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Tages-Archiv: 27. Mai 2013 − News & Stories


Ark­tis-Rei­sen 2014: Spitz­ber­gen und Jan May­en

Mit­tei­lung in eige­ner Sache: Für 2014 sind vier span­nen­de Ark­tis-Rei­sen, nach Spitz­ber­gen und Jan May­en.

Bereits ange­kün­digt sind die bei­den Fahr­ten mit dem Drei­mast-Seg­ler Anti­gua im Juli/August und Sep­tem­ber 2014: 16. Juli-02. August wol­len wir Spitz­ber­gen umrun­den und uns dabei inten­siv-aktiv der Viel­falt der Natur, Land­schaft und Geschich­te Spitz­ber­gens wid­men. Im Sep­tem­ber (10.-24.) geht es um Natur­kund­li­ches, mit einem Fokus auf der Geo­lo­gie und Erd­ge­schich­te, und der Jah­res­zeit ent­spre­chend natür­lich um das schö­ne Sep­tem­ber­licht (mit Mög­lich­keit für Nord­lich­ter), um Foto­gra­fie und Wan­de­run­gen in herbst­li­cher Land­schaft, um Lon­gye­ar­by­en und an der West­küs­te Spitz­ber­gens.

Zwei wei­te­re Rei­sen befin­den sich im fort­ge­schrit­te­nen Pla­nungs­sta­di­um und sind jetzt ankün­di­gungs­reif:

Im August 2014 gibt es „Spitz­ber­gen für Fort­ge­schrit­te­ne“. Mit einer sehr klei­nen Grup­pe (maxi­mal 12 Per­so­nen ein­schließ­lich Mann­schaft) geht es auf einem klei­nen Segel­boot in die abge­le­gens­ten Tei­le der Insel­grup­pe, auf der „Jagd“ nach ganz beson­de­ren Tier- und Land­schafts­er­leb­nis­sen sowie ein­ma­li­gen Foto­ge­le­gen­hei­ten im Expe­di­ti­ons­stil. Dem­nächst mehr, Inter­es­sen­ten kön­nen sich aber bereits unver­bind­lich mel­den (Kon­takt).

Und die Fahrt nach Jan May­en wird in naher Zukunft aus­ge­schrie­ben wer­den, so dass man sich dann auch ver­bind­lich anmel­den kann.

Son­nen­un­ter­gang an der West­küs­te von Spitz­ber­gen, Sep­tem­ber 2012.

Sonnenuntergang, Westküste Spitzbergen, September

Lon­gye­ar­by­en künf­tig CO2-neu­tral?

Wird Lon­gye­ar­by­en Nor­we­gens ers­ter CO2-neu­tra­ler Ort? Die­se Visi­on hat eine Grup­pe For­scher von UNIS, und sie sind der Rea­li­sie­rung wie­der ein klei­nes Stück näher gekom­men. Die Geo­lo­gie um Lon­gye­ar­by­en scheint geeig­net, um län­ger­fris­tig grö­ße­re Men­gen Koh­len­di­oxid auf­zu­neh­men: Pöro­se Sand­stein­schich­ten kön­nen grö­ße­re Gas­vo­lu­mi­na spei­chern, wäh­rend auf­la­gern­de, fein­kör­ni­ge Ton­stein­schich­ten als gas­dich­ter Deckel die­nen. Ers­te Ver­su­che mit Was­ser anstel­le von Gas ver­lie­fen viel­ver­spre­chend.

Im nächs­ten Schritt müss­te eine grö­ße­re Men­ge Koh­len­di­oxid in den Unter­grund ver­bracht wer­den, um des­sen Eigen­schaf­ten als Gas­la­ger rea­lis­tisch zu tes­ten. Dazu gibt es drei Mög­lich­kei­ten: Abschei­dung von CO2 vom loka­len Koh­le­kraft­werk, das ohne­hin mit­tel­fris­tig durch ein neu­es ersetzt oder zumin­dest umfas­send moder­ni­siert wer­den soll. Die zwei­te Mög­lich­keit wäre die loka­le Pro­duk­ti­on mit­tels eigens hier­zu ein­ge­setz­ter Anla­gen. Drit­tens kann CO2 mit einem Tank­schiff gebracht wer­den.

Eine Ent­schei­dung steht noch aus, auch die Finan­zie­rung muss Schritt für Schritt hart erkämpft wer­den. Stra­te­gi­sches Ziel ist nicht nur die kli­ma­neu­tra­le Lage­rung der im glo­ba­len Zusam­men­hang unbe­deu­ten­den Men­ge Koh­len­di­oxid, die im Kraft­werk von Lon­gye­ar­by­en pro­du­ziert wird, son­dern die Erfor­schung des CCS-Sys­tems („Car­bon dioxi­de cap­tu­re and sto­rage“) inner­halb eines rela­tiv klei­nen Sys­tems, das inner­halb eines Ortes alle Glie­der von der Pro­duk­ti­on der Koh­le über deren teil­wei­sen Ver­brauch zur Ener­gie­pro­duk­ti­on und schließ­lich die poten­zi­el­le Lage­rung von CO2 im Unter­grund umfasst. Lan­gris­ti­ges Ziel könn­te die Nut­zung ähn­li­cher, aber deut­lich grö­ße­rer geo­lo­gi­scher Struk­tu­ren im Mee­res­bo­den von Barents­see oder Nord­see sein, die durch die Öl- und Gas­in­dus­trie bereits erschlos­sen sind.

Das „CO2-Labo­ra­to­ri­um“ im Advent­da­len bei Lon­gye­ar­by­en: Ver­suchs­an­la­ge zur Ver­brin­gung von Koh­len­di­oxid in den Unter­grund.

CO2-Laboratorium, Adventdalen

Quel­le: Aften­pos­ten

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