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Ostküste: Motorschlittentour zur Mohnbukta

So schön die Umgebung von Longyearbyen gerade zu dieser Jahreszeit ist – natürlich ist der Reiz immer groß, ein paar Kilometer oder auch ein paar mehr zwischen sich und die „Zivilisation“ zu legen. Wir nutzen das schöne Wetter, packen die Motorschlitten und setzen Kurs durchs Adventdalen Richtung Osten. Die Ostküste, vor allem die Mohnbukta, ist eines der klassischen, wirklich schönen Tourenziele im Lichtwinter!

Adventdalen

Blick über das innere Adventdalen.

Es ist kalt, um minus 20 Grad wie so oft in den letzten Wochen, klar und windstill, die Blicke in die Weite machen Freude!

Rabotbreen

Totes Gletschereis in der Moräne des Rabotbreen.

Die große Moräne des Rabotbreen, am Ende des Sassendalen, ist für manche vielleicht vor allem ein kleines Hindernis, denn hier muss man schon die eine oder andere Kurve und ein paar kleine Hänge nehmen. Wer zum ersten Mal auf einem Motorschlitten sitzt, hat dabei vielleicht so seine Freude, je nachdem. Tun wir aber nicht. Dafür freuen wir uns über diese gewaltige Landschaft! Das Abtauen des toten Gletschereises in der Moräne hat ein paar schöne Eisformen aus blauem Eis hervorgebracht.

Nordmannsfonna

Auf der kleinen Eiskappe Nordmannsfonna.

Weiter geht es über die Nordmannsfonna, eine kleine Eiskappe, wo man in knapp 700 Metern Höhe einen Miniatur-Eindruck davon bekommt, wie es im Inneren der Antarktis so sein kann. Nur in Miniatur, aber das reicht völlig aus. Ganz ehrlich, ich wollte noch nie zu irgendwelchen Polen, möglichst unter Einsatz von Atomkraft (Nordpol) oder unendlichen Mengen Flugzeugtreibstoff, um zu einer Station zu kommen, wo Touristen wahrscheinlich eher unfreundlich empfangen werden (Südpol). Aber gut, das ist ein anderes Thema … ich bin mit der Nordmannsfonna und ihren Verwandten hier in Spitzbergen glücklich und zufrieden 🙂

Eisberg Mohnbukta

Verwitterter Eisberg in der Mohnbukta.

Nach der Fahrt den Gletscher herab sind wir in der Mohnbukta, die schön solide zugefroren ist. Das Eis ist eine fantastische Welt! Hier und dort sind „kleine“ (alles relativ) Eisberge eingefroren und zu fantastischen Formen verwittert (ein paar Prachtexemplare solcher Eisberge hatten wir hier etwa 2013 und 2014 und im Panorama festgehalten – hier klicken).

Eisberg Mohnbukta

Pause in der Mohnbukta.

Ein herrliches Plätzchen für eine kleine Pause 🙂

Dann ist die Gletscherkante des Hayesbreen erreicht. Einfach geil! Vor allem bei diesem fantastischen Wetter. Jetzt – es ist Ende März – steht die Sonne auch mittags noch tief, wenn sie genau aus der richtigen Richtung kommt. Ein tolles Schauspiel aus Formen, Farben und Größe!

Gletscherkante des Hayesbreen, Mohnbukta

Gletscherkante des Hayesbreen, Mohnbukta (I).

Gletscherkante des Hayesbreen, Mohnbukta

Gletscherkante des Hayesbreen, Mohnbukta (II).

Dann … Heimweg. Wir haben noch gut 90 Kilometer vor uns.

Rückfahrt über den Königsbergbreen

Rückfahrt über den Königsbergbreen.

Die Fahrt über den Königsbergbreen und durch das Sassendalen wird uns noch von einem wunderschönen Abendlicht versüßt. Das muss man genießen, in ein paar Wochen gibt es hier kein Abendlicht mehr!

Abendlicht, Sassendalen

Abendlicht über dem Sassendalen.

Abschließend noch mein ceterum censeo: ich erlaube mir darauf hinzweisen, dass ich ein neues Fotobuch gemacht habe, mit fotografischen Blicken auf die Arktis aus einer ganz neuen, ungewohnten Perspektive. Norwegens arktischer Norden (2) – Aerial Arctic zeigt Jan Mayen und Spitzbergen aus der Luft.

Norwegens arktischer Norden (2) - Aerial Arctic

Rolfs neues Fotobuch Norwegens arktischer Norden (2) – Aerial Arctic zeigt Jan Mayen und Spitzbergen aus einer ganz neuen, wunderschönen Perspektive.

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Letzte Änderung: 02. April 2019 · Copyright: Rolf Stange
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