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HomeArktis-Blog: Jan Mayen, Spitzbergen → Sabi­ne Land – 01. April 2016

Sabi­ne Land – 01. April 2016

Wenn man jetzt so ins gemüt­li­che, leich­te Schnee­trei­ben schaut, muss man bei­na­he anneh­men, dass das Wet­ter ges­tern ein freund­li­cher April­scherz war. Ein makel­los blau­er Him­mel, das Kobalt­blau von kei­nem Wol­ken­schlei­er getrübt, nicht mal mikro­sko­pisch klei­ner Dunst. Gar nichts. Fast kein Wind­hauch, und Tem­pe­ra­tu­ren irgend­wo zwi­schen -10 (Lon­gye­ar­by­en) und -20 Grad (Ost­küs­te). Schö­ner als so wird Spitz­ber­gen im April nicht, und schö­ner als im April wird Spitz­ber­gen auch sonst nicht (aber genau so schön auf ande­re Art).

Kurz und gut – es war ein Tag für eine ordent­li­che Tour. Die Can­yons, die in die erd­al­ter­tüm­li­chen Kalk­stein­schich­ten im Sas­senda­len ein­ge­tieft sind, waren auch ein pri­ma Spiel­platz für ein neu­es Spiel­zeug, wie die ers­ten Bil­der zei­gen. Wobei die ark­ti­schen Tem­pe­ra­tu­ren bald Gren­zen setz­ten.

Klei­ne Streif­zü­ge in der gewal­ti­gen Morä­ne des Rabot­breen. Was die Natur da für eine Land­schaft geschaf­fen hat! Rie­sig, in jeder Hin­sicht.

Noch viel rie­si­ger sind die Eis­wüs­ten wei­ter im Osten, Nord­manns­fon­na und Nach­barn. Ein­drü­cke einer Unend­lich­keit. Zart­blaue Wei­te, am Hori­zont grü­ßen Bar­ents- und Edgeøya. Wir sehen uns im Som­mer.

Der Storfjord an der Ost­küs­te ist schein­bar soli­de gefro­ren, aber in der Fer­ne sieht man offe­nes Was­ser. Die­ser Win­ter ist lei­der mal wie­der ein Nega­tiv-Rekord­win­ter in Sachen Treib- und Fjor­deis, und Spitz­ber­gen macht bedau­er­li­cher­wei­se kei­ne Aus­nah­me. Beim Blick in die nahe Umge­bung scheint die Welt noch in Ord­nung. Ist sie aber nicht.

Gale­rie Sabi­ne Land

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Könn­te man doch nur die Eis­bä­ren in der mitt­le­ren Umge­bung dazu bewe­gen, für einen Moment auf­zu­leuch­ten, es könn­te ein klei­nes Feu­er­werk sein! Irgend­wo ste­cken sie, ganz sicher. Die Spu­ren sind nicht alt.

Am Ende des Tages füh­ren die Spu­ren des Eis­bä­ren nach Osten, hin­aus ins Eis, und unse­re nach Wes­ten, nach Lon­gye­ar­by­en. Alle gehen nach Hau­se nach einem neu­en, guten Tag in der Ark­tis.

Abschlie­ßend mein neu­es Ceter­um cen­seo: Mein neu­es Buch, das erzäh­len­de Foto­buch „Nor­we­gens ark­ti­scher Nor­den (1): Spitz­ber­gen – vom Polar­licht bis zur Mit­ter­nachts­son­ne‟ ist nun end­gül­tig im Druck und kann ab sofort bestellt wer­den 🙂 (hier kli­cken)!

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Letzte Änderung: 02. April 2016 · Copyright: Rolf Stange
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