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Jahres-Archiv: 2021 − Reiseblog


Bellsund & Isfjord

Nun sind wir schon wie­der in Lon­gye­ar­by­en zurück, eini­ge sogar bereits wie­der zu Hau­se oder kurz davor. Ges­tern um die­se Zeit war die­se Rei­se bereits Geschich­te. Unglaub­lich, wie schell 18 Tage vor­bei gehen kön­nen. Eine lan­ge, inten­si­ve Zeit!

Die Fahrt war in so vie­ler Hin­sicht etwas Beson­de­res. Nicht nur, weil es seit fast 2 Jah­ren das ers­te Mal war, dass wir wie­der „Spitz­ber­gen unter Segeln“ erle­ben durf­ten (nun ist die Arc­ti­ca II nicht gera­de ein auf Segel­sport opti­mier­tes Boot, aber wir sind tat­säch­lich auch ein paar Mei­len wirk­lich gese­gelt, sie­he Gale­rie unten 🙂 )

Es war auch wirk­lich – ja, ganz wirk­lich! – eine beson­ders schö­ne Rei­se. Sehr erleb­nis­reich im posi­ti­ven Sin­ne. Dazu haben die vie­len schö­nen Land­gän­ge, das Wet­ter und natür­lich auch die Tie­re bei­getra­gen, die sich gezeigt haben, wo es oft uner­war­tet, aber gut war, und das auf teil­wei­se höchs­tem Niveau.

Aber auch die Men­schen, die dabei waren, haben dazu bei­getra­gen, dass es von der ers­ten Mei­le bis zur letz­ten Freu­de gemacht hat. Ganz herz­li­chen Dank an Euch alle sowohl für die stets tat­kräf­ti­ge Mit­hil­fe, nie nur Pflicht, immer auch Kür (man den­ke an die gute Ver­sor­gung mit abwechs­lungs­rei­chen Eier­spei­sen zum Früh­stück!). Expli­zit und ganz herz­lich bedan­ken möch­te ich mich bei Hel­ga Rüt­ten, die als Gui­de dabei war, und natür­lich last but ganz sicher nicht least bei Skip­per Hein­rich Eggen­fell­ner, dem Eig­ner der Arc­ti­ca II, der uns gut und sicher durch die­se aben­teu­er­li­chen Mei­len gesteu­ert hat!

Hier sind nun noch ein paar Ein­drü­cke der letz­ten Tage. Im Bellsund hat Spitz­ber­gen sich noch ein­mal von einer eher grau-win­di­gen Sei­te gezeigt. Schön war’s trotz­dem, und wir haben auch tat­säch­lich ein paar Mei­len ohne Maschi­ne gemacht 🙂

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Im Isfjord haben wir die Rei­se abge­run­det. Eine der rus­si­schen Sied­lun­gen wie Bar­ents­burg soll­te man gese­hen haben, um einen halb­wegs voll­stän­di­gen Ein­druck von Spitz­ber­gen zu bekom­men, und am Kapp Lai­la haben wir uns für die­ses Mal von Spitz­ber­gens schö­ner Natur ver­ab­schie­det.

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Bellsund – 23. & 24. August 2021

Bellsund – 23. & 24. August 2021 Wir hat­ten schon fast ver­ges­sen, dass es in Spitz­ber­gen auch win­dig sein kann! Fleur de Lys­ham­na bot genug Schutz für Land­gang und Wan­de­rung, aber spä­ter konn­ten die Stie­fel trock­nen und dafür kamen die Segel zum Ein­satz. Ein kur­zer Gang über eine klei­ne Insel run­de­te die­sen Tag ab.

Am nächs­ten Tag folg­te eine Berg­tour, die wegen der unko­ope­ra­ti­ven Wol­ken­de­cke aller­dings unter ihrem Poten­zi­al für gute Aus­bli­cke blieb. Trotz­dem war’s schön. Und der Eis­bär, der es sich zwi­schen­durch an der Lan­de­stel­le bequem gemacht hat­te, ver­zog sich recht­zei­tig wie­der und ließ sogar die Gum­mi­stie­fel heil, die wir dort lie­gen gelas­sen hat­ten. Sehr freund­lich!

Horn­sund – 22. August 2021

Eine schö­ne Wan­de­rung über die Halb­in­sel Tres­ke­len mit Pan­ora­ma-Höhen­weg brach­te herr­li­che Aus­bli­cke über den gesam­ten Horn­sund, und eine klei­ne Kreuz­fahrt in die Bur­ger­buk­ta reich­lich Eis­ber­ge.

Güns­ti­ges Wet­ter erlaub­te spä­ter noch einen wei­te­ren Land­gang von Sel­ten­heits­wert, näm­lich auf den Dun­øya­ne an der West­küs­te.

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Süd­kap – 21. August 2021

Das Süd­kap ist immer eine span­nen­de Sache. Es ist nun nicht das Kap Hoorn, aber den­noch eine Wet­ter­ecke. Seit Tagen hat­ten wir den Wet­ter­be­richt im Auge behal­ten, um einen guten Zeit­punkt für die Pas­sa­ge abzu­pas­sen. Heu­te war es soweit.

Der ste­ti­ge Blick auf die Vor­her­sa­gen soll­te sich aus­zah­len: Bei völ­lig stil­lem Was­ser und sogar bei Son­ne pas­sier­ten wir das oft so unan­ge­neh­me Kap mit­tels einer Abkür­zung zwi­schen den Inseln anstatt außen um die Sør­kap­pøya her­um­zu­fah­ren, was uns vie­le Mei­len erspar­te, und nicht nur das – ein Land­gang auf der Tokros­søya erwies sich als pro­blem­los mach­bar. Was für eine wun­der­ba­re Welt, was für ein wun­der­ba­rer Ort!

Eini­ge Stun­den spä­ter waren wir im Horn­sund, noch früh genug für einen klei­nen Abend­spa­zier­gang in Gås­ham­na.

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Straum­s­land & Bar­entsøya – 20. August 2021

Das Straum­s­land ist und bleibt eine der mir liebs­ten Ecken Spitz­ber­gens. Für einen guten Teil des Tages haben wir uns über die schö­ne, weit­läu­fi­ge Land­schaft mit ihren Ufer­fel­sen, Sun­den und Ber­gen gefreut. Auch die Tier­welt trug das Ihre zu einem viel­fäl­ti­gen Erleb­nis bei, ein­schließ­lich ins­ge­samt drei­er Eis­bä­ren, die zwi­schen den Hügeln Pau­se mach­ten, ohne sich aber irgend­wie für uns zu inter­es­sie­ren.

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Auch auf der Bar­entsøya hat­ten wir spä­ter noch die Gele­gen­heit für einen klei­nen Aus­flug, und dann war es Zeit, Kurs auf das Süd­kap zu set­zen.

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Hin­lo­pen (2) – 19. August 2021

Und noch ein voll­ge­pack­ter, lan­ger, wun­der­ba­rer Tag in der Hin­lo­pen­stra­ße. Qua­si zum Früh­stück erst mal 4 Eis­bä­ren (oder waren es 5?), die auch gera­de früh­stück­ten, wohl schon eine gan­ze Wei­le.

Eine Berg­tour im Lomfjord brach­te gran­dio­se Bli­cke über eine gran­dio­se Land­schaft. Und ein pas­sen­des Maß an Bewe­gung.

Und ein letz­ter Abste­cher zum Nord­aus­t­land brach­te über 100 Wal­ros­se, die ordent­lich mit sich selbst beschäf­tigt waren.

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Hin­lo­pen (1) – 18. August 2021

Die Hin­lo­pen­stra­ße, die­ser magi­sche Ort … jeden­falls bei gutem Wet­ter, es kann ja auch ziem­lich unge­müt­lich sein hier. Wie über­all in der Ark­tis. Aber das Wet­ter ist gut, bes­ser hät­te es kaum sein kön­nen. Wo fängt man an, wo hört man auf … man muss es selbst erlebt haben. So viel kann und will ich hier gar nicht schrei­ben. Die mond­land­schafts­ar­ti­ge Polar­wüs­te auf dem Nord­aus­t­land, Wale, eine abend­li­che klei­ne Glet­scher­tour auf Ves­t­fon­na … und das war alles ja nur ein Tag! Mehr dem­nächst auf die­sem Kanal, blei­ben Sie dran.

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Lågøya – 17. August 2021

Es wird Zeit, Rich­tung Hin­lo­pen­stra­ße zu kom­men. Hein­richs Erfah­rung in die­sen Gewäs­sern und die klei­ne, wen­di­ge Arc­ti­ca II ermög­li­chen uns die Pas­sa­ge des Lady Fran­klin­fjord und des Fran­klin­sun­des.

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Die Chan­ce auf eine Lan­dung auf der Lågøya las­sen wir uns nicht ent­ge­hen, mit einem Besuch der alten Trap­per­hüt­te in der Moll­buk­ta (Nr. 11 in »Sval­bardhyt­ter«) und einer Sich­tung der sel­te­nen Schwal­ben­mö­we.

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Nord­aus­t­land – 16. August 2021

Ein Aus­flug in Spitz­ber­gens dunk­le Ver­gan­gen­heit: die berühm­te Hau­de­gen­sta­ti­on aus dem zwei­ten Welt­krieg.

Spä­ter ein völ­lig uner­war­te­ter Aus­flug in höchs­te Höhen des ark­ti­schen Him­mels: auf einer win­zi­gen Insel im Nor­den des Nord­aus­t­lands teilt mehr als ein Dut­zend Eis­bä­ren sich die Res­te eines Wal­ka­da­vers. Ein Spek­ta­kel, das zu beschrei­ben mir die Wor­te feh­len.

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Nor­dens­kiöld­buk­ta – 16. August 2021

Ein Abend irgend­wo in der Nor­dens­kiöld­buk­ta, auf der Nord­sei­te des Nord­aus­t­lan­des. Ein spä­ter Land­gang in einer Fluss­mün­dung, um die Frisch­was­ser­vor­rä­te auf­zu­sto­cken (die Arc­ti­ca II hat einen Was­ser­ma­cher, der aber der­zeit nicht so funk­tio­niert, wie er soll. Kein Pro­blem, wir fin­den genug Was­ser irgend­wo unter­wegs).

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Treib­eis unter der Mit­ter­nachts­son­ne.

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Nord­aus­t­land

Ein Aus­flug in Spitz­ber­gens dunk­le Ver­gan­gen­heit: die berühm­te Hau­de­gen­sta­ti­on aus dem zwei­ten Welt­krieg.

Haudegen

Spä­ter ein völ­lig uner­war­te­ter Aus­flug in höchs­te Höhen des ark­ti­schen Him­mels: auf einer win­zi­gen Insel im Nor­den des Nord­aus­t­lands teilt mehr als ein Dut­zend Eis­bä­ren sich die Res­te eines Wal­ka­da­vers. Ein Spek­ta­kel, das zu beschrei­ben mir die Wor­te feh­len.

Nordaustland Eisbären
Nordaustland Eisbären

Nord­kapp und zum Eis – 15. August 2021

Wenn vom Nord­kap die Rede ist, den­ken die meis­ten an die nörd­lichs­te Spit­ze Nor­we­gens, die bei­spiels­wei­se mit Hur­tig­ru­ten, dem Bus oder dem eige­nen Wohn­mo­bil erreich­bar ist. Auch Spitz­ber­gen hat aller­dings in Nord­kap, 1055 Kilo­me­ter vom nor­we­gi­schen Nord­kap ent­fernt, und zwar nach Nor­den. Auch Sval­bards Nord­kapp liegt auf einer klei­nen Insel, auch Sval­bards Nord­kapp ist nicht das nörd­lichs­te Stück­chen Land in der Umge­bung.

Dort oben zu ste­hen, neben zwei alten Stein­män­nern, die noch auf Nor­dens­kiöld oder die Grad­mes­sungs­ex­pe­di­ti­on zurück­ge­hen moch­ten, im Schnee­trei­ben, das zwi­schen­durch den Blick auf die Sjuøya­ne frei­gibt – das ist schon ein schö­nes, ech­tes Stück Ark­tis.

Wie auch der Eis­bär, der etwas spä­ter vor uns über eine Eis­schol­le spa­zier­te, mit den Sjuøya­ne als Kulis­se im Hin­ter­grund.

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Mos­sel­buk­ta – 14. August 2021

Den Schlag­lö­chern in der Was­ser­stra­ße hat­ten wir es zu ver­dan­ken, dass wir ges­tern noch die Mos­sel­buk­ta ansteu­er­ten, nach­dem wir eigent­lich schon Kurs auf Ver­le­gen­hu­ken und Nord­aus­t­land gesetzt hat­ten.

In die­ser weit­läu­fi­gen Lagu­nen­land­schaft hat­te sich 1872-73 schon Nor­dens­kiöld sein Haupt­quar­tier Pol­hem gebaut, wovon man noch Spu­ren fin­det, und 1912 ver­such­ten die Leu­te von Schrö­der-Stranz, durch die Mos­sel­buk­ta vom Sorgfjord nach Lon­gye­ar­by­en zu flie­hen, wovon ich ger­ne noch Spu­ren fin­den wür­de. Die fan­den wir nicht, aber dafür Spu­ren einer alten Pomo­ren­hüt­te, sehr viel Treib­holz und lei­der auch viel Plas­tik­müll, wie lei­der so oft.

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Abseits des so deko­rier­ten Ufers erstreckt sich dafür eine wei­te, schö­ne, polar­wüs­ten­haf­te Land­schaft.

Nun haben wir Ver­le­gen­hu­ken umrun­det und Kurs auf das Nord­aus­t­land. Wir sind sehr gespannt, was die nächs­ten Tage so brin­gen wer­den.

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Reins­dyr­flya – 13. August 2021

Wet­ter­mä­ßig ist der Tag der Vor­her­sa­ge und dem schlech­ten Ruf des Datums ent­spre­chend. Immer­hin sit­zen wir dank der gest­ri­gen Fahrt nun öst­lich des unge­müt­lichs­ten Gebiets. Hier im Lief­defjord, vor der Reins­dyr­flya, ist es zwar grau, feucht und kalt, aber immer­hin ruhig, so dass ein Land­gang bei Vil­la Oxford (eine ech­te Nøis-Hüt­te, Bau­jahr 1924) und eine anschlie­ßen­de Wan­de­rung über das „Ren­tier­land“ kein Pro­blem sind.

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Spä­ter bringt ein wei­te­rer, kür­ze­rer Land­gang ein paar Ein­drü­cke aus den fins­te­ren Zei­ten des zwei­ten Welt­krie­ges, der auch an Spitz­ber­gen nicht spur­los vor­bei­ging. Auf der Reins­dyr­flya, im Sørda­len, lag die Kriegs­wet­ter­sta­ti­on „Kreuz­rit­ter“, von der man noch ein paar Res­te sieht. Auch das Grab des Sta­ti­ons­chefs, der sich kurz vor Abho­lung ver­se­hent­lich selbst in die Luft spreng­te, liegt noch auf einem Hügel.

Schmarotzerraubmöwe Reinsdyrflya
Kriegswetterstation Kreuzritter

Mag­da­le­n­efjord – 12. August 2021

Die Wol­ken hoch, der Him­mel weit … und die Land­schaft schön im Maga­le­n­efjord, so still und klar.

Die Suche nach Krab­ben­tau­chern brach­te zunächst ein­mal vor allem Eis­füch­se. Aber wie! Nicht weni­ger als sechs waren es, dar­un­ter drei Blau­füch­se! Hem­mungs­los neu­gie­rig waren sie, fast schon unver­schämt. Schließ­lich muss­ten wir die Ret­tungs­wes­ten vor ihnen in Sicher­heit brin­gen.

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Die Krab­ben­tau­cher kamen dann auch noch.

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Und das Wet­ter kam schließ­lich eben­falls noch, der Nord­wes­ten Spitz­ber­gens wird sei­nem ungu­ten Ruf, eine Wet­ter­ecke zu sein, mal wie­der gerecht. Bevor der ange­kün­dig­te Wind sich hier so rich­tig fest­setzt, damp­fen wir lie­ber wei­ter nach Osten.

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News-Auflistung generiert am 25. Mai 2022 um 00:54:19 Uhr (GMT+1)
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