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Monats-Archiv: Juni 2017 − Nachrichten


1000 Kilo­me­ter in 49 Tagen auf Ski­ern durch Spitz­ber­gen

Nor­ma­ler­wei­se mag sie kei­ne Sel­fies, aber als Kat­ja Baum am 19. Mai ihr Ziel, den nörd­lichs­ten Punkt Spitz­ber­gens (Ver­le­gen­hu­ken), ereicht, lächelt sie doch in ihre eige­ne Kame­ra. Die 29jährige hat an die­sem Tag rund 1000 Kilo­me­ter in 49 Tagen allei­ne auf Ski­ern in der Ein­sam­keit Spitz­ber­gens zurück­ge­legt. Für Aben­teu­rer ist eine Spitz­ber­gen Durch­que­rung eine ech­te Traum­tour und eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung.

Sym­bol­fo­to von einer ähn­li­chen Tour von Rolf Stan­ge

Sechs Mona­te Pla­nung gin­gen die­sem Traum vor­aus. Am 1. April star­te­te Kat­ja Baum ihre Spitz­ber­gen Durch­que­rung in Lon­gye­ar­by­en. Im Gepäck: 45 Kilo Aus­rüs­tung und noch ein­mal so viel Essen für sich und ihre Hun­de. Die ers­te Etap­pe von Lon­gye­ar­by­en zum süd­lichs­ten Punkt Spitz­ber­gens Sør­ne­set und wei­ter bis Svea wur­de sie von ihrer Freun­din Nan­na Gajic beglei­tet. Von da an ging es allei­ne wei­ter, nur in Beglei­tung der drei Hus­kies Hjal­mar John­sen, R2-D2 und Myrull.

Kat­ja Baum kommt ursprüng­lich aus Deutsch­land und arbei­tet seit 2012 als Tour­gui­de für einen Rei­se­ver­an­stal­ter auf Spitz­ber­gen, der Wan­der-, Ski und Kajak­tou­ren mit Expe­di­tons­cha­rak­ter anbie­tet. Daher hat sie auch die nöti­ge Erfah­rung, um eine Durch­que­rung von Spitz­ber­gen vor­zu­be­rei­ten und durch­zu­füh­ren.

„So weit bin ich vor­her noch nie gelau­fen, aber ich war schon öfters in den Alpen allei­ne unter­wegs und wuss­te, dass das mein Ding ist. Ich bin ein­fach ger­ne drau­ßen und mag es, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Du musst dich um alles sel­ber küm­mern, kannst nach nie­man­den rufen, wenn etwas schief geht. Du folgst dei­nem eige­nen Rhyth­mus: Bist du müde, machst du eine Pau­se. Willst du lan­ge schla­fen, bleibst du ein­fach lie­gen.“

Sym­bol­fo­to von Rolf Stan­ge

Viel Gele­gen­heit zum Aus­ru­hen wird Kat­ja Baum aber nicht gehabt haben. An machen Tagen leg­te sie bis zu 52 Kilo­me­ter zurück! Glet­scher­que­run­gen, das Über­fah­ren von See­eis und schlech­tes Wet­ter machen eine Spitz­ber­gen Durch­que­rung zu einer nicht unge­fähr­li­chen Expe­di­ti­on. Viel Vor­sicht ist nötig und alle mög­li­chen Unvor­her­seh­bar­kei­ten müs­sen in Gedan­ken durch­ge­spielt wer­den. Beson­ders das Wet­ter hat ihr manch­mal zu schaf­fen gemacht.

„Wenn man stun­den­lang bei star­kem Wind und strö­men­dem Regen auf Ski­ern steht, dann fragt man sich schon manch­mal: „War­um mache ich das hier eigent­lich?“ Ande­rer­seits sind es in sol­chen Situa­tio­nen gra­de die klei­nen Din­ge, über die man sich plötz­lich unglaub­lich freu­en kann: Wenn sich der Nebel ver­zieht oder die Son­ne kurz raus­kommt.“

Nach der Ankunft in Lon­gye­ar­by­en ging es erst ein­mal mit Freun­den in die Knei­pe, um auf die erfolg­rei­che Tour anzu­sto­ßen. „Ein biss­chen stolz bin ich schon, dass alles so gut gelau­fen ist und ich so gut vor­be­rei­tet war. Es war wir­lich eine fan­tas­ti­sche Tour!“

Auch die drei Hun­de schei­nen die Tour genos­sen zu haben: Hün­din Myrull ist jeden­falls träch­tig und wird bald Wel­pen bekom­men.

Sym­bol­fo­to von Rolf Stan­ge

Quel­le: Sval­bard­pos­ten, Kat­ja Baum

Weni­ger Queck­sil­ber im Eis­bär – dank Kli­ma­wan­del?

Wenn sich als Fol­ge des Kli­ma­wan­dels das See­eis mehr und mehr zurück­zieht, könn­te die Belas­tung von Eis­bä­ren mit Queck­sil­ber zurück­ge­hen.

Frisst an Land gesün­der als auf dem Eis: Eis­bär

Frisst an Land gesünder als auf dem Eis: Eisbär

In einer us-ame­ri­ka­ni­schen Stu­die wur­den von 2004 bis 2011 Haar­pro­ben von Eis­bä­ren in der Beau­fort-See nörd­lich von Alas­ka unter­sucht. Das Ergeb­nis: Bei den männ­li­chen Tie­ren ist die Belas­tung mit Queck­sil­ber um ca. 13 % pro Jahr zurück­ge­gan­gen, bei den weib­li­chen jedoch nicht. Dies hängt wohl mit unter­schied­li­chen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten der Geschlech­ter zusam­men. Weib­li­che Eis­bä­ren jagen vom Eis aus haupt­säch­lich Rin­gel­rob­ben, die sich wie­der­um von queck­sil­ber­be­las­te­tem Fisch ernäh­ren. Männ­li­che Eis­bä­ren ernäh­ren sich außer­dem auch von Bart­rob­ben und gestran­de­ten Wal­ka­da­vern, die nur gering mit Queck­sil­ber belas­tet sind.

Zieht sich das Eis in den pola­ren Regio­nen mit dem Kli­ma­wan­del nun mehr und mehr zurück, könn­ten Eis­bä­ren zuneh­mend auf Beu­te zurück­grei­fen, die an Land zu fin­den ist, wie z.B. Wal­ka­da­ver des Grön­land­wals.

Der Stu­die zufol­ge ist die gerin­ge­re Kon­zen­tra­ti­on von Queck­sil­ber in den Eis­bä­ren kei­ne Fol­ge einer redu­zier­ten Queck­sil­ber­kon­zen­tra­ti­on in der Umwelt.

Quel­le: ACS Publi­ca­ti­ons

Eva­ku­ie­rung in Lon­gye­ar­by­en nach vier Mona­ten auf­ge­ho­ben

Am 21. Febru­ar die­sen Jah­res lös­te sich eine Lawi­ne vom Berg Suk­ker­top­pen in Lon­gye­ar­by­en. Zwei Wohn­häu­ser wur­den damals stark beschä­digt und 92 Haus­hal­te eva­ku­iert. Nach und nach konn­ten die meis­ten Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner ihre Häu­ser wie­der bezie­hen. Zwei Häu­ser im Weg 226 blie­ben jedoch bis zum Wochen­en­de wei­ter von der Eva­ku­ie­rung betrof­fen. Nun konn­ten auch sie end­lich wie­der bezo­gen wer­den.

Ob die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner lang­fris­tig in ihren Häu­sern blei­ben kön­nen, ist aber noch völ­lig unklar. Umfang­rei­che Siche­rungs­maß­nah­men, die die Häu­ser vor Lawi­nen schüt­zen sol­len, sind in Pla­nung. Even­tu­ell müs­sen aber auch meh­re­re Häu­ser in dem lawi­nen­ge­fähr­de­ten Gebiet abge­ris­sen wer­den. Ihr Zuhau­se im Weg 226 kön­nen die Men­schen zunächst wohl nur im Som­mer nut­zen.

Stel­le, an dem sich das Lawi­nen­un­glück ereig­net hat

Lawinenunglück 21.02.2017

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Eis­bä­ren hat­ten Schrot im Kör­per

Bei der Obduk­ti­on zwei­er Eis­bä­ren wur­de Schrot im Fett­ge­we­be gefun­den, der auf frü­he­re Schüs­se auf die Tie­re hin­weist. Eines der bei­den, ein Weib­chen mit einem Jung­tier, wur­de im Juni 2016 am Aus­t­fj­ord­nes erschos­sen. Nur zwei Mona­te spä­ter erschoss ein rus­si­scher For­scher ein wei­te­res Weib­chen auf dem Prins Karls For­land.

Eis­bä­rin und Jun­ges – wie vie­le haben noch Schrot im Kör­per?

Eisbärin mit Jungem

Der Schrot war bei bei­den Tie­ren stark im Fett und Fleisch der Bären ein­ge­kap­selt, was bedeu­tet, dass bei­de Eis­bä­ren ihn län­ge­re Zeit im Kör­per getra­gen haben müs­sen. Er wur­de außer­dem an meh­re­ren Stel­len im Kör­per gefun­den. Knut Fos­sum, Natur­schutz­be­auf­trag­ter des Sys­sel­man­nen, geht davon aus, dass die Schüs­se aus rela­tiv kur­zer Distanz abge­feu­ert wur­den. Ver­mut­lich woll­te jemand die Eis­bä­ren mit der Schrot­flin­te ver­ja­gen und hat sie dabei getrof­fen. Schwe­re Ver­let­zun­gen bei gro­ßen Tie­ren durch Schrot sind eher unwahr­schein­lich, aber nicht aus­zu­schlie­ßen, etwa wenn Gelen­ke oder Augen getrof­fen wer­den. Tier­ärz­te ver­wei­sen auf den Fall eines Ren­tiers, das nach einem Tref­fer mit einem Luft­ge­wehr starb. In jedem Fall kann Schrot zu Schmerz und Infek­tio­nen füh­ren.

Eis­bä­ren sind auf Spitz­ber­gen streng geschützt, sie zu ver­let­zen oder zu töten steht unter Stra­fe. Der Ein­satz von Schrot­flin­ten zur Abschre­ckung von Eis­bä­ren ist sowohl unge­eig­net als auch ver­bo­ten. Auch wenn Schüs­se nur zur Abschre­ckung abge­ge­ben wer­den, muss dem Sys­sel­man­nen Mel­dung gemacht wer­den.

Wie lan­ge die Eis­bä­ren die Schrot­kör­ner schon in sich tru­gen und ob sie dabei Schmer­zen hat­ten, lässt sich nicht mit Sicher­heit sagen.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Über­schwem­mung im Saat­gut­la­ger erregt inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit – ein hal­bes Jahr danach!

Das The­ma Fake-News macht nun auch vor Spitz­ber­gen nicht halt. Meh­re­re Wochen lang berich­te­ten inter­na­tio­na­le Medi­en über eine Lecka­ge im Samen­la­ger Glo­bal Seed Vault, in dem Saat­gut aller Län­der über tau­sen­de von Jah­ren gela­gert wer­den soll, wozu es letzt­lich zu nichts weni­ger bei­tra­gen soll als zum Über­le­ben der Mensch­heit. (>hier geht’s zu frü­he­ren Mel­dun­gen über das Glo­bal Seed Vault).

Glo­bal Seed Vault – Saat­gut für Gene­ra­tio­nen?

Global Seed Vault

Wahr ist: Die Lecka­ge hat es tat­säch­lich gege­ben – aller­dings schon im Okto­ber 2016! In einem Arti­kel im Dag­bla­det wird die Lecka­ge noch mit kor­rek­tem Datum erwähnt. Doch ein unauf­merk­sa­mer Jour­na­list der Online­aus­ga­be des bri­ti­schen „The Guar­di­an“ mach­te dar­aus am 19. Mai eine aktu­el­le Mel­dung. Die Rede war von hohen Tem­pe­ra­tu­ren in Ver­bin­dung mit wochen­lan­gem Regen­wet­ter, das schließ­lich zu einem Was­ser­ein­bruch im Ein­gangs­be­reich des Samen­la­gers geführt habe. Alles kor­rekt, nur eben schon über ein hal­bes Jahr her.

Eine Nach­richt, aber kei­ne Neu­ig­keit

Die gro­ßen Medi­en­häu­ser Reu­ters und Vox spran­gen auf den Zug auf, offen­bar, ohne die Quel­le genau­er zu über­prü­fen. Dabei hät­te ein Anruf bei Hege Njaa Aschim genügt, um das Miss­ver­ständ­nis auf­zu­klä­ren. Aschim ist Pres­se­spre­che­rin von Stats­bygg, die das Glo­bal Seed Vault in staat­li­chem Auf­trag ver­wal­ten und instand hal­ten. Zahl­rei­che ande­re Zei­tun­gen, Radio- und Fern­seh­sen­der woll­ten es aber genau­er wis­sen: Hun­der­te Pres­se­an­fra­gen erreich­ten Aschim in einer Woche! So konn­te sie immer­hin kor­ri­gie­ren, dass es sich zwar um eine rich­ti­ge Nach­richt, kei­nes­falls jedoch um eine Neu­ig­keit han­del­te.

Trü­ge­ri­sche Sicher­heit?

Die Tat­sa­che, dass das eigent­lich für die Ewig­keit kon­stru­ier­te Samen­la­ger nach nicht mal zehn Jah­ren bereits repa­riert wer­den muss, ist dabei fast ein wenig in den Hin­ter­grund gerückt. Das eigent­li­che Lager, in dem inzwi­schen fast eine Mil­li­on Saat­gut­päck­chen aus 73 Insti­tu­ten und Gen­ban­ken lie­gen, war von dem Was­ser­ein­bruch zum Glück nicht betrof­fen. Ein Trans­for­ma­tor wur­de jedoch zer­stört und die Feu­er­wehr muss­te den Tunn­nel frei­pum­pen, der 100 Meter tief bis zum eigent­li­chen Lager führt.

Tief im Per­ma­frost ver­an­kert wähn­te man das Samen­la­ger sicher vor Über­schwem­mun­gen. Nun sol­len Unter­su­chun­gen klä­ren, wie das Lager in Zukunft gegen von Wär­me­pe­ri­oden aus­ge­lös­te Unwet­ter gesi­chert wer­den kann. 37 Mil­lio­nen Kro­nen (rund 3,8 Mil­lio­nen Euro) wer­den dafür zur Ver­fü­gung gestellt.

Quel­le: Dagens Nærings­liv

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