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Jahres-Archiv: 2017 − Nachrichten


Spitzbergen.de Jah­res­rück­blick 2017: Febru­ar, März – Ant­ark­tis

Nach­dem das gro­ße Buch­pro­jekt mit dem nor­we­gi­schen Spitz­ber­gen-Rei­se­füh­rer Sval­bard – Nor­ge nær­mest Nord­po­len also end­lich und erfolg­reich abge­schlos­sen war, war es Zeit für fri­sche Luft. Die bekam ich dann, und zwar reich­lich. Im Febru­ar und März folg­te eine ech­te Welt­rei­se, mit der „Ant­ark­ti­schen Odys­sey“ als Herz­stück, der gro­ßen Ant­ark­tis-Halbum­run­dung. Von Neu­see­land zur Camp­bell-Insel und ins ant­ark­ti­sche Ross­meer, und von dort aus via Peter I Island zur Ant­ark­ti­schen Halb­in­sel und letzt­lich nach Ushua­ia. Eine wah­re Odys­sey.

Der Höhe­punkt die­ser Fahrt? Schwer zu sagen. Es gab eini­ge. Schon die Dimen­si­on die­ser Rei­se, etli­che tau­send See­mei­len in mehr als 30 Tagen, ist erschla­gend genug. Fahrt­lei­ter auf der Ort­eli­us zu sein, hat es natür­lich auch nicht lang­wei­li­ger gemacht. Sonst sind „mei­ne“ Schif­fe ja doch deut­lich klei­ner, und sie haben nor­ma­ler­wei­se auch nicht drei Hub­schrau­ber dabei.

Wenn ich über­le­ge, wel­cher Ein­druck von die­ser Fahrt mir heu­te noch am meis­ten bedeu­tet, dann kommt mir schnell Camp­bell Island vor das inne­re Auge. Die­se Insel, eine der sub­ant­ark­ti­schen Inseln von Neu­see­land, stand ja ganz hoch oben bei mir auf dem per­sön­li­chen Wunsch­zet­tel, weil es dort 2 Jah­re frü­her nicht geklappt hat­te wegen viel zu viel Wind. Die­ses Mal hat­ten wir genau das Glück, das man an so einem Ort auch braucht.

Albatrosse, Campbell Island

Alba­tros­se auf Camp­bell Island.

Der Aus­flug („Flug“ ist dabei wört­lich gemeint) ins Tay­lor Val­ley (Dry Val­leys) oder zur McMur­do Base, wo wir unse­ren Auf­ent­halt bei­na­he unfrei­wil­lig ver­län­gert hät­ten … ganz klar, unver­gess­li­che Ein­drü­cke. Über­haupt ist die Vogel­per­spek­ti­ve auf die Ant­ark­tis-Land­schaft natür­lich unge­heu­er beein­dru­ckend.

Waterboat Point, Antarktis

Water­boat Point (Ant­ark­ti­sche Halb­in­sel) aus der Luft.

Aber letzt­lich sind es doch die unge­fil­ter­ten Begeg­nun­gen mit Tie­ren und Land­schaft, die berüh­ren und blei­ben. Die Alba­tros­se auf Camp­bell Island, die Kai­ser­pin­gui­ne im Ross­meer, die Buckel­wa­le und Pin­gui­ne bei der Ant­ark­ti­schen Halb­in­sel, um nur ein paar zu nen­nen.

Kaiserpinguin und Adeliepinguin, Rossmeer, Antarktis

Kai­ser­pin­gu­in und Ade­lie­pin­gu­in am Cape Hal­let im Ross­meer.

Spitzbergen.de Jah­res­rück­blick 2017: Janu­ar, Febru­ar

Es ist ja immer wie­der furcht­erre­gend, wie schnell die Zeit ver­streicht. Schon wie­der ist ein Jahr bei­na­he ver­gan­gen! Erleb­nis- und ereig­nis­reich war es. Was haben die­se 12 Mona­te für Spitz­ber­gen, für Spitzbergen.de und für mich gebracht? Das Jahr 2017 im Rück­blick in meh­re­ren klei­nen Bei­trä­gen über die nächs­ten Tage hin­weg.

Der Janu­ar ist natür­lich Polar­nacht im Nor­den. Eine gute Zeit für Schreib­tisch-Expe­di­tio­nen. Was natür­lich wenig spek­ta­ku­lär aus­sieht. Ark­tis-Bücher schrei­ben ist natür­lich grund­sätz­lich eine span­nen­de Ange­le­gen­heit, aber in der Pra­xis ver­bringt man die Zeit eben weit­ge­hend am Rech­ner. Recher­chie­ren, schrei­ben, Bil­der her­aus­su­chen und bear­bei­ten, Zeich­nun­gen erstel­len.

Im Janu­ar 2017 beweg­te sich mein größ­tes Pro­jekt seit lan­gem auf den Abschluss hin – es war nicht lang­wei­lig, das kann ich wohl sagen! Nach­dem ich lan­ge davon geträumt hat­te, hat­te ich mich vor mehr als einem Jahr, im Herbst 2015, end­lich getraut und das gro­ße Pro­jekt begon­nen: die nor­we­gi­sche Über­set­zung mei­nes Spitz­ber­gen-Buches. Über ein Jahr inten­si­ver Arbeit bei jeder ver­füg­ba­ren Gele­gen­heit und dazu eine Rei­he guter Geis­ter, nor­we­gi­sche Mut­ter­sprach­ler, die mir beim Über­set­zen und Kor­rek­tur­le­sen hal­fen. Mir wird noch jetzt, fast ein Jahr spä­ter, bei­na­he schwind­lig, wenn ich an die­se inten­si­ve Zeit zurück­den­ke. Ich will nicht in die Details die­ser Arbeit ein­stei­gen, so span­nend ist das im Rück­blick wohl nicht, aber es war … inten­siv und in vie­ler­lei Hin­sicht mein größ­tes Pro­jekt, auf jeden Fall seit dem ers­ten Erschei­nen der deut­schen „Ur-Auf­la­ge“ 2007 (erin­nert sich noch jemand an das kilo­schwe­re Buch, gedruckt auf viel zu schwe­rem Glanz­pa­pier?), das kann ich wohl sagen. Neben­bei fand Anfang Febru­ar ja auch noch eine klei­ne Vor­trags­rei­se mit vier Ter­mi­nen „Spitz­ber­gen: Nor­we­gens ark­ti­scher Nor­den“ statt, wäh­rend Lon­gye­ar­by­en davon auf Trab gehal­ten wur­de, dass sich Eis­bä­ren in der Umge­bung vor­über­ge­hend häus­lich ein­ge­rich­tet hat­ten. Eine gan­ze Eis­bä­ren­fa­mi­lie, Mut­ter mit zwei klei­nen Bär­chen, spa­zier­te sogar durch den Weg 238 (das Wohn­ge­biet am Advent­da­len, unters­te Stra­ße – da haben auch wir in Lon­gye­ar­by­en unse­re klei­ne, fei­ne Woh­nung).

Bevor es also im Febru­ar in die Ant­ark­tis gehen wür­de, soll­te das nor­we­gi­sche Buch in den Druck, und das gelang auch tat­säch­lich. Hal­le­lu­ja!

Svalbard guidebok

Mein Ark­tis-Aben­teu­er zu Beginn 2017: Sval­bard – Nor­ge nær­mest Nord­po­len.

Fro­he Weih­nach­ten! Und ein klei­nes Geschenk für alle: Spitz­ber­gen-Pan­ora­men end­lich schön über­sicht­lich zugäng­lich

Fro­he Weih­nach­ten!

Und, ja, es gibt ein klei­nes Geschenk von mir für alle Spitz­ber­gen-inter­es­sier­ten Men­schen. Lei­der ist Spitz­ber­gen für die meis­ten ja nur gele­gent­lich zugäng­lich und für vie­le auch über­haupt nicht. Die Zeit und das Geld für eine Rei­se in den höchs­ten Nor­den muss man eben erst mal auf­brin­gen.

Aber man kann auch in den Nor­den Rei­sen, ohne dass es Zeit und Geld kos­tet. Ohne dass man dabei Gefahr läuft, kalt oder see­krank zu wer­den.

Die Pan­ora­ma-Samm­lung auf spitzbergen.de wird schon seit Jah­ren (seit 2013, genau genom­men) ent­wi­ckelt und erwei­tert. Bis­lang lei­der in recht unüber­schau­ba­ren Struk­tu­ren. Wer konn­te damals schon abse­hen, wie weit die­se Samm­lung ein­mal wach­sen wür­de?

Nun ist die Spitz­ber­gen-Pan­ora­ma-Samm­lung schön über­sicht­lich auf einer Kar­te zusam­men­ge­fasst, in die man ein­fach hin­ein­zoo­men kann. So hat man im Über­blick, wo es über­all Pan­ora­men gibt, und die ein­zel­nen Rund­um­bli­cke sind gleich­zei­tig direkt zugäng­lich, ohne sich durch meh­re­re Sei­ten zu kli­cken.

Die Spitz­ber­gen-Pan­ora­men: jetzt schön über­sicht­lich auf einer Kar­te.

Spitzbergen Weihnachtskarte 2017

So ent­steht nun also nicht weni­ger als ein digi­ta­les Muse­um für ganz Spitz­ber­gen, das jeder­zeit für alle frei zugäng­lich sein soll!

Natür­lich kann man auch nach alpha­be­tisch sor­tier­ten Orts­na­men in der Lis­te unter der Kar­te suchen, wenn man sich an einen Namen erin­nert, aber nicht dar­an, wo der schö­ne Ort auf der Kar­te wohl lie­gen mag. Es sind bekann­te Klas­si­ker und wenig bekann­te Stel­le abseits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de dabei. Viel Spaß! Wenn Sie also wäh­rend der Fei­er­ta­ge mal etwas vir­tu­ell-fri­sche Arkt­is­luft brau­chen – hier geht die Rei­se los! 🙂

Natür­lich wird die­se Samm­lung auch wei­ter­hin kräf­tig wach­sen. Es liegt noch viel unbe­ar­bei­te­tes Roh­ma­te­ri­al im digi­ta­len Kel­ler …

Die eng­li­sche Ver­si­on wird bald fol­gen und ana­log zur deut­schen Pan­ora­ma-Kar­te struk­tu­riert sein.

Pünkt­lich zum Jah­res­tag der 2015 Lawi­ne: Schlecht­wet­ter, wei­te­re Eva­ku­ie­run­gen

Aktua­li­sie­rung 20.12.: Nach Beru­hi­gung der Wet­ter­la­ge und Kon­trol­le lawi­nen­ge­fähr­de­ter Hän­ge ober­halb der betrof­fe­nen Orts­tei­le haben die Behör­den die am Mon­tag ver­füg­ten Eva­ku­ie­run­gen wie­der auf­ge­ho­ben.
Die in der Woche zuvor ver­füg­ten Sper­run­gen der obers­ten Haus­rei­he im Orts­teil Lia bleibt bestehen (Ende Aktua­li­sie­rung).

Man könn­te sich schon fra­gen, was für ein böser Geist da sei­ne Fin­ger im Spiel hat­te: für den heu­ti­gen (19.12.) Jah­res­tag der Lawi­ne von 2015, die meh­re­re Häu­ser in Lon­gye­ar­by­en zer­stör­te und zwei Men­sche töd­lich traf, haben die nor­we­gi­schen Wet­ter­frö­sche eine Wet­ter­war­nung für Lon­gye­ar­by­en her­aus­ge­ge­ben. Bis zu 20 m/s Wind („stür­mi­scher Wind“ auf der Beau­fort­ska­la) aus süd­öst­li­cher Rich­tung wer­den gegen Abend erwar­tet. Nun ist Wind­stär­ke 8 im ark­ti­schen Win­ter eigent­lich nichts all­zu auf­se­hen­er­re­gend, aber die Wet­ter­la­ge erin­nert doch ver­däch­tig an die Wit­te­rung, die 2015 zur tra­gi­schen Lawi­ne führ­te, die vom Suk­ker­top­pen abging. Dabei war es neben dem star­ken Ost­wind zu sehr viel Schnee­fall gekom­men. Ähn­li­ches wird auch für heu­te erwar­tet.

Für heu­te Abend ist in Lon­gye­ar­by­en eigent­lich eine klei­ne Ver­an­stal­tung geplant, um der bei­den Lawi­nen­op­fer von 2015 zu geden­ken. Wahr­schein­lich wird die Auf­merk­sam­keit aber vor allem auf das Hier und Jetzt gerich­tet sein. Bereits vor ein paar Tagen hat­te der Sys­sel­man­nen eini­ge Orts­tei­le von Lon­gye­ar­by­en wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt; dies geschah aller­dings aus all­ge­mei­nen Erwä­gun­gen her­aus, nicht basiert auf eine aktu­el­le Gefah­ren­la­ge etwa auf­grund der Wet­ter­vor­her­sa­ge. Die­se ers­te Maß­nah­me soll­te auch erst ab dem 22.12. gel­ten, trat auf­grund der ver­än­der­ten Gefahrene8 aber bereits ges­tern um 22.00 Uhr in Kraft.

Ges­tern (18.12.) hat nun der Sys­sel­man­nen auf­grund der aktu­el­len Wet­ter­vor­her­sa­ge wei­te­re Räu­mun­gen ver­fügt. Die­se betref­fen in Nyby­en die Gebäu­de auf der Ost­sei­te der Stra­ße und fast den gesam­ten Orts­teil Lia (v.a. die „Spiss­hus­e­ne“, also die bun­ten Häu­ser zwi­schen Rück­sei­te Sval­bard­bu­tik­ken und dem Berg Suk­ker­top­pen).

Die Sper­run­gen gel­ten bis auf Wei­te­res. Man­che der betrof­fe­nen Häu­ser wer­den wahr­schein­lich erst wie­der in Mona­ten zugäng­lich sein.

Sperrung Longyearbyen 2017 Lawinengefahr

Gro­ße Tei­le von Nyby­en und Lia in Lon­gye­ar­by­en sind seit ges­tern Abend wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt – kei­ner weiß, für wie lan­ge.

Alle Jah­re wie­der: Häu­ser in Lon­gye­ar­by­en prä­ven­tiv wegen Lawi­nen­ge­fahr eva­ku­iert

Bald ist es zwei Jah­re her, dass 11 Häu­ser in Lon­gye­ar­by­en von einer Lawi­ne getrof­fen und zer­stört wur­den. Die Lawi­ne kam vom Berg Suk­ker­top­pen auf der Ost­sei­te von Lon­gye­ar­by­en. Sie kos­te­te zwei Men­schen das Leben. Am genau­en Datum, dem 19.12. wird es in Lon­gye­ar­by­en eine klei­ne Gedenk­ze­re­mo­nie geben.

Das Lawi­nen­ge­biet in Lon­gye­ar­by­en im Dezem­ber 2015. Zwei Men­schen kamen ums Leben, 11 Häu­ser wur­den zer­stört. Eines davon wur­de 80 Meter weit bewegt. Foto © Sval­bard­pos­ten.

Longyearbyen Lawine

Seit­dem ist auf allen Ebe­nen sehr viel über die­ses tra­gi­sche Ereig­nis gere­det wor­den. Sicher­lich hat es auf öffent­li­cher Sei­te Ver­säum­nis­se gege­ben, aber eine juris­tisch durch­setz­ba­re Ver­ant­wor­tung staat­li­cher Stel­len soll es nicht gege­ben haben.

Min­des­tens so sehr beschäf­tigt die Men­schen, wie man künf­tig mit der Lawi­nen­ge­fahr umge­hen wird. In einem Lawi­nen­be­richt wur­de fest­ge­stellt, dass eine gan­ze Men­ge wei­te­rer Adres­sen in Lon­gye­ar­by­en lawi­nen­ge­fähr­det sind. Es wur­de ein Lawi­nen­warn­dienst ein­ge­rich­tet, der aber auch schon ein­mal spek­ta­ku­lär dane­ben­lag; nur mit Glück gab es dabei kei­ne tra­gi­schen Fol­gen. Nun hat man Schnee­hö­hen­mes­ser an den Hän­gen ein­ge­rich­tet, die auto­ma­tisch Daten über die Men­ge des sich ansam­meln­den Schnees über­tra­gen sol­len. Das ist eine wich­ti­ge Grö­ße für die Gefah­ren­ein­schät­zung, die sich gera­de in hef­ti­gen Schnell­wet­ter­la­gen schnell ändert, wenn es nicht mög­lich ist, dass Beob­ach­ter selbst vor Ort Mes­sun­gen durch­füh­ren. Gera­de in den rele­van­ten Wet­ter­la­gen soll die Qua­li­tät der Vor­her­sa­ge dadurch deut­lich erhöht wer­den.

Wei­ter­hin sind mecha­ni­sche Siche­run­gen an den betref­fen­den Hän­gen im Gespräch sowie die Auf­ga­be ein­zel­ner Orts­tei­le, deren Siche­rung nicht zuver­läs­sig mög­lich oder zu teu­er ist. Natür­lich ist die Finan­zie­rung auch ein The­ma, über das sich her­vor­ra­gend strei­ten lässt.

Es kos­tet hin­ge­gen zumin­dest die öffent­li­che Hand nichts, man­che Stra­ßen­zü­ge prä­ven­tiv zu eva­ku­ie­ren. Das ist seit zwei Jah­ren ein Ritu­al, das sich jeden Win­ter beob­ach­ten lässt. Ges­tern (14.12.) hat der Sys­sel­man­nen in Lon­gye­ar­by­en nun ange­ord­net, dass bestimm­te Adres­sen zum 22.12. ver­las­sen wer­den. Die Anord­nung gilt bis sie nach Ende der lawi­nen­ge­fähr­de­ten Sai­son auf­ge­ho­ben wird, also mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit bis weit ins Früh­jahr hin­ein.

Sperrung Longyearbyen 2017 Lawinengefahr

Die­se Gebie­te sind ab 22.12.2017 bis auf Wei­te­res wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt. Die voll­stän­di­ge Kar­te gibt es beim Sys­sel­man­nen.

Neu ist, dass dies nun ohne eine aktu­el­le Gefähr­dung etwa auf­grund einer in den Wet­ter­be­rich­ten ange­kün­dig­ten, gefähr­li­chen Wet­ter­la­ge geschieht. Grund­la­ge für den aktu­el­len Beschluss ist näm­lich gar kei­ne aktu­el­le Gefähr­dung wie in ent­spre­chen­den frü­he­ren Situa­tio­nen. Sys­sel­man­nen Kjers­tin Askholt begrün­det die Maß­nah­me so: „Das Ver­bot ist durch die Gefahr für Ein­zel­per­so­nen und für die öffent­li­che Sicher­heit begrün­det, denn das Gebiet ist beson­ders lawi­nen­ge­fähr­det. Die der­zei­ti­ge Pra­xis mit einem loka­len Lawi­nen­warn­sys­tem und even­tu­el­len Eva­ku­ie­run­gen auf­grund lawi­nen­fach­li­chen Rats schlie­ßen ein gro­ßes Rest­ri­si­ko und ent­spre­chen­de Unsi­cher­heit nicht aus, so dass die betrof­fe­nen Häu­ser im Win­ter nicht bewohnt wer­den kön­nen, solan­ge kei­ne Maß­nah­men zur Lawi­nen­si­che­rung der Gebäu­de rea­li­siert wor­den sind.“ (Sys­sel­man­nen, eige­ne Über­set­zung).

Betrof­fen sind aktu­ell bestimm­te Haus­num­mern in den Wegen 222 und 226, die direkt am Berg Suk­ker­top­pen lie­gen. Ande­re Orts­tei­le, etwa Nyby­en, sind von der aktu­el­len Sper­rung nicht betrof­fen. Die Maß­nah­men kön­nen aber jeder­zeit aus­ge­wei­tet wer­den, wenn die Behör­den dies für not­wen­dig hal­ten.

Die prä­ven­ti­ve Zwangs­räu­mung einer gan­zen Rei­he von Adres­sen über einen län­ge­ren Zeit­raum aus all­ge­mein­prä­ven­ti­ven Grün­den, ohne eine tat­säch­li­che, aktu­el­le Gefah­ren­la­ge, erscheint sehr dras­tisch, wenn man dage­gen abwiegt, dass eine Rei­he von Per­so­nen und Fami­li­en dadurch ihr Heim ver­liert. Es gibt bereits Leu­te, die zusätz­lich zur eige­nen Woh­nung im betrof­fe­nen Gebiet eine wei­te­re Woh­nung für den Fall der Fäl­le mie­ten, was natür­lich mit erheb­li­chen finan­zi­el­len Belas­tun­gen ver­bun­den ist und die Situa­ti­on auf dem ohne­hin ange­spann­ten Woh­nungs­markt in Lon­gye­ar­by­en auch nicht gera­de ent­spannt. Wer im lawi­nen­ge­fähr­der­ten Gebiet Wohn­ei­gen­tum hat, sitzt natür­lich auf einer der­zeit unver­käuf­li­chen Immo­bi­lie und hat damit ein Pro­blem.

Kein Ruh­mes­blatt für die Poli­tik, zwei Jah­re nach der Lawi­ne, die die­se Ent­wick­lung ange­sto­ßen hat.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Vor­trä­ge: Spitz­ber­gen – Nor­we­gens ark­ti­scher Nor­den

Unse­re klei­ne Vor­trags­rei­he „Spitz­ber­gen – Nor­we­gens ark­ti­scher Nor­den“ ist von Frei­tag bis Sonn­tag gelau­fen, und ich will hier allen dan­ken, die sich auf den Weg zu uns nach Erfurt, Fürth oder Kas­sel gemacht haben! Teil­wei­se hat­ten die Vor­trä­ge schon den Cha­rak­ter von Ehe­ma­li­gen­tref­fen diver­ser Ark­tis-Fahr­ten – wer ein­mal dabei war und vom Ark­tis-Virus gebis­sen wur­de, der kommt eben nicht wie­der davon los … so ist das, wer wüss­te dar­über bes­ser Bescheid als ich? Es ist schön, alte und neue Freun­de und Bekann­te zu tref­fen. Natür­lich wur­de die Gele­gen­heit genutzt, über Erleb­tes und Geplan­tes zu spre­chen, Fra­gen zu Pla­nung und Aus­rüs­tung los­zu­wer­den und über Tou­ren zu fach­sim­peln.

Spaß hat es gemacht, mit den Bil­dern und Schil­de­run­gen aus Spitz­ber­gen, von der Bären­in­sel und (unter­ge­ord­net) von den Lofo­ten – ein Auge auf den Bil­dern, ein Auge auf den Gesich­tern der Zuschau­er, und wenn ich dort Fas­zi­na­ti­on und Begeis­te­rung ent­de­cke, dann ist das die lan­ge Anfahrt wert.

Spitzbergen-Vortrag in Fürth

Start­klar für den Spitz­ber­gen-Vor­trag in Fürth.

Pas­send ark­tisch wur­de es dann, als wir am Sonn­tag unter­wegs waren nach Kas­sel. Der Schnee for­der­te sei­nen Tri­but in Form von Ver­spä­tung, und wir waren gespannt, ob über­haupt jemand durch Schnee und Eis nach Kas­sel gekom­men war, um sich Bil­der von Schnee und Eis anzu­se­hen.

Arktis auf der Autobahn

Da wäre man fast bes­ser mit dem Motor­schlit­ten ange­reist.

Tat­säch­lich hat­te sich dort eine klei­ne Schar ein­ge­fun­den, die von weit­her ange­reist war, aus Bonn und Mar­burg! So hat­ten wir auch dort im klei­nen Kreis mit nahe­zu fami­liä­rer Atmo­sphä­re einen schö­nen Nach­mit­tag mit Bil­dern aus dem hohen Nor­den.

Rolf Stan­ge, Spitz­ber­gen-Fah­rer, Refe­rent und Ver­fas­ser die­ser und sons­ti­ger Zei­len, sowie Uwe Maaß von der Geo­gra­phi­schen Rei­se­ge­sell­schaft (Ver­an­stal­ter der Vor­trä­ge und unse­rer Polar­fahr­ten) dan­ken Euch/Ihnen fürs Kom­men, und ganz beson­ders dan­ken wir unse­re Freun­den in Erfurt für die herz­li­che Auf­nah­me!

Heu­te ist nicht alle Tage, wir kom­men wie­der (auch zu neu­en Orten), kei­ne Fra­ge!

Und wie bei den Vor­trä­gen schon erwähnt: Wer es gar nicht mehr erwar­ten kann, span­nen­de Land­schaf­ten unter Segeln zu erle­ben, hät­te im März in Pata­go­ni­en auf der SY Anne-Mar­ga­re­tha noch die Mög­lich­keit, mit an Bord zu kom­men.

Der Brief­kas­ten des Weih­nachts­manns – 20. Novem­ber 2017

Wer seit Ende 2013 nach Lon­gye­ar­by­en gekom­men ist, ist kurz nach dem Orts­ein­gang an einem rie­si­gen, roten Brief­kas­ten vor­bei­ge­kom­men. Hier, am Weih­nachts­mann­brief­kas­ten, konn­te man Post für den Weih­nachts­mann ein­wer­fen.

Der Brief­kas­ten war eine Idee von Po Lin Lee aus Hon­kong, die sich in der Tat nicht nur aus der Fer­ne mit Geld, son­dern auch vor Ort mit viel per­sön­li­chem Ein­satz für ihr pos­ta­li­sches Pro­jekt ein­ge­bracht hat. Aller­dings war die Bau­ge­neh­mi­gung auf 2 Jah­re beschränkt. Im Dezem­ber 2015 soll­te der Brief­kas­ten wie­der abge­baut wer­den. Abriss oder eine neue Geneh­mi­gung waren die Optio­nen.

Der Briefkasten des Weihnachtsmanns - 20. November 2017 - Spitzbergen

Was kam, war ein jah­re­lan­ger Streit, der nun ein vor­läu­fi­ges Ende gefun­den hat. Der Brief­kas­ten stand wei­ter­hin fast 2 Jah­re lang am glei­chen Ort. Auf der einen Sei­te wur­den Mah­nun­gen geschrie­ben, auf der ande­ren Sei­te der büro­kra­ti­sche Pro­zess einer Bean­tra­gung einer neu­en Geneh­mi­gung ange­wor­fen, anschei­nend jedoch nicht kon­se­quent. Zu einer Befra­gung der Nach­barn, not­wen­dig für die Ver­ga­be einer dau­er­haf­ten Geneh­mi­gung, soll es jeden­falls nicht gekom­men sein. Büro­kra­ten und Anwäl­te taten, was sie eben tun. Sprach­bar­rie­ren schei­nen eine Rol­le gespielt zu haben.

Dann setz­te die Gemein­de­ver­wal­tung (Lon­gye­ar­by­en Lokals­ty­re) eine Frist: Am Mon­tag, 20. Novem­ber 2017, soll­te der Brief­kas­ten end­gül­tig ver­schwin­den. Der Auf­trag an eine loka­le Bau­fir­ma zum Abriss war bereits ver­ge­ben, die Rech­nung über 129000 Kro­nen (umge­rech­net sat­te 13300 Euro) soll­te an die Eig­ne­rin gehen.

Die beauf­trag­te ihrer­seits eine Fir­ma vom Fest­land damit, den Brief­kas­ten recht­zei­tig vor­her mög­lichst scho­nend abzu­bau­en, so dass der erneu­te Auf­bau andern­orts wei­ter­hin mög­lich blei­ben soll­te. Zuvor gab Po Lin Lee Besu­chern ein letz­tes Mal die Gele­gen­heit, den Brief­kas­ten zu besu­chen, wobei sich zeig­te, dass die Tür bereits fest zuge­schraubt wor­den war – ohne Wis­sen der Eig­ne­rin. Zudem fan­den sich Ein­bruch­spu­ren an der Tür, mög­li­cher­wei­se von der Bau­fir­ma, die im Auf­trag der Gemein­de bereits die Strom­zu­fuhr ent­fernt hat­te.

Gale­rie – Der Brief­kas­ten des Weih­nachts­manns – 20. Novem­ber 2017

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Unter­des­sen ging in loka­len Grup­pen in sozia­len Medi­en die Dis­kus­si­on vor sich. Man­che äußer­ten sich zufrie­den, dass die Demo­kra­tie gesiegt habe und dass der Kas­ten end­lich ent­fernt wer­de, ande­re drück­ten ihr Bedau­ern aus. Es gibt ver­schie­de­ne Auf­fas­sun­gen dazu, ob Lon­gye­ar­by­en sich Tou­ris­ten gegen­über als Weih­nachts­mann­stadt (San­ta Claus Town) prä­sen­tie­ren soll­te oder nicht. Tat­säch­lich besagt die loka­le Legen­de, dass der Weih­nachts­mann in der ehe­ma­li­gen Gru­be 2b, genannt Jule­n­is­se­gruve (Weih­nachts­mann­gru­be) ober­halb von Nyby­en wohnt. Dort brennt in der Weih­nachts­zeit Licht, und unter­halb der Gru­be steht ein (nor­mal dimen­sio­nier­ter) Brief­kas­ten für Post an den Weih­nachts­mann an der Stra­ße. Der Ein­wurf von Brie­fen durch die Kin­der ist Teil des jähr­li­chen Weih­nachts­ri­tu­als in Lon­gye­ar­by­en.

Nun ist der gro­ße Weih­nachts­mann-Brief­kas­ten von Po Lin Lee abge­baut. Die Eig­ne­rin sagt, dass meh­re­re aus­wär­ti­ge Inter­es­sen­ten zur Über­nah­me bereit­stün­den, um ihn andern­orts wie­der auf­zu­bau­en. Aber den Plan, ihn woan­ders in Lon­gye­ar­by­en wie­der auf­zu­stel­len, hat Po Lin Lee auch nicht auf­ge­ge­ben.

Fro­he Advents­zeit!

P.S. wei­te­re Weih­nachts­ge­schich­ten aus der Ark­tis? Gibt es hier – Ark­ti­sche Weih­nach­ten. Das Fest des Lichts im Dun­kel der Polar­nacht.

Ark­ti­sche Weih­nach­ten

Arktische Weihnachten - Rolf Stange

Bil­der­rah­men aus Spitz­ber­gen-Treib­holz erst­mals in limi­tier­ter Auf­la­ge ver­füg­bar

Bei jedem klei­nen Spa­zier­gang an Spitz­ber­gens schö­nen Küs­ten sprin­gen dem Besu­cher die rie­si­gen Men­gen Treib­holz ins Auge. Es ist nicht nur ästhe­tisch, son­dern es hat auch eine span­nen­de Geschich­te: genau­so wie Fri­dt­jof Nan­sen es von 1893 bis 1896 mit der Fram tat, trieb die­ses Holz mit dem Pack­eis von der Küs­te Sibi­ri­ens über den Ark­ti­schen Oze­an bis in den Nord­at­lan­tik, wo Wind, Wel­len und Strö­mung es in Spitz­ber­gen und ande­ren ark­ti­schen Inseln an die Ufer wer­fen.

Treibholz bei Wigdehlpynten - Spitzbergen

Treib­holz am Wig­dehl­pyn­ten – Wood­fjord, Spitz­ber­gen

Da liegt es dann. Wenn man Trap­per ist, kann man dar­aus eine Hüt­te bau­en (wur­de sel­ten gemacht, zuviel Arbeit) oder hei­zen (wur­de viel gemacht). Ich bin kein Trap­per, aber ich foto­gra­fie­re, und so kam mir schon vor Jah­ren der eigent­lich nahe­lie­gen­de Gedan­ke, aus die­sem Treib­holz Bil­der­rah­men zu machen. Kann man sich für Ark­tis-Fotos einen pas­sen­de­ren Bil­der­rah­men vor­stel­len als Treib­holz aus Spitz­ber­gen?

Die Umset­zung war auf­wän­di­ger als zunächst gedacht. Ers­te ernst­haf­te Ver­su­che konn­ten 2015 gemacht wer­den, als Schrei­ner­meis­ter Wolf­gang Zach sei­ne Werk­statt in Lon­gye­ar­by­en eröff­ne­te. Wolf­gangs klei­ne Fir­ma heißt „Alt i 3“, ein Wort­spiel: „3“ auf nor­we­gisch ist „tre“, und das bedeu­tet gleich­zei­tig auch „Baum“ oder „Holz“. „Alles aus Holz“ also. Früh fan­den wir her­aus, dass der Export von Treib­holz aus Spitz­ber­gen nur mit Geneh­mi­gung erlaubt ist, so dass wir uns auch dar­um küm­mern muss­ten.

Treibholz Hiorthhamn - Spitzbergen

Rolf Stan­ge beim Trans­port von Treib­holz nach Lon­gye­ar­by­en.

So ent­stand aus der ers­ten Ladung Treib­höl­zer zunächst ein Bücher­re­gal für unse­re Woh­nung in Lon­gye­ar­by­en, und wir began­nen, ers­te Bil­der­rah­men-Pro­toy­pen her­zu­stel­len. Zunächst muss­ten wir her­aus­fin­den, was funk­tio­niert. Eine der Ent­de­ckun­gen, die wir dabei mach­ten: Wenn man das Treib­holz auf­sägt und schleift, erscheint das Holz so frisch wie ein Brett aus dem Bau­markt. Was natür­lich nicht Sinn der Sache ist für einen Treib­holz-Bil­der­rah­men! Und so hielt ich ver­stärkt Aus­schau nach Höl­zern, deren Form schon mal geeig­net war. Die meis­ten Treib­höl­zer sind ja bereits vom Men­schen bear­bei­tet: gefäll­te Bäu­me oder gar gesäg­te Bret­ter. Natür­lich gefal­le­ne Bäu­me mit Wur­zel­stumpf sind eher sel­ten.

Die­se Treib­höl­zer habe ich nach Lon­gye­ar­by­en gebracht, wo sie zunächst über län­ge­re Zeit abge­la­gert und lang­sam getrock­net wer­den muss­ten. In Wolf­gangs Werk­statt ent­stan­den dann die Bil­der­rah­men aus Meis­ter­hand und schließ­lich hat­ten wir einen Pro­to­ty­pen, der uns bei­den gefiel. Es folg­te die Her­stel­lung der ers­ten 16 Bil­der­rah­men aus Spitz­ber­gen-Treib­holz, natür­lich durch Wolf­gang in sei­ner Werk­statt in Lon­gye­ar­by­en.

Spitzbergen Treibholz-Bilderrahmen

Die­se muss­ten dann nach Deutsch­land gelan­gen. Wer mich kennt, wird sich nicht wun­dern, dass die Rah­men die Rei­se nach Süden auf dem Segel­schiff Anti­gua zurück­leg­ten. Vom Hafen in Fra­n­eker ging es dann über Müns­ter (dabei kam die Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft ins Logis­tik-Spiel) und Dres­den bis in die Ver­sand­ab­tei­lung von Spitzbergen.de in der Nähe von Ros­tock.

Nach die­ser vie­le Jah­re lan­gen Rei­se des Treib­hol­zes, irgend­wo aus Sibi­ri­en über einen sibi­ri­schen Fluss und dann mit dem Treib­eis über den Ark­ti­schen Oze­an nach Spitz­ber­gen, wo ich es fand und sam­mel­te, der Meta­mor­pho­se zu Bil­der­rah­men in Wolf­gangs Werk­statt „Alt i 3 “ in Lon­gye­ar­by­en, der Wei­ter­rei­se auf der Anti­gua … sind nun, im Novem­ber 2017, erst­ma­lig Bil­der­rah­men aus ech­tem Spitz­ber­gen-Treib­holz im Ange­bot!

  * Aktua­li­sie­rung 26.11.17: Der­zeit alle ver­kauft!

Jeder die­ser Rah­men ist durch die­se Geschich­te, das vari­ie­ren­de natür­li­che Mate­ri­al und die hand­werk­li­che Anfer­ti­gung ein mit viel Auf­wand her­ge­stell­tes Ein­zel- und somit ein Samm­ler­stück. Jeder Rah­men wur­de ein­zeln foto­gra­fiert und man kann sich jeden Rah­men indi­vi­du­ell auf die­ser Sei­te (hier kli­cken) anschau­en und ggf. bestel­len. Auf die­ser Sei­te gibt es auch wei­te­re Infor­ma­ti­on zu den Maßen, Preis etc.

  * Der­zeit alle ver­kauft!

Die klei­ne Anzahl ver­füg­ba­rer Treib­holz-Bil­der­rah­men war im Novem­ber 2017 schnell ver­grif­fen. Wir wer­den künf­tig sicher wei­te­re Rah­men her­stel­len und ver­füg­bar machen, aber auf­grund der auf­wän­di­gen Logis­tik wird das natür­lich etwas dau­ern.

Treibholz-Bilderrahmen - Ein Stück Spitzbergen an der Wand

Ark­tis-Vor­trä­ge 08.-10.12. in Erfurt, Fürth und Kas­sel

Auch in die­sem Win­ter gibt es wie­der eine klei­ne Vor­trags­rei­he mit Rolf Stan­ge und dem Vor­trag „Nor­we­gens Ark­ti­scher Nor­den“, wobei es natür­lich haupt­säch­lich um Spitz­ber­gen geht. Mit umfang­rei­chem Bild­ma­te­ri­al geht es visu­ell und erzäh­le­risch abwechs­lungs­reich in den hohen Nor­den. Live-Erzäh­lung, Video- und Pan­ora­ma­se­quen­zen und Musik­pas­sa­gen las­sen den Abend unter­halt­sam und schnell ver­ge­hen.

Rolf Stan­ge ver­bringt seit 1997 jedes Jahr eini­ge Mona­te in Polar­ge­bie­ten, um die­se inten­siv zu erle­ben und zu foto­gra­fie­ren. Eine Aus­wahl der schöns­ten Ein­drü­cke kön­nen Sie an einem die­ser Aben­de mit­er­le­ben. Man wird dabei weder kalt noch see­krank!

Natür­lich wird es auch die Gele­gen­heit geben, ins Gespräch zu kom­men oder Bücher zu signie­ren. Neben Rolf Stan­ge wird auch Uwe Maaß (Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft) vor Ort sein.

Ark­tis haut­nah gibt es bei den Vor­trä­gen Anfang Dezem­ber in Erfurt, Fürth und Kas­sel.

Norwegens arktischer Norden: Spitzbergen (Eisbär)

Die Ter­mi­ne:

  • Frei­tag 08.12. Erfurt, Haus Dach­eröden. Vor­trags­be­ginn: 19.30 Uhr.
  • Sams­tag 9.12.: Fürth, Stadt­hal­le / Raum Red­nitz. Vor­trags­be­ginn: 19.30 Uhr.
  • Sonn­tag 10.12.: Kas­sel, Phil­ipp-Schei­de­mann-Haus (Bür­ger­haus). Vor­trags­be­ginn: 16.00 Uhr.

Ein­lass ist jeweils 30 Minu­ten vor Vor­trags­be­ginn. Kar­ten 8 € /ermäßigt 4 €. Für Kar­ten bezie­hungs­wei­se Reser­vie­rung kon­tak­tie­ren Sie ger­ne die Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft.

Ver­an­stal­tungs­pla­kat
der GeoRG.
Hier als PDF down­load.

Neu­es Pan­ora­ma: Ball­stad, Lofo­ten

Ein neu­es Pan­ora­ma auf die­ser Sei­te gibt einen herbst­li­chen 360 Grad Rund­um­blick auf Ball­stad auf Ves­t­vå­gøy, Lofo­ten. Es enstand frei­hand bei etwas novem­ber­li­chem Wet­ter.

Spitz­ber­gen-Kalen­der 2018: die Ost­küs­te

Im Febru­ar führt der Spitz­ber­gen-Kalen­der 2018 uns an die Ost­küs­te. Das ist im Win­ter eine belieb­te Tages­tour per Motor­schlit­ten, so dass vie­le die Mög­lich­keit haben, die­se gran­dio­se Win­ter­land­schaft zu erle­ben. Hier liegt der Storfjord fest in der Mohn­buk­ta ein­ge­fro­ren, und im Eis ste­cken ein paar klei­ne Eis­ber­ge, die vom der kom­bi­nier­ten Glet­scher­front von Königsbergbreen/Hayesbreen/Heuglinbreen abge­bro­chen sind. Einen klei­nen Teil die­ser Abbruch­kan­te sehen wir im Hin­ter­grund.

Manch­mal strei­fen Eis­bä­ren durch die­se eisi­ge Land­schaft. Mal schau­en, viel­leicht haben wir dem­nächst Glück und bekom­men Eis­bä­ren zu sehen …

Mit­te Febru­ar kommt in Spitz­ber­gen die Son­ne gera­de ein­mal mit­tags wie­der über den Hori­zont, und die Tage sind noch sehr kurz. Die län­ge­ren Tou­ren begin­nen erst dem­nächst. Aber das Licht ist oft zum Nie­der­knien schön!

Spitzbergen-Kalender 2018: Februar. Eislandschaft an der Ostküste

Spitz­ber­gen-Kalen­der 2018: Febru­ar – Eis­land­schaft an der Ost­küs­te.

Rus­si­sches Hub­schrau­ber­wrack geho­ben

Das Wrack des am Don­ners­tag vor einer Woche abge­stürz­ten rus­si­schen Hub­schrau­bers wur­de in der Nacht zum Sams­tag geho­ben. Das Spe­zi­al­schiff Maersk For­za war zu die­sem Zweck nach Spitz­ber­gen gebracht wor­den und hat die Arbei­ten im Isfjord erfolg­reich aus­ge­führt. Der MI-8-Hub­schrau­ber hat­te 8 Per­so­nen an Bord gehabt, dar­un­ter 5 Besat­zungs­mit­glie­der und 3 Wis­sen­schaft­ler. Ein Toter, der in 130 Metern Ent­fer­nung vom Hub­schrau­ber­wrack gefun­den wor­den war, wur­de bereits gebor­gen. Von den wei­te­ren Ver­miss­ten fehlt wei­ter­hin jede Spur, die Suche nach ihnen geht wei­ter.

Der Stimm­re­kor­der aus dem Cock­pit sowie GPS-Gerä­te mit gespei­cher­ten Flug­rou­ten wur­den gesi­chert. Sie wer­den zur Aus­wer­tung nach Mos­kau gebracht.

Unter­des­sen stel­len sich Fra­gen nach den Absturz­ur­sa­chen und den sons­ti­gen Umstän­den des Flu­ges. Die Unter­su­chung des Wracks und der Flug­da­ten wird wahr­schein­lich Hin­ter­grün­de zu den Absturz­ur­sa­chen erge­ben. Wahr­schein­lich flog der Hub­schrau­ber aller­dings ohne Geneh­mi­gung: die nor­we­gi­sche Flug­ge­neh­mi­gung deckt nur Flü­ge im unmit­tel­ba­ren Zusam­men­hang mit dem Gru­ben­be­trieb der Berg­bau­ge­sell­schaft, dar­un­ter Trans­port von Ange­stell­ten von Lon­gye­ar­by­en nach Barents­burg. Kom­mer­zi­el­ler Flug­be­trieb sowie Trans­port von Tou­ris­ten und Wis­sen­schaft­lern ist aus­drück­lich nicht zuge­las­sen. Beim Absturz befan­den sich 3 Wis­sen­schaft­ler des Insti­tuts für Ark­tis- und Ant­ark­tis­for­schung in St. Peters­burg an Bord.

Das Wrack des rus­si­schen Hub­schrau­bers, der am 26.10. vor Barents­burg abstürz­te, an Deck der Maersk For­za (Foto © SHT).

Hubschrauberwrack.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Wrack soll dem­nächst geho­ben wer­den

Der Fund des Wracks des rus­si­schen Hub­schrau­bers, der letz­te Woche vor Barents­burg in den Isfjord gestürzt ist, wur­de durch ers­te Bil­der bestä­tigt. Ein Tauchro­bo­ter des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars konn­te die­se Bil­der machen, wodurch letz­te Zwei­fel aus­ge­räumt wer­den. Das Wrack des MI-8 Hub­schrau­bers liegt in 209 Metern Was­ser­tie­fe gut 2 Kilo­me­ter vor der Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg.

Dabei wur­de in 130 Metern Ent­fer­nung vom Wrack auch ein Toter ent­deckt. Für die 8 Insas­sen des Hub­schrau­bers, 5 Besat­zungs­mit­glie­der und 3 Wis­sen­schaft­ler, gibt es kei­ne Hoff­nung mehr. Einer der Ver­un­glück­ten ist bereits gebor­gen und nach Lon­gye­ar­by­en gebracht.

Die wei­te­re Unter­su­chung obliegt nun der nor­we­gi­schen Hava­rie­ko­mis­si­on Trans­port­we­sen (Sta­tens hava­ri­kom­mis­jon for trans­port, SHT). Ein Ber­gungs­schiff soll bereits am Don­ners­tag (2.11.) Lon­gye­ar­by­en errei­chen und dann mög­lichst schnell an der Absturz­stel­le die Ber­gung vor­be­rei­ten. Auch rus­si­sche Spe­zia­lis­ten sind vor Ort, um die Arbei­ten unter nor­we­gi­scher Lei­tung zu unter­stüt­zen. Nach Abschluss der Ber­gung soll das Wrack für wei­te­re Unter­su­chun­gen nach Nor­we­gen gebracht wer­den. Der­zeit wer­den Zeu­gen befragt, Wet­ter­da­ten gesam­melt, Infor­ma­tio­nen zum Hub­schrau­ber, zur War­tung und zur Erfah­rung der Besat­zung ein­ge­holt usw.

Eines der Fotos des Tauchro­bo­ters des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars, mit denen das Wrack ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert wur­de (Foto © G.O. Sars).

Hubschrauberwrack.

Quel­le: SHT

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Wrack gefun­den

Das Wrack des am Don­ners­tag abge­stürz­ten Hub­schrau­bers ist mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit loka­li­siert wor­den. In der Posi­ti­on, in der bereits am Frei­tag Treib­stoff­ge­ruch, auf­stei­gen­de Luft­bla­sen und ein auf­fäl­li­ges Echo­lot­si­gnal beob­ach­tet wur­den, hat der Tauchro­bo­ter „Hugin“ des nor­we­gi­schen Mili­tärs in 209 Metern Tie­fe ein Objekt am Mee­res­bo­den loka­li­siert, bei dem es sich wahr­schein­lich um den ver­miss­ten Hub­schrau­ber han­delt. Die fern­ge­steu­er­ten U-Boo­te des Mili­tärs und des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars wer­den wei­te­re Tauch­gän­ge unter­neh­men, um die Iden­ti­tät des Hub­schrau­bers zu bestä­ti­gen und Klar­heit über den Ver­bleib der Insas­sen zu brin­gen. In dem seit Don­ners­tag Nach­mit­tag gesuch­ten Hub­schrau­ber befan­den sich 8 Per­so­nen. Von Über­le­ben­den ist kei­ne Spur gefun­den wor­den.

Die Stel­le liegt 2,2 Kilo­me­ter nord­öst­lich von der rus­si­schen Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg.

Ein rus­si­sches Flug­zeug hat Tau­cher und wei­te­re Spe­zia­lis­ten aus Russ­land nach Lon­gye­ar­by­en gebracht, die sich an den wei­te­ren Arbei­ten unter nor­we­gi­scher Lei­tung betei­li­gen wer­den.

Der Tauchro­bo­ter „Hugin“ der nor­we­gi­schen Mari­ne im Ein­satz im Isfjord auf der Suche nach dem abge­stürz­ten Hub­schrau­ber (Foto © Sys­sel­man­nen).

Tauchroboter Hugin.

Quel­le: NRK, Sval­bard­pos­ten

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Hoff­nung schwin­det, Über­le­ben­de zu fin­den

Noch gibt es kei­ne Gewiss­heit, ob es sich bei dem Objekt, das mit Echo­lot in 200-250 Metern Tie­fe am Mee­res­bo­den vor der rus­si­schen Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg loka­li­siert wur­de, tat­säch­lich um den abge­stürz­ten Hub­schrau­ber han­delt. Aber es gibt kei­ne Zwei­fel, dass der MI-8 Hub­schrau­ber in den Isfjord gestürzt ist, und bis jetzt, etwa 22 Stun­den nach dem Absturz, gibt es immer noch kein Lebens­zei­chen von der Besat­zung oder den Pas­sa­gie­ren. Ins­ge­samt befan­den sich 8 Per­so­nen an Bord. Nach wie vor wird nach Über­le­ben­den gesucht, aber die Hoff­nung schwin­det, dass noch jemand am Leben ist, und man muss sich auf schlim­me Nach­rich­ten vor­be­rei­ten.

Nach­dem rus­si­sche Medi­en bereits ges­tern Namen genannt haben, hat nun auch die zustän­di­ge Ret­tungs­zen­tra­le Nord­nor­we­gen offi­zi­ell die Iden­ti­tät der ver­miss­ten Per­so­nen bekannt­ge­ge­ben.

Es han­delt sich um

Pas­sa­gie­re (Wis­sen­schaft­ler des Insti­tuts für Ark­tis- und Ant­ark­tis­for­schung St. Peters­burg):
Oleg Golo­va­nov
Niko­laj Fade­jev
Mak­sim Kau­lio

Besat­zung:

Jev­ge­nij Bara­nov – Pilot
Vla­di­mir Fro­lov – Copi­lot
Alek­sej Poul­jaus­kas – Mecha­ni­ker
Marat Mikht­a­rov – Tech­ni­ker
Alek­sej Korol­jov – Inge­nieur

Solan­ge das Gegen­teil nicht bewie­sen ist, besteht Hoff­nung, noch Über­le­ben­de zu fin­den, und die Suche wird mit viel Ein­satz mit Hub­schrau­bern, einem Such­flug­zeug, Schif­fen und Boo­ten wei­ter­ge­führt. Ande­rer­seits erscheint es zuneh­mend wahr­schein­lich, dass von einem tra­gi­schen Unglück aus­ge­gan­gen wer­den muss.

Der Sys­sel­man­nen hat eine Kon­takt­num­mer für Ange­hö­ri­ge ein­ge­rich­tet und drückt sein tie­fes Mit­ge­fühl mit den Ange­hö­ri­gen der Betrof­fe­nen aus. Auch die Gedan­ken die­ses Autors sind bei den mut­maß­li­chen Opfern und ihren Ange­hö­ri­gen.

Die nach inter­na­tio­na­lem Luft­fahrt­recht zustän­di­gen nor­we­gi­schen Behör­den haben bereits eine Hava­rie­kom­mis­si­on nach Lon­gye­ar­by­en geschickt, die sich mit Her­gang und Ursa­chen des Unglücks aus­ein­an­der­set­zen wird. Aktu­ell steht aber noch die Suche nach dem Hub­schrau­ber und dem Wrack im Vor­der­grund.

Rus­si­scher MI-8 Hub­schrau­ber auf dem Flug­ha­fen Lon­gye­ar­by­en (Archiv­bild).

Russischer Hubschrauber Spitzbergen.

Quel­le: Sys­sel­man­nen, Sval­bard­pos­ten

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News-Auflistung generiert am 15. Juli 2024 um 15:14:53 Uhr (GMT+1)
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