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HomeArktis-Blog: Jan Mayen, Spitzbergen → Kval­ross­lø­pet & Olon­kin­by­en

Kvalrossløpet & Olonkinbyen

Zuge­ge­ben, der Tag begann nicht vor dem ers­ten Hah­nen­schrei. Mit einem für den Nach­mit­tag vor­ge­se­he­nen Sta­ti­ons­be­such war das Pro­gramm klar und eini­ger­ma­ßen ent­spannt. Dach­te ich.

Dafür ging es dann aber auf ein­mal rela­tiv schnell. Wie sich her­aus­stell­te, bot die Sta­ti­on uns die Mög­lich­keit zum „Kval­ross­lø­pet“, dem tra­di­tio­nel­len Lauf von der Kval­ross­buk­ta bis zur Sta­ti­on. Neun Kilo­me­ter, die je nach Geschlecht und Alter in 60-80 Minu­ten zurück­zu­le­gen waren, um hin­ter­her offi­zi­ell als Wal­ross­läu­fer diplo­miert zu wer­den. Kein The­ma! Wen inter­es­sie­ren schon die 70 Kilo­me­ter der ver­gan­ge­nen Tage, vor nicht ein­mal 12 Stun­den been­det …?

Zuge­ge­ben, es ging nicht ganz so leicht­fü­ßig zur Sache, als um 12 Uhr zum Start gepfif­fen wur­de. Mit 6 Leu­ten tra­ten wir immer­hin mit genau 50 % unse­rer Mann­schafts­stär­ke an. Erwar­tungs­ge­mäß ging Harold schnell in Füh­rung und hielt die­se auch, bis er sou­ve­rän knapp unter 45 Minu­ten ins Ziel ging. Alle übri­gen folg­ten inner­halb der zeit­li­chen Vor­ga­be und konn­ten aus der Hand des „Häupt­lings“, wie der Sta­ti­ons­chef umgangs­sprach­lich genannt wird, ihre Urkun­de ent­ge­gen­neh­men. Ange­sichts der vie­len Kilo­me­ter der letz­ten Tage, Stei­gung, leich­tem Wind und Nebel sowie der stark impro­vi­sier­ten Beklei­dung gar nicht schlecht. Das Bes­te war die Mög­lich­keit, anschlie­ßend unter die Dusche gehen zu kön­nen!

Bis zum offi­zi­el­len Besuch um 4 war noch Zeit für einen klei­nen Spa­zier­gang Rich­tung Kapp Traill süd­lich von der Sta­ti­on. Klei­ne Pfa­de führ­ten zwi­schen Lava­skulp­tu­ren hin­durch, die stark mit Flech­ten und Moos bewach­sen waren. In die­sem Nebel eine wahr­lich ver­wun­sche­ne Land­schaft! Am Kapp Traill stie­ßen Fel­sen­fin­ger ins Meer hin­aus, und oben an den Ber­gen lach­ten Krab­ben­tau­cher wie wahn­sin­nig. Ark­tis pur, aber so ganz anders als Spitz­ber­gen.

Pünkt­lich um 16 Uhr hieß der freund­li­che Sta­ti­ons­chef Roy uns will­kom­men. Einer klei­nen Anspra­che folg­te das übli­che Pro­ze­de­re eines Sta­ti­ons­be­su­ches. Sobald der Kauf­rausch im klei­nen Sou­ve­nir­la­den befrie­digt war, erfreu­ten wir uns an Tee, Kaf­fee und Kek­sen sowie rich­ti­gen Sitz­ge­le­gen­hei­ten und genos­sen ein wenig die nor­we­gi­sche Gemüt­lich­keit auf die­ser ansons­ten so unge­müt­li­chen Insel. Eben­so ist auch der anschlie­ßen­de moto­ri­sier­te Rück­trans­port in die Kval­ross­buk­ta als Höhe­punkt ein­zu­ord­nen – Dan­ke!

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Der Rest des Tages? Unfei­er­lich. Mehr Stop­fen als Packen. Haupt­sa­che, was­ser­dicht. Schlep­pen. Mit Wat­stie­feln in der Bran­dung ste­hen. Alles an Bord so ver­tei­len, dass es mög­lichst lüf­ten, viel­leicht sogar trock­nen kann. Lecker essen. Und dann zog Jan May­en an uns vor­bei. Noch ein­mal schö­nes Abend­licht auf roten Asche­klip­pen und bizarr gewun­de­nen Lava­strö­men, bewach­sen mit grü­nem Moos, und dann ver­schwan­den die letz­ten Kra­ter hin­ter uns im Nebel. So schnell und end­gül­tig, dass man kurz dar­auf schon gar nicht mehr sicher sein konn­te, ob es die Insel über­haupt wirk­lich gibt.

Abschlie­ßend mein neu­es Ceter­um cen­seo: Mein neu­es Buch, das erzäh­len­de Foto­buch „Nor­we­gens ark­ti­scher Nor­den (1): Spitz­ber­gen – vom Polar­licht bis zur Mit­ter­nachts­son­ne‟ ist nun end­gül­tig im Druck und kann ab sofort bestellt wer­den 🙂 (hier kli­cken)!

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Letzte Änderung: 17. Juli 2014 · Copyright: Rolf Stange
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