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Monats-Archiv: September 2019 − News & Stories


Hall Bred­ning – 05. Sep­tem­ber 2019

Der Tag beginnt früh, wir haben vie­le Mei­len vor uns. Wobei, er hat­te ja schon noch viel frü­her begon­nen … das war das Nord­licht gewe­sen. Schon weni­ge Stun­den spä­ter klin­gelt der Wecker. Die Mei­len rufen. Bald sind wir unter­wegs. Und bekom­men einen herr­li­chen Son­nen­auf­gang über den schrof­fen Bjør­neøer geschenkt. Und sehr stim­mungs­vol­len Mor­gen­ne­bel.

Eigent­lich hat­ten wir geplant, heu­te erst mal nach Itto­q­qor­toor­mi­it (Scores­by­sund Dorf) zu fah­ren, um die­ser abge­le­ge­nen grön­län­di­schen Sied­lung – die nörd­li­che von nur zwei Orten in ganz Ost­grön­land – mor­gen einen Besuch abzu­stat­ten. Aber beim Blick auf die Wet­ter­kar­te für das See­ge­biet zwi­schen Scores­by­sund und Island ent­schlie­ßen wir uns, direkt Kurs auf den Fjor­daus­gang und dann auf Island zu set­zen. Es gilt, noch vor dem nächs­ten Sturm die geschütz­ten Gewäs­ser vor Aku­rey­ri zu errei­chen. So soll­te das eigent­lich noch klap­pen. Dau­men drü­cken!

Gale­rie – Hall Bred­ning – 05. Sep­tem­ber 2019

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Die Fahrt durch Hall Bred­ning, den brei­ten, mitt­le­ren Teil des Scores­by­sund, ist ein Genuss. Spie­gel­glat­tes Was­ser, Son­ne, blau­er Him­mel und Eis­ber­ge. Wir las­sen es uns nicht neh­men, um einen beson­ders schö­nen Eis­berg noch eine Run­de mit dem Zodiac zu dre­hen.

Noch ist es schön, ange­nehm und gemüt­lich. In ein paar Stun­den wer­den wir auf See sein. Mal schau­en, was die nächs­ten zwei Tage dann so brin­gen.

Øfjord – Bjør­neøer­ne – 04. Sep­tem­ber 2019

Der Øfjord („Insel­fjord“) bringt uns auf der Nord­sei­te des Mil­ne Lan­des wie­der zurück in Rich­tung des mitt­le­ren Scores­by­sun­des. Von den drei Fjor­den, die um das Mil­ne Land her­um füh­ren, ist er der mit den gewal­tigs­ten Dimen­sio­nen: fünf bis sie­ben Kilo­me­ter sind es zwi­schen den Ufern, das Was­ser dazwi­schen ist bis zu über 1000 Metern tief, die Ber­ge ragen zu bei­den Sei­ten um 2000 Meter hoch über die über­all trei­ben­den Eis­ber­ge. Eine Land­schaft wie ein Rie­sen­land. Ein schrof­fer Turm aus Gneis und Gra­nit neben dem ande­ren, gele­gent­lich durch Glet­scher unter­bro­chen und sonst durch nichts. 90 Kilo­me­ter lang. Tür­me wie die berühm­ten Tor­res des Pai­ne in Pata­go­ni­en, aber unge­zählt und sicher auch weit­ge­hend unbe­stie­gen. Senk­rech­te Fels­wän­de wie am El Capi­tan. Eine atem­be­rau­ben­de Land­schaft und, neben­bei bemerkt, die ehe­mals tief in der Erd­krus­te lie­gen­de Wur­zel eines alten Gebir­ges, durch die wir hier so mun­ter unter Son­ne und Segel fah­ren.

Gale­rie – Øfjord – Bjør­neøer­ne – 04. Sep­tem­ber 2019

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Bei den Bjør­neøer­ne fin­den wir in Jyt­tes Havn einen guten Anker­platz. Bald bre­chen wir zu einer Tour auf. In 240 Metern Höhe ist der Aus­blick in alle Rich­tun­gen gran­di­os.

Ganz ruhig wird die Nacht nicht, aber die Unter­bre­chung durch ein schö­nes Nord­licht las­sen wir uns ger­ne gefal­len.

Harefjord – 03. Sep­tem­ber 2019

Wie gesagt, gibt es nicht gera­de über­all gute Anker­plät­ze in Grön­land, aber hier und da eben doch. Die­se Nacht lagen wir her­vor­ra­gend in einer klei­nen Bucht im Harefjord, einem der inners­ten Ver­zwei­gun­gen im Scores­by­sund.

Da wir hier schon nah am Inland­eis waren, woll­ten wir natür­lich so nah dran, wie es geht. Es muss ja nicht gleich eine Que­rung sein, und ob man eine sol­che erstre­bens­wert fin­det, muss sowie­so jeder für sich selbst wis­sen. Ich freue mich ja immer wie­der über den Abwechs­lungs­reich­tum der Fjor­d­land­schaf­ten. So auch hier, tief im Harefjord.
Moschus­och­sen am Ufer. Wei­ter oben sit­zen wir auf einer Morä­ne und las­sen den Blick über klüf­ti­ges Glet­scher­eis direkt vor und unter uns schwei­fen. Das ist sehr nah dran am Inland­eis.

Gale­rie – Harefjord – 03. Sep­tem­ber 2019

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Über­all hier gibt es schö­ne Hügel und Ber­ge, und man kann so weit und so hoch lau­fen, wie man will, kann und Zeit hat. Mehr Zeit wäre immer schön, aber ein wenig haben wir noch am fort­ge­schrit­te­nen Nach­mit­tag. Aus­rei­chend für gran­dio­se Bli­cke über den Harefjord und Umge­bung.

Rødefjord – 02. Sep­tem­ber 2019

Also, die Anker­stel­le im hin­ters­ten Fønfjord war nicht der Hit. Man liegt fast auf dem Strand, um eine brauch­ba­re Tie­fe unter dem Boot zu haben, und der Anker liegt auf einem stei­len Hang. Typisch Grön­land! Klar, dass der Anker irgend­wann zu nächt­li­cher Stun­de abrut­schen muss­te. Damit war die Nacht für uns been­det.

Was im Ergeb­nis per­fekt war. So beka­men wir den Son­nen­auf­gang mit und meh­re­re Stun­den qua­si geschenkt. Die Wol­ken hat­ten sich ver­zo­gen, ein gol­de­ner Spät­som­mer­tag in Grön­land – schö­ner wird’s nicht! Noch vor dem Früh­stück hat­ten wir eine ers­te Run­de in der rot­gol­de­nen Tun­dra im Rødefjord gemacht.

Die bei der Røde Ø gestran­de­ten Eis­ber­ge sind Welt­klas­se. Grön­land braucht sich auch hin­ter der Ant­ark­tis wahr­haf­tig nicht zu ver­ste­cken, was land­schaft­li­che Schön­heit angeht.

Gale­rie – Rødefjord – 02. Sep­tem­ber 2019

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Wei­ter ging es durch den fan­tas­ti­schen Rødefjord, der mit sei­nen inten­siv­ro­ten Far­ben sei­nem Namen abso­lut gerecht wird. Links rote Fel­stür­me und tief ein­ge­schnit­te­ne Can­yons, rechts rei­hen sich mit Sor­te Ø und Store Ø schrof­fe Inseln anein­an­der. Über­all Eis­ber­ge im spie­gel­glat­ten Was­ser, hier und dort dreht sich einer oder bricht kra­chend aus­ein­an­der. Ein ein­ma­li­ges Schau­spiel. Stun­den­lang sit­zen wir meis­tens still an Deck, sprach­los vor Stau­nen.

Schließ­lich errei­chen wir im Harefjord einen der weni­gen wirk­lich brauch­ba­ren Anker­plät­ze weit und breit. Bald sind zwei Ufer­lei­nen gelegt. Es soll­te heu­te eine ruhi­ge Nacht wer­den – wenn sie nicht von Nord­lich­tern unter­bro­chen wird … womit wir gut leben könn­ten Wir genie­ßen das Abend­licht auf einem Hügel ober­halb der Anker­bucht, dann erklä­ren wir den Tag guten Gewis­sens für been­det.

Dan­mark Ø – 01. Sep­tem­ber 2019

Ges­tern Abend hat­ten wir den schö­nen Natur­ha­fen Hek­la Havn auf der Dan­mark Ø erreicht. Mit einem auf­wän­di­gen Arran­ge­ment aus Ufer­lei­nen – Ein­ge­weih­te erin­nern sich ger­ne an Pata­go­ni­en – haben wir die Anne-Mar­ga­re­tha in die­ser gut geschütz­ten Bucht so gut unter­ge­bracht, dass nicht ein­mal eine Anker­wa­che erfor­der­lich war. Ein­mal eine Nacht durch­schla­fen, das war auch nicht schlecht, da waren sich wohl alle einig.

Gut aus­ge­ruht ging es also am nächs­ten Mor­gen mit den Zodiacs los. Auf einer unschein­ba­ren Ufer­ter­ras­se außer­halb von Hek­la Havn haben in längst ver­gan­ge­nen Zei­ten Thu­le-Inu­it eine Win­ter­sied­lung gehabt. Eine gan­ze Rei­he von Behau­sun­gen zeugt von einer gan­zen Sied­lung. Groß­stadt­ver­hält­nis­se für das prä-däni­sche Grön­land. Mit her­vor­ra­gen­der Aus­sicht über den wei­ten Fjord.

Rund um Hek­la Havn fin­den sich ein paar der schöns­ten Gnei­se im Scores­by­sund. Far­ben und Struk­tu­ren, wie man sie sich nicht schö­ner aus­den­ken könn­te.

Gale­rie – Dan­mark Ø – 01. Sep­tem­ber 2019

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Mit genau­em Hin­schau­en kann man noch sehen, wo Carl Ryders Expe­di­ti­on ihr Haus gebaut hat, für die Über­win­te­rung 1891-92. Die haben damals den inne­ren Scores­by­sund als ers­te Euro­pä­er erkun­det und all die schö­nen Fjor­de auf die Kar­te gebracht, den Fønfjord, den Rødefjord, den Øfjord und so. Viel­leicht wüss­ten wir ohne Ryder bis heu­te nicht, dass es die­se schö­nen Land­schaf­ten gibt …

So lie­ßen wir Bli­cke und Gedan­ken auf der Dan­mark Ø schwei­fen, bevor wir die Fahrt in den Fønfjord hin­ein fort­setz­ten. Jetzt geht es in die inners­ten Ver­zwei­gun­gen des Scores­by­sund.

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News-Auflistung generiert am 08. Dezember 2021 um 13:37:04 Uhr (GMT+1)
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