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Eis­bär bei Lon­gye­ar­by­en unter­wegs

Seit über einer Woche ist bei Lon­gye­ar­by­en ein Eis­bär unter­wegs. Seit dem 21. August ist der Bär regel­mä­ßig in Hior­th­hamn, auf der Nord­sei­te des Advent­fjord, gese­hen wor­den, nur weni­ge Kilo­me­ter von Lon­gye­ar­by­en ent­fernt, wo über 2000 Men­schen leben.

Zunächst war der Eis­bär mehr­fach in Frei­zeit­hüt­ten ein­ge­bro­chen und hat­te dort teil­wei­se Sach­scha­den ange­rich­tet. In der ver­gan­ge­nen Woche ist er mehr­fach in den umlie­gen­den Tälern (Mälarda­len, Hanas­kog­da­len) gese­hen und letzt­ma­lig beim Jans­son­h­au­gen im Advent­da­len. Dort scheint er den Kada­ver eines Ren­tiers gefun­den zu haben, so dass die Ernäh­rung zunächst gesi­chert ist. Es ist aller­dings nicht ganz sicher, dass es sich tat­säch­lich um den­sel­ben Eis­bä­ren han­delt.

In die­sen Gegen­den herrscht viel Frei­zeit­ver­kehr: Dort sind Tou­ris­ten eben­so unter­wegs wie Ein­hei­mi­sche auf Aus­flü­gen oder zur Jagd (der­zeit ist Ren­tier-Jagd­sai­son). Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass mit Eis­bä­ren immer und über­all außer­halb des bewohn­ten Bereichs von Lon­gye­ar­by­en gerech­net wer­den muss und dass Tou­ren auch in nächs­ter Umge­bung des Ortes nur mit ent­spre­chen­der Bewaff­nung mög­lich sind. Eben­falls sehr wich­tig und mitt­ler­wei­le auch gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist ein „Abschreck­mit­tel“ wie eine Signal­pis­to­le mit Knall­pa­tro­nen, um nahe Begeg­nun­gen mög­lichst schnell zu been­den, ohne dass Mensch oder Tier zu Scha­den kom­men. Der Ein­satz von Pfef­fer­spray ist in Spitz­ber­gen umstrit­ten und wird von der Ver­wal­tung nicht emp­foh­len, kann aber, aus dem rela­ti­ven Schutz etwa einer Hüt­te ver­wen­det, ent­schei­dend dazu bei­tra­gen, gefähr­li­che Situa­tio­nen unblu­tig zu been­den. Als allei­ni­ger Schutz ist Pfef­fer­spray jedoch nicht aus­rei­chend.

Der Eis­bär in der Umge­bung von Lon­gye­ar­by­en ist bis­lang nicht durch aggres­si­ves Ver­hal­ten auf­ge­fal­len. Nor­ma­ler­wei­se sind Eis­bä­ren gegen­über Men­schen nicht aggres­siv, es gibt jedoch Aus­nah­men, etwa bei aus­ge­hun­ger­ten Bären. Auch in Pyra­mi­den sind die­sen Som­mer mehr­fach Eis­bä­ren gesich­tet wor­den, teil­wei­se direkt am Hotel mit­ten im Ort, der seit 1998 weit­ge­hend ver­las­sen ist.

Die­ser Eis­bär ist seit über einer Woche in der Umge­bung von Lon­gye­ar­by­en unter­wegs, hier bei einer Frei­zeit­hüt­te in Hior­th­hamn.

Eisbär in Hiorthhamn bei Longyearbyen

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

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Letzte Änderung: 01. September 2014 · Copyright: Rolf Stange
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