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Eisbären: Belastung durch Quecksilber

Eisbären sind durch Schwermetalle und diverse langlebige Umweltgifte belastet. Diese stammen aus Industrie und Landwirtschaft, werden über Luft- und Meeresströmungen in die abgelegensten Gebiete der Hocharktis transportiert, über die Nahrungskette aufgenommen und belasten dort an der Spitze der Nahrungskette, also bei Eisbären und Vögeln wie Eismöwen, unter anderem Immunsystem und Reproduktion.

Eine neue Studie zeigt jetzt, dass die Belastung von Eisbären durch Quecksilber in der Arktis unterschiedlich verteilt ist: Untersucht wurde Eisbärenleber in Alaska, Kanada und Grönland. Die Eisbären in Nordwestkanada waren am stärksten mit Quecksilber belastet. Der Grund wird in der Artenzusammensetzung des Planktons vermutet, am unteren Ende der Nahrungskette.

Aus Spitzbergen liegen keine Vergleichsdaten vor, da Eisbären dort nicht gejagt werden und somit kein Probenmaterial von Eisbärenleber zur Verfügung steht.

Quecksilber stammt beispielsweise aus veralteten Kohlekraftwerken mit schlechten Filteranlagen.

Als ob das Eisbärenleben nicht schon schwierig genug wäre: Belastet mit Quecksilber sind sie auch noch.

Eisbär, Edgeøya

Quelle: Norwegisches Polarinstitut

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Letzte Änderung: 16. November 2012 · Copyright: Rolf Stange
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