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Anzeige gegen Norwegisches Polarinstitut

Ein wohl bislang einzigartiger Vorgang: Eine Privatperson (Olav Vik Solheim) hat das Norwegische Polarinstitut (NPI) angezeigt, da dieses jährlich eine größere Menge Eisbären (derzeit 150-200 im Jahr) zu Forschungszwecken betäubt und markiert. Dabei werden die Bären mit Hubschraubern aufgespürt und verfolgt; ein nicht gerade schonender Vorgang. Soleim kritisiert, dass die Zahl der betäubten Bären den Forschungsbedarf übersteige und dass eine starke rechtliche Ungleichbehandlung zu anderen Akteuren besteht: Wer Eisbären stört, indem er sich etwa mit einem Motorschlitten nähert, riskiert schnell saftige Bußgelder.

Der Sysselmannen hat die Anzeige bereits nach wenigen Tagen fallengelassen, da ein Straftatbestand nicht erkennbar und der Nachforschungsaufwand zudem sehr hoch sei. Soleim will weitere rechtliche Schritte gehen.

Eisbär in Spitzbergen: Macht es für ihn einen Unterschied, ob er von lizensierten Forschern oder von rücksichtslosen Motorschlittenfahrern gestört wird? Wahrscheinlich mag er beides nicht.

Eisbär in Spitzbergen

Quelle: Svalbardposten

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Letzte Änderung: 06. April 2017 · Copyright: Rolf Stange
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