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Kohlebergbau in Sveagruva ist Geschichte

Die Regierung in Oslo hat gesprochen: Der in Sveagruva ist Geschichte. Die erst 2014 eröffnete, seitdem aber nur im Standby-Betrieb erhaltene Grube Lunckefjellet wird nicht in den produktiven Betrieb überführt.

Die Bergbaugesellschaft hatte seit Jahren mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, da die Weltmarktpreise nicht für einen lohnenden Betrieb ausreichten (siehe beispielsweise Store Norske: Kohle für die Kohle, Mai 2015). Etwa 300 Angestellte mussten den Hut beziehungsweise den Helm nehmen, die Belegschaft ist auf etwa 100 Personen reduziert.

Auch diese werden sich nicht mehr ewig über ihre Jobs freuen können, seit die norwegische Wirtschaftsministerin Monica Mæland am 12.10.2017 verkündete, dass die Regierung eine Auffahrung des produktiven Betriebs im Lunckefjellet nicht stützen will. Ohne finanzielle Unterstützung der Regierung, die auch der Eigner der Betreibergesellschaft Store Norske ist, ist ein Betrieb aber nicht möglich. Eine Fortführung des derzeit herrschenden Ruhebetriebs will weder die Regierung noch die Store Norske.

Somit werden in den nächsten Jahren die Abwicklung des Bergbaus bei Sveagruva und das Aufräumen im Vordergrund stehen, was den verbliebenen Angestellten immerhin noch ein paar Jahre lang ihre Stellen überwiegend sichern wird.

Eine langfristige Verwendung des Ortes Sveagruva im größeren Stil, etwa im Tourismus, soll es nicht geben. Der Verwendung einzelner Gebäude für derartige Zwecke steht aber prinzipiell nichts entgegen.

Unberührt hiervon bleibt der Abbau in der Grube 7 bei Longyearbyen, die im Zweischichtbetrieb das lokale Kraftwerk versorgt und überschaubare Mengen für den Export produziert.

Bald Geschichte: norwegischer Kohlebergbau auf Spitzbergen.

Kohlebergbau Spitzbergen.

Quelle: NRK

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Letzte Änderung: 12. Oktober 2017 · Copyright: Rolf Stange
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