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Jahres-Archiv: 2013 − News & Stories


Erneut Eis­bär in Not­wehr erschos­sen

Nach­dem bereits Ende März ein Eis­bär erschos­sen wur­de, wäh­rend er ver­such­te, in eine Hüt­te ein­zu­drin­gen, wur­de erneut ein Eis­bär in Not­wehr erschos­sen. Die­ses Mal ereig­ne­te sich der Vor­fall in der Isbuk­ta, an der süd­li­chen Ost­küs­te Spitz­ber­gens. Dort hat­ten 2 Ski­wan­de­rer mit­samt Hun­den auf dem Eis gela­gert, als sich ein Bär näher­te, der sich durch Lärm etc. nicht abschre­cken ließ, so dass die bei­den sich schließ­lich gezwun­gen waren, ihn aus der Nähe zu erschie­ßen.

Der Bär war recht jung und mit 119 kg Gewicht noch nicht aus­ge­wach­sen und/oder abge­ma­gert.

Wie auch der Abschuss vom März, so wird die­ser Vor­fall rou­ti­ne­mä­ßig vom Sys­sel­man­nen unter­sucht. Eis­bä­ren sind in Spitz­ber­gen voll­stän­dig geschützt, nur in Not­wehr­si­tua­tio­nen bleibt der Abschuss straf­frei. Die Distanz zwi­schen den bei­den Ski­wan­de­rern und dem laut Aus­sa­ge sich schnell nähern­den, aggres­siv erschei­nen­den Bären wur­de mit 18 Metern ange­ge­ben. Die Behör­den haben zwi­schen­zeit­lich bereits davon gespro­chen, dass die Umstän­de auf legi­ti­me Not­wehr hin­zu­deu­ten schei­nen.

Nach einer län­ge­ren fried­li­chen Pha­se seit dem töd­li­chen Angriff im Tem­pel­fjord vom August 2011 ist dies nun der zwei­te Vor­fall inner­halb weni­ger Wochen, bei dem in Spitz­ber­gen ein Eis­bär in Not­wehr erschos­sen wur­de.

Eis­bär an der Ost­küs­te Spitz­ber­gens.

Eisbär an der Ostküste Spitzbergens.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Ret­tungs­dienst in Spitz­ber­gen: leich­ter Anstieg, aber ins­ge­samt ruhig

Sys­sel­man­nen und Rotes Kreuz ver­zeich­nen einen leich­ten Anstieg von Ret­tungs­ope­ra­tio­nen in Spitz­ber­gen auf etwa 80 pro Jahr, ein­schließ­lich Abho­lung von Besat­zungs­mit­glie­dern etwa von Fische­rei­schif­fen im Fall medi­zi­ni­scher Not­fäl­le. Im Ein­zel­fall wird der Ret­tungs­dienst mut­maß­lich unnö­ti­ger­wei­se zu Hil­fe geru­fen, wie kürz­lich im Fall zwei­er Ski­tou­ris­ten, die von ihrer geplan­ten Rou­te nicht ein­mal 10 % geschafft hat­ten, aber trotz guter Bedin­gun­gen bereits zu erschöpft waren, um ihre Tour aus eige­ner Kraft fort­zu­set­zen. Daher erin­nert der Sys­sel­man­nen an die Bedeu­tung guter Vor­be­rei­tung und die Eigen­ver­ant­wor­tung für die indi­vi­du­el­le Sicher­heit. Ins­ge­samt aber lie­gen die Ein­sät­ze deut­lich inner­halb des Rah­mens, für den die Kapa­zi­tä­ten aus­ge­legt sind.

Auch das Oster­wo­chen­en­de, an dem tra­di­tio­nell vie­le Leu­te im Gelän­de unter­wegs sind, ver­lief nicht zuletzt dank des guten Wet­ters ruhig.

Sor­ge berei­ten poten­zi­el­le Unglücks­fäl­le, von denen eine grö­ße­re Anzahl von Per­so­nen gleich­zei­tig betrof­fen wären, für die die Kapa­zi­tä­ten weder aktu­ell noch in abseh­ba­rer Zeit aus­rei­chen wür­den.

Ret­tungs­hub­schrau­ber der nor­we­gi­schen Küs­ten­wa­che bei einer Übung in Spitz­ber­gen.

Rettungshubschrauber bei einer Übung.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Spitzbergen.de: der­zeit mehr Bil­der als Nach­rich­ten

Die Häu­fig­keit der Spitzbergen.de-Nachrichten ist der­zeit etwas gesun­ken. Dafür gibt es aktu­ell regel­mä­ßig neue Fotos, ein­schließ­lich auf­wän­di­ger Pan­ora­ma-Auf­nah­men. Wich­ti­ge Nach­rich­ten wer­den in jedem Fal­le ver­öf­fent­licht, ggf. mit etwas Ver­zö­ge­rung. Hin­ter­grund ist der der­zei­ti­ge Auf­ent­halt des Inha­bers auf Spitz­ber­gen und das anhal­tend schö­ne Wet­ter dort, so dass der Arbeits­schwer­punkt der­zeit auf der Kame­ra liegt und nicht am Com­pu­ter.

Ein Abend am Negri­breen an der Ost­küs­te Spitz­ber­gens. Bei dem Wet­ter nut­zen wir die kur­ze, noch ver­blei­ben­de Win­ter­sai­son im Gelän­de. Der Com­pu­ter muss mal war­ten.

Der Negribreen an der Ostküste Spitzbergens.

Eis­bär beim Ein­drin­gen in Hüt­te erschos­sen

Am Sonn­tag (24.3.) ist ein Eis­bär erschos­sen wor­den, der dabei war, durch ein Fens­ter in das Inne­re einer Hüt­te ein­zu­drin­gen. In der Hüt­te befand sich ein Paar aus Lon­gye­ar­by­en, die zunächst ver­such­ten, den Bären durch Lärm und Wer­fen von Gegen­stän­den zu ver­trei­ben. Als dies erfolg­los blieb, erschoss einer der Hüt­ten­be­woh­ner den Bären schließ­lich aus nächs­ter Nähe mit einem Revol­ver.

Der Vor­fall fand in Hyt­tevi­ka statt, einer alten Trap­per­hüt­te an der West­küs­te nörd­lich des Horn­sund. Die bei­den Per­so­nen aus Lon­gye­ar­by­en waren mit dem Motor­schlit­ten über das Wochen­en­de dort­hin gefah­ren. Bei­de gel­ten als sehr tou­ren­er­fah­ren.

Der Fall wird rou­ti­ne­mä­ßig von der loka­len Poli­zei (Sys­sel­man­nen) unter­sucht. Eis­bä­ren sind in Spitz­ber­gen voll­stän­dig geschützt, der Abschuss bleibt nur im Fall von Not­wehr straf­frei. Die Behör­den haben bereits ange­deu­tet, dass die Umstän­de auf einen Fall von unver­meid­ba­rer Not­wehr hin­deu­te­ten.

Der Fall wur­de in der Dis­kus­si­on dahin­ge­hend kri­ti­siert, dass der Bär mit Pfef­fer­spray möglicherweise/vermutlich unblu­tig hät­te ver­trie­ben kön­nen. Andern­orts, etwa in Nord­ame­ri­ka, wird Pfef­fer­spray in sol­chen und ähn­li­chen Fäl­len erfolg­reich ein­ge­setzt, um Kon­flik­te unblu­tig zu been­den und so auch Bären­le­ben zu ret­ten. In Spitz­ber­gen hat der Sys­sel­man­nen sich aller­dings offi­zi­ell gegen den Ein­satz von Pfef­fer­spray aus­ge­spro­chen. Der Sei­ten­in­ha­ber meint, dass ein auf offe­ner Tun­dra stür­misch angrei­fen­der Eis­bär mit Pfef­fer­spray sicher­lich kaum zu stop­pen ist, dass aber der Ein­satz aus der rela­ti­ven Sicher­heit einer Hüt­te oder auch eines Zel­tes her­aus sehr sinn­voll sein und Bären wie Men­schen ret­ten kann. Ein so ein­mal abge­wehr­ter Eis­bär wird sich auch künf­tig ver­mut­lich von Hüt­ten fern­hal­ten.

Es war der ers­te Fall, dass ein Eis­bär in Spitz­ber­gen erschos­sen wur­de, seit dem töd­li­chen Angriff im Tem­pel­fjord vom August 2011.

Der Küs­ten­strei­fen von Hyt­tevi­ka aus siche­rer Höhe, einen Tag nach dem töd­li­chen Zusam­men­stoß vom Palm­sonn­tag.

Eisbär erschossen - Westküste Spitzbergens bei Hyttevika.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Bar­ents­burg: Mann bei Gru­ben­un­glück umge­kom­men

In Bar­ents­burg ist es heu­te (4.4.) in der Koh­le­mi­ne zu einem töd­li­chen Unfall gekom­men. Anschei­nend ist ein Berg­ar­bei­ter unter einem her­un­ter­fal­len­den Fels­block ein­ge­klemmt wor­den. Die nor­we­gi­schen Behör­den unter­su­chen den Vor­fall vor Ort.

Alter Gru­ben­ein­gang in Bar­ents­burg.

Grubeneingang, Barentsburg.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Polar­ge­schich­te: Arte­fak­te in Muse­ums­brand in Ita­li­en ver­lo­ren

Ein Brand im Muse­um der Wis­sen­schaft in Nea­pel hat zum Ver­lust unwie­der­bring­li­cher Gegen­stän­de aus der nor­we­gi­schen und ita­lie­ni­schen Polar­ge­schich­te geführt. Eigent­lich soll­te die Aus­stel­lung gemein­sa­me Aspek­te der Polar­ge­schich­te bei­der Län­der beto­nen, wie etwa die Luft­schiff­ex­pe­di­tio­nen zum Nord­pol von Amund­sen und Nobi­le, die 1926 und 1928 in Ny Åle­sund star­te­ten. Nun haben bei­de Län­der ein Stück ihrer Polar­ge­schich­te ver­lo­ren.

Aller Wahr­schein­lich­keit nach soll Brand­stif­tung die Ursa­che sein, moti­viert von loka­len Strei­tig­kei­ten um das attrak­ti­ve Muse­ums­grund­stück und somit von der Aus­stel­lung völ­lig unab­hän­gig. Tei­le der Aus­stel­lung bestan­den aus Leih­ga­ben aus Nor­we­gen, die spe­zi­ell nach Nea­pel gebracht wor­den waren. Ver­lo­ren sind unter ande­rem die Ski­er, die Fri­dt­jof Nan­sen 1888 wäh­rend sei­ner Über­que­rung des grön­län­di­schen Inland­ei­ses ver­wen­det haben soll, Beklei­dungs­stü­cke von Umber­to Nobi­le von sei­ner Ialia-Expe­di­ti­on von 1928 und das Log­buch des Luft­schif­fes Nor­ge, mit dem Roald Amund­sen, Nobi­le, der Ame­ri­ka­ner Ells­worth und wei­te­re Beglei­ter 1926 als ers­te den Nord­pol über­fuh­ren.

Für die 175 Muse­ums­an­ge­stell­ten dürf­te der Ver­lust ihres Arbeits­plat­zes schwe­rer wie­gen als die ver­lo­re­nen Arte­fak­te. Ver­letzt wur­de anschei­nend nie­mand.

Das Luft­schiff Nor­ge, 1926 über Ny Åle­sund kurz vor der Fahrt zum Nord­pol. Das Log­buch ist nun in dem Muse­ums­brand in Nea­pel unwie­der­bring­lich ver­lo­ren­ge­gan­gen.

Luftschiff Norge, Ny Ålesund.

Quel­le: Aften­pos­ten

Spitz­ber­gen unter Druck

Spitz­ber­gen kommt der­zeit so rich­tig unter Druck – auf jeden Fall hin­sicht­lich des Wet­ters. Die Mess­ein­rich­tun­gen auf Sval­bard regis­trie­ren Luft­druck­wer­te, die alles hin­ter sich las­sen, was die bis­her vor­lie­gen­den Mes­sun­gen, die teil­wei­se immer­hin seit den 1920er Jah­ren lau­fen, her­vor­ge­bracht haben. Spit­zen­rei­ter ist die auto­ma­ti­sche Mess­sta­ti­on auf der klei­nen Karl XII Insel nörd­lich des Nord­aus­t­land: dort wor­den vor weni­gen Tagen nicht weni­ger als 1054,7 hPa gemes­sen, deut­lich mehr als der bis­he­ri­ge Spitz­ber­gen-Höchst­wert von 1929 (1051,9 hPa) aus dem Isfjord.

Auch Grön­land ver­zeich­net rekord­ho­he Luft­druck­wer­te. Der Druck hat schon bis­lang anhal­tend ruhi­ges, kla­res, kal­tes Wet­ter mit sich gebracht, das auch noch eini­ge Tage anhal­ten soll, zur Freu­de von Ein­woh­nern und Tou­ris­ten und zum Vor­teil der Tie­re und der Eis­ent­wick­lung, die der­zeit recht erfreu­lich ist. Der Nor­den Spitz­ber­gens ist auf­grund des schon län­ger anhal­ten­den Ein­flus­ses wär­me­rer Was­ser­mas­sen nach wie vor prak­tisch eis­frei, aber der Osten steckt immer­hin nun recht soli­de im Eis, das kürz­lich sogar die Bären­in­sel erreich­te, so dass sich dort auch tat­säch­lich schon meh­re­re Eis­bä­ren haben bli­cken las­sen.

Laut Vor­her­sa­ge wird es zum Oster­wo­chen­en­de hin, an dem tra­di­tio­nell vie­le Nor­we­ger auf Tour zie­hen, aller­dings wie­der bewölkt.

Der hohe Luft­druck über dem nörd­li­chen Grön­land macht sich auch in der euro­päi­schen Ark­tis bemerk­bar. Bild von mountainforecast.com.

Luftdruck, Grönland.

Quel­le: adressa.no

Jan May­en Expe­di­ti­on 2014: Pla­nung nimmt Form an

Mit­tei­lung in eige­ner Sache: Die Pla­nung für eine Expe­di­ti­on nach Jan May­en für 2014 wird lang­sam aber sicher kon­kret. Als Zeit­raum pei­len wir unge­fähr 28. Juni – 12. Juli 2014 an (von/bis Isaf­jör­dur in Island). Hier gibt es mehr Infor­ma­tio­nen zu die­ser aben­teu­er­li­chen Fahrt. Es gibt deut­lich bereits mehr (bis­lang all­seits unver­bind­li­che) Inter­es­sen­be­kun­dun­gen als Plät­ze. Wer mit will, soll­te sich also bei­zei­ten mel­den (Kon­takt).

Jan May­en. 2014 wol­len wir dort hin.

Jan Mayen.

Jagd auf Eis­bä­ren: nach CITES-Abkom­men wei­ter mög­lich

In der aktu­el­len CITES-Kon­fe­renz in Bang­kok schei­ter­te der jüngs­te Ver­such, Eis­bä­ren welt­weit kon­se­quent vor Jagd zu schüt­zen. Nach wie vor ist in meh­re­ren Län­dern wie Kana­da und Grön­land eine limi­tier­te Jagd mög­lich, dar­un­ter auch die umstrit­te­ne Tro­phä­en­jagd durch rei­che Jagd­tou­ris­ten. Umwelt­ver­bän­de kri­ti­sie­ren dies hef­tig. In Bang­kok brach­te unter ande­rem Däne­mark, das Grön­land inter­na­tio­nal ver­tritt, Beden­ken gegen ein abso­lu­tes Jagd­ver­bot vor. Letzt­lich schaff­ten die EU-Län­der es nicht, sich auf eine gemein­sa­me Posi­ti­on zu eini­gen. Prin­zi­pi­ell sind die ein­zel­nen EU-Mit­glieds­staa­ten jeweils für sich stimm­be­rech­tigt, aber es gilt die Ver­ein­ba­rung der EU-Län­der, ent­we­der über­ein­stim­mend oder gar nicht zu votie­ren. Dadurch kam die erhoff­te Mehr­heit für ein Jagd­ver­bot auf CITES-Ebe­ne nicht zustan­de.

CITES ist über­setzt das „Über­ein­kom­men über den inter­na­tio­na­len Han­del mit gefähr­de­ten Arten frei­le­ben­der Tie­re und Pflan­zen“, die soge­nann­te Washing­to­ner Arten­schutz­kon­ven­ti­on.

Zwar ist der Kli­ma­wan­del die stärks­te glo­ba­le Bedro­hung für Eis­bä­ren, aber regio­nal ste­hen die Popu­la­tio­nen teil­wei­se unter einem erheb­li­chen zusätz­li­chen Jagd­druck. Im „bes­ten“ Fall feh­len die Daten­grund­la­gen, um die Trag­fä­hig­keit einer regio­na­len Jagd zu beur­tei­len.

Im nor­we­gisch ver­wal­te­ten Spitz­ber­gen sind und blei­ben Eis­bä­ren voll­stän­dig vor Jagd geschützt. Nur in Fäl­len von aku­ter Not­wehr bleibt der Abschuss straf­frei. Aller­dings wird der häu­fi­ge und wenig tier­scho­nen­de Ein­satz von Hub­schrau­bern und Motor­schlit­ten bei der Eis­bä­ren­for­schung mitt­ler­wei­le ver­stärkt kri­ti­siert (sie­he etwa Okto­ber-Nach­rich­ten).

Ergeb­nis einer Eis­bä­ren­jagd in Ost­grön­land.

Erlegter Eisbär, Scoresbysund, Grönland.

Quel­le: Spie­gel Online

Esmark­breen-Unglück: Unter­su­chung abge­schlos­sen

Der Sys­sel­man­nen hat die Unter­su­chung zum töd­li­chen Unglück am Esmark­breen in der Ymer­buk­ta im August 2012 (sie­he August-Nach­rich­ten) abge­schlos­sen. Juris­tisch ist der Fall damit erle­digt, da sich kei­ne belast­ba­ren Hin­wei­se auf straf­recht­lich rele­van­tes Ver­hal­ten erge­ben haben.

Am 21. August 2012 kam es zu einem töd­li­chen Unglück, als von der Abbruch­kan­te des Esmark­breen Eis­mas­sen abbra­chen und her­ab­stürz­ten. Das Eis fiel nicht ins Was­ser, son­dern auf tro­cke­nen Unter­grund. Zwei Zodiacs des fran­zö­si­schen Tou­ris­ten­schif­fes Pola­ris I waren jeweils mit Fah­rer und 6 Pas­sa­gie­ren in der Nähe. Eine Frau wur­de von einem umher­flie­gen­den Eis­bro­cken getrof­fen und starb prak­tisch unmit­tel­bar. Es konn­te nicht geklärt wer­den, ob das Boot sich zum Zeit­punkt des Unglücks näher am Glet­scher befand als die vom nor­we­gi­schen Polar­in­sti­tut emp­foh­le­ne Min­dest­di­stanz von 200 Metern.

Die Abbruch­kan­te des Esmark­breen in der Ymer­buk­ta liegt in die­sem Bereich in Höhe des Was­ser­spie­gels auf fes­tem Grund.

Esmarkbreen, Ymerbukta.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Treib­eis bei der Bären­in­sel

Nach einer län­ge­ren Zeit mit sehr wenig Eis hat das Treib­eis den Osten Spitz­ber­gens mitt­ler­wei­le wie­der fest im Griff. Inzwi­schen hat das Eis sogar den Nor­den der Bären­in­sel erreicht, so dass dort erst­ma­lig seit dem 02. April 2011 wie­der Eis­mel­dun­gen geschrie­ben wer­den, sehr zur Freu­de der Sta­ti­ons­be­sat­zung!

Treib­eis in Her­wig­ham­na, bei der Wet­ter­sta­ti­on auf der Bären­in­sel (Bjørnøya), am 1. März 2013.

Treibeis bei der Bäreninsel (Bjørnøya).

Quel­len: nor­we­gi­sche Eis­kar­te, Bjørnøya-Blog der Wet­ter­sta­ti­on

Eis­ver­lust in der Ark­tis: schon jetzt fast 80 %

Der Ver­lust gro­ßer Eis­flä­chen im Ark­ti­schen Oze­an geht seit Jahr­zehn­ten vor sich. Im Sep­tem­ber 2012 wur­den erneut auf­se­hen­er­re­gen­de Nega­tiv­re­kor­de erreicht. Jetzt gibt es ein wenig mehr Klar­heit dar­über, dass das Eis nicht nur in der Flä­che ver­lo­ren­geht, son­dern auch in der Dicke deut­lich nach­lässt. Die Mini­mal­aus­deh­nung, die im Sep­tem­ber erreicht wird, liegt bei mitt­ler­wei­le nur noch einem Fünf­tel im Ver­gleich zu 1980 – ein Ver­lust von bis zu 80 % inner­halb von gut 2 Jahr­zehn­ten. Soweit Daten vor­lie­gen, ist auch die Dicke kräf­tig zurück­ge­gan­gen.

Zu die­sen Ergeb­nis­sen kommt eine aktu­el­le Aus­wer­tung von Daten ame­ri­ka­ni­scher und euro­päi­scher For­schungs­sa­tel­li­ten. Die für den Ver­lust im Detail erfor­der­li­chen Mecha­nis­men lie­gen sowohl im Meer als auch in der Atmo­sphä­re und sind noch nicht genau unter­sucht. Der künf­ti­ge Ver­lauf, etwa der Zeit­punkt der erst­ma­li­gen voll­stän­di­gen Abwe­sen­heit einer Eis­de­cke im Som­mer, ist nicht genau vor­her­sag­bar, aber dass die Zukunft wei­te­re kräf­ti­ge Ver­lus­te an Treib­eis in der Ark­tis brin­gen wird, steht nicht infra­ge.

Treib­eis vor Ost­grön­land.

Treibeis vor Ostgrönland.

Quel­le: Geo­phy­si­cal Rese­arch Let­ters

5 Jah­re Spitzbergen.de-Nachrichten

Die Eröff­nung der Samen­bank bei Lon­gye­ar­by­en gegen Ende Febru­ar 2008 war auch der Anlass zur Ein­rich­tung die­ser Spitzbergen.de-Nachrichtenseite, die somit eben­falls in die­sen Tagen ihren 5. Geburts­tag fei­ert. Tas­sen hoch!

Die­se Mit­tei­lung ist die 267. Nach­richt auf die­ser Sei­te, deren Erschei­nungs­bild sich seit­dem grund­le­gend geän­dert hat. Auch die Nach­rich­ten-Häu­fig­keit, im Schnitt über den gesam­ten Zeit­raum gut 1 pro Woche, ist mitt­ler­wei­le ange­stie­gen. 245 die­ser Nach­rich­ten sind auch auf dem eng­li­schen Teil die­ser Sei­te erschie­nen.

Screen­shot der ers­ten Spitzbergen.de-Nachricht vom Febru­ar 2008.

Spitzbergen.de-Nachricht vom Februar 2008

Samen­bank bei Lon­gye­ar­by­en wird 5 Jah­re alt

Am 26. Febru­ar wird das Samen­la­ger bei Lon­gye­ar­by­en 5 Jah­re alt. Seit der Eröff­nung, die sei­ner­zeit welt­weit Medi­en­auf­merk­sam­keit auf sich zog, sind über 770.000 Pro­ben aus fast allen Län­dern der Erde ein­ge­la­gert wor­den. Das Lager besteht aus 3 Hal­len, in deren Rega­len bis zu 1,5 Mil­lio­nen Pro­ben Platz fin­den sol­len. Der umge­ben­de Per­ma­frost hat natür­li­cher­wei­se eine Tem­pe­ra­tur von -3 bis -4 Grad Cel­si­us. Die Lager­tem­pe­ra­tur wird künst­lich bei -18 Grad gehal­ten.

Der Ein­gang befin­det sich knapp 1 km ober­halb des Flug­ha­fens und ist gut sicht­bar und über einen befahr­ba­ren Weg ein­fach erreich­bar. Das Inne­re ist für die Öffent­lich­keit nicht zugäng­lich.

Finan­ziert wird das Lager wesent­lich von der Bill and Melin­da Gates Foun­da­ti­on, aber auch von Kon­zer­nen wie Mon­s­an­to, die ansons­ten nicht gera­de als Hüter der glo­ba­len Arten­viel­falt von Nutz­pflan­zen bekannt sind.

Der Ein­gang zum Samen­la­ger bei Lon­gye­ar­by­en.

Samenlager bei Longyearbyen

Quel­le: Nor­we­gi­sches Minis­te­ri­um für Land­wirt­schaft und Ernäh­rung

Bar­ents­burg: stärks­tes Bevöl­ke­rungs­wachs­tum Spitz­ber­gens

Die Sied­lung mit dem der­zeit stärks­ten Bevöl­ke­rungs­wachs­tum Spitz­ber­gens ist Bar­ents­burg. Anfang 2013 waren dort 471 Per­so­nen gemel­det, 101 mehr als 2 Jah­re zuvor. Im Ver­gleich dazu ist Lon­gye­ar­by­en nur um 30 Per­so­nen gewach­sen. Das Mini­mum wur­de 2010 mit 370 Ein­woh­nern erreicht.

Der Berg­bau bringt unver­än­dert pro Jahr 120.000 Ton­nen Koh­le her­vor, ein Bruch­teil der Pro­duk­ti­on einer moder­nen Gru­be anders­wo. Die Vor­rä­te sol­len noch min­des­tens 12-15 Jah­re rei­chen. Dar­über hin­aus will man künf­tig sowohl in Bar­ents­burg als auch in Pyra­mi­den ver­stärkt auf Tou­ris­mus set­zen, in Bar­ents­burg auch auf For­schung. Über eine even­tu­el­le neue Koh­le­gru­be im Cole­s­da­len soll ab 2015 ent­schie­den wer­den.

„Unser Ziel: Kom­mu­nis­mus“. Die­ses Schild hat nur noch zwei­fel­haf­ten nost­al­gi­schen Wert, die Zukunft Bar­ents­burgs soll durch Berg­bau und Tou­ris­mus mög­lichst kapi­ta­lis­tisch geprägt sein.

Barentsburg

Quel­le: NRK

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