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Arctic World Archive: Ein Datenspeicher im Eis

In einem ehemaligen Bergwerk in Longyearbyen sollen digitale Daten gelagert und so über Generationen gesichert werden, Arctic World Archive heißt das Projekt. Vom Global Seed Vault wurde hier ja schon berichtet: Saatgut aus aller Welt wird in einem Bunker in meterhohen Regalen eingelagert, und soll so folgenden Menschheitsgenerationen pflanzliches Erbgut sichern.

Nun folgen den Saaten die Daten. Das Arctic World Archive wurde ganz in der Nähe des Global Seed Vault vom norwegischen Technologieanbieter Piql und dem Bergbauunternehmen Store Norske gebaut. Bis zu tausend Jahre lang sollen die Daten hier sicher lagern können. Sie werden dazu mit einer speziellen Technik auf einem lichtempfindlichen Film gespeichert. In dem ehemaligen Bergwerk wird eine konstante Temperatur von -5 bis -10 Grad Celsius herrschen.

Über ein Glasfasernetz soll der Bunker mit dem Internet verbunden werden, so dass Firmen, die ihre Daten dort lagern möchten, Zugriff darauf haben können. Als potentielle Kunden hat die Firma Großunternehmen und Regierungen im Blick. Tatsächlich haben die Nationalarchive Brasiliens und Mexikos bereits Interesse angemeldet sowie natürlich Norwegen selbst. Die ersten Daten der Bezirksregierung von Sogn og Fjordane wurden am 27. März in 300 Metern Tiefe in dem ehemaligen Bergwerk versenkt.

Global Seed Vault – Saatgut für Generationen. Der Datenbunker nebenan sieht ähnlich aus.

Global Seed Vault

Quelle: wired.de, NRK

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Letzte Änderung: 11. April 2017 · Copyright: Rolf Stange
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