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Neues aus der Eiderentologie

Feldbiologen haben in Spitzbergen Eiderentenkolonien verglichen und dabei Interessantes zu Tage befördert. Bis Eiderenten in Spitzbergen 1963 unter Schutz gestellt wurden, hat das fast immer rücksichtslos durchgeführte Sammeln von Eiern und Daunen zu einem Bestandsrückgang geführt. Wichtige Brutkolonien liegen überwiegend auf kleinen Inseln, die seit 1973 Vogelreservate sind und daher während der Brutsaison gar nicht mehr betreten werden dürfen. Trotzdem ist der Bestand der Eiderenten im Kongsfjord allenfalls stabil geblieben, aber nicht gewachsen.

Kräftig gewachsen ist hingegen der Bestand im Bellsund, insbesondere auf der kleinen Insel Eholmen, wo ein norwegischer Trapper seit längerer Zeit Daunen sammelt. Durch das behutsame Vorgehen werden die Vögel in ihrem Brutgeschäft nicht gestört, im Gegenteil sorgt der menschliche Schutz vor Räubern wie Eisbär und Eisfuchs dafür, dass die Kolonie für brütende Enten attraktiv ist und sich deutlich vergrößert hat.

Möglicherweise können Eiderenten auch durch den Klimawandel profitieren, etwa wenn das Fjordeis früher aufbricht und die Brutinseln somit für Füchse früher unzugänglich werden.

Eiderenten-Brutkolonie im Adventdalen bei Longyearbyen.

Eiderenten.

Quelle: NINA.

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Letzte Änderung: 07. Juni 2012 · Copyright: Rolf Stange
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