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Tages-Archiv: 3. Dezember 2022 − News & Stories


Fell­wech­sel beim Eis­fuchs tem­pe­ra­tur­ge­steu­ert

Der Eis­fuchs wech­selt je nach Jah­res­zeit das Fell, im Früh­jahr vom dicken Win­ter­fell zum dün­ne­ren Som­mer­fell und im Herbst wie­der zurück. Bei­de Farb­va­ri­an­ten tun das: Der Weiß­fuchs mit sei­nem mar­kan­ten Farb­wech­sel vom wei­ßen Win­ter­fell zum brau­nen Som­mer­fell und auch der Blau­fuchs mit sei­nem rund ums Jahr brau­nen Fell.

Eisfuchs, Fell: Blaufuchs

Eis­fuchs, Fell­va­ri­an­te 1: Blau­fuchs.

Neben der Tem­pe­ra­tur­re­gu­lie­rung ist zumin­dest für den Weiß­fuchs auch der Aspekt der Tar­nung wich­tig, und da ist es von Bedeu­tung, dass der Fell­wech­sel mög­lichst zeit­lich mit der Schnee­schmel­ze bezie­hungs­wei­se dem Kom­men der fri­schen Schnee­de­cke im Herbst erfolgt.

Bis­lang sind For­scher davon aus­ge­gan­gen, dass der Zeit­punkt des Fell­wech­sels von der Dau­er des Tages­lichts gesteu­ert wird. Das könn­te aller­dings zumin­dest für man­che Arten und Popu­la­tio­nen pro­ble­ma­tisch wer­den, wenn sich auf­grund von Kli­ma­än­de­run­gen das Kom­men und Gehen des Schnees im Jah­res­ab­lauf ver­schiebt. Wenn etwa ein Eis­fuchs nach dem Ver­schwin­den des Schnees noch im wei­ßen Fell auf der grün­brau­nen Tun­dra her­um­läuft, könn­te die schlech­te Tar­nung sowohl sei­nen Jagd­er­folg redu­zie­ren als auch sein Risi­ko erhö­hen, selbst Opfer eines Räu­bers zu wer­den.

Eisfuchs, Fell: Weißfuchs, Sommerfell

Eis­fuchs, Fell­va­ri­an­te 2: Weiß­fuchs im Som­mer­fell.

Neue­re For­schungs­er­geb­nis­se deu­ten aber dar­auf hin, dass der Fell­wech­sel gar nicht an die Län­ge des Tages­lichts gekop­pelt ist, wie die Bio­lo­gin Lucie Lapor­te-Devyl­der und wei­te­re Wis­sen­schaft­ler vom nor­we­gi­schen Insti­tut für Natur­for­schung (NINA) in einem Fach­ar­ti­kel schrei­ben.

Lapor­te-Devyl­der hat Fotos von Wild­ka­me­ras aus einem Zeit­raum von meh­re­ren Jah­ren aus­ge­wer­tet und mit Daten zu Tem­pe­ra­tur und Schnee­de­cke kor­re­liert. Das Ergeb­nis deu­tet dar­auf hin, dass die aktu­el­le Wit­te­rung eben­falls Ein­fluss auf den Fell­wech­sel hat. Damit könn­ten Eis­füch­se und mög­li­cher­wei­se auch ande­re Arten sich bes­ser an jah­res­zeit­li­che Ver­än­de­run­gen der Schnee­be­de­ckung durch den Kli­ma­wan­del anpas­sen.

Eisfuchs, Fell: Weißfuchs, Winterfell

Eis­fuchs, Fell­va­ri­an­te 3: Weiß­fuchs im Win­ter­fell.

Die Unter­su­chung hat auf dem nor­we­gi­schen Fest­land statt­ge­fun­den. Ob die Ergeb­nis­se ohne Wei­te­res etwa auf Spitz­ber­gen über­trag­bar sind, ist nicht unbe­dingt gesagt; auf dem Fest­land lau­fen Eis­füch­se bei schlech­ter Tar­nung schnel­ler Gefahr, Opfer etwa von See­ad­lern zu wer­den, ein Risi­ko, das auf Spitz­ber­gen so nicht exis­tiert, da es dort kei­ne Greif­vö­gel gibt.

Aller­dings haben Eis­füch­se auf Spitz­ber­gen der­zeit ganz ande­re Pro­ble­me mit ihrem Fell. Ver­mehrt wei­sen sie näm­lich Befall von Pelz­läu­sen auf. Woher die­se wirk­lich kom­men und was das für die Eis­füch­se Spitz­ber­gens für Fol­gen haben wird, kann der­zeit noch nie­mand sagen.

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