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Wanderung nach Pyramiden in der Polarnacht

Eine Wanderung von Longyearbyen nach Pyramiden in der Polarnacht hört sich nicht an wie ein guter Plan. Ohne gute Ausrüstung wird es nicht besser, und wer sich auf diesen Weg macht, ohne auch nur einen guten Schlafsack, solide wintertaugliche Wanderstiefel oder eine Waffe dabei zu haben, ist entweder verrückt oder suizidal veranlagt.

Macht keiner? Doch. Gestern (Montag, 23.11.) rückte der Sysselmannen per Hubschrauber aus, um einen Touristen zu suchen, der sich mit genau diesen Plänen auf den Weg ins Adventdalen gemacht hatte – alleine. Der aus England stammende Mann hatte mehreren Personen vorher von seinen grandiosen Plänen erzählt; diese hatten wiederum den Sysselmannen informiert.

Wie sich zeigte, hatten die vielen Warnungen von Ortskundigen, die der Mann im Laufe verschiedener Gespräche bekommen hatte, ihnen allerdings bereits umgestimmt: Er hatte seine Pläne einer Tour nach Pyramiden bereits zugunsten einer Wanderung zur Grube 7 aufgegeben.

Die Entfernung nach Pyramiden beträgt 50 Kilometer Luftlinie, über Land liegt die Distanz aber bei weit über 100 Kilometern, vor allem wenn die Fjorde, wie derzeit, noch nicht gefroren sind. Unterwegs sind mehrere spaltige Gletscher zu passieren: alleine und in Dunkelheit ein unmögliches Unterfangen.

Der letzte Teil der Überlandroute nach Pyramiden: der Nordenskiöldbreen (vorn) und der Billefjord (hier zugefroren).

Route nach Pyramiden

Quelle: Svalbardposten

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Letzte Änderung: 24. November 2015 · Copyright: Rolf Stange
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