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Eishaie stark mit Umweltgiften belastet

Eishaie, auch Grönlandhaie genannt, sind die großen Unbekannten in der marinen Ökologie der Arktis: Von der Forschung bis vor kurzem weitgehend übersehen, weiß man bislang wenig über sie. Dabei können sie bis zu 7 m lang werden und gehören somit zu den größten Haien weltweit.

Vor wenigen Jahren wurden Biologen des norwegischen Polarinstituts bei einem Forschungs-Fischzug im Kongsfjord davon überrascht, wieviele Eishaie sich in den bodennahen Gewässern befinden: Innerhalb kurzer Zeit wurden mehrere Dutzend Exemplare gefangen. Ebenfalls überraschend war der Mageninhalt, der nicht wie erwartet überwiegend aus Aas, sondern vor allem aus Fisch und Robben bestand. Offensichtlich sind die trägen Eishaie aktive Jäger.

Ebenfalls unerwartet ist der hohe Gehalt an Umweltgiften in Fett und Leber der Eishaie, der den Werten bei Eisbären entspricht. Dies hängt wahrscheinlich mit der Ernährungsweise zusammen, aufgrund der Eishaie ähnlich hoch im Nahrungsnetz einzuordnen sind wie Eisbären und Eismöwen. Langlebige Umweltgifte reichern sich mit jeder Stufe im Nahrungsnetz sowie mit der Zeit an. Daher trägt auch die hohe Lebenserwartung von etlichen Jahrzehnten bei. Bei den in Spitzbergen gefangenen Eishaien wog der schwerste satte 700 kg, war aber noch nicht einmal geschlechtsreif.

Eishai in Nordwestgrönland

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Quelle: Norwegisches Polarinstitut

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Letzte Änderung: 02. September 2013 · Copyright: Rolf Stange
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