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Monats-Archiv: Oktober 2015 − Reiseblog


Trom­sø – 31. Okto­ber 2015

Die fina­le Fahrt geht mit der Anti­gua ins Land der Nord­lich­ter. In der Theo­rie jeden­falls. Gleich mehr zur Pra­xis. Jeden­falls star­ten wir in Trom­sø, und es soll zu den schö­nen Lofo­ten gehen.

Eine Woche lang schö­ne Insel­welt, klei­ne Fischer­dör­fer und natür­lich hof­fent­lich Nord­licht, das hof­fen wir.

wetter

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge, gezeigt im ers­ten Bild, bestimmt das ech­te Leben, so ist das im Nor­den. Man muss kein Fach­mann für See­wet­ter­be­rich­te sein, um zu sehen, dass das Schei­ße aus­sieht. Ja, rich­tig, ich habe „Schei­ße“ geschrie­ben. Manch­mal muss man die Din­ge beim Namen nen­nen.

Gale­rie – Trom­sø – 31. Okto­ber 2015

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Lon­gye­ar­by­en – 04. Okto­ber 2015

Hafen­ta­ge sind ja im All­ge­mei­nen wenig glor­reich. Viel ist zu tun, um die zu Ende gegan­ge­ne Rei­se abzu­schlie­ßend und um das Schiff wie­der start­klar zu machen, auch wenn ich nicht mehr an Bord sein wer­de, wenn die Anti­gua mor­gen wie­der ablegt.

Abends geht es gedank­lich noch ein­mal nach Jan May­en und auf den Bee­ren­berg. Das Sval­bard­mu­se­um hat­te mich ein­ge­la­den, einen Vor­trag über die Insel und mei­ne Rei­sen dort­hin zu machen. Eine Stun­de und zehn Minu­ten lang geht es durch die Geschich­te von Jan May­en, über Lava­fel­der und Moos­tep­pi­che, von den Küs­ten bis hin­auf zum Gip­fel­kra­ter des Bee­ren­berg. Schön, das alles noch ein­mal an sich vor­bei­zie­hen zu las­sen, das war defi­ni­tiv ein Höhe­punkt unter mei­nen Polar­fahr­ten. Das sind ja mitt­ler­wei­le doch so ein paar. Und natür­lich inter­es­siert man sich in Lon­gye­ar­by­en auch für den abge­le­ge­nen Nach­barn 1000 Kilo­me­ter wei­ter süd­west­lich, der Vor­trag ist gut besucht. Schön, dass auch ein Teil der Mann­schaft der Anti­gua mir dort die Ehre gibt, wie auch bekann­te Gesich­ter aus Lon­gye­ar­by­en.

Gale­rie Lon­gye­ar­by­en – 04. Okto­ber 2015

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Iro­nie des Schick­sals: Das Ers­te, was wir sehen, als wir das Muse­um ver­las­sen, ist ein schö­nes Nord­licht. Und das, nach­dem wir eine Woche lang ver­geb­lich mit der Grup­pe auf der Anti­gua dar­auf gewar­tet hat­ten! Umso mehr freu­en sich eini­ge Anti­gua-Gäs­te, die noch nicht abge­reist sind. Der Abend wird noch lang, die Nord­lich­ter kom­men und gehen noch mehr­fach. Zwi­schen den Etap­pen eines kuli­na­ri­schen Aus­flugs nach Ita­li­en wird die Auro­ra bestaunt und foto­gra­fiert.

Übri­gens, ich habe vor einer Wei­le einen Arti­kel geschrie­ben auf die­ser Sei­te: Nord­licht – all­ge­mei­ne Info und Foto-Tips (hier kli­cken).

Isfjord II – 03. Okto­ber 2015

Mit Nord­licht war dann doch nix, aber den­noch war es sehr nett, ges­tern Abend in Pyra­mi­den an der Pier, schön ruhig.
Wir haben uns viel Zeit genom­men in Pyra­mi­den, zu sehen und zu tun gibt es dort ja reich­lich, und die Foto­gra­fen in der Grup­pe kön­nen gar nicht genü­gend Zeit haben.

Der Nor­dens­kiöld­breen bil­de­te dann den Abschluss der Fahrt. Rich­tig weh­mü­tig könn­te man wer­den. Auch, weil der Glet­scher sich so unglaub­lich stark ver­än­dert hat, seit ich ihn 1997 zum ers­ten Mal gese­hen habe. Kräf­tig geschrumpft ist er.

Und nun sind wir unter­wegs nach Lon­gye­ar­by­en, in einen wei­te­ren, bun­ten Son­nen­un­ter­gang hin­ein. Die letz­ten Mei­len die­ser Fahrt, die letz­ten Mei­len einer lan­gen Ark­tis-Sai­son. Ich müss­te mal aus­rech­nen, wie­vie­le Mei­len es ins­ge­samt waren. Vier Fahr­ten auf der Anti­gua, dazu die Arc­ti­ca II, und natür­lich Jan May­en und Ost­grön­land. Und mit dem Anle­gen in Lon­gye­ar­by­en in ein paar Stun­den sind die Schiffs­rei­sen die­ses Ark­tis-Som­mers dann vor­bei, was mich betrifft (und fast alle ande­ren sind sowie­so schon lan­ge weg). Halt, Ende Okto­ber geht es natür­lich noch mal für eine Woche auf die Anti­gua, Lofo­ten. Aber das ist nicht die Hoch­ark­tis. Kei­ne Eis­bä­ren, kei­ne Wal­ros­se, kei­ne Tun­dra, kei­ne Geweh­re, kei­ne Zodiacs (oder nur gele­gent­lich, je nach­dem).

Gale­rie Isfjord II – 03. Okto­ber 2015

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Kein Grund zur Trau­rig­keit. Die Spitz­ber­gen-Zeit ist ja für die­ses Jahr nicht vor­bei, mir ist schon noch Zeit an Land ver­gönnt. Ruhi­ge Zeit in Lon­gye­ar­by­en. Schö­nes Licht, net­te Men­schen, Stil­le, ein wenig krea­tiv Pro­duk­ti­vi­tät, hof­fent­lich.

Isfjord – 02. Okto­ber 2015

Zurück im Isfjord, und der Vor­hang geht auf. Ein Son­nen­auf­gang, der sich uhr­zeit­tech­nisch schon ver­däch­tig Rich­tung Mit­tag schiebt, taucht die Ber­ge in ein zart-wun­der­ba­res Rosa­rot. Mor­gen­son­ne auf Puder­schnee­hauch. Die Tun­dra ist gefro­ren, die sonst so nas­sen Moos­bet­ten stein­hart, die letz­ten Rinn­sa­le glu­ckern unter ihrem eisi­gen Pan­zer, der nur noch stel­len­wei­se Löcher auf­weist. Bald wird auch damit Schluss sein, dann wird sich dort bis weit ins nächs­te Früh­jahr hin­ein gar nichts mehr bewe­gen.

Bewe­gen tun sich die Ren­tie­re und eine erstaun­lich gro­ße Grup­pe Schnee­hüh­ner oben am Hang, schon im wei­ßen Win­ter­kleid. Wie heißt das bei denen eigent­lich, ist das ein Schwarm? Ein Trupp? Ein Rudel? Eine Her­de? …? Wie auch immer.

Wale zei­gen sich im Isfjord nicht mehr, die sind wohl schon über alle Ber­ge, Rich­tung Azo­ren oder wo auch immer sie ihren Win­ter­ur­laub ver­brin­gen. Dafür haben wir noch Zeit zu einer klei­nen Lan­dung, hier grei­fen wir zu einem bewähr­ten Klas­si­ker und machen uns am spä­ten Nach­mit­tag in der Skans­buk­ta auf den Weg. Der unschlag­ba­re Höhe­punkt besteht aus der ein­ma­li­gen abend­li­chen Beleuch­tung des Gips­hu­ken am Ufer gegen­über.

Gale­rie Isfjord – 02. Okto­ber 2015

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Der Abend ver­läuft gemüt­lich an der Pier von Pyra­mi­den. Ob es noch Nord­licht gibt? Der Him­mel ist über­wie­gend klar, der Nor­dens­kiöld­breen leuch­tet blass im Mond­licht. Das Poten­zi­al ist gar nicht schlecht.

Kongsfjord – 01. Okto­ber 2015

Ges­tern Abend und die Nacht hin­durch sah es ja ziem­lich grüt­zig aus. Hef­ti­ger Wind, dich­tes Schnee­trei­ben. Rich­tig Ark­tis eben, und zwar nun wirk­lich im Win­ter­mo­dus. An Deck gab es sogar eine Schnee­ball­schlacht.

Pünkt­lich zum Mor­gen hin ließ der Wind aber doch nach, Land­gang auf Blom­strand war also kein Pro­blem. Die Anti­gua konn­te sogar nach Ny Lon­don ver­ho­len, zu Ernest Mans­fiel­ds alter Mar­mor­gru­be, und uns dort wie­der abho­len. Sehr ange­nehm. Und das Licht unter­wegs, als die Son­ne über den Tre Kro­ner auf­ging, leich­tes Schnee­trei­ben in der Luft … gigan­tisch.

Gale­rie Kongsfjord – 01. Okto­ber 2015

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Der Hafen in Ny Åle­sund ist zwar klein, die Anti­gua aber auch, und daher passt sie auf die Innen­sei­te der Pier, was mit­un­ter sehr prak­tisch ist. Ein ruhi­ger, win­ter­li­cher Nach­mit­tag in der nörd­lichs­ten Sied­lung Spitz­ber­gens, ein ruhi­ger Abend im Hafen, und dann los, ab Rich­tung For­landsund, Rich­tung Isfjord. Ein wenig Dünung steht noch im Aus­gang des Kongsfjord, aber nicht all­zu schlimm, und nach­her im For­landsund wird Ruhe sein.

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News-Auflistung generiert am 22. September 2021 um 14:48:43 Uhr (GMT+1)
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