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Monats-Archiv: November 2015 − Nachrichten


Spitz­ber­gen­rei­sen Win­ter 2016: Fotorei­se Licht­win­ter-Win­ter­licht und Bal­lon­aben­teu­er

Span­nen­de Rei­se-Ideen für Spitz­ber­gen 2016: Zusam­men mit Spitz­ber­gen Adven­tures und Alex­an­der Lembke haben wir eine Fotorei­se in den ark­ti­schen Win­ter gestal­tet. Im März bringt der Wech­sel von Tag und Nacht stän­dig wech­seln­de Licht­stim­mun­gen in die Land­schaft. Eine Woche lang soll es, aus­ge­hend von Lon­gye­ar­by­en und Barents­burg, in die wil­den, win­ter­li­chen Land­schaf­ten Spitz­ber­gens gehen, von Glet­scher­höh­len über wei­te Täler bis an die kal­ten Küs­ten (wört­lich: „Sval­bard“). Mehr zu die­ser Rei­se gibt es hier (kli­cken).

Spitz­ber­gen Adven­tures, nament­lich Doreen Lam­pe in Lon­gye­ar­by­en, hat sich zudem noch ein ganz beson­de­res und defi­ni­tiv neu­es Aben­teu­er aus­ge­dacht: Spitz­ber­gen aus der Vogel­per­spek­ti­ve im Heiß­luft­bal­lon! Nach­dem tou­ris­ti­sche Rund­flü­ge mit Flug­zeu­gen und Hub­schrau­bern in Spitz­ber­gen seit vie­len Jah­ren voll­stän­dig ver­bo­ten sind, bie­tet sich hier die eben­so auf­re­gen­de wie umwelt­freund­li­che Gele­gen­heit, die­se Land­schaft aus einer ganz eige­nen Per­spek­ti­ve zu erle­ben. Spek­ta­ku­lär getes­tet wäh­rend der Son­nen­fins­ter­nis im März 2015, gibt es nun im März und April 2016 meh­re­re Ter­mi­ne für Inter­es­sier­te (hier kli­cken für mehr Info).

Mit dem Heiß­luft­bal­lon über Spitz­ber­gen schwe­ben: eine neue Idee von Spitz­ber­gen Adven­tures.

Lichtwinter-Winterlicht

Wan­de­rung nach Pyra­mi­den in der Polar­nacht

Eine Wan­de­rung von Lon­gye­ar­by­en nach Pyra­mi­den in der Polar­nacht hört sich nicht an wie ein guter Plan. Ohne gute Aus­rüs­tung wird es nicht bes­ser, und wer sich auf die­sen Weg macht, ohne auch nur einen guten Schlaf­sack, soli­de win­ter­taug­li­che Wan­der­stie­fel oder eine Waf­fe dabei zu haben, ist ent­we­der ver­rückt oder sui­zi­dal ver­an­lagt.

Macht kei­ner? Doch. Ges­tern (Mon­tag, 23.11.) rück­te der Sys­sel­man­nen per Hub­schrau­ber aus, um einen Tou­ris­ten zu suchen, der sich mit genau die­sen Plä­nen auf den Weg ins Advent­da­len gemacht hat­te – allei­ne. Der aus Eng­land stam­men­de Mann hat­te meh­re­ren Per­so­nen vor­her von sei­nen gran­dio­sen Plä­nen erzählt; die­se hat­ten wie­der­um den Sys­sel­man­nen infor­miert.

Wie sich zeig­te, hat­ten die vie­len War­nun­gen von Orts­kun­di­gen, die der Mann im Lau­fe ver­schie­de­ner Gesprä­che bekom­men hat­te, ihnen aller­dings bereits umge­stimmt: Er hat­te sei­ne Plä­ne einer Tour nach Pyra­mi­den bereits zuguns­ten einer Wan­de­rung zur Gru­be 7 auf­ge­ge­ben.

Die Ent­fer­nung nach Pyra­mi­den beträgt 50 Kilo­me­ter Luft­li­nie, über Land liegt die Distanz aber bei weit über 100 Kilo­me­tern, vor allem wenn die Fjor­de, wie der­zeit, noch nicht gefro­ren sind. Unter­wegs sind meh­re­re spal­ti­ge Glet­scher zu pas­sie­ren: allei­ne und in Dun­kel­heit ein unmög­li­ches Unter­fan­gen.

Der letz­te Teil der Über­land­rou­te nach Pyra­mi­den: der Nor­dens­ki­öld­breen (vorn) und der Bil­lefjord (hier zuge­fro­ren).

Route nach Pyramiden

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Grenz­kon­trol­len zwi­schen Spitz­ber­gen und Nor­we­gen ver­schärft

Wäh­rend ganz Euro­pa über schär­fe­re Grenz­kon­trol­len redet, wird seit eini­gen Wochen der im Zusam­men­hang mit der aktu­el­len Flücht­lings- und Sicher­heits­de­bat­te wohl am wenigs­ten wich­ti­ge Grenz­ab­schnitt des Schen­gen­raums schär­fer kon­trol­liert: Bei Rei­sen nach und von Spitz­ber­gen wird nun am Flug­ha­fen in Oslo oder Trom­sø nach Rei­se­päs­sen gefragt. Frü­her waren Per­so­nal­aus­wei­se auch für nicht-nor­we­gi­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge aus der EU in der Pra­xis aus­rei­chend. Offi­zi­ell ist das in Bezug auf den Grenz­über­tritt immer noch so, aber nun fra­gen die Air­lines beim Check-in nach dem Pass.

Wich­tig ist, dar­auf zu ach­ten, dass der bei Buchung ange­ge­be­ne Name wirk­lich genau mit dem Namen im Pass über­ein­stimmt, sonst ver­wei­gern die Web­sei­ten der Flug­li­ni­en mitt­ler­wei­le den weit ver­brei­te­ten online-check in. Auch das Per­so­nal an den Check-in Schal­tern am Flug­ha­fen kann sich quer­stel­len und im schlimms­ten Fall den Flug ver­wei­gern, wenn es Abwei­chun­gen beim Namen zwi­schen Pass und Ticket gibt.

Spitz­ber­gen steht unter nor­we­gi­scher Sou­ve­rä­ni­tät, aller­dings mit Ein­schrän­kun­gen, die seit 1920 im Spitz­ber­gen-Ver­trag fest­ge­schrie­ben sind. Daher ist Spitz­ber­gen für Nor­we­gen zoll­tech­nisch Aus­land. Flü­ge von Oslo nach Lon­gye­ar­by­en star­ten vom inter­na­tio­na­len Teil des Flug­ha­fens Oslo Gar­de­r­moen. Nor­we­gen gehört zum Schen­gen-Gebiet, Spitz­ber­gen hin­ge­gen nicht, so dass bei Flü­gen nach Lon­gye­ar­by­en eine Außen­gren­ze des Schen­gen­raums über­schrit­ten wird.

Mit der aktu­el­len Flücht­lings­de­bat­te hat die­ser Schritt wohl wenig zu tun. Wahr­schein­li­cher ist, dass der über­ra­schen­de und von Nor­we­gen scharf kri­ti­sier­te Besuch des rus­si­schen Vize­pre­miers Rogos­in im Früh­jahr der Anlass war (sie­he Rus­si­scher Vize­pre­mier Rogos­in in Spitz­ber­gen). In die­sem Zusam­men­hang kam die Fra­ge nach ver­stärk­ten Kon­trol­len auf. Ob Nor­we­gen dem stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Regie­rungs­chef die Ein­rei­se in Lon­gye­ar­by­en hät­te ver­wei­gern dür­fen, ist eine ande­re Fra­ge.

Ohne Rei­se­pass kein check-in mehr für Flü­ge nach Lon­gye­ar­by­en. Das gilt auch für Elche.

Passkontrolle

Öl und Gas aus der Ark­tis? Pro­be­boh­run­gen nord­öst­lich von Spitz­ber­gen

Das nor­we­gi­sche Öldi­rek­to­rat (Olje­di­rek­to­ra­tet) hat im Sep­tem­ber und Okto­ber sie­ben Pro­be­boh­run­gen nord­öst­lich von Spitz­ber­gen durch­füh­ren las­sen. Die Finan­zie­rung der Boh­run­gen wur­de vom nor­we­gi­schen Par­la­ment (Stort­ing) bewil­ligt.

Sol­che Akti­vi­tä­ten sind vor allem des­halb höchst umstrit­ten, weil Nor­we­gen ein­deu­tig fest­ge­legt hat, dass jen­seits der Meereis­gren­ze, also der Gren­ze der maxi­ma­len Aus­deh­nung des Meerei­ses im Früh­jahr, nicht nach Öl oder Gas gebohrt wer­den darf. Gebohrt wur­de dies­mal ent­lang der Ost­küs­te Sval­bards bis hoch zur Insel Kvi­tøya, und die Boh­run­gen gin­gen bis zu 200 Meter tief unter den Mee­res­bo­den. Das Gebiet liegt zwar außer­halb der Schutz­zo­ne, die die Insel­grup­pe umgibt, aber weit nörd­lich der Meereis­gren­ze. Ent­spre­chend erklär­te das Öldi­rek­to­rat auch, die Boh­run­gen hät­ten mit der Öl- und Gas­wirt­schaft nichts zu tun, sie dien­ten ledig­lich der Unter­su­chung geo­lo­gi­scher Struk­tu­ren.

Die kri­ti­schen Oppo­si­ti­ons­par­tei­en im Stort­ing, die sozi­al­li­be­ra­le Venst­re und die grü­ne MDG, ver­ur­teil­ten die Akti­on scharf. Wenn die Öl- und Gas­för­de­rung so weit nörd­lich ohne­hin nicht erwünscht und zumin­dest bis­lang auch gar nicht erlaubt ist, hand­le es sich um rei­ne Geld­ver­schwen­dung, so ein Spre­cher der Venst­re.

In den letz­ten Jah­ren hat Nor­we­gen die Explo­ra­ti­on der Öl- und Gas­fel­der im Nord­at­lan­tik – vor den Lofo­ten und den Ves­terå­len – und in der Barents­see stark vor­an­ge­trie­ben. Selbst hier ist eine För­de­rung jedoch längst nicht über­all bewil­ligt und nach wie vor umstrit­ten. Sie wird u.a. von Tei­len der Lokal­be­völ­ke­rung, von Umwelt­ver­bän­den und der Fische­rei­wirt­schaft abge­lehnt. Wer­den aller­dings wei­ter gro­ße Öl- und Gas­vor­kom­men ent­deckt und erkun­det, wie kürz­lich in der Barents­see, nord­west­lich von Ham­mer­fest, so schafft dies natür­lich Fak­ten, unab­hän­gig von der aktu­el­len Rechts­la­ge. Zukünf­ti­ge poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen wer­den durch wach­sen­de Begehr­lich­kei­ten beein­flusst. Bereits 2012 hat­te der dama­li­ge Außen­mi­nis­ter Espen Barth Eide von der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Arbei­der­par­tiet klar gemacht, dass wirt­schaft­li­che Erwä­gun­gen Vor­rang haben, wenn es um die nor­we­gi­schen Öl- und Gas­vor­kom­men geht. Die Umwelt­po­li­tik kann gege­be­nen­falls ange­passt wer­den (sie­he auch Spitzbergen.de-Nachricht: Öl und Gas in der Ark­tis: Nor­we­gens Außen­mi­nis­ter spricht Klar­text vom Novem­ber 2012).

Nord­ost-Sval­bard ist ein guter Ort für Eis, Eis­bä­ren und Wild­nis, nicht für die Öl- und Gas­in­dus­trie.

Nordost-Svalbard: Eis und Eisbär

Quel­le: TV2

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