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Italiener gesucht und gefunden

Nach der Segelbootsuche von letzter Woche hat nun schon wieder eine größere SAR (search and rescue) Aktion Sysselmannen und Rotes Kreuz beschäftigt. Am Samstag Nachmittag um 16.20 Uhr erhielt das Krankenhaus in Longyearbyen einen Anruf von einem Italiener, der sich an einem steilen Berghang befand und nicht in der Lage war, sich von dieser prekären Stelle wegzubewegen. Der Mann gab an, von den Flughafen sehen zu können. Genauere Angaben zu seiner Position machte er nicht, wobei neben mangelnder Ortskenntnis auch Sprachschwierigkeiten eine Rolle gespielt haben können. Er beendete das Gespräch, ohne eine Telefonnummer zu hinterlassen, so dass es später nicht möglich war, ihn wieder zu kontaktieren.

Daher mussten wieder einmal Rettungskräfte bei starkem Wind und Dunkelheit ausrücken. Das Rote Kreuz suchte mit etwa 30 Personen den oberhalb des Flughafens gelegenen Platåberg auf großer Fläche ab. Schließlich wurde am Fuglefjella, westlich vom Bjørndalen, im Steilhang über dem Meer ein Lichtsignal gesehen. Wegen des starken Windes war eine Bergung des Gesuchten mit Hubschrauber nicht möglich, so dass Rettungskräfte des Roten Kreuzes zu Fuß zum Bergungsort gelangen und die Rettung durchführen mussten. Die Rettung erfolgte kurz nach 5 Uhr früh; der Mann hatte bis dahin schon gut 13 Stunden in seiner Position ausgeharrt. Alle Beteiligten gelangten bald darauf unversehrt wieder in Longyearbyen.

Der Vorfall zeigt, wie wichtig grundlegende Ortskenntnis und Orientierungsmöglichkeiten sind sowie im Notfall ein ordentlicher Notruf u.a. mit richtigem Ansprechpartner (Notrufnummer Sysselmannen, nicht Krankenhaus) einer genauen Positionsangabe, Name und Rückrufnummer. Der Mann befand sich ohne Ortskenntnis und Orientierung bei Dunkelheit und starkem Wind in sehr steilem Gelände. Der Fall kann in mehrerer Hinsicht als Negativbeispiel dienen.

Der Steilhang des Fuglefjella zwischen Bjørndalen und Litle Grumantdalen an einem schönen Sommertag, wo in der Nacht zum Sonntag ein italienischer Tourist bei Wind und Dunkelheit gerettet wurde.

Italiener Rettung Fuglefjella

Quelle: Svalbardposten

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Letzte Änderung: 24. September 2017 · Copyright: Rolf Stange
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