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2018 auf Phipp­søya erschos­se­ner Eis­bär: noch nicht abge­schlos­sen

Der Fall des Eis­bä­ren, der Ende Juli 2018 auf der Insel Phipp­søya von einem Mit­ar­bei­ter des Kreuz­fahrt­schif­fes Bre­men erschos­sen wur­de, ging sei­ner­zeit in den Medi­en um die Welt und hat vie­le Gemü­ter bewegt. Damals war ein Team des Schif­fes auf der Phipp­søya, die zu den Sjuøya­ne ganz im Nor­den Spitz­ber­gens gehört, an Land gegan­gen, um einen Land­gang der Pas­sa­gie­re vor­zu­be­rei­ten. Den Eis­bä­ren hat­ten sie zunächst nicht gese­hen, und als die­ser über­ra­schend angriff, ende­te der dra­ma­ti­sche Vor­fall mit einer leich­ten Kopf­ver­let­zung eines Mit­ar­bei­ters des Schif­fes und dem Tod des Eis­bä­ren. Pas­sa­gie­re waren zu die­ser Zeit noch nicht an Land.

Eisbärenangriff Phippsøya, Spitzbergen

Eis­bär auf der Phipp­søya, einer häu­fig genutz­ten Lan­de­stel­le auf den Sjuøya­ne, Mit­te Juli 2018. Mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit war es genau die­ser Bär, der an die­ser Stel­le Ende Juli erschos­sen wur­de.

Nun sind fast zwei Jah­re ver­gan­gen und man fragt sich, was wohl aus der Sache gewor­den ist. Das ent­täu­schen­de Zwi­schen­er­geb­nis, wie die Sval­bard­pos­ten auf Anfra­ge vom Sys­sel­man­nen erfuhr, ist, dass es immer noch kei­nen abschlie­ßen­den Bericht gibt. Die Behand­lung des Vor­falls war beim Sys­sel­man­nen 2018 zunächst recht schnell vor­läu­fig abge­schlos­sen wor­den und ging dann ihren Weg durch die Instan­zen in Nor­we­gen, um von dort Ende 2019 wie­der zum Sys­sel­man­nen zu gehen. Dort liegt sie bis heu­te, wor­an auch die Bin­dung vie­ler Kapa­zi­tä­ten durch Coro­na einen Anteil haben soll.

Auf bestä­tig­te Infor­ma­tio­nen müs­sen wir also noch war­ten. Einst­wei­len ist es erlaubt, sich auf rein spe­ku­la­ti­ver Basis eige­ne Gedan­ken zu machen: Es ist durch­aus vor­stell­bar, dass sich in dem wel­lig-unebe­nen Gelän­de auf der Phipp­søya ganz in der Nähe ein Eis­bär befin­det, ohne dass man ihn zunächst sieht, selbst wenn man auf­merk­sam ist. Am Ufer befand sich zur frag­li­chen Zeit ein Tier­ka­da­ver, zu dem der Eis­bär über län­ge­re Zeit immer wie­der zum Fres­sen zurück­kehr­te. Die­ser Kada­ver lagt in dem Strand­ab­schnitt, wo übli­cher­wei­se an Land gegan­gen wird, ist aber zumin­dest aus der Fer­ne auch kaum erkenn­bar.

Wenn nun ein unglück­li­cher Zufall dazu führt, dass man in unmit­tel­ba­rer Nähe des Kada­vers an Land geht, ist es durch­aus vor­stell­bar, dass ein Eis­bär, der in der Nähe aus­ruht und ver­daut, um dann wie­der zu sei­nem Fut­ter zurück­zu­keh­ren, schnell und aggres­siv reagiert.

Wie gesagt: Rei­ne Spe­ku­la­ti­on, basie­rend auf Orts­kennt­nis und Erfah­rung, dar­un­ter einer Beob­ach­tung eines Eis­bä­ren am frag­li­chen Ort, der mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit der­sel­be Eis­bär war, der wenig spä­ter beim betref­fen­den Vor­fall erschos­sen wur­de. Auf den Bericht mit dem genau­en Gesche­hen sowie der Beur­tei­lung durch die nor­we­gi­schen Behör­den darf man wei­ter gespannt sein.

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Letzte Änderung: 12. Juni 2020 · Copyright: Rolf Stange
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