hoch­was­ser vom Schlamm bedeckt … und ver­stei­ner­ten. So sind sie noch heu­te zu sehen, senk­recht ste­hend, so wie sie einst wuch­sen („in situ“, wie der Geo­lo­ge sagt). Einer der ältes­ten Wäl­der der Welt.

Schuppenbaum Devon Munindalen

Abdruck eines Schup­pen­baums aus dem Devon im Mun­inda­len.

Vor dem Devon war nicht viel mit Bäu­men auf Erden. (Falls jemand ähn­li­che Fos­si­li­en in Pyra­mi­den selbst gefun­den hat: die sind aus dem Kar­bon, wie auch die Koh­le, also deut­lich jün­ger als die devo­ni­schen Bäu­me im Mun­inda­len). Das ist es schon wert, sich nass­kal­te Füße zu holen, um einen Blick auf die Abdrü­cke zu wer­fen (oder nicht, wie wir, die Gum­mi­stie­fel ver­ges­sen …) – mit Glück sieht man auch Posi­ti­ve; der Auf­schluss besteht aus einer klei­nen Steil­wand direkt am Fluss und ver­än­dert sich daher immer wie­der.

Pyramiden: Mimerdalen, Pferde

Sogar die Ren­tie­re waren frü­her in Pyra­mi­den grö­ßer als sonst­wo 😉
Ernst­haft: hier gras­ten frü­her Pfer­de.

Schließ­lich kam der Nebel, der Lon­gye­ar­by­en meh­re­re Tage lang von der Außen­welt abschnitt (bei dich­tem Nebel lan­den Flug­zeu­ge dort nicht). Die Rück­fahrt nach Lon­gye­ar­by­en ver­lief über wei­te Stre­cken mit dem GPS in der Hand 🙂

Wer Lust hat, mal wenigs­tens digi­tal einen Aus­flug nach Pyra­mi­den zu machen, bis Spitz­ber­gen wie­der reell bes­ser zugäng­lich wird – es gibt ja eine aus­führ­li­che Pan­ora­ma-Sei­te zu Pyra­mi­den.

Gale­rie: Pyra­mi­den und Mun­inda­len

Ein paar Ein­drü­cke von der Fahrt ab Lon­gye­ar­by­en via Skans­buk­ta, von Pyra­mi­den und aus dem Mun­inda­len.

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Aus­flug zum Svens­ke­hu­set am Kapp Thord­sen

Bei all den schlech­ten Nach­rich­ten der letz­ten Wochen wie Rei­se­hin­der­nis­sen wegen poten­zi­ell töd­li­cher Viren und dem Angriff eines abso­lut töd­li­chen Eis­bä­ren fällt es mit­un­ter schwer, den Blick für die schö­nen Sei­ten Spitz­ber­gens, wenn schon nicht des Lebens, zu ver­lie­ren. Es wird Zeit für ein paar Bil­der, die genau die­se schö­nen Sei­ten in Erin­ne­rung rufen sol­len.

Es ist mitt­ler­wei­le schon wie­der eini­ge Wochen her, aber das macht ja nichts. Der Isfjord lag glatt wie ein Spie­gel und die Fahrt von Lon­gye­ar­by­en zum Kapp Thord­sen im klei­ne Zodiac lief wie im Tief­flug.

Gale­rie: Svens­ke­hu­set

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Die dra­ma­ti­sche Geschich­te des Svens­ke­hu­set am Kapp Thord­sen, des ältes­ten Hau­ses von Spitz­ber­gen, und war­um es auch als „Gespens­ter­haus“ bekannt ist, wer­de ich hier nicht erzäh­len. Das habe ich näm­lich gera­de auf einer neu­en Pano-Sei­te über das Svens­ke­hu­set getan, wer inter­es­siert ist, kann dort alles nach­le­sen. Ich kann es nur emp­feh­len. Die­se Auf­nah­men machen zu kön­nen, war einer von meh­re­ren Grün­den dafür, die ers­te sich bie­ten­de Gele­gen­heit zu nut­zen, die Fahrt über den Isfjord zu machen.

Und ansons­ten sind es die wei­ten Bli­cke über Fjord und Ber­ge wie auch die klei­nen Ein­drü­cke der Tun­dra, die einen Schön­wet­ter­tag mit viel Zeit an so einem schö­nen Ort zu einem Erleb­nis machen, wie man sie nicht genug haben kann.

Apro­pos „klei­ne Ein­drü­cke der Tun­dra“: die win­zi­gen Blüm­chen zu foto­gra­fie­ren, fand ich immer etwas unbe­frie­di­gend, da wegen der gerin­gen Tie­fen­schär­fe von Nah- und Makro­auf­nah­men immer nur ein sehr klei­ner Teil einer Blü­te oder einer Blu­me scharf wird. Mitt­ler­wei­le ermög­licht die Foto­tech­nik, zumin­dest bei guten Bedin­gun­gen, eini­ge Schrit­te wei­ter zu gehen. „Focus stacking“ heißt das Zau­ber­wort. Es erfor­dert etwas Auf­wand in Bezug auf Tech­nik, Vor­be­rei­tung, Auf­nah­me und Nach­be­ar­bei­tung, aber ich fin­de, es lohnt sich:

Vierkantiges Heidekraut, Svenskehuset

Vier­kan­ti­ges Hei­de­kraut beim Svens­ke­hu­set.
Durch Fokus-Stacking wird fast die gan­ze Blü­te scharf dar­stell­bar.

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