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Eisverlust in der Arktis: schon jetzt fast 80 %

Der Verlust großer Eisflächen im Arktischen Ozean geht seit Jahrzehnten vor sich. Im September 2012 wurden erneut aufsehenerregende Negativrekorde erreicht. Jetzt gibt es ein wenig mehr Klarheit darüber, dass das Eis nicht nur in der Fläche verlorengeht, sondern auch in der Dicke deutlich nachlässt. Die Minimalausdehnung, die im September erreicht wird, liegt bei mittlerweile nur noch einem Fünftel im Vergleich zu 1980 – ein Verlust von bis zu 80 % innerhalb von gut 2 Jahrzehnten. Soweit Daten vorliegen, ist auch die Dicke kräftig zurückgegangen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Auswertung von Daten amerikanischer und europäischer Forschungssatelliten. Die für den Verlust im Detail erforderlichen Mechanismen liegen sowohl im Meer als auch in der Atmosphäre und sind noch nicht genau untersucht. Der künftige Verlauf, etwa der Zeitpunkt der erstmaligen vollständigen Abwesenheit einer Eisdecke im Sommer, ist nicht genau vorhersagbar, aber dass die Zukunft weitere kräftige Verluste an Treibeis in der Arktis bringen wird, steht nicht infrage.

Treibeis vor Ostgrönland.

Treibeis vor Ostgrönland.

Quelle: Geophysical Research Letters

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Letzte Änderung: 11. März 2013 · Copyright: Rolf Stange
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