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Jahres-Archiv: 2019 − News & Stories


Dalvik – Akureyri – 08. September 2019

Für die Nachtruhe ist es ab und an gar nicht verkehrt, wenn das Schiff nachts nicht schwankt und wenn mitten in der Nacht niemand aufsteht oder irgendwelche Segel justiert („Winschkonzert“). Gar nicht schlecht. Sonntagsfrühstück um 9, alle zusammen an einem Tisch, zum ersten Mal seit Grönland. So kann man auch leben.

Auch ein paar Schritte auf festem Boden tun mal wieder gut. Ein kleines Naturschutzgebiet bei Dalvik bietet schöne Flusslandschaft und die entsprechende Vogelwelt.

Und das Café in Dalvik ist einen Besuch wert 🙂

Galerie – Dalvik – Akureyri – 08. September 2019

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Nun sind es noch ein paar Stunden ruhiger Fjordfahrt nach Akureyri. Ein paar Buckelwale gab es unterwegs, und den Wasserfall gegenüber von Akureyri, der wohl ziemlich einmalig ist, denn er ist sowohl künstlich als auch geothermisch heiß. Er soll plötzlich da gewesen sein, als sie ein paar Meter weiter einen Tunnel gebaut haben.

Kurz darauf sind wir in Akureyri im Hafen. Wieder ist eine lange, schöne Reise zu Ende. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren, vorneweg Skipper und Schiffseigner Heinz, seine gute Mannschaft und sein gutes Schiff!

Dänemarkstraße – 06./07. September 2019

Wir sind genau richtig losgekommen. Nach ein paar anfänglichen Stunden mit Wind und Seegang war es bislang ziemlich ruhig oder sogar windstill auf unserem Rückweg vom Scoresbysund nach Island. Heute hat es angefangen, wieder etwas aufzufrischen, aber wir machen immer noch 5-6 Knoten Geschwindigkeit. Das ist nicht gerade rekordverdächtig, aber wir kommen Meile für Meile voran, haben die Breite von Kolbeinsey schon passiert und sollten Island heute Abend erreichen.

Bis dahin herrscht maritimer Alltag an Bord: Abwechseln am Steuerruder, Mahlzeiten, dazwischen ist Zeit zum Lesen, Schlafen, …

Foto – Dänemarkstraße – 06./07. September 2019

Dänemarkstraße - 06./07. September 2019

Land in Sicht! Die Dänemarkstraße hatte heute schon ein paar Schlaglöcher, aber dafür gab es einen wunderbaren Sonnenuntergang auf See. Heute Nacht werden wir Dalvik anlaufen, einen kleinen Hafen im Eyafjordur, nördlich von Akureyri.

Passagierschiff Malmö steckt im Eis

Malmö im Eis: Während in der Arktis diesen Sommer 35 % weniger Treibeis vorhanden sind als im langjährigen Mittel, das man wohl sowieso bald als historischen Zustand betrachten und neu definieren muss, waren und sind die Eisverhältnisse um Spitzbergen „normal“. Was bedeutet, dass es mehr Eis gibt, als man aus jüngeren Jahren gewöhnt war. Der nördliche und östliche Teil des Nordaustlandes ist im Sommer gar nicht eisfrei geworden, und auch im Osten Spitzbergens gab es durchgehend Treibeis.

Ein dichtes Treibeisfeld hat nun das kleine Passagierschiff „Malmö“ in Schwierigkeiten gebracht. In der südlichen Hinlopenstraße kam das Schiff mit 23 Personen an Bord, darunter 16 Passagiere, in ein Eisfeld und blieb darin stecken. Problematisch und potenziell gefährlich wurde die Lage, als die Strömung das Eis mit dem Schiff in die Nähe untiefer Gewässer bei den Rønnbeckøyane führte. Die Mannschaft informierte die norwegischen Behörden. Der Sysselmannen brachte die 16 Passagiere vorsichtshalber mit dem Hubschrauber nach Longyearbyen in Sicherheit. Da bislang keine unmittelbare Gefahr besteht, blieb die Mannschaft an Bord, um die Malmö nach Möglichkeit so bald wie möglich aus dem Eis zu bringen. Es wird damit gerechnet, dass dies bald möglich sein wird, sobald die Gezeitenströmung die Richtung ändert. Das erfolgt mehrfach täglich und dann bilden sich normalerweise Öffnungen im Treibeis.

Treibeis im arktischen Sommer 2019 – Foto zu Malmö im Eis

Treibeis in der Arktis

Sicherheitshalber ist ein Schiff der norwegischen Küstenwache in der Nähe, um im Notfall eingreifen zu können.

Hall Bredning – 05. September 2019

Der Tag beginnt früh, wir haben viele Meilen vor uns. Wobei, er hatte ja schon noch viel früher begonnen … das war das Nordlicht gewesen. Schon wenige Stunden später klingelt der Wecker. Die Meilen rufen. Bald sind wir unterwegs. Und bekommen einen herrlichen Sonnenaufgang über den schroffen Bjørneøer geschenkt. Und sehr stimmungsvollen Morgennebel.

Eigentlich hatten wir geplant, heute erst mal nach Ittoqqortoormiit (Scoresbysund Dorf) zu fahren, um dieser abgelegenen grönländischen Siedlung – die nördliche von nur zwei Orten in ganz Ostgrönland – morgen einen Besuch abzustatten. Aber beim Blick auf die Wetterkarte für das Seegebiet zwischen Scoresbysund und Island entschließen wir uns, direkt Kurs auf den Fjordausgang und dann auf Island zu setzen. Es gilt, noch vor dem nächsten Sturm die geschützten Gewässer vor Akureyri zu erreichen. So sollte das eigentlich noch klappen. Daumen drücken!

Galerie – Hall Bredning – 05. September 2019

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Die Fahrt durch Hall Bredning, den breiten, mittleren Teil des Scoresbysund, ist ein Genuss. Spiegelglattes Wasser, Sonne, blauer Himmel und Eisberge. Wir lassen es uns nicht nehmen, um einen besonders schönen Eisberg noch eine Runde mit dem Zodiac zu drehen.

Noch ist es schön, angenehm und gemütlich. In ein paar Stunden werden wir auf See sein. Mal schauen, was die nächsten zwei Tage dann so bringen.

Øfjord – Bjørneøerne – 04. September 2019

Der Øfjord („Inselfjord“) bringt uns auf der Nordseite des Milne Landes wieder zurück in Richtung des mittleren Scoresbysundes. Von den drei Fjorden, die um das Milne Land herum führen, ist er der mit den gewaltigsten Dimensionen: fünf bis sieben Kilometer sind es zwischen den Ufern, das Wasser dazwischen ist bis zu über 1000 Metern tief, die Berge ragen zu beiden Seiten um 2000 Meter hoch über die überall treibenden Eisberge. Eine Landschaft wie ein Riesenland. Ein schroffer Turm aus Gneis und Granit neben dem anderen, gelegentlich durch Gletscher unterbrochen und sonst durch nichts. 90 Kilometer lang. Türme wie die berühmten Torres des Paine in Patagonien, aber ungezählt und sicher auch weitgehend unbestiegen. Senkrechte Felswände wie am El Capitan. Eine atemberaubende Landschaft und, nebenbei bemerkt, die ehemals tief in der Erdkruste liegende Wurzel eines alten Gebirges, durch die wir hier so munter unter Sonne und Segel fahren.

Galerie – Øfjord – Bjørneøerne – 04. September 2019

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Bei den Bjørneøerne finden wir in Jyttes Havn einen guten Ankerplatz. Bald brechen wir zu einer Tour auf. In 240 Metern Höhe ist der Ausblick in alle Richtungen grandios.

Ganz ruhig wird die Nacht nicht, aber die Unterbrechung durch ein schönes Nordlicht lassen wir uns gerne gefallen.

Harefjord – 03. September 2019

Wie gesagt, gibt es nicht gerade überall gute Ankerplätze in Grönland, aber hier und da eben doch. Diese Nacht lagen wir hervorragend in einer kleinen Bucht im Harefjord, einem der innersten Verzweigungen im Scoresbysund.

Da wir hier schon nah am Inlandeis waren, wollten wir natürlich so nah dran, wie es geht. Es muss ja nicht gleich eine Querung sein, und ob man eine solche erstrebenswert findet, muss sowieso jeder für sich selbst wissen. Ich freue mich ja immer wieder über den Abwechslungsreichtum der Fjordlandschaften. So auch hier, tief im Harefjord.
Moschusochsen am Ufer. Weiter oben sitzen wir auf einer Moräne und lassen den Blick über klüftiges Gletschereis direkt vor und unter uns schweifen. Das ist sehr nah dran am Inlandeis.

Galerie – Harefjord – 03. September 2019

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Überall hier gibt es schöne Hügel und Berge, und man kann so weit und so hoch laufen, wie man will, kann und Zeit hat. Mehr Zeit wäre immer schön, aber ein wenig haben wir noch am fortgeschrittenen Nachmittag. Ausreichend für grandiose Blicke über den Harefjord und Umgebung.

Rødefjord – 02. September 2019

Also, die Ankerstelle im hintersten Fønfjord war nicht der Hit. Man liegt fast auf dem Strand, um eine brauchbare Tiefe unter dem Boot zu haben, und der Anker liegt auf einem steilen Hang. Typisch Grönland! Klar, dass der Anker irgendwann zu nächtlicher Stunde abrutschen musste. Damit war die Nacht für uns beendet.

Was im Ergebnis perfekt war. So bekamen wir den Sonnenaufgang mit und mehrere Stunden quasi geschenkt. Die Wolken hatten sich verzogen, ein goldener Spätsommertag in Grönland – schöner wird’s nicht! Noch vor dem Frühstück hatten wir eine erste Runde in der rotgoldenen Tundra im Rødefjord gemacht.

Die bei der Røde Ø gestrandeten Eisberge sind Weltklasse. Grönland braucht sich auch hinter der Antarktis wahrhaftig nicht zu verstecken, was landschaftliche Schönheit angeht.

Galerie – Rødefjord – 02. September 2019

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Weiter ging es durch den fantastischen Rødefjord, der mit seinen intensivroten Farben seinem Namen absolut gerecht wird. Links rote Felstürme und tief eingeschnittene Canyons, rechts reihen sich mit Sorte Ø und Store Ø schroffe Inseln aneinander. Überall Eisberge im spiegelglatten Wasser, hier und dort dreht sich einer oder bricht krachend auseinander. Ein einmaliges Schauspiel. Stundenlang sitzen wir meistens still an Deck, sprachlos vor Staunen.

Schließlich erreichen wir im Harefjord einen der wenigen wirklich brauchbaren Ankerplätze weit und breit. Bald sind zwei Uferleinen gelegt. Es sollte heute eine ruhige Nacht werden – wenn sie nicht von Nordlichtern unterbrochen wird … womit wir gut leben könnten Wir genießen das Abendlicht auf einem Hügel oberhalb der Ankerbucht, dann erklären wir den Tag guten Gewissens für beendet.

Danmark Ø – 01. September 2019

Gestern Abend hatten wir den schönen Naturhafen Hekla Havn auf der Danmark Ø erreicht. Mit einem aufwändigen Arrangement aus Uferleinen – Eingeweihte erinnern sich gerne an Patagonien – haben wir die Anne-Margaretha in dieser gut geschützten Bucht so gut untergebracht, dass nicht einmal eine Ankerwache erforderlich war. Einmal eine Nacht durchschlafen, das war auch nicht schlecht, da waren sich wohl alle einig.

Gut ausgeruht ging es also am nächsten Morgen mit den Zodiacs los. Auf einer unscheinbaren Uferterrasse außerhalb von Hekla Havn haben in längst vergangenen Zeiten Thule-Inuit eine Wintersiedlung gehabt. Eine ganze Reihe von Behausungen zeugt von einer ganzen Siedlung. Großstadtverhältnisse für das prä-dänische Grönland. Mit hervorragender Aussicht über den weiten Fjord.

Rund um Hekla Havn finden sich ein paar der schönsten Gneise im Scoresbysund. Farben und Strukturen, wie man sie sich nicht schöner ausdenken könnte.

Galerie – Danmark Ø – 01. September 2019

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Mit genauem Hinschauen kann man noch sehen, wo Carl Ryders Expedition ihr Haus gebaut hat, für die Überwinterung 1891-92. Die haben damals den inneren Scoresbysund als erste Europäer erkundet und all die schönen Fjorde auf die Karte gebracht, den Fønfjord, den Rødefjord, den Øfjord und so. Vielleicht wüssten wir ohne Ryder bis heute nicht, dass es diese schönen Landschaften gibt …

So ließen wir Blicke und Gedanken auf der Danmark Ø schweifen, bevor wir die Fahrt in den Fønfjord hinein fortsetzten. Jetzt geht es in die innersten Verzweigungen des Scoresbysund.

Vikingebugt – 31. August 2019

Gestern Abend fiel dann der Anker in der Vikingebugt. Eigentlich schon tief im Scoresbysund – wir hatten schon mehr als 60 Meilen zurückgelegt, seit wir um das Kap Brewster gefahren sind – aber so viele geschützte Ankerplätze gibt es an dieser Küste nicht. Schön war es, als die Maschine zum ersten Mal seit Grimsey, zum ersten Mal seit vier Tagen, abgestellt werden konnte! Stille im Schiff, und alle sitzen mal wieder zusammen um einen Tisch … schön.

Nach einer ruhigen Nacht sollte es dann auch losgehen mit einem ersten Landgang. Es wurde schließlich Zeit, Grönland unter den Füßen zu spüren. Nach so einer Überfahrt dauert es ja immer eine Weile, bis die Boote wieder klar gemacht sind, und dann … ein Eisbär am Ufer! Wer hätte es gedacht – Eisbärensichtungen sind in Grönland ja wirklich nichts Alltägliches. Kurz zuvor hatten wir noch darüber gesprochen, Sicherheitsfragen und so, aber dass man dann tatsächlich einen sieht … wie gesagt, in Grönland eher selten.

Der Bär stapfte ein Stück entfernt an einem felsigen Hang entlang, ließ sich auf einem Schneefeld nieder und ging schließlich in ein unwegsames Moränengelände hinein. Nahaufnahmen gab es nicht gerade, aber doch eine schöne Beobachtung.

Galerie – Vikingebugt – 31. August 2019

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Wir haben die Pläne für unseren Landgang spontan geändert und sind auf einer kleinen Insel an Land gegangen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie kleine Arktis-Inseln, wenn man ihnen nur wirklich nahe kommt, sich als Schatzkisten der Natur erweisen. Basaltsäulen wie mit dem Lineal gezogen, und diese Farben herbstlicher Tundra, die Spitzbergen einfach nicht hat. Leuchtendes Gelb und Rot, das selbst an einem eher grauen Tag wie heute aus sich selbst heraus leuchtet.

Ja, und natürlich die gewaltige Umgebung. Überall treiben Eisstücke, große Gletscher im Hintergrund, hohe Berge an allen Seiten am Ufer.

Nun geht es weiter in den Scoresbysund hinein.

Kap Brewster – 29./30. August 2019

29./30. August 2019 Gestern (Donnerstag) früh kam die Küste Ostgrönlands in Sicht, die Berge südlich des Scoresbysund, also die Blosseville Kyst. Was zunächst aussah wie einzelne Berge – zunächst für Eisberge gehalten – verdichtete sich schließlich zu einer langgestreckten Kette schroffer Berge mit Gletschern dazwischen. Einzelne, große Eisberge lagen vor der Küste, der Wind hatte abgenommen, die Sonne kam heraus. Eine Herde Buckelwale prustete in der Ferne, einer sprang sogar aus dem Wasser, später sprangen Delfine ein paar Mal neben uns aus dem Wasser. Wahrscheinlich Weißschnauzendelfine.

Gallery – Kap Brewster – 29./30. August 2019

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Willkommen in Grönland!

Aber wir sind noch nicht ganz da, es ist noch ein Stück nach Norden, bis wir in den Scoresbysund kommen. Von dem Gedanken, die Blosseville Küste zu besuchen und dort irgendwo zu ankern, sehen wir ab; das nächste Windfeld ist nicht weit weg. Besser, in den Scoresbysund einzulaufen, bevor es hier in der Gegend wieder stürmisch wird. Also fahren wir die Nacht wieder durch, geben uns im Halbstundenrhythmus das Steuerrad in die Hand. Der Wind frischt wieder auf, es wird bewegter, die Geschwindigkeit sinkt auf spärliche 3-4 Knoten, steigt wieder an … und schließlich, am späten Freitag Vormittag, können wir einen westlichen Kurs einschlagen, um das Kap Brewster herum und in den Scoresbysund hinein!

Dänemarkstraße – 28. August 2019

Laut Wetterbericht haben wir heute eine gute Möglichkeit, nach Grönland zu kommen, also nichts wie los! Direkt nach einem frühen Frühstück wurden die Leinen losgeworfen und bald verschwand die kleine Insel Grimsey hinter uns in den tiefen Wolken.

Galerie – Dänemarkstraße – 28. August 2019

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Den Kurs – 320° über Grund, auf die Blosseville-Küste südlich des Scoresbysunds zu, so hoch am Wind, wie dieser es zuließ – brachte uns nun Grönland näher, und die Geschwindigkeit war mit 7-8 Knoten absolut ordentlich, bei nördlichem Wind der Stärken 4-5, vielleicht mit gelegentlichen Ausflügen Richtung 6. Nichts wirklich Wildes, aber das Leben an Bord empfanden die meisten unter diesen Umständen dennoch als eher als gewöhnungsbedürftig, so dass die Stimmung heute eher … ruhig war. Manche zogen es vor, in den Kojen um die Horizontale herum zu oszillieren, die anderen wechselten sich am Steuer ab. So zogen die Stunden über die Wellen, ein Horizont tauchte hinter dem nächsten auf, und bald würde einer dieser Horizonte die Küste Grönlands sein!

Grimsey – 27. August 2019

Heute sind wir auf Grimsey „gestrandet“ – kein geplanter Aufenthalt, aber bei dem aktuellen Wetter zwischen Island und Grönland ist es ohne Zweifel besser, hier noch einen Halt einzulegen. Und man kann hier ja wirklich sehr gut einen Tag verbringen! Die kleine Insel Grimsey ist der nördlichste bewohnte Teil von Island – nur Kolbeinsey liegt noch weiter nördlich, aber das ist kaum mehr als ein Felsen – und liegt genau auf dem Nordpolarkreis. Der ist sogar markiert. Zu dumm nur, dass sich seit Bau der Markierung der Neigungswinkel der Erdachse verändert hat und der Polarkreis somit jetzt etwas weiter nördlich liegt. Man hat eine neue Markierung gebaut, nun in Form einer riesigen Betonkugel. Ein Globus, der nun Jahr für Jahr weiter nach Norden gerollt werden soll. Bis die Insel zu Ende ist.

Galerie – Grimsey – 27. August 2019

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Auf dem kleinen Flugplatz sitzen tausende von Küstenseeschwalben. Vor der Landung des kleinen Flugzeuges vom Festland müssen die erst mal verscheucht werden. Der Zufall will, dass wir dieses nette Schauspiel beobachten können.

Eissturmvögel und einige Dreizehenmöwen sitzen noch auf den Klippen. Papageitaucher und Lummen sind schon weg.

Zu Mittag frischer Fisch im kleinen Restaurant am Hafen. Zu Abend frischer Fisch an Bord. Bis dahin haben wir auch alle schönen Wanderwege erkundet.

Morgen kann es dann nach Grönland gehen!

Eyafjordur – 26. August 2019

Man muss kein Profi-Wetterfrosch sein, um dieser Wetterkarte anzusehen, wo man mit einem gut 20 Meter langen Schiffchen derzeit lieber nicht sein will. Vor allem, wenn man die Wahl hat, stattdessen in Akureyri die Freuden eines gut ausgestatteten isländischen Schwimmbades mit Hotpool und Dampfbad genießen zu können unser Wetterfenster nach Grönland zeichnet sich schon ab, es ist nicht mehr weit weg.

Wetterkarte - 25-08-2019

Wetterkarte vom 25.08.2019

Galerie – Eyafjordur – 26. August 2019

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Mittags geht es dann los, durch den langen Eyafjordur nach Norden. Leichte Regenschauer und strahlende, wärmende Sonne wechseln sich ab und produzieren zusammen ein Wechselbad der Temperaturgefühle und Lichtstimmungen. Mehrfach lassen Buckelwale Blas und Fluke blicken, während es an ein paar kleinen Inseln und Häfen, Bergen und Wasserfällen vorbei Richtung Fjordmündung geht. Unser Ziel ist zunächst die Insel Grimsey am Polarkreis, dort wollen wir dem Sturm noch etwas Zeit geben, so dass wir dann gut nach Grönland kommen.

Akureyri – 24. August 2019

So schnell geht es manchmal – gerade noch in Longyearbyen Abschied von der Arctica II nach 18 sehr, sehr schönen, erlebnisreichen Tagen, und schon in Akureyri im Norden von Island auf der Anne-Margaretha zugestiegen. Das ist das schöne Segelschiff, mit dem wir Anfang 2018 in der Antarktis und in Patagonien waren. Herrliche Fahrten waren das … und nun geht es also nach Grönland!

Akureyri - 24. August 2019

In ein paar Stunden wird die kleine Handvoll Mitreisender sich an Bord versammelt haben, und morgen werden wir auslaufen (wetterbedingt ist das besser, als heute schon loszufahren, wir lassen besser erst noch ein kleines Lüftchen in der Dänemarkstraße vorbeiziehen. Windstärke 8 von vorn, das braucht doch kein Mensch!). 🙂

Recherchefjord – Barentsburg – Longyearbyen – 20./21. August 2019

20./21. August 2019 Nach später Ankunft im Recherchefjord und ein paar Stunden Ruhe am Ankerplatz ziehen wir wieder los, um die schöne Umgebung zu erkunden. Eine Wandergruppe schnallt sich Steigeisen unter die Stiefel und zieht den Renardbreen hoch, während die Freunde der Tundra eine kleine Tour entlang der Küste und ins grüne, flache Land machen, abgerundet mit einer kleinen Zodiacfahrt in die Lagune des Recherchebreen, wo Eisberge in der Gezeitenströmung treiben.

Nachmittags machen wir die letzten Meilen entlang der Westküste nach Norden, zum Isfjord. Bald schließt sich der Kreis.

Nach ein paar etwas holperigen Meilen legen wir in Barentsburg an. Ein gemütliches Bierchen im „Red Bear“ leitet unsere Ankunft in der Zivilisation angenehm ein, die ausführliche Runde durch den Ort kommt am Tag darauf. Da werden wir auch wieder von der Sonne begleitet.

Auf den letzten, sonnig-ruhigen Meilen nach Longyearbyen, an Colesbukta, Grumantbyen und Fuglefjella vorbei, holt Birgit bei mehreren kurzen Angelstops nicht weniger als 13 Fische aus dem Isfjord. Etwas größer hätten sie sein können …

Galerie – Recherchefjord, Barentsburg, Longyearbyen – 20./21. August 2019

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Dann legen wir in Longyearbyen an. Eine unvergessliche Reise mit vielen Höhepunkten geht nach über 1400 Seemeilen zu Ende, abgerundet noch durch eine kleine historische Stadtführung und einen gemütlichen Abend an Bord.

Vielen Dank für die schöne Zeit an alle, die dabei waren!

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News-Auflistung generiert am 15. September 2019 um 18:49:16 Uhr (GMT+1)
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