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Monats-Archiv: Dezember 2018 − News & Stories


Neu: Spitzbergen-Becher

In der Abteilung „Spitzbergen-Kunsthandwerk“ tut sich was!

Rolf Stange und Claus Wöckener haben sich 1997 auf Spitzbergen kennengelernt. Auch der gelernte Töpfer Claus Wöckener ist Spitzbergen bis heute verbunden, hat „sein Spitzbergen“ in gemäßigten Breiten aber auch in seiner eigenen Keramikwerkstatt „Woeckworx“ in Hitzacker an der Elbe (Niedersachsen), bekannt durch die Erfindung der originalen Fahrradvase.

Rolf Stange, Claus Wöckener, Spitzbergen

Rolf Stange und Claus Wöckener in Spitzbergen. Nicht 1997.

Nach Ewigkeiten des Rumträumens und Überlegens, wie man die Schönheit der Arktis und der Keramik miteinander verbindet, haben wir 2018 endlich ein erstes Projekt in die Welt gebracht. 20 Becher, in der Gestaltung und Farbgebung von Spitzbergen inspiriert, sind bei Claus in der Werkstatt entstanden und mit Rolf mehrfach um Spitzbergen gereist. Jeder Becher hat dabei einen Landgang mitgemacht, wurde in der Landschaft fotografiert und damit eine ideelle Bindung an einen schönen Ort im hohen Norden bekommen.

Spitzbergen Becher

Spitzbergen-Becher: 20 arktisch weitgereiste Unikate,
hier auf dem Solanderfjellet im Raudfjord.

Gestern (09. Dezember) ging für die Becher die lange Reise zu Ende, nun sind sie hier verfügbar, bereit, das letzte Stück der Reise hin zu ihren endgültigen (?) Besitzerinnen und Besitzern anzutreten. Von 20 existierenden Unikaten sind zur Zeit des Schreibens noch 13 verfügbar.

Bechergalerie

Klicken Sie auf die Bilder, um eine vergrößerte Darstellung des Bildes zu erhalten.

Übrigens kommt bald noch mehr in der Abteilung „Spitzbergen Kunsthandwerk“! Sowohl die in Longyearbyen bereits berühmten Frühstücksbrettchen von Alt i 3 (Wolfgang Zach) als auch die letztes Jahr erstmalig vorgestellten und sehr erfolgreichen Bilderrahmen aus Spitzbergen-Treibholz sind bald hier verfügbar. Die Bilderrahmen sehen etwas anders als als letztes Jahr und sind dieses Mal in 2 Größen verfügbar – Sie dürfen gespannt sein, bald folgt mehr Information an dieser Stelle.

Buch „Arktische Weihnachten“: signierte Exemplare in limitierter Anzahl

Im September 2017 erschien das Buch „Arktische Weihnachten“ von Rolf Stange (Idee, Text, Auswahl) und Norbert Wachter (Zeichnungen). Pünktlich zu Weihnachten 2018 haben wir nun 20 Exemplare, die beide Autoren signiert haben!

Buch: Arktische Weihnachten

Arktische Weihnachten: das Weihnachtsbuch von Rolf Stange und Norbert Wachter.
Passend zum Fest 2018 haben wir 20 Exemplare, die von beiden Autoren signiert wurden.

Das Buch „Arktische Weihnachten“ schildert das Weihnachtsfest im Dunkel der Polarnacht in hohen Breiten. Zu Wort kommen vor allem die Polarpioniere aus alter Zeit selbst mit Texten aus ihren Tagebüchern und Reiseschilderungen aus Spitzbergen, aber auch von Grönland, Jan Mayen, Franz Josef Land und der Bäreninsel. Bekannte Persönlichkeiten der Polargeschichte sind ebenso vertreten wie weitgehend unbekannte Jäger und Trapper.

Rolf Stange rückt sämtliche Kapitel mit einer Einleitung ins rechte historische Licht, und Norbert Wachter sorgt mit seinen schönen Zeichnungen für guten illustrativen Gehalt.

Arktische Weihnachten: Rolf Stange, Norbert Wachter

Die Macher hinter dem Buch „Arktische Weihnachten“: Rolf Stange und Norbert Wachter, ganz im Norden von Spitzbergen, auf der Phippsøya.

Das Buch „Arktische Weihnachten“ ist auf Amazon erhältlich und natürlich auch direkt beim Autor auf dieser Webseite. Signierte Exemplare gibt es nur hier auf spitzbergen.de! Bei Interesse einfach beim Bestellvorgang einen Vermerk („signiert“ o.ä.) im Kommentarfeld machen. Nur solange der Vorrat reicht!

Arktische Weihnachten: Weyprecht und Payer mit dem Tegethoff in Franz Josef Land

Weihnachten 1872: Weyprecht und Payer mit dem Tegethoff vor Franz Josef Land im Eis.

Longyearbyen: Bald der teuerste Hafen der Welt?

Ab 2019 müssen große Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Longyearbyen doppelt so viel Hafengebühr zahlen wie noch in diesem Jahr. Die Preiserhöhung sei ein Werkzeug, um den Massentourismus zu regulieren und gleichzeitig höhere Einnahmen zu generieren, hat vor wenigen Tagen Longyearbyens Hafenmeister Kjetil Bråten verkündet. Er wünscht sich sogar, dass Longyearbyen aufgrund seiner besonderen Lage und der damit verbundenen außergewöhnlichen Betriebskosten „der teuerste Hafen der Welt“ werde. Der Schiffstourismus nach Spitzbergen nimmt zu: 2016 gingen 75.000 Touristen von Kreuzfahrtschiffen in Longyearbyen an Land, 2010 waren es noch 15.000.

Der Preis für einen Liegeplatz im Hafen von Longyearbyen wird sich in Zukunft an der Größe der Schiffe bemessen. Schiffe mit über 100.000 Bruttoregistertonnen müssen doppelt so viel bezahlen, nämlich 1,68 NOK (rund 17 Cent) statt bisher 0,84 NOK pro Tonne. Zusätzlich wird vom Hafen eine Gebühr von 25 NOK (ca. 2,60 Euro) pro Passagier erhoben statt bisher 23 NOK.

Antigua vs Kreuzfahrtschiff

Große Schiffe, kleine Schiffe: Antigua vs. Kreuzfahrtdampfer

Das betrifft zum Beispiel das Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa, das seine 3500 Passagiere laut eigener Homepage mit von „Swarovski Kristallen besetzten Treppenaufgängen“ erfreut. Die MSC Preziosa hat sich für 2019 in Longyearbyen angekündigt und wird dann insgesamt 940.000 NOK (rund 96.000 Euro) mehr bezahlen müssen als 2018.

Auch kleinere Boote sind von den höheren Gebühren betroffen. Da sich die Gebühr nach der Größe der Boote richtet, ist der Preisanstieg aber für die großen Kreuzfahrtschiffe am höchsten. Außerdem sollen Schiffe bevorzugt werden, deren Passagiere auf Landgängen möglichst die lokale Wirtschaft ankurbeln.

Hafenmeister Kjetil Bråten geht aber davon aus, dass die großen Luxusschiffe sich von den höheren Gebühren nicht unbedingt abschrecken lassen. Das ist auch nicht das vorrangige Ziel. Es gehe vielmehr darum, eine Balance zu finden zwischen der Regulierung des Massentourismus und den notwendigen Einnahmen zum Ausbau der Hafeninfrastruktur und der Förderung der lokalen Wirtschaft.

Wer weiß, vielleicht kratzt man auf der MSC Preziosa ja in Zukunft ein paar Diamanten vom Treppengeländer, um die Hafengebühr in Longyearbyen zahlen zu können …

Interessant dazu am Rande: Nach eine Umfrage der Zeitung Svalbardposten unter 739 Leserinnen und Lesern stimmen immerhin 60 Prozent der Aussage zu, dass gar keine Kreuzfahrtschiffe mehr Longyearbyen besuchen sollten.

Quelle: Svalbardposten

Wohngebiete in Longyearbyen wegen Lawinengefahr evakuiert

Es ist schon beinahe eine schmerzliche Tradition: die Räumung von Wohnhäusern in ganzen Straßenzügen in Longyearbyen in Zeiten von Lawinengefährdung. Die für zwei Menschen tödliche Lawine vom Dezember 2015 brachte die weiße Gefahr, die nicht nur unterwegs auf Tour, sondern auch in Teilen von Longyearbyen droht, auf tragische Art wieder ins öffentliche Bewusstsein zurück. Im Februar 2017 wurden bei einer Lawine ebenfalls Wohnhäuser stark beschädigt; nur mit Glück kamen keine Personen zu Schaden.

Seitdem werden teilsweise drastische Maßnahmen ergriffen, um weitere Unglücke zu verhindern. Mittlerweile wurden am Hang des Sukkertoppen Lawinenschutzvorrichtungen gebaut. Die zerstörten Wohnhäuser wurden nicht wieder aufgebaut, im Gegenteil werden gefährdete Bereiche seitdem großzügig präventiv evakuiert. Je nach Gefährdung werden manche Häuser nur bei akutem Lawinenrisiko geräumt, während andere Bereiche den ganzen Winter über gesperrt werden.

Am vergangenen Donnerstag (29.11.) hat der Sysselmannen nun erstmalig für diesen Winter wieder Evakuierungen wegen Lawinengefahr verhängt, nachdem die Wetterfrösche kräftigen Schneefall versprochen hatten und die zuständige Behörde NVE (Norges vassdrags- og energidirektorat, norwegische Behörde für Gewässer und Energie) auf varsom.no vor hoher Lawinengefahr im Nordenskiöld Land (Longyearbyens weiter Umgebung) gewarnt hatte.

Longyearbyen Lawine Evakuierungskarte

Evakuierungskarte von Dezember 2017. Die kürzlich geräumten Bereich liegen ebenfalls in diesem Gebiet.

Nach einer neuen Gefahreneinschätzung durch NVE sind die Evakuierungen teilweise bereits wieder aufgehoben worden. Besonders gefährdete Häuser in den Wegen 222 und 226 werden aber von nun an über den gesamten Winter gesperrt bleiben. Genaue Informationen zu den betroffenen Adressen gibt es beim Sysselmannen.

Es liegt bei den Bewohnern, sich selbst um eine neue Unterkunft zu bemühen – nicht unbedingt leicht angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt in Longyearbyen.

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News-Auflistung generiert am 10. Dezember 2018 um 13:17:48 Uhr (GMT+1)
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