spitzbergen-3
fb  Spitzbergen Panoramen - 360-Grad-Panoramen  de  en  nb  Spitzbergen Shop  
Marker
Home

Jahres-Archiv: 2018 − Reiseblog


Neu: Spitz­ber­gen-Becher

In der Abtei­lung „Spitz­ber­gen-Kunst­hand­werk“ tut sich was!

Rolf Stan­ge und Claus Wöcke­ner haben sich 1997 auf Spitz­ber­gen ken­nen­ge­lernt. Auch der gelern­te Töp­fer Claus Wöcke­ner ist Spitz­ber­gen bis heu­te ver­bun­den, hat „sein Spitz­ber­gen“ in gemä­ßig­ten Brei­ten aber auch in sei­ner eige­nen Kera­mik­werk­statt „Woeck­worx“ in Hitzacker an der Elbe (Nie­der­sach­sen), bekannt durch die Erfin­dung der ori­gi­na­len Fahr­rad­va­se.

Rolf Stange, Claus Wöckener, Spitzbergen

Rolf Stan­ge und Claus Wöcke­ner in Spitz­ber­gen. Nicht 1997.

Nach Ewig­kei­ten des Rum­träu­mens und Über­le­gens, wie man die Schön­heit der Ark­tis und der Kera­mik mit­ein­an­der ver­bin­det, haben wir 2018 end­lich ein ers­tes Pro­jekt in die Welt gebracht. 20 Becher, in der Gestal­tung und Farb­ge­bung von Spitz­ber­gen inspi­riert, sind bei Claus in der Werk­statt ent­stan­den und mit Rolf mehr­fach um Spitz­ber­gen gereist. Jeder Becher hat dabei einen Land­gang mit­ge­macht, wur­de in der Land­schaft foto­gra­fiert und damit eine ideel­le Bin­dung an einen schö­nen Ort im hohen Nor­den bekom­men.

Spitzbergen Becher

Spitz­ber­gen-Becher: 20 ark­tisch weit­ge­reis­te Uni­ka­te,
hier auf dem Solan­derfjel­let im Raudfjord.

Ges­tern (09. Dezem­ber) ging für die Becher die lan­ge Rei­se zu Ende, nun sind sie hier ver­füg­bar, bereit, das letz­te Stück der Rei­se hin zu ihren end­gül­ti­gen (?) Besit­ze­rin­nen und Besit­zern anzu­tre­ten. Von 20 exis­tie­ren­den Uni­ka­ten sind zur Zeit des Schrei­bens noch 13 ver­füg­bar.

Becher­ga­le­rie

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Übri­gens kommt bald noch mehr in der Abtei­lung „Spitz­ber­gen Kunst­hand­werk“! Sowohl die in Lon­gye­ar­by­en bereits berühm­ten Früh­stücks­brett­chen von Alt i 3 (Wolf­gang Zach) als auch die letz­tes Jahr erst­ma­lig vor­ge­stell­ten und sehr erfolg­rei­chen Bil­der­rah­men aus Spitz­ber­gen-Treib­holz sind bald hier ver­füg­bar. Die Bil­der­rah­men sehen etwas anders als als letz­tes Jahr und sind die­ses Mal in 2 Grö­ßen ver­füg­bar – Sie dür­fen gespannt sein, bald folgt mehr Infor­ma­ti­on an die­ser Stel­le.

Buch „Ark­ti­sche Weih­nach­ten“: signier­te Exem­pla­re in limi­tier­ter Anzahl

Im Sep­tem­ber 2017 erschien das Buch „Ark­ti­sche Weih­nach­ten“ von Rolf Stan­ge (Idee, Text, Aus­wahl) und Nor­bert Wach­ter (Zeich­nun­gen). Pünkt­lich zu Weih­nach­ten 2018 haben wir nun 20 Exem­pla­re, die bei­de Autoren signiert haben!

Buch: Arktische Weihnachten

Ark­ti­sche Weih­nach­ten: das Weih­nachts­buch von Rolf Stan­ge und Nor­bert Wach­ter.
Pas­send zum Fest 2018 haben wir 20 Exem­pla­re, die von bei­den Autoren signiert wur­den.

Das Buch „Ark­ti­sche Weih­nach­ten“ schil­dert das Weih­nachts­fest im Dun­kel der Polar­nacht in hohen Brei­ten. Zu Wort kom­men vor allem die Polar­pio­nie­re aus alter Zeit selbst mit Tex­ten aus ihren Tage­bü­chern und Rei­se­schil­de­run­gen aus Spitz­ber­gen, aber auch von Grön­land, Jan May­en, Franz Josef Land und der Bären­in­sel. Bekann­te Per­sön­lich­kei­ten der Polar­ge­schich­te sind eben­so ver­tre­ten wie weit­ge­hend unbe­kann­te Jäger und Trap­per.

Rolf Stan­ge rückt sämt­li­che Kapi­tel mit einer Ein­lei­tung ins rech­te his­to­ri­sche Licht, und Nor­bert Wach­ter sorgt mit sei­nen schö­nen Zeich­nun­gen für guten illus­tra­ti­ven Gehalt.

Arktische Weihnachten: Rolf Stange, Norbert Wachter

Die Macher hin­ter dem Buch „Ark­ti­sche Weih­nach­ten“: Rolf Stan­ge und Nor­bert Wach­ter, ganz im Nor­den von Spitz­ber­gen, auf der Phipp­søya.

Das Buch „Ark­ti­sche Weih­nach­ten“ ist auf Ama­zon erhält­lich und natür­lich auch direkt beim Autor auf die­ser Web­sei­te. Signier­te Exem­pla­re gibt es nur hier auf spitzbergen.de! Bei Inter­es­se ein­fach beim Bestell­vor­gang einen Ver­merk („signiert“ o.ä.) im Kom­men­tar­feld machen. Nur solan­ge der Vor­rat reicht!

Arktische Weihnachten: Weyprecht und Payer mit dem Tegethoff in Franz Josef Land

Weih­nach­ten 1872: Weyprecht und Payer mit dem Tege­t­hoff vor Franz Josef Land im Eis.

Nord­licht über dem Advent­da­len

Der Him­mel zeigt sich der­zeit meis­tens bewölkt, und wenn mal die Ster­ne sicht­bar wer­den, ist die zeit­li­che Koor­di­na­ti­on mit Solar-Akti­vi­tät in der Magne­to­sphä­re – sprich:

Nord­licht – irgend­wie nicht ganz per­fekt.

Nordlicht Adventdalen

Nord­licht über dem Advent­da­len.

Beim Nord­licht hel­fen eben nur, wie so oft im Leben, Geduld und Glück. Immer wie­der mal raus­schau­en. Mitt­ler­wei­le gibt es ja auch diver­se moder­ne Hel­fer­chen: Wet­ter­vor­her­sa­gen, Nord­licht-Apps, Web­cams. Manch­mal funk­tio­niert das sogar. Und ansons­ten, immer­hin net­tes Spiel­zeug 🙂

Longyearbyen in der Polarnacht

Lon­gye­ar­by­en in der Polar­nacht.

Aber egal – schön ist es ja auch ohne Nord­licht. Das Leben geht etwas gemüt­li­cher, man schal­tet ger­ne einen klei­nen Gang zurück. Man nimmt sich mehr Zeit, Freun­de zu tref­fen, macht klei­ne Tou­ren in der Umge­bung. Ja, natür­lich geht auch alles ande­re wei­ter, man kann neue Pan­ora­men zusam­men­schrau­ben oder an einem neu­en Buch bas­teln 🙂 sol­che Din­ge eben.

Nordlicht Adventdalen

Nord­licht über Lind­holm­høg­da und Gru­ve­da­len.

Trotz­dem, das Nord­licht ist und bleibt ein gro­ßer Zau­ber, dem man doch immer wie­der zu ger­ne erliegt. Also hält man Augen und Ohren offen und macht sich ger­ne abends noch ein­mal auf den Weg, um einen frei­en Blick nach oben und in mög­lichst vie­le Rich­tun­gen zu haben.

Und irgend­wann ist man dann eben mal zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort 🙂 ein klein wenig wol­ken­frei­er hät­te es noch sein kön­nen, aber ein paar Zier­wölk­chen kön­nen ja durch­aus auch deko­ra­tiv sein … ein schö­nes Nord­licht ist es, das über dem Advent­da­len tanzt, und es tanzt wirk­lich, mehr­fach zeigt es schnel­le Bewe­gun­gen, wie eine Gar­di­ne, die sich gir­lan­den­ar­tig win­det. Auch ein Hauch Vio­lett ist am unte­ren Rand des ansons­ten grü­nen Schlei­ers zu sehen.

Nordlicht Adventdalen

Und eines, weil es so schön ist: Nord­licht im Advent­da­len.

Nun kann die­ses Ark­tis-Jahr in Ruhe sei­nem Ende zuge­hen. Bald las­sen wir die hohen Brei­ten hin­ter uns – schon bald rufen Vor­trags­ter­mi­ne (Pots­dam, Braun­schweig, Han­no­ver, ab 29.11., Kli­cken für mehr Info) mit fri­schen Bil­dern aus dem Nor­den, viel­leicht bis dahin?

Spitz­ber­gen – Polar­nacht

Am 26. Okto­ber gab es in Lon­gye­ar­by­en den letz­ten Son­nen­auf­gang im Jahr 2018, also vor 13 Tagen, um 12.07 Uhr. Um 13.14 Uhr ging sie an jenem Tag unter. Erst gegen Ende Febru­ar wird sie sich in Spitz­ber­gen wie­der bli­cken las­sen.
(mehr dazu: Mit­ter­nachts­son­ne-Polar­nacht)
 

Polarnacht im Adventdalen: Wanderung mit Hunden

Unter­wegs mit Hun­den in der Polar­nacht im Advent­da­len.

Heu­te, am 08. Novem­ber, schafft die Son­ne es zur Mit­tags­zeit bis auf 5 Grad unter den Hori­zont. Das reicht immer­hin für meh­re­re Stun­den soge­nann­ter bür­ger­li­cher Däm­me­rung, mehr als aus­rei­chend, um sich bei kla­rem Wet­ter im Gelän­de zu ori­en­tie­ren. Die Zeit des „blau­en Lichts“, wie das hier genannt wird, blå­ly­set.

Polarnacht im Adventdalen: Wanderung mit Hunden - Glatteis

Vor­sicht, Glatt­eis!

So macht es viel Freu­de, drau­ßen unter­wegs zu sein. Es ist so völ­lig anders als ncoh vor ein paar Mona­ten! Natür­lich sind die Tou­ren nicht mehr so weit und so lang wie im Som­mer, nun heißt es Advent­da­len statt Edgeøya. Was nicht weni­ger schön ist. Und als Beglei­ter sind ein paar Hun­de natür­lich ganz her­vor­ra­gend!

Polarnacht im Adventdalen: Helvetiafjellet

Blick aufs Hel­ve­tiaf­jel­let.

Auch das Foto­gra­fie­ren ändert sich deut­lich. Man holt nicht mal eben die Kame­ra her­aus, schraubt am Zoom und macht ein paar schnel­le Bil­der. Die fle­xi­blen Zoom-Objek­ti­ve blei­ben nun zu Hau­se in der Kis­te, jetzt kom­men die sehr licht­star­ken Fest­brenn­wei­ten wie­der zu ihrem Recht. 20 mm und 50 mm fes­te Brenn­wei­te, mehr habe ich jetzt gar nicht mehr dabei (hier wei­te­re Infos zum The­ma Foto­aus­rüs­tung). Dafür das Sta­tiv, das auch regel­mä­ßig zum Ein­satz kommt, frei­hand sind ordent­li­che Bil­der ohne künst­li­ches Licht höchs­tens um die Mit­tags­zeit noch mög­lich, und auch das nur ein­ge­schränkt. Und natür­lich freut man sich der­zeit über einen ordent­li­chen Voll­for­mat-Sen­sor 🙂 Pflicht sind nun hin­ge­gen Reflex­wes­te o.ä. auf befah­re­nen Wegen sowie Stirn­lam­pe und Spikes. War­me Kla­mot­ten scha­den auch nicht.

Die meis­ten Polar­nacht-Bil­der sehen hel­ler aus als die Rea­li­tät, so viel Licht fan­gen die moder­nen Objek­ti­ve und Kame­ras ein. Die Bil­der hier sind da kei­ne Aus­nah­me. Zur Illus­tra­ti­on hier der Direkt­ver­gleich, die jeweils dunk­le Vari­an­te stellt die tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se rea­lis­tisch dar, wür­de ich sagen.

Gale­rie hell – dun­kel

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Ein paar Kilo­me­ter über das Advent­da­len füh­ren uns zum Ope­raf­jel­let. Im Som­mer hät­te uns unter­wegs eine recht hef­ti­ge Fluss­que­rung auf­ge­hal­ten, nun müs­sen wir höchs­tens auf Glatt­eis auf­pas­sen.

Denkmal Flugzeugabsturz Operafjellet

Denk­mal für den Flug­zeug­ab­sturz am Ope­raf­jel­let 1996.

Am Ope­raf­jel­let zer­schell­te am 29. August 1996 ein rus­si­sches Flug­zeug mit Berg­ar­bei­tern, Ange­stell­ten und Ange­hö­ri­gen und natür­lich der Besat­zung an Bord, die auf dem Weg nach Bar­ents­burg waren. Alle 141 Men­schen waren sofort tot. Das war die größ­te Kata­stro­phe, die sich auf Spitz­ber­gen in Frie­dens­zei­ten je ereig­net hat. Am Ope­raf­jel­let steht ein klei­nes Denk­mal für die Toten.

Nusfjord: Abschied von den Lofo­ten

Früh­mor­gens ging es schon los, aus dem Hafen von Skro­va her­aus und hin­aus auf den gro­ßen Ves­t­fjord, immer ent­lang der beein­dru­cken­den Berg­wand der Lofo­ten, bekannt als „Lofot­ve­g­gen“, die Lofo­ten­wand. Ein beein­dru­cken­der Anblick, der durch die Mor­gen­son­ne sicher nicht schlech­ter wird. Zwi­schen­durch kreis­te ein See­ad­ler über dem Schiff, der See­gang war deut­lich mode­ra­ter als gedacht … so kann man schon mal in den Tag star­ten!

Sonnenaufgang Vestfjord

Son­nen­auf­gang über dem Ves­t­fjord.

Lofotveggen: Anblick Lofoten

Lofot­ve­g­gen: der Anblick der Lofo­ten vom Ves­t­fjord.

Dann leg­ten wir in Nusfjord an, einem sehr male­ri­schen, alten Fischer­dörf­chen mit den berühm­ten Ror­buer, den tra­di­tio­nel­len Behau­sun­gen, in denen frü­her Fischer unter­ge­bracht wur­den. Das waren sai­so­na­le Gast­ar­bei­ter, die aus wei­ter süd­lich gele­ge­nen Tei­len Nor­we­gens kamen, um in der win­ter­li­chen Kabel­jau­sai­son (Lofot­fis­ke) Geld zu ver­die­nen. Damals wur­den sie in den Ror­buer unter ärm­li­chen Bedin­gun­gen ein­ge­pfercht, heu­te sind das schi­cke und ent­spre­chend teu­re Unter­künf­te für Tou­ris­ten. So ändern sich die Zei­ten.

Nusfjord

Nusfjord.

Hier in die­sem wun­der­schö­nen Ort, in dem sich Son­ne und Regen gera­de wech­sel­wei­se die Klin­ke in die Hand geben, kommt fast etwas Weh­mut auf. Es ist der letz­te Halt unse­rer Rei­se vor Bodø und der letz­te schö­ne Aus­flug von der Anti­gua in die­ser Sai­son. Umso mehr noch ein­mal die schö­nen Bli­cke über Nusfjord genie­ßen …

Nusfjord

SV Anti­gua in Nusfjord.

Dann wird es Zeit, Kurs über den Ves­t­fjord zu set­zen. Je frü­her wir in Bodø ankom­men, des­to bes­ser; heu­te Nacht wird es hier recht stür­misch wer­den. So aber kom­men wir ziem­lich ange­nehm über den Ves­t­fjord, der mehr ein klei­nes Meer ist als ein Fjord.

Lofo­ten, jetzt wirk­lich! Troll­fjord & Skro­va

Dank einem frü­hen Start in Svol­vær waren wir vor­mit­tags zu bes­ter Zeit im Troll­fjord, land­schaft­lich bekann­ter­ma­ßen eines der schöns­ten Stück­chen Lofo­ten. Hier hat die Natur sich wäh­rend der Eis­zeit offen­sicht­lich mit viel guter Lau­ne aus­ge­tobt.

Trollfjord

Ein­fahrt in den Troll­fjord.

Genau das tun wir jetzt auch. Bes­ser könn­te es nicht sein, wind­still, kla­re Sicht auf die höchs­ten Ber­ge, tro­cken. Schnell gehen die Zodiacs aufs Was­ser und wir genie­ßen die wun­der­ba­re Land­schaft von mit­ten­drin aus.

Trollfjord

SV Anti­gua im Troll­fjord.

Noch schö­ner wird es, als auf der Anti­gua die Segel hoch­ge­hen, und dann: Mann­schafts­fo­to auf dem Klü­ver­baum! Herr­lich!

Trollfjord

Die Mann­schaft der SV Anti­gua im Troll­fjord. Dan­ke für die guten Zei­ten im Nor­den!

Kapi­tän Mario nutz­te die guten Bedin­gun­gen noch, um sich den Traum vom Wake­boar­ding im Nor­den zu erfül­len, sehr zur Freu­de aller Anwe­sen­den.

Mario, Wakeboarding Raftsund

Kapi­tän Mario beim Wake­boar­ding im Raft­sund.

Wir schaf­fen es noch bei gutem Tages­licht nach Skro­va und ver­lie­ren kei­ne Zeit. Die Ber­ge, Hügel und Strän­de rufen, und wir nut­zen den schö­nen Tag, bevor das Licht geht und der Regen kommt. Uns stört das nicht, wir hat­ten einen groß­ar­ti­gen Tag und las­sen es uns jetzt drin­nen gut gehen.

Skrovafjellet

Anstieg aufs Skro­va­f­jel­let.

Skrova

Aus­sicht über Skro­va und umlie­gen­de Inseln.

Von Ofo­ten nach Lofo­ten – Kunst auf Tranøy und Nord­lich­ter in Lauk­vik

Weil es so schön ist, blei­ben wir noch etwas län­ger. Es wäre doch zu scha­de, Tranøy nur im Dun­keln gese­hen zu haben. Wie gesagt, man kann quer über die Halb­in­sel zum Leucht­turm lau­fen. Das sind ein paar Kilo­me­ter­chen, die sich aber loh­nen. Ein wun­der­schö­nes Fleck­chen Erde, bezie­hungs­wei­se Fels, am Ran­de des Ves­t­fjords. Der ist heu­te immer noch ziem­lich win­dig.

Leuchtturm von Tranøy

Der Leucht­turm von Tranøy.

In Tranøy sind über­all diver­se Skulp­tu­ren und Kunst­wer­ke auf­ge­stellt. Jedes Jahr kommt etwas Neu­es hin­zu. Irgend­wo in der Land­schaft ste­hen Figu­ren, in den Fels gemei­ßel­te Schrift oder was auch immer. So ist man immer auf der Suche und ent­deckt dabei so eini­ges. Figu­ren aus Gra­nit, die nach­denk­lich aufs Meer schau­en, das Auge des Win­des, was ich alles woll­te, Platz für alle, ein Park­platz, der nicht exis­tiert, und so wei­ter. Wun­der­schö­ne Sachen. Mit­un­ter auch ech­te Kunst, die schlich­te­re Geis­ter nicht so auf Anhieb ver­ste­hen. Ich frag­te mich eine Wei­le, was die vie­len schwar­zen Plat­ten auf den Fel­sen am Ufer soll­ten, mit den sanft geschwun­ge­nen wei­ßen Kreu­zen. Spä­ter habe ich erfah­ren, dass da Fotos drauf waren, die zwi­schen­zeit­lich ent­fernt wur­den. Die wei­ßen Kreu­ze, das waren die Res­te vom Leim und kei­ne Kunst. Nun ja.

Skulptur auf Tranøy

Skulp­tur auf Tranøy.

Dann ging es über den Ves­t­fjord, Wind und Wel­len, die Wind­rich­tung reicht so gera­de zum Segeln, hoch am Wind.

Antigua unter Segeln, Vestfjord

Segel­ma­nö­ver auf der Anti­gua bei der Fahrt über den Ves­t­fjord Rich­tung Lofo­ten.

Für den Abend hat­ten wir gro­ße Hoff­nun­gen. Ob das Nord­licht­zen­trum von The­re­se und Rob in Lauk­vik wohl Nord­lich­ter brin­gen wür­de? Natür­lich brach­te es zunächst jede Men­ge Infor­ma­tio­nen über die Son­ne und die Nord­lich­ter. Aber … es brach­te auch Nord­lich­ter! Ein kla­rer Him­mel, vie­le Ster­ne … und spä­ter leuch­te­te es tat­säch­lich schön grün am Him­mel. Vie­le glück­li­che Men­schen! In den letz­ten Tagen gab es wohl Akti­vi­tät, aber kei­nen frei­en Him­mel, aber jetzt sind wir zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort!

Nordlicht über Laukvik, Lofoten

Nord­licht am Nord­licht­zen­trum in Lauk­vik, Lofo­ten.

Ofo­ten: Skar­ber­get & Tranøy

Wir sind zunächst tief im Ves­t­fjord – das ist der Mee­res­strei­fen zwi­schen Fest­land und Lofo­ten – in dem Gebiet, das „Ofo­ten“ heißt. Zu den Lofo­ten fehlt sozu­sa­gen noch das „L“, oder ein paar Mei­len nach Wes­ten, je nach­dem, wie man es nimmt.

Der Tysfjord ist Nor­we­gens tiefs­ter Fjord, bis zu 900 Metern Tie­fe haben die Glet­scher einst aus­ge­ho­belt und Nor­we­gen dabei bei­na­he in zwei Hälf­ten geteilt. Nur sechs Kilo­me­ter Land sind zwi­schen Ufer und Schwe­den übrig geblie­ben.

Eiszapfen, Skarberget

Eis­zap­fen am Weges­rand am Skar­ber­get.

Mit einem gekonn­ten Manö­ver legt Kapi­tän Mario die Anti­gua am klei­nen Anle­ger von Skar­ber­get an, und bald sind wir unter­wegs. Ein klei­nes Stück ent­lang der Stra­ße, dann einen Weg in den Wald hin­ein und schließ­lich über einen Pfad, einen fel­si­gen Rücken hoch, über Moos und Flech­ten, zwi­schen klei­nen, krüp­pe­li­gen Kie­fern. Der glat­te Fels ist stel­len­wei­se mit dün­nem Eis über­zo­gen und ent­spre­chend sehr rut­schig, Vor­sicht ist gefragt.

Tysfjord vom Skarberget

Blick vom Skar­ber­get über den Tysfjord.

Aber die Aus­sicht über die schrof­fen Ber­ge rund um den Tysfjord ist sehr beein­dru­ckend. Kalt und win­dig ist es, und es wird zuneh­men grau und auch etwas feucht. Umso gemüt­li­cher ist es, gegen Mit­tag wie­der auf die Anti­gua zurück­zu­keh­ren.

Wäh­rend der wei­te­ren Fahrt rei­ßen die Wol­ken auf, und die tie­fe Son­ne wirft ein spek­ta­ku­lä­res Licht auf die umlie­gen­den Inseln und Ber­ge.

Abendlicht Ofoten

Abend­licht in Ofo­ten – direkt nach dem Mit­tag­essen.

Bei schon schwin­den­dem Licht und einer stei­fen Bri­se legen wir im klei­nen Hafen von Tranøy an; wie­der ein beein­dru­cke­nes Anle­ge­ma­nö­ver von Mario. Tranøy ist eine klei­ne Sied­lung im Nor­den von Hamarøy. Bei schwin­den­dem Tages­licht erkun­den wir noch ein wenig den klei­nen, stil­len Ort, in dem hier und dort Skulp­tu­ren ver­teilt sind.

Skulptur Tranøy

Skulp­tur auf Tranøy.

Bis zum schö­nen Leucht­turm muss man ein­mal quer über die Halb­in­sel, bis dahin ist es fast dun­kel. Lei­der hat es sich mitt­ler­wei­le wie­der zuge­zo­gen, mit Nord­lich­tern wird heu­te wohl nicht mehr viel los sein.

Leuchtturm Tranøy

Leucht­turm auf Tranøy in der Däm­me­rung.

Unter Segeln nach Har­stad

Der ers­te Blick nach drau­ßen, irgend­wo im Süd­os­ten von Sen­ja: oran­ge Ber­ge unter blau­em Him­mel. Watt herr­lich! Son­nen­auf­gang ist hier der­zeit um 8 Uhr früh, Son­nen­un­ter­gang aller­dings schon gegen 15 Uhr nach­mit­tags. Die Tage wer­den gera­de kür­zer, da kann man bei zuschau­en! Aber schön ist es … und man muss sich nicht die Näch­te um die Ohren hau­en, um einen Son­nen­auf- oder Unter­gang zu sehen. Aber dafür gibt es natür­lich die Nord­lich­ter. Hof­fent­lich.

Morgenstimmung bei Senja

Mor­gen­stim­mung bei Sen­ja.

Da sind wir schon 2 Tage an Bord und haben immer noch kei­ne Segel­ein­wei­sung gemacht – das wur­de heu­te früh erst mal nach­ge­holt. Und es hat sich direkt gelohnt, bei leich­ter öst­li­cher Bri­se konn­ten direkt ein paar Segel hoch­ge­hen. So ging es unter Segeln und blau­em Him­mel Rich­tung Har­stad. So soll es sein!

SV Antigua unter Segeln nach Harstad

SV Anti­gua unter Segeln Rich­tung Har­stad.

Zwi­schen­durch haben wir uns mit den Tech­ni­ka­li­tä­ten der Nord­licht­fo­to­gra­fie beschäf­tigt. Wer ein paar Tips nach­le­sen will, kann das hier tun bezie­hungs­wei­se hier, was Foto­aus­rüs­tung betrifft. Für Foto-Freaks eben.

Pünkt­lich mit­tags legen wir in Har­stad an. In die­sem alten Zen­trum nord­nor­we­gi­scher Macht und Kul­tur machen wir eine klei­ne Tour nach Tron­de­nes nicht weit von Har­stad. Unter­wegs haben wir die (bis­lang) ein­zi­ge Grund­be­rüh­rung der Rei­se, aber mit dem Bus und nicht mit dem Schiff, was die Ange­le­gen­heit deut­lich ent­spann­ter macht. Har­stad ist der­zeit voll von Bau­stel­len.

Kirche von Trondenes bei Harstad

Die früh­mit­tel­al­ter­li­che Kir­che von Tron­de­nes bei Har­stad.

Nach dem Besuch im Muse­um und der alten Kir­che von Tron­de­nes mit ihren 3 Meter dicken Stein­mau­ern und dem 1000 Jah­re alten Tauf­stein haben wir viel Geschich­te auf­ge­so­gen und ent­span­nen noch ganz nach indi­vi­du­el­lem Wunsch bei einem Spa­zier­gang durch den moder­nen Ort oder gemüt­lich an Bord.

Wer hät­te übri­gens gedacht, dass es in die­sen Brei­ten Wal­ros­se gibt? 🙂

Walross in Harstad

Wal­ross-Skulp­tur in Har­stad.

Skje­r­vøy – Schwert­wa­le und Nord­licht!

Aus­ge­stat­tet mit ein paar Infor­ma­tio­nen und einer Por­ti­on Opti­mis­mus, hat­ten wir ges­tern Kurs Nord gesetzt, auf die Gewäs­ser um Skje­r­vøy am 70. Brei­ten­grad. So weit nach Nor­den kom­men wir auf die­ser Fahrt sonst nie! Aber dort wur­den in den letz­ten Tagen mehr­fach Schwert­wa­le gesich­tet, und daher rech­nen wir uns gute Chan­cen für span­nen­de Begeg­nun­gen aus.

Wir wur­den nicht ent­täuscht!

Schwertwale, Skjervøy

Schwert­wa­le bei Skje­r­vøy.

Wir haben uns auch die Gele­gen­heit ent­ge­hen las­sen, im Hafen von Skje­r­vøy anzu­le­gen. Das ist der Hafen, in dem Fri­dt­jof Nan­sens Fram nach 3 Jah­ren Drift über den Ark­ti­schen Oze­an im Jahr 1896 die Zivi­li­sa­ti­on wie­der erreich­te. Nan­sen selbst und Hja­l­mar Johan­sen waren bekann­ter­ma­ßen nicht mehr an Bord, sie hat­ten das Schiff ver­las­sen, um den Nord­pol zu errei­chen (was nicht klapp­te) und Nor­we­gen ein paar Tage vor der Fram bereits wie­der erreicht. Ein wun­der­ba­res Stück­chen Ark­tis­ge­schich­te, und die­ser Hafen kommt dar­in vor. Schon das könn­te ein Grund sein, hier mal vor­bei­zu­schau­en.

Skjervøy

Skje­r­vøy: Insel, Hafen und Ort.

Wenn es nicht so schnell dun­kel wer­den wür­de – Son­nen­un­ter­gang ist kurz kurz vor 15 Uhr – wür­den die schrof­fen Fels­hü­gel um den Hafen her­um zu Tou­ren ein­la­den; so reicht auch ein klei­ner Spa­zier­gang für einen schö­nen Blick über Hafen und Ort.

Und als ob das nicht aus­rei­chen wür­de für einen run­den Tag, gab es dann sogar noch ein Nord­licht! Nicht all­zu stark und die Foto-Bedin­gun­gen sind auf dem fah­ren­den Schiff natür­lich nicht opti­mal, aber … Nord­licht ist Nord­licht! 🙂

Nordlicht bei Skjervøy

Nord­licht bei Skje­r­vøy.

Trom­sø – 28. Okto­ber 2018

Der lang erwar­te­te Tag der Abrei­se! Heu­te geht es also los, mit der Anti­gua von Trom­sø nach Bodø, die letz­te Fahrt die­ser Sai­son im Nor­den unter Segeln. Wir hof­fen auf schö­nes Licht aller Art, alles, was die Son­ne uns so schickt, sowohl tags­über auf direk­tem Wege als auch hof­fent­lich nachts … viel­leicht Schwert­wa­le und See­ad­ler und auf jeden Fall viel tol­le Land­schaft, male­ri­sche, inter­es­san­te Orte, Segeln …

Roald Amundsen, Rolf Stange, Tromsø

Roald und Rolf in Trom­sø.

Zunächst haben alle noch Zeit, sich in Trom­sø umzu­schau­en; die meis­ten sind ja gera­de ges­tern erst ange­reist. Zu tun gibt es hier bekann­ter­ma­ßen genug, zumal das Wet­ter heu­te wie­der schön ist.

Der frü­he Win­ter im hohen Nor­den bringt oft eine Mischung aus Schnee und Regen, Tau­wet­ter und Frost. Ergibt unterm Strich: Stra­ßen­glät­te. Ein unglück­li­cher Sturz bringt einen Arm­bruch und been­det für eine Teil­neh­me­rin samt Beglei­ter das Ende der Rei­se, bevor sie über­haupt rich­tig begon­nen hat. Wir kön­nen von hier nun nur noch gute Bes­se­rung wün­schen!

Zu spä­ter Stun­de schiebt Kapi­tän Mario die Anti­gua gegen eine kräf­ti­ge Strö­mung aus dem Hafen und unter der Brü­cke hin­durch. Wir begin­nen die Fahrt nach Bodø – indem wir Kurs Nord set­zen!

SV Antigua, Tromsø

SV Anti­gua start­klar in Trom­sø.

Trom­sø: ers­tes Nord­licht und Hen­ry Rudis Büro

Ein letz­tes Mal heißt es noch „Lei­nen los und Segel hoch“ im hohen Nor­den für die­ses Jahr. Nord­licht, schö­ne Land­schaf­ten in stim­mungs­vol­lem Licht, viel­leicht Schwert­wa­le – die Hoff­nun­gen sind hoch, mal sehen, was die nächs­te Woche so bringt. Noch ist aller­dings etwas Zeit, bevor es wirk­lich los­geht, aber wir sind start­klar mit der SV Anti­gua in Trom­sø.

SV Antigua, Rolf, Tromsø

SV Anti­gua und Rolf in Trom­sø: star­klar – kann los­ge­hen!

Trom­sø ist ja schon lan­ge ein Por­tal zur Ark­tis, von hier aus gin­gen schon vie­le Expe­di­tio­nen los und vie­le kamen hier­her zurück. Auch wir tref­fen alte Bekann­te aus Spitz­ber­gen: die MS Stock­holm liegt direkt neben uns, und vor­hin hat auch die SV Noor­der­licht ange­legt.

SV Antigua, MS Stockholm, Tromsø

SV Anti­gua neben MS Stock­holm im Hafen von Trom­sø.

Natür­lich ist wie vor jeder Rei­se noch dies und das zu erle­di­gen. Auch der Spitz­ber­gen-Autor Rolf Stan­ge macht sich auf den Weg und freut sich, dass der Spitz­ber­gen-Rei­se­füh­rer nun auch end­lich im Pola­ria in Trom­sø ange­bo­ten wird, in allen drei Spra­chen!

Es ist ein wun­der­schö­ner Tag, kla­rer Him­mel, schö­nes Licht. Hof­fent­lich bekom­men wir davon nächs­te Woche noch mehr, das wür­de vie­le Leu­te glück­lich machen. Wir kön­nen uns auch schon über ein klei­nes Nord­licht freu­en, wenn das vie­le künst­li­che Licht und der fast vol­le Mond natür­lich auch nicht gera­de opti­mal sind zur Nord­licht­be­ob­ach­tung. Das wird auf jeden Fall bald anders.

Nordlicht, Tromsø

Schwa­ches Nord­licht über Trom­sø.

Dann führt mich der Weg noch an einen Ort, der bei­na­he zu den Kul­tur­denk­mä­lern Spitz­ber­gens zählt: Macks Ølhal­le. Die­se Bier­hal­le gehört zur 1877 gegrün­de­ten Braue­rei Mack und sie war frü­her der ers­te Anlaufort für berühm­te Über­win­te­rer wie Hen­ry Rudi und ande­re, die dort den Ertrag eines lan­gen, har­ten Ark­tis-Win­ters in weni­gen Wochen oder gar Tagen durch­brach­ten. Der Stamm­platz von Hen­ry Rudi, dem „Eis­bä­ren­kö­nig“, ist immer noch mit sei­nem Namen mar­kiert!

Macks Ølhalle, Tromsø

Macks Ølhal­le in Trom­sø: hier erhol­te sich schon Hen­ry Rudi, der als „Eis­bä­ren­kö­nig“ bekannt war, von sei­nen Über­win­te­run­gen in Spitz­ber­gen.

So einen blei­ben­den Ein­druck wie Hen­ry Rudi, der wäh­rend sei­ner kur­zen Som­mer­auf­ent­hal­te in die­ser Bier­hal­le prak­tisch gewohnt haben soll, woll­te ich in die­sem ehr­wür­di­gen Gemäu­er gar nicht hin­ter­las­sen und das habe ich auch nicht getan. Den­noch, Macks Ølhal­le war mal einen Besuch wert 🙂

Macks Ølhalle, Tromsø

Macks Ølhal­le war das „Büro“ von Hen­ry Rudi in Trom­sø. Dar­auf kann man schon mal ansto­ßen.

Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard: die sechs­te Auf­la­ge ist da!

Der Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard von Rolf Stan­ge liegt nun in der sechs­ten aktua­li­sier­ten Auf­la­ge vor!

Nach­dem die fünf­te Auf­la­ge (2015) erheb­li­che Über­ar­bei­tun­gen und Ergän­zun­gen brach­te, dach­te der Autor, bei der sechs­ten Auf­la­ge wäre es mit klei­ne­ren Aktua­li­sie­run­gen hier und dort getan. Das war aber nicht so. Spitz­ber­gen ent­wi­ckelt sich fort­lau­fend, vor allem natür­lich die Sied­lun­gen, wie auch die Regeln und Geset­ze, die alle ken­nen soll­ten, die dort unter­wegs sind (vor allem natür­lich mei­ne lie­ben Gui­de- und Expe­di­ti­ons­lei­ter­kol­le­gen). Nut­zer von Droh­nen kön­nen nun nach­le­sen, was sie mit ihren Spiel­zeu­gen dür­fen und was nicht. Die Kar­ten wur­den fast alle über­ar­bei­tet, um etwa die in der vor­he­ri­gen Auf­la­ge oft zu klein gera­te­nen Schrift­grö­ßen les­bar zu gestal­ten, wie auch die Schrift­ar­ten im gesam­ten Text, des­sen Les­bar­keit in der 2015er Ver­si­on lei­der zu recht kri­ti­siert wur­de.

Reiseführer Spitzbergen-Svalbard (6. Auflage)

Der Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard: nun in der sechs­ten Auf­la­ge erhält­lich.

Ja, und natür­lich wächst auch nach über 20 Jah­ren inten­si­ven Rei­sens in Spitz­ber­gen der Wis­sens- und Erfah­rungs­schatz des Autors wei­ter­hin an und fließt in die neu­en Auf­la­gen ein. Schon seit lan­ger Zeit ist das Buch zum umfas­sends­ten Spitz­ber­gen-Stan­dard­werk gewor­den. Neben Rei­sen­den sowie Ark­tis- und Sofa-Expe­di­tio­nis­ten wird es auch von Wis­sen­schaft­lern sowie von vie­len pro­fes­sio­nel­len Gui­des und Expe­di­ti­ons­lei­tern stän­dig ver­wen­det; in die­sen Krei­sen wird das Buch ger­ne als die „Spitz­ber­gen-Bibel“ bezeich­net! Der Ver­gleich mag etwas über­zo­gen sein, der Autor freut sich den­noch über das Kom­pli­ment, ist das Buch für ihn doch eine Art Lebens­auf­ga­be gewor­den, seit die ers­te Aus­ga­be 2007 erschien. 2017 kam die ers­te nor­we­gi­sche Aus­ga­be her­aus und im Früh­jahr 2018 die vier­te, über­ar­bei­te­te eng­li­sche Aus­ga­be, somit sind der­zeit alle Aus­ga­ben aktu­ell und ver­füg­bar!

Rolf Stange mit Reiseführer Spitzbergen-Svalbard (6. Auflage)

Der Autor mit der neu­en Auf­la­ge des Rei­se­füh­rers Spitz­ber­gen-Sval­bard.

Mit 592 Sei­ten ist die neue Auf­la­ge deut­lich erwei­tert wor­den (vor­her: 560). Das schlägt sich in diver­sen Erwei­te­run­gen im Text im gesam­ten Buch wie­der sowie in einem deut­lich umfang­rei­che­ren Stich­wort­ver­zeich­nis, wovon der Pra­xis­wert des Buches natür­lich kräf­tig pro­fi­tiert. Trotz­dem konn­ten wir den Preis unver­än­dert bei 30 Euro hal­ten!

Nach­dem der Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard auf deutsch im Som­mer sogar für eini­ge Wochen aus­ver­kauft war, liegt er seit Ende Sep­tem­ber nun in der neu­en Auf­la­ge vor und kann ab sofort bestellt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, dar­un­ter Abbil­dun­gen, Lese­pro­ben und Inhalts­ver­zeich­nis zum Her­un­ter­la­den, sowie Bestell­mög­lich­keit auf der Sei­te zum Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard.

Das Buch ist auf auf Ama­zon bestell­bar. Der Autor freut sich über Bestel­lun­gen via Web­sei­te und Bewer­tun­gen auf Ama­zon.

Son­ne in Bar­ents­burg und Sand­sturm im Advent­fjord

Und schon wie­der ein son­ni­ger Tag! Wer wür­de sich nicht dar­über freu­en? Über „still“ reden wir spä­ter noch.

Eini­ge haben etwas Start­schwie­rig­kei­ten am frü­hen Mor­gen, aber wir zie­hen los ins son­ni­ge Bar­ents­burg und erkun­den den Ort in Theo­rie und Pra­xis. Mit leich­ter Anpas­sung der Rou­te der Stadt­füh­rung gelingt die­se sogar fast durch­ge­hend im Son­nen­schein! Ein span­nen­der Ein­druck, der unser Spitz­ber­gen-Erleb­nis visu­ell kon­trast­reich und his­to­risch gehalt­voll abrun­det.

Barentsburg

Michel­le van Dijk erzählt in Bar­ents­burg über die wenig bekann­te hol­län­di­sche Geschich­te des Ortes.

Barentsburg

Schö­ner Mor­gen in Bar­ents­burg.

Barentsburg

Lenin 12 Stun­den spä­ter (ver­glei­che Foto im Blog von ges­tern).

Spä­ter set­zen wir Kurs über den Isfjord, um in der Ymer­buk­ta Abschied von Spitz­ber­gens schö­ner Natur zu neh­men. Hier ler­nen wir die­se aber von einer ande­ren Sei­te ken­nen: der Wind frischt auf, die nächs­ten Tage wer­den stür­mi­sches Wet­ter brin­gen, und heu­te gibt es einen ers­ten Vor­ge­schmack davon. Kapi­tän Kevin befürch­tet mög­li­cher­wei­se so star­ken Wind, dass wir in Lon­gye­ar­by­en viel­leicht gar nicht mehr anle­gen kön­nen, und beschließt zusam­men mit Rolf, direkt Kurs auf den Advent­fjord zu neh­men.

Rück­bli­ckend war das auf jeden Fall eine gute Ent­schei­dung. Im Advent­fjord kam uns eine ziem­lich stei­fe Bri­se ent­ge­gen, die sogar dunk­le Staub­wol­ken aus dem Advent­da­len gebla­sen hat, ein rich­ti­ger, klei­ner Sand­sturm!

Adventjord: Sandsturm

Sand­stür­mi­sche Ein­fahrt in den Advent­fjord.

Adventjord: Sandsturm

Sand­sturm über dem Advent­fjord.

Wir haben so viel Spitz­ber­gen gese­hen und erlebt, dass wir das gelas­sen neh­men kön­nen und ent­spannt geht es nun wie­der in Rich­tung Zivi­li­sa­ti­on. Eine wirk­lich schö­ne, erleb­nis­rei­che Fahrt geht dem Ende ent­ge­gen – unver­gess­lich schön! Ein ganz, ganz gro­ßer Dank an alle Betei­lig­ten, Kevin und sei­ne Mann­schaft auf der Anti­gua, mei­ne Kol­le­gen Michel­le van Dijk und Alex­an­der Lembke und natür­lich nicht zuletzt alle Polar­fah­rer, die zum schö­nen Erleb­nis und zur guten Stim­mung bei­getra­gen haben!

Mannschaft der SV Antigua in Longyearbyen

Die Mann­schaft der SV Anti­gua in Lon­gye­ar­by­en.

For­landsund: Her­man­senøya & Daud­mann­søy­ra – 19. Sep­tem­ber 2018

Wie­der ein stil­ler, son­ni­ger Tag! Man kann sich nur wun­dern und freu­en.

Die klei­ne Her­man­senøya liegt mit­ten im For­landsund. Sowohl in der Fer­ne als auch in der Nähe stößt der Blick immer wie­der auf Reiz­vol­les, von den Glet­schern und Ber­gen auf Spitz­ber­gen und Prins Karls For­land über die schrof­fen Ufer­fel­sen bis hin zu den fas­zi­nie­ren­den Details, die Frost und Eis in der Tun­dra schaf­fen.

Hermansenøya: Kleine, feine Dinge im Eis

Klei­ne, fei­ne Din­ge im Eis auf der Her­man­senøya (I).

Hermansenøya

Klei­ne, fei­ne Din­ge im Eis auf der Her­man­senøya (II).

Hermansenøya: Kleine, feine Dinge im Eis

Klei­ne, fei­ne Din­ge im Eis auf der Her­man­senøya (III).

Hermansenøya: Kleine, feine Dinge im Eis

Noch mehr klei­ne, fei­ne Din­ge auf der Her­man­senøya: Flech­ten.

Hermansenøya: Rasensteinbrech

Und noch mehr klei­ne, fei­ne Din­ge auf der Her­man­senøya: letz­te Blü­ten des Rasen­stein­brechs in Schnee und Eis.

Nach­mit­tags ging es wei­ter nach Süden, zur West­küs­te Spitz­ber­gens. Eine der schöns­ten Land­schaf­ten weit und breit, wenn man mich fragt! Nicht so die auf­dring­lich-spek­ta­ku­lä­re Post­kar­ten­land­schaft der Ark­tis mit Eis­ber­gen, Glet­schern und so. Dafür ein weit­läu­fi­ges Hügel­land mit einer wahn­sin­nig schö­nen Küs­ten­land­schaft und eine tol­len, saf­tig-grü­nen Tun­dra. Eine Ren­tier-Wei­de, wo auch reich­lich Horn­trä­ger unter­wegs waren. So ein schö­nes Land! Wir dür­fen uns glück­lich schät­zen, dass auch hier das Wet­ter wei­ter­hin auf unse­rer Sei­te war. Die­ser Küs­ten­strei­fen ist ziem­lich expo­niert.

Steinpynten, Daudmannsøyra

Ver­steck­te Bucht im süd­li­chen For­landsund.

Steinpynten, Daudmannsøyra

Wei­te Tun­dra an der West­küs­te Spitz­ber­gens (Daud­mann­søy­ra).

Steinpynten, Daudmannsøyra

Küs­ten­land­schaft im süd­li­chen For­landsund.

Rentier, Steinpynten, Daudmannsøyra

Ren­tier beim Eis­knab­bern.

Antigua, Steinpynten, Daudmannsøyra

Die Anti­gua vor der schö­nen Fels­küs­te im For­landsund.

Gegend Abend haben wir in Bar­ents­burg ange­legt. Es soll ein lan­ger Abend gewor­den sein.

Lenin, Barentsburg

Lenin im abend­li­chen Bar­ents­burg. Schön, wenn die Dun­kel­heit wie­der kommt!

Brauerei, Barentsburg

Spitz­ber­gens cools­te Bar: die zweit­nörd­lichs­te Braue­rei der Welt in Bar­ents­burg.

Zurück

News-Auflistung generiert am 19. Januar 2022 um 14:02:08 Uhr (GMT+1)
css.php