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Tages-Archiv: 7. März 2011 − News & Stories


So nicht: Fami­lie gefähr­det sich und ande­re

Ein schwe­di­scher Fami­li­en­va­ter hat gezeigt, wie man es nicht macht, und dabei nicht nur sich selbst, son­dern auch sei­ne bei­den Söh­ne (11 und 20 Jah­re alt) sowie Ret­tungs­mann­schaf­ten gefähr­det. Als Indi­vi­du­al­tou­ris­ten ange­reist, mie­te­te die Fami­lie Motor­schlit­ten und Satel­li­ten­te­le­fon (immer­hin) in Lon­gye­ar­by­en für eine Tour nach Bar­ents­burg. Wegen schwie­ri­ger Wet­ter­ver­hält­nis­se, die schlech­te Sicht und Lawi­nen­ge­fahr mit sich brach­ten, hat­ten von Gui­des geführ­te Grup­pen ihre Tou­ren nach Bar­ents­burg abge­sagt und statt­des­sen ande­re, siche­re Rou­ten gewählt. Der schwe­di­sche Fami­li­en­va­ter ent­schied sich, trotz man­geln­der Lokal­kennt­nis und Erfah­rung die Fahrt anzu­tre­ten.

Die Rück­fahrt von Bar­ents­burg hät­te zur Kata­stro­phe füh­ren kön­nen: Trotz Wet­ter­war­nung und Rat vom Sys­sel­man­nen, das schlech­te Wet­ter in Bar­ents­burg abzu­war­ten, fuh­ren die drei los, anschei­nend beun­ru­higt von der Aus­sicht, ihren Rück­flug zu ver­pas­sen. Unter­wegs blie­ben sie im Schnee ste­cken, und unter den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen muss­ten Ret­tungs­mann­schaf­ten von Sys­sel­man­nen und Rotem Kreuz ihre Ver­su­che, mit Hub­schrau­ber und Motor­schlit­ten zu den Ver­un­glück­ten vor­zu­sto­ßen, mehr­fach auf­ge­ben und umkeh­ren. Erst gegen Mit­ter­nacht gelang es, zu den Drei­en vor­zu­sto­ßen, die mitt­ler­wei­le von Näs­se und Käl­te ange­grif­fen waren.

Von offi­zi­el­ler Sei­te wird Zuge­reis­ten mit man­geln­der Erfah­rung emp­foh­len, sich geführ­ten Tou­ren anzu­schlie­ßen und den Rat Erfah­re­ner sowie das Wet­ter sorg­fäl­tig zu beden­ken. Dass die Fami­lie sowohl in Lon­gye­ar­by­en als auch in Bar­ents­burg War­nun­gen igno­rier­te und den­noch los­zog, ist nicht nur fahr­läs­sig, son­dern kann mög­li­cher­wei­se noch ein teu­res Nach­spiel haben: Die Kos­ten für die Ret­tungs­ak­ti­on wer­den um 15.000 Euro geschätzt. Bei gro­ber Unacht­sam­keit kann die Rech­nung den Geret­te­ten prä­sen­tiert wer­den.

Soll­te ernst genom­men wer­den: Ark­tis im Win­ter

Polar Star

Nach­trag: In einem Leser­brief (Sval­bard­pos­ten 10/2011) gibt die Fami­lie an, vor der Rück­fahrt von Bar­ents­burg nicht vor der Fahrt gewarnt wor­den zu sein, im Gegen­teil habe der Sys­sel­man­nen zu einem Ver­such gera­ten. Wei­ter hät­ten tech­ni­sches Ver­sa­gen eines Motor­schlit­tens sowie die schlech­te Bat­te­rie­leis­tung des gemie­te­ten Satel­li­ten­te­le­fons dazu bei­getra­gen, dass die Fami­lie auf Hil­fe ange­wie­sen war.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

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