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Bäreninsel

29./30. Mai 2015 – Von der Überfahrt gibt es nun nicht allzu viel zu berichten. Der Seegang machte sie eher mittelmäßig angenehm, mit deutlich verringerter allgemeiner Präsenz beim Essen. Mit Walen und Delfinen war auch nicht so viel los – hier und da kleinere Gruppen von Delfinen. Umso besser, dass wir trotzdem recht schnell vorwärts kamen und schon am 29. mittags die Bäreninsel erreichten. Bei Wind und Wellen aus Nordosten hielten wir uns auf der Westseite, und bald war in einer kleinen Bucht auch eine passende Landestelle gefunden.

Aus der Entfernung mag die Bäreninsel ja leer und öde erscheinen, aber bei näherem Blick entdeckt man so vieles. Die beeindruckend schroffe Küstenlandschaft und Vogelkolonien, diese und jene landschaftlichen Phänomene wie Frostmusterböden und Karstquellen und dies und das. Am schönsten ist das Gefühl der Abgelegenheit auf dieser ausgesetzten Insel in ruhigen Momenten, in denen man nur den Wind hört. Einen schönen langen Nachmittag sind wir umhergestreift, von der Flussmündung in Ærfuglvika zu den Lummenkolonien am Kapp Ruth, an ein paar kleinen, noch überwiegend gefrorenen Seen in der flachen, kargen Tundra zum Fluss Jordbruelva, in dessen von Schneewänden eingefasstem Lauf wir ein wenig Canyoning light betrieben haben, bis zum Kapp Maria mit dem Felsentor Kvalkjeften (Walkiefer) und einem gewaltigen Loch im Boden, durch das die Brandung 15 m tiefer sichtbar ist.

Eine ruhige Nacht vor Anker im Wellenschatten der Bäreninsel war für viele sicherlich ein weiterer Höhepunkt.

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Am nächsten Vormittag haben wir eine kleine Kreuzfahrt um das Südende der Bäreninsel gemacht, wo die Natur einen der beeindruckendsten Küstenstreifen im Nordatlantik geschaffen hat. Für Zodiac-Aktionen war es definitiv zu windig und wellig, aber der Anblick ist auch vom Schiff aus noch mehr als grandios. Zudem hatten wir Besuch von einer Vielzahl von Eissturmvögeln.

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Letzte Änderung: 01. Juni 2015 · Copyright: Rolf Stange
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