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Jahres-Archiv: 2012 − News & Stories


Ölsuche in der Barentssee

OMV Norge, die norwegische Filiale des Öl- und Gaskonzerns OMV, plant Explorationsbohrungen im Feld PL 537, 195 Kilometer südöstlich der Bäreninsel. In knapp 400 Metern Meerestiefe soll in der biologisch hochproduktiven, ökologisch entsprechend sensiblen Barentssee nach Öl und Gas gesucht werden.

Die ungefähre Lage von PL 537 in der Barentssee.

Barentssee

Quelle: Oilinfo.no

AECO: ortsspezifische Richtlinien

Der Dachverband von Arktis-Schiffsreisenanbietern AECO hat ortsspezifische Richtlinien für das Verhalten an bestimmten Orten erstellt, die häufig besucht werden. Die Einhaltung der Richtlinien ist für Schiffe, deren Betreiber AECO-Mitglied sind (praktisch die meisten, die regelmäßig in Spitzbergen mit Touristen unterwegs sind), durch Selbstverpflichtung verbindlich. Alle übrigen, etwa private Segelboote, sind aufgefordert, sich freiwillig ebenfalls mit den Richtlinien vertraut zu machen und sich an diese zu halten.

Die Richtlinien können bei AECO heruntergeladen werden (englisch).

Erfahrenen Fahrtleitern bieten die Richtlinien inhaltlich erwartungsgemäß wenig Neues. Für weniger erfahrene Spitzbergenfahrer sind die Richtlinien informativ und im Sinne eines natur- und kulturdenkmalschonenden Verhaltens auf jeden Fall sinnvoll.

Grafik aus den Richtlinen: Ytre Norskøya. © AECO.

AECO site-specific guidelines: Ytre Norskoya

Quelle: AECO

Spitzbergen auf die Welterbeliste?

Im Dezember wurde bekannt, dass die norwegische Regierung plant, Spitzbergen zumindest teilweise für die UNESCO-Welterbeliste zu nominieren. Mehrere Parteien und Vertreter der Lokalbevölkerung haben sich dazu mittlerweile skeptisch geäußert. In Longyearbyen würde man gerne sehen, wenn derartige Initiativen aus der lokalen Bevölkerung oder ihrer lokal gewählten Verwaltung (Lokalstyre) kommen und nicht von praxisfernen Ebenen Osloer Ministerien.

Darüber hinaus wird gemutmaßt, dass eine Nominierung als UNESCO-Welterbe vom Umweltministerium in erster Linie als politischer Ausgleich für die erteilte Genehmigung eines neuen Kohlebergwerks am Lunckefjellet dienen soll. Lokal wird befürchtet, dass das Umweltministerium sich wieder einmal nach außen hin politisch profilieren will auf Kosten der Anwohner und Zureisenden vor Ort, die in der Folge möglicherweise wenig sinnvolle Einschränkungen hinnehmen müssen.

Umstritten: UNESCO-Welterbestatus für Spitzbergen. Im Bild eine Landschaft im Krossfjord.

Signehamna

Quelle: NRK (norwegischer Fernsehsender)

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News-Auflistung generiert am 25. August 2019 um 16:07:58 Uhr (GMT+1)
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