Strompreisdebatte? Gibt es auch in Longyearbyen.
Energie ist dort schon seit Ewigkeiten ein Thema, das mitunter heiß diskutiert wird. Im Oktober wurde das uralte Kohlekraftwerk abgeschaltet und zunächst durch Dieselgeneratoren ersetzt, um Longyearbyen verlässlich mit Strom und Fernwärme zu versorgen. Perspektivisch soll der Diesel nach und nach durch umweltfreundliche, möglichst erneuerbare Energien ersetzt werden.
In Longyearbyens altem Kohlekraftwerk wurde die letzte Schaufel Kohle im Oktober 2023 verfeuert.
Das kostet. Energie ist in Longyearbyen ohnehin teuer, und die Preise werden absehbar weiter kräftig steigen.
Der Gemeinderat Longyearbyen Lokalstyre hat daraufhin beschlossen, die Kostensteigerung auf die vier größten Firmenkunden in Longyearbyen abzuwälzen, um kleinere Kunden nicht weiter zu belasten. Die vier betroffenen Großkunden sind Avinor (Flughafen), KSAT (SvalSat, die Satellitenantennen auf dem Platåberg), Store Norske Spitsbergen Kulkompani (Bergbau, der Wohnungssektor der Store Norske ist nicht betroffen) und Forskningsparken/UNIS (Uni, Forschung). Neben Größe und hohem Energieverbrauch haben diese vier gemeinsam, dass sie in staatlicher Hand sind.
Der Plan stößt bei diesen, wie man sich denken kann, dennoch nicht auf Begeisterung. KSAT-Chef Ole Kokvik hat schon hören lassen, man müsse künftig möglicherweise andere Standorte in Erwägung ziehen, eine Lösung, die für den Flughafen eher nicht in Betracht kommt. Die Store Norske hat angekündigt, gegebenenfalls den weiteren Betrieb der Grube 7 neu zu bewerten. Derzeit ist der Betrieb bis Sommer 2025 geplant.
Das letzte Wort ist in der Sache noch nicht gesagt, und bis die Details feststehen, sind die Äußerungen der Betroffenen eher allgemein gehalten.