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Gas in Spitzbergen?

Gas in Spitzbergen? Gesucht wurde seit den 1960er Jahren schon etliche Male, aber bislang wurde noch nichts gefunden, was wirtschaftlich abbauwürdig wäre, und zumindest an Land schien das Thema auch abgehakt.

Nun wurde per Zufall ein Fund gemacht, der möglicherweise ökonomisch interessant sein könnte. Es handelt sich um einen Zufallsfund im Rahmen von Erkundungsbohrungen, die für das CO2-Projekt im Adventdalen gemacht wurden (siehe etwa „Longyearbyen künftig CO2-neutral?“, Spitzbergen.de-Nachrichten Mai 2013). Dort strömt nun Gas aus Schiefer in 700 Metern Tiefe mit einem konstanten Druck von 25 bar aus dem Bohrloch. Das Gelände gehört der norwegischen Bergbaugesellschaft Store Norske, die auch den Kohlebergbau in Longyearbyen (Grube 7) und Sveagruva betreibt.

Bis zu einer eventuellen Gasförderung ist aber noch ein weiter Weg zu gehen. Zunächst wäre eine Reihe weiterer Erkundungsbohrungen erforderlich: Eine große Investition, die angesichts der derzeit ungünstigen wirtschaftlichen Situation der Store Norske zumindest für die nähere Zukunft unwahrscheinlich erscheint. Sollte es längerfristig zur Förderung kommen, wäre es schon eine Ironie des Schicksals, wenn ausgerechnet eine Bohrung eines Projekts, das Longyearbyens Energieversorgung einmal CO2-neutral machen soll, zur Förderung von noch mehr fossilen Energieträgern führt.

Das CO2-Lab im Adventdalen bei Longyearbyen: Ob dort künftig CO2 versenkt oder Gas gefördert wird, muss sich noch zeigen.

CO2-Lab, Adventdalen, Spitzbergen

Quelle: Petro.no

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Letzte Änderung: 25. September 2013 · Copyright: Rolf Stange
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