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Jahres-Archiv: 2021 − News & Stories


Offi­zi­el­le Zer­ti­fi­zie­rung von Gui­des auf Spitz­ber­gen in Arbeit

Mit dem Wirt­schafts- und dem Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um arbei­ten gleich zwei nor­we­gi­sche Minis­te­ri­en an einer neu­en Rege­lung für den Tou­ris­mus auf Spitz­ber­gen. Auch wenn die Arbei­ten noch in einem recht frü­hen Sta­di­um sind, zeich­net sich schon ab, dass Gui­des dabei eine wesent­li­che Rol­le spie­len wer­den. Gui­des sind bei jeder tou­ris­ti­schen Akti­vi­tät in Spitz­ber­gen prä­sent und spie­len dabei in viel­fa­cher Hin­sicht eine zen­tra­le Rol­le: Sie über­neh­men Ver­ant­wor­tung sowohl für ein gutes, infor­ma­ti­ves und siche­res Erleb­nis als auch für die Ein­hal­tung gesetz­li­cher und bran­chen­in­ter­ner sowie fir­men­ei­ge­ner Regeln zum Schutz von Natur, Tie­ren und Kul­tur­denk­mä­lern.

Der Ark­tis-Gui­de: seit Jahr­zehn­ten ein zen­tra­ler, aber unge­schütz­ter Beruf

Da kann es schon erstau­nen, dass der zen­tra­le Beruf inner­halb die­ser über 100 Jah­re alten Bran­che*, die sich seit meh­re­ren Jahr­zehn­ten lokal und inter­na­tio­nal indus­tri­ell ent­wi­ckelt, nicht geschützt ist. Jeder kann Dienst­leis­tun­gen als Gui­de anbie­ten. Über­le­gun­gen und Vor­stö­ße, Gui­des zu zer­ti­fi­zie­ren, gibt es schon län­ger; sowohl lokal in Lon­gye­ar­by­en (Visit Sval­bard) als auch von Pri­vat­leu­ten (PTGA) orga­ni­siert gibt es ent­spre­chen­de Ansät­ze, wor­über vie­le akti­ve Gui­des sich schon mit Zer­ti­fi­ka­ten ver­schie­de­ner Art aus­ge­stat­tet haben. Natür­lich sind auch AECO, der Bran­chen­ver­band der schiffs­ba­sier­ten Ver­an­stal­ter, und ver­schie­de­ne Ver­an­stal­ter selbst aktiv.

*Regel­mä­ßi­ge, kom­mer­zi­ell orga­ni­sier­te Kreuz­fahr­ten gehen in Spitz­ber­gen auf Wil­helm Bades ers­te Nord­land­fahrt im Jahr 1891 zurück.

Guide, Touristen und Walrosse in Spitzbergen

Tou­ris­ten beob­ach­ten Wal­ros­se in Spitz­ber­gen: der Gui­de sorgt für ein schö­nes, siche­res Erleb­nis, ohne die Tie­re zu stö­ren.

Das Pro­blem ist: Bis­lang ist kei­ne Zer­ti­fi­zie­rung offi­zi­ell aner­kannt. Es ist unklar, wer Zer­ti­fi­ka­te aus­stel­len darf und soll, wel­che Qua­li­fi­ka­tio­nen dabei gefragt sind und wie und wo die­se über­prüft wer­den sol­len.

Die nor­we­gi­sche Regie­rung arbei­tet an einer offi­zi­el­len Zer­ti­fi­zie­rung für Spitz­ber­gen-Gui­des

Das soll sich nun ändern. Die nor­we­gi­sche Regie­rung hat Bran­chen­be­tei­lig­te dazu auf­ge­ru­fen, Vor­schlä­ge zu machen. Im Herbst soll ein Vor­schlag für ein Regel­werk vor­lie­gen. Wie es genau aus­se­hen wird und wann es in Kraft tre­ten wird, ist natur­ge­mäß der­zeit offen.

Von einem gut durch­dach­ten Regel­werk wür­den alle pro­fi­tie­ren, nicht zuletzt die Gui­des selbst: die Lohn­struk­tur und Arbeits­be­din­gun­gen in der Bran­che wur­den über die Jah­re immer wie­der oft zu Recht kri­ti­siert, da es in einem unge­schütz­ten Beruf ein­fach ist, erfah­re­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen bei For­de­run­gen, die dem Arbeit- oder Auf­trag­ge­ber nicht pas­sen, durch Neu­lin­ge zu erset­zen. Es gibt genug Anwär­ter, die für eine Sai­son Spaß und Aben­teu­er in der Ark­tis auch für Kost und Logis arbei­ten wür­den, auf jeden Fall aber für einen Apfel und ein Eis (oder auch ein Ei) – aus Sicht des Ein­zel­nen viel­leicht sogar ver­ständ­lich, für pro­fes­sio­nel­le Gui­des, die Bran­che und letzt­lich auch die Tou­ris­ten, die poten­zi­ell von uner­fah­re­nen Leu­ten in einer anspruchs­vol­len Umge­bung geführt wer­den, aber eine höchst ungüns­ti­ge Kon­stel­la­ti­on.

Pro­fi­tie­ren könn­ten im Ide­al­fall alle: Tou­ris­ten, die Bran­che, der Natur­schutz – und die Gui­des selbst

Dar­über hin­aus haben vie­le Gui­des schon einen erheb­li­chen Auf­wand in Zer­ti­fi­ka­te gesteckt, von denen nie­mand weiß, ob sie jemals tat­säch­lich aner­kannt wer­den. Natür­lich ist jede Qua­li­fi­zie­rung grund­sätz­lich sinn­voll, aber intern wird der gro­ße, oft büro­kra­ti­sche Auf­wand zum Erlan­gen von for­ma­len Nach­wei­sen für Fähig­kei­ten, die erfah­re­ne Leu­te in der Pra­xis schon über lan­ge Zeit tag­täg­lich unter Nach­weis gestellt haben, ohne zu wis­sen, ob die­se Nach­wei­se jemals irgend­wo an rele­van­ter Stel­le aner­kannt wer­den, beklagt.

Spitz­ber­gen impft – und zwar schnell

Spitz­ber­gen kommt mit dem Coro­na-Impf­pro­gramm schnell vor­an. Wei­ter­hin wur­de das SARS-CoV-2 Virus bis­lang vor Ort nicht nach­ge­wie­sen, was schon fast erstaunt, denn auf dem nor­we­gi­schen Fest­land hat man durch­aus Pro­ble­me mit zeit­wei­se erheb­li­chen Infek­ti­ons­ra­ten und von dort kom­men regel­mä­ßig Tou­ris­ten, die es mit der Mas­ken­pflicht etwa in Geschäf­ten auch nicht immer so genau neh­men.

Auf­grund der abseh­ba­ren Pro­ble­me mit der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung Covid-19-Erkrank­ter vor Ort bezie­hungs­wei­se des gro­ßen Auf­wan­des, den die Eva­ku­ie­rung die­ser Pati­en­ten zum Fest­land mit sich brin­gen wür­de, ver­sorgt Nor­we­gen Spitz­ber­gen prio­ri­tär mit Impf­stoff. Das gilt nicht nur für Lon­gye­ar­by­en, son­dern auch für die übri­gen Sied­lun­gen, dar­un­ter Bar­ents­burg, Ny-Åle­sund und die For­schungs­sta­ti­on im Horn­sund.

Impfung gegen das Corona-Virus

„Du kannst nicht vor­bei!“
Lon­gye­ar­by­ens Stra­te­gie gegen das Coro­na-Virus, und die der gan­zen Welt.
Nicht Spitz­ber­gen, son­dern eine ande­re fan­tas­ti­sche Welt.
Eigen­bau auf Basis einer künst­le­ri­schen Dar­stel­lung von Gon­za­lo Ken­ny.
(Bei der Ori­gi­nal­sze­ne im „Herrn der Rin­ge“ han­delt es sich um eine ande­re, etwas grö­ße­re Art von „Virus“, die unmit­tel­bar star­ke Ent­zün­dun­gen ver­ur­sacht 🙂 )

Mitt­ler­wei­le sind schon über 1400 Per­so­nen auf Sval­bard geimpft, davon etwa 90 voll­stän­dig, wie die Sval­bard­pos­ten berich­tet. Am heu­ti­gen Don­ners­tag sol­len bis zu 500 wei­te­re Imp­fun­gen erfol­gen. Damit wird ein gro­ßer Teil der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung zumin­dest ein­mal geimpft sein.

Wie über­all auf der Welt, ist damit die Hoff­nung auf mehr gesund­heit­li­che Sicher­heit und einer mög­li­chen Rück­kehr Rich­tung Nor­ma­li­tät ver­bun­den. Wann letz­te­res etwa für den inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­kehr wie­der der Fall sein wird, ist aber nicht abzu­se­hen. Die Regie­rung in Oslo hat ange­kün­digt, sich dazu im Mai zu äußern. Nor­we­gen nimmt an den euro­päi­schen Plä­nen, einen digi­ta­len Impf­pass zu erstel­len, teil. Ein sol­ches Doku­ment soll ab Ende Juni zur Ver­fü­gung ste­hen. Es ist aller­dings jedem ein­zel­nen Land selbst über­las­sen, zu ent­schei­den, wel­che Rech­te Per­so­nen haben, die mit einem sol­chen Impf­pass eine ein­zel­ne oder auch voll­stän­di­ge Coro­na-Imp­fung nach­wei­sen kön­nen. Ob dar­un­ter Erleich­te­run­gen für die Ein­rei­se oder für die Teil­nah­me an Schiffs­rei­sen fal­len, ist noch offen. Mög­lich ist dies jedoch, und wer hofft, die­sen Som­mer nach Nor­we­gen oder Spitz­ber­gen zu rei­sen, soll­te sich ent­spre­chend küm­mern, sobald die Gele­gen­heit da ist: mit der Frist, die zwi­schen den bei­den Imp­fun­gen liegt, und danach wei­te­ren zwei Wochen, die bis zur Aner­ken­nung des vol­len Impf­schut­zes wahr­schein­lich abzu­war­ten sind, dau­ert der Vor­gang eine gan­ze Wei­le.

Der ark­ti­sche Mitt­woch, Nach­schlag: Pomo­ren-Legen­den und A.C. Doyle auf Franz Joseph Land

„Der ark­ti­sche Mitt­woch“ ist vor­erst vor­bei – damit geht eine wirk­lich lan­ge, inten­si­ve, außer­ge­wöhn­li­che und wich­ti­ge Zeit vor­bei. Ich möch­te die Gele­gen­heit nut­zen, um ein gro­ßes „Dan­ke“ zu sagen an Bir­git Lutz, der zwei­te gute Geist hin­ter die­sem Pro­jekt, und an alle, die Bei­trä­ge geleis­tet haben: Udo Zoephel (Polar­stern/­MO­SAiC-Expe­di­ti­on), San­dra Wal­ser (Ans Ende der Welt – Vor 125 Jah­ren auf Spitz­ber­gen­rei­se), Kris­ti­na Hoch­auf-Stan­ge (Ren­tie­re), Hen­ry Páll Wul­ff (Islands Vul­ka­ne) und Tho­mas Ulrich (Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de)!

Und an alle, die zuge­schaut haben! Ohne Euch hät­te es kei­nen Spaß gemacht 🙂 gro­ße Klas­se!

Als klei­nen Nach­tisch und damit wir heu­te Abend, dem ers­ten Mitt­woch Abend ohne Ark­tis-Vor­trag seit Mona­ten, nicht alle kalt­schwei­ßig und zit­ternd in der Ecke sit­zen, haben Bir­git und ich hier noch je eine klei­ne Geschich­te – zwei klei­ne hin­ter­grün­dig-abgrün­dig-schö­ne Ergän­zun­gen, die in den Vor­trä­gen aus Zeit­grün­den nicht Platz fan­den. Prak­tisch vor jedem Vor­trag muss­ten wir viel kür­zen, sonst wären wir wohl kaum je vor Mit­ter­nacht fer­tig gewor­den … hier ist ein klei­ner Aus­zug. Übri­gens, wenn der „ark­ti­sche Mitt­woch“ dann mal als Buch erscheint, dann wird von die­sen Geschich­ten, die im Vor­trag hin­ten run­ter rutsch­ten, natür­lich vie­les ent­hal­ten sein! „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ als Buch ist also geplant 😉 dau­ert aber noch.

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Der ark­ti­sche Mitt­woch, Nach­schlag:
Pomo­ren-Legen­den und A.C. Doyle auf Franz Joseph Land

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tipps für den Mai

Der „Ark­ti­sche Mitt­woch“ ist vor­erst vor­bei, und Ark­tis-Rei­sen sind für die aller­meis­ten auch erst mal nicht in Sicht. Da kann man sich für den gedank­li­chen Aus­flug in den hohen Nor­den mal hin­ter ein gutes Ark­tis-Buch klem­men oder eben vor die Glot­ze set­zen.

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Ark­tis Fern­seh­tipps: Der Fern­se­her in der Rit­ter­hüt­te auf Gråhu­ken.
Der Emp­fang ist dort mit­un­ter aller­dings eher schlecht.

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tips auf Arte im Mai

Die Lis­te wird bei Bedarf aktua­li­siert.

EA = Erst­aus­strah­lung

  • Mitt­woch, 05.05., 17.50 Uhr: „Wild­nis Euro­pa: Der Elch“ (D 2020, EA)
  • Mon­tag, 10.05., 16.00 Uhr: „Wun­der­sa­mes Nor­we­gen“ (F, 2018)
  • Diens­tag, 11.05., 16.00 Uhr: „Kana­da – Das Leuch­ten der Ark­tis“ (CDN 2019, EA)
  • Mon­tag, 17.05., 15.55 Uhr: „Die letz­ten Jäger Grön­lands“ (SLO 2017)
  • Diens­tag, 18.05., 15.55 Uhr: „Wun­der­sa­mes Nor­we­gen“ (Wdhlg.)
  • Sams­tag, 22.05., 20.15 Uhr: „Am Ende der Welt: Eine Insel in Pata­go­ni­en“ (F, 2019)
  • Mitt­woch, 26.05., 9.25 Uhr: „Am Ende der Welt: …“ (Wdhlg).)

Spitz­ber­gen­rei­se mit der Anti­gua (23.6.-11.7.): wegen Coro­na abge­sagt

Die­ser neue coro­nabe­ding­te Ein­schlag ist ein har­ter Tref­fer: die Rei­se „Rund um Spitz­ber­gen mit der Anti­gua, 23. Juni – 11. Juli 2021“ muss wegen der Coro­na­si­tua­ti­on lei­der abge­sagt wer­den. Die Teil­neh­mer wer­den von der Geo­gra­phi­schen Rei­se­ge­sell­schaft kon­tak­tiert.

Die aktu­el­le Ent­wick­lung der Coro­nalage ist aus den Medi­en bekannt und macht zumin­dest kurz­fris­tig wenig Mut. Die um den Jah­res­wech­sel herr­schen­de Hoff­nung, dass ein schnel­les Aus­rol­len des euro­päi­schen Impf­pro­gramms zu einem hin­rei­chend schnel­len Beherr­schen der Pan­de­mie füh­ren wür­de, um der­ar­ti­ge Rei­sen im Hoch­som­mer wie­der zu ermög­li­chen, hat sich so lei­der nicht bestä­tigt; ein schnel­le­rer Beginn hät­te hier sicher hilf­reich sein kön­nen, trat aber lei­der nicht ein. Nun waren wir gezwun­gen, zusam­men mit dem Eig­ner der SV Anti­gua, der Tall­ship Com­pa­ny, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, und die konn­te ange­sichts der aktu­el­len Ent­wick­lung lei­der nur auf eine Absa­ge der Fahrt her­aus­lau­fen.

Spitzbergen mit Antigua: wegen Corona abgesagt

Spitz­ber­gen mit Anti­gua, 23.6.-11.7.2021: wegen Coro­na abge­sagt.
Den­noch schau­en wir ver­trau­ens­voll in die hof­fent­lich nicht all­zu fer­ne Zukunft.

Jetzt heißt es, die Dau­men für den wei­te­ren Ver­lauf des Som­mers zu drü­cken. Noch haben wir Hoff­nung, dass wir die Rei­sen mit der Arc­ti­ca II im August/September und mit der Anti­gua im Sep­tem­ber durch­füh­ren kön­nen.

Es bedarf wohl kaum der Erwäh­nung: Wer die­sen Som­mer rei­sen will, soll­te die frü­hes­te Gele­gen­heit wahr­neh­men, sich imp­fen zu las­sen. Nichts ist ent­schie­den, aber die Annah­me erscheint nicht unrea­lis­tisch, dass Nor­we­gen die gene­rel­le Ein­rei­se und mög­li­cher­wei­se die Teil­nah­me an Schiffs­rei­sen zunächst Geimpf­ten ermög­li­chen wird.

Hun­de­schlit­ten­ren­nen „Trap­pers Trail“ fand statt

Es gibt tat­säch­lich in die­sem Coro­na-Früh­jahr öffent­li­che Ereig­nis­se, die statt­fin­den. Wo wäre die Frisch­luft­zu­fuhr auch bes­ser als bei einem Hun­de­schlit­ten­ren­nen?

Der Lon­gye­ar­by­en Hun­de­klub – das sind die mit dem Hun­de­hof im Advent­da­len kurz vor dem Eis­bä­ren­warn­schild am See Isdam­men – rich­tet das Hun­de­schlit­ten­ren­nen „Trap­pers Trail“ seit Jah­ren aus. Es ist ein Ren­nen für ein­hei­mi­sche Mit­glie­der des Hun­de­klubs, mehr ein sozia­les Ereig­nis als ein sport­li­cher Wett­kampf – das natür­lich auch, aber eben nicht nur.

Trappers Trail: Hundeschlittenrennen des Longyearbyen Hundeklub

Start des Trap­pers Trail: das tra­di­tio­nel­le Mit­glie­der-Hun­de­schlit­ten­ren­nen
des Lon­gye­ar­by­en Hun­de­klub.

Der Trap­pers Trail geht tra­di­tio­nell über zwei Tage, und die Stre­cke ver­langt eini­ges von Vier- und Zwei­bei­nern: Am ers­ten Tag geht es 40 Kilo­me­ter weit vom Start­punkt bei Lon­gye­ar­by­en durch das Advent­da­len, Toda­len, Bøda­len und Cole­s­da­len bis in die Cole­s­buk­ta, wo der Hun­de­klub eine eige­ne Hüt­te hat. Die Teil­neh­men­den über­nach­ten dort im Zelt, bevor es am nächs­ten Tag zurück­geht. Die zwei­te Etap­pe ist mit 30 Kilo­me­tern zwar kür­zer, hat mit dem Fard­als­bak­ken, also dem Anstieg vom Farda­len hoch zum Pass am Lon­gyear­breen, aber eine ordent­li­che Schi­ka­ne, die die meis­ten Teams in die Reser­ve brin­gen wird, bevor die Stre­cke ent­spannt über den Lon­gyear­breen nach Lon­gye­ar­by­en aus­läuft.

Trappers Trail: Hundeschlittenrennen des Longyearbyen Hundeklub

Etap­pen­ziel beim Trap­pers Trail ist die Cole­s­buk­ta, wo der Lon­gye­ar­by­en Hun­de­klub eine Ver­eins­hüt­te hat. Dort über­nach­ten die Teil­neh­mer vor der zwei­ten Etap­pe im Zelt
(Archiv­bild).

Das Ren­nen ist Jahr für Jahr ein Höhe­punkt für die Mit­glie­der des Ver­eins und Schau­lus­ti­ge. Da die Ver­an­stal­tung durch­ge­hend im Frei­en statt­fin­det, war die Ein­hal­tung der Coro­na-Regeln gut mach­bar und so konn­te die­ses schö­ne Ereig­nis glück­li­cher­wei­se statt­fin­den.

Trap­pers Trail: Foto­ga­le­rie

Als Spitzbergen.de-Spion war Max Schwei­ger vor Ort und hat die­se Bil­der für uns geschos­sen. Tusen takk, Max!

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Der ark­ti­sche Mitt­woch: Abschluss am 28.4. mit Tho­mas Ulrich

Im Novem­ber und Dezem­ber fing es mit ein­zel­nen Vor­trä­gen an, und ab Janu­ar haben Bir­git Lutz und ich uns zusam­men­ge­tan und die Online-Ark­tis-Vor­trags­rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ ins Leben geru­fen. Am kom­men­den Mitt­woch, dem 28. April, kommt die Rei­he nun vor­erst zu ihrem Abschluss: Der Schwei­zer Ark­tis-Aben­teu­rer Tho­mas Ulrich nimmt uns mit auf das Eis des Ark­ti­schen Oze­ans. „Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de“ ist die dra­ma­ti­sche Geschich­te einer Nord­pol-Expe­di­ti­on, die Tho­mas in Extrem­si­tua­tio­nen brach­te. Es ist auch die Geschich­te davon, wie man aus einer schein­bar aus­weg­lo­sen Lage letzt­lich Kraft zum Wei­ter­ge­hen zieht.

Thomas Ulrich: Arctic Solo, Vortrag

Tho­mas Ulrich: „Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de“. Dra­ma­ti­sche Aben­teu­er in der Ark­tis als Abschluss der Rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“.

Nach­dem Bir­git und ich, mit Bei­trä­gen von Udo Zoephel (die MOSAiC-Expe­di­ti­on), San­dra Wal­ser (Hans Beat Wieland/Wilhelm Bade) und Hen­ry Páll Wul­ff (Island), ver­schie­de­ne Ark­tis-Regio­nen eher lan­des­kund­lich und his­to­risch ver­tie­fend betrach­tet haben, nimmt Tho­mas Ulrich uns nun noch ein­mal voll mit ins Aben­teu­er! Ein Höhe­punkt zum Abschluss der Rei­he, auf den wir uns freu­en. Und wir wür­den uns freu­en, wenn Ihr zahl­reich dabei seid!

Hier gibt es die Kar­ten.

Thomas Ulrich: Arctic Solo, Vortrag

Im Vor­trag „Arc­tic Solo“ ist neben Eis und eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren auch mit dem einen oder ande­ren Eis­bä­ren zu rech­nen.

Das Pro­jekt „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ hat viel Eigen­dy­na­mik bekom­men und uns meh­re­re Mona­te lang sowohl aus­ge­las­tet als auch durch die Zeit getra­gen. Für Men­schen, die haupt­amt­lich in der Rei­se­bran­che unter­wegs sind, ist die­se Zeit nicht ein­fach, zumal wenn man nicht in einer Fir­ma ange­stellt ist und Kurz­ar­bei­ter­geld oder ande­re staat­li­che Hil­fen bezie­hen kann. Klein­selbst­stän­di­ge sind nach wie vor in einer schwie­ri­gen Lage – umso wich­ti­ger war es für uns, dass der „Ark­ti­sche Mitt­woch“ so gut funk­tio­niert hat und wir bedan­ken uns bei allen, die zuge­schaut haben! Heu­te ist nicht alle Tage, wir kom­men wie­der, kei­ne Fra­ge … aber nach dem Vor­trag am Mitt­woch kommt erst mal eine Som­mer­pau­se. Nicht zum faul-auf-dem-Sofa-lie­gen, son­dern für ande­re Pro­jek­te, die Bir­git und ich jeweils auf dem Zet­tel haben. Und hof­fent­lich auch noch für etwas fri­sche Ark­tis-Luft im Lau­fe des Som­mers. Dau­men drü­cken! Und die Schul­ter hin­hal­ten, sobald die Gele­gen­heit kommt!

Tho­mas Ulrich: Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de (Vor­trag)

Ein paar Ein­drü­cke von Tho­mas Ulrichs Ark­tis-Aben­teu­ern. Mehr Aben­teu­er pur und satt dann am Mitt­woch!

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Kabel­jau­krieg zwi­schen Nor­we­gen und der EU droht zu eska­lie­ren

Schon län­ger schwelt in der Barents­see ein „Kabel­jau­krieg“ zwi­schen der EU und Nor­we­gen. Nun droht er zu eska­lie­ren. Hin­ter­grund sind Strei­tig­kei­ten zwi­schen Oslo und Brüs­sel über Fang­rech­te in den zu Sval­bard gehö­ren­den Gewäs­sern.

Streit­ob­jekt: Fische­rei­quo­ten in der Barents­see nach dem Bre­x­it

Vor­der­grün­dig geht es dar­um, dass Nor­we­gen nach dem Bre­x­it die Fang­men­ge Groß­bri­tan­ni­ens von jener der EU-Fische­rei­flot­te abge­zo­gen hat, wie der nor­we­gi­sche Sen­der NRK berich­tet. Damit blei­ben den heu­ti­gen EU-Län­dern noch 17.885 Ton­nen, wäh­rend die Bri­ten 5.500 Ton­nen aus dem Was­ser holen dür­fen. Das wur­de von Brüs­sel aller­dings abge­lehnt. Dort teil­te man sich selbst eine Quo­te von 28.431 Ton­nen zu, was Nor­we­gen wie­der­um nicht akzep­tiert. Die EU hält die nor­we­gi­sche Rege­lung für will­kür­lich und dis­kri­mi­nie­rend.

Nun haben bei­de Sei­ten rhe­to­risch auf­ge­rüs­tet. Von über­all hört man, man sei vor­be­rei­tet, um die eige­nen Rech­te zu wah­ren. Brüs­sel will not­falls zu „allen not­wen­di­gen Maß­nah­men grei­fen, um euro­päi­sche Inter­es­sen gegen­über Nor­we­gen zu sichern“. In Nor­we­gen wie­der­um ver­weist man auf Küs­ten­wa­che und Poli­zei, die gut vor­be­rei­tet sei­en und gege­be­nen­falls Fische­rei­schif­fe beschlag­nah­men wür­den, die Fang ohne gesetz­li­che Quo­te an Bord haben. So äußer­te sich aktu­ell Lars Fau­se, lei­ten­der Staats­an­walt in Nord­nor­we­gen. Spä­ter in die­sem Jahr wird Fau­se in Lon­gye­ar­by­en die Nach­fol­ge von Sys­sel­mann Kjers­tin Askolt antre­ten – begriff­lich neu gewan­det als ers­ter Sys­sel­mes­ter.

Kabeljau, Spitzbergen

Lecker Dorsch (Kabel­jau) aus dem Isfjord. Im Streit zwi­schen Nor­we­gen und der EU geht es aller­dings um ande­re Men­gen.

Kern des Pro­blems: der Spitz­ber­gen­ver­trag

Im Kern liegt das Pro­blem aller­dings tie­fer als ein paar Ton­nen Fisch: Es geht um die Deu­tung des Spitz­ber­gen­ver­tra­ges, des­sen zwei­ter Arti­kel allen Unter­zeich­ner­staa­ten – die aller­meis­ten euro­päi­schen Län­der gehö­ren dazu – „glei­che Rech­te der Fische­rei und der Jagd in den in Arti­kel 1 defi­nier­ten Ter­ri­to­ri­en und den dazu gehö­ri­gen Ter­ri­to­ri­al­ge­wäs­sern“ sichert. Die Krux liegt im Begriff „Ter­ri­to­ri­al­ge­wäs­ser“. Die­ser ist his­to­risch nicht scharf defi­niert. In frü­he­ren Jahr­hun­der­ten bean­spruch­ten Staa­ten die Gewäs­ser drei Mei­len vor der Küs­te (frü­her eine Kano­nen­schuss­wei­te). Ab 1921 – nach Unter­zeich­nung des Spitz­ber­gen­ver­tra­ges (1920) – began­nen Staa­ten, ihre Hoheits­rech­te auf bis zu zwölf Mei­len aus­zu­deh­nen. Ganz ein­deu­tig und ein­heit­lich ist das bis heu­te nicht glo­bal gere­gelt, aber soweit besteht Einig­keit: In der Zwölf­mei­len­zo­ne um die Insel­grup­pe Spitz­ber­gen (Sval­bard) gilt der Spitz­ber­gen­ver­trag und sichert allen Mit­glieds­staa­ten glei­che Rech­te.

Pro­ble­ma­tisch wird es aller­dings in der „Aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­ne“, also der 200-Mei­len-Zone außer­halb der Zwölf­mei­len­zo­ne. Die­se wur­de erst 1982 im See­rechts­über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen völ­ker­recht­lich fest­ge­legt. Nun bean­sprucht Nor­we­gen auf Basis des Arti­kels 1 des Spitz­ber­gen­ver­tra­ges die „vol­le und unein­ge­schränk­te Sou­ve­rä­ni­tät“, wie es dort heißt, auch über die 200-Mei­len-Zone um Sval­bard, pocht jedoch dar­auf, dass das in Arti­kel 2 fest­ge­leg­te glei­che Recht für alle (etwas tech­ni­scher: das Nicht­dis­kri­mi­nie­rungs­prin­zip) dort nicht gel­ten soll, son­dern dass Nor­we­gen hier exklu­si­ve Rech­te hat. Es über­rascht nicht, dass hier nicht unbe­dingt all­ge­mei­nes Ein­ver­ständ­nis herrscht.

Küstenwache, Spitzbergen

Die Küs­ten­wa­che sichert die nor­we­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät in den Gewäs­sern um Spitz­ber­gen. Nun ste­hen unfreund­li­che Begeg­nun­gen mit EU-Fische­rei­schif­fen zu befürch­ten.

Der Spitz­ber­gen­ver­trag und die „Aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne“

Unab­hän­gig davon, ob inner­halb der Aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­ne (200-Mei­len-Zone) das Nicht­dis­kri­mi­nie­rungs­prin­zip des Spitz­ber­gen­ver­tra­ges nun gilt oder nicht, besteht aller­dings kaum Zwei­fel dar­an, dass Fische­rei­schif­fe aus der EU oder aus Dritt­län­dern dort nor­we­gi­sche Wirt­schafts­rech­te aner­ken­nen müs­sen. Die Fra­ge ist aber, wie Nor­we­gen die Rech­te, die den Fischern ande­rer Län­der ein­ge­räumt wer­den, gegen­über den eige­nen Quo­ten gewich­tet: gleich­be­rech­tigt (wenn Arti­kel 2 des Spitz­ber­gen­ver­trags dort anzu­wen­den wäre) oder exklu­siv.

Eine kom­pli­zier­te Mate­rie. Was offen­kun­dig bis­lang fehlt, ist eine von allen Sei­ten aner­kann­te Instanz, die offe­ne Fra­gen bei der Inter­pre­ta­ti­on des Spitz­ber­gen­ver­tra­ges ver­bind­lich ent­schei­den kann. Hier besteht Nor­we­gen dar­auf, selbst die aus­schließ­li­che Inter­pre­ta­ti­ons­ho­heit zu besit­zen. Das sieht man in Brüs­sel offen­kun­dig anders.

Wäh­rend die­ser Klä­rungs­be­darf bestehen bleibt, rüs­ten die nor­we­gi­sche Küs­ten­wa­che und die euro­päi­schen Fische­rei­flot­ten schon auf, und ent­spre­chen­de Kon­flik­te sind zu befürch­ten. Der unbe­tei­lig­te Beob­ach­ter schaut zu und staunt.

Opfer von fami­liä­rer Gewalt in Lon­gye­ar­by­en mit­un­ter in hilf­lo­ser Posi­ti­on

Das Kri­se­sen­te­ret Trom­sø, eine Anlauf­stel­le für Opfer fami­liä­rer Gewalt, hat einem NRK-Bei­trag zufol­ge eine besorg­nis­er­we­cken­de Dis­kus­si­on ange­sto­ßen: Opfer fami­liä­rer Gewalt ste­hen in Lon­gye­ar­by­en mög­li­cher­wei­se in einer deut­lich hilf­lo­se­ren Posi­ti­on als auf dem nor­we­gi­schen Fest­land.

Hin­ter­grund: der Spitz­ber­gen­ver­trag

Die Hin­ter­grün­de lie­gen im Spitz­ber­gen­ver­trag begrün­det: Die­ser regelt, seit er 1925 in Kraft trat, dass Bür­ger aller Unter­zeich­ner­staa­ten frei­en Zugang haben. Ein Visum, Auf­ent­halts- oder Arbeits­ge­neh­mi­gung sind nicht erfor­der­lich, um dort zu leben und zu arbei­ten (die Anrei­se erfor­dert aber ggf. ein Schen­gen-Visum).

Daher gilt das „utlen­dingslo­ven“ (Aus­län­der­ge­setz) auch nicht, das den Zugang und Auf­ent­halt von Aus­län­dern in Nor­we­gen regelt. Die­ses Gesetz regelt aller­dings auch etwa, dass nicht-nor­we­gi­sche Opfer von fami­liä­rer Gewalt unab­hän­gig vom Part­ner eine Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung bean­tra­gen kön­nen und dass sie Anspruch auf Hil­fe haben, etwa durch spe­zia­li­sier­te Ein­rich­tun­gen und Anwäl­te.

Die­se Rech­te bestehen in Spitz­ber­gen nicht, da die­ses Gesetz sowie das Sozi­al­ge­setz dort nicht gel­ten. Das kann ins­be­son­de­re nicht-nor­we­gi­sche Frau­en, die finan­zi­ell vom Part­ner abhän­gig sind, in eine star­ke Abhän­gig­keits­si­tua­ti­on brin­gen, denn wenn sie nicht in der Lage sind, aus eige­ner Kraft mate­ri­ell eigen­stän­dig dort wei­ter zu leben, bleibt nur die Rück­rei­se ins Hei­mat­land. Dabei han­delt es sich aber mit­un­ter um ärme­re Län­der mit einer poli­tisch und sozi­al weni­ger sta­bi­len Lage, wo Betrof­fe­ne nicht unbe­dingt eine Zukunft für sich und ihre Kin­der sehen. Das kann letzt­lich dazu füh­ren, dass Opfer län­ger in Part­ner­schaf­ten ver­blei­ben, in denen sie Gewalt aus­ge­setzt sind.

Longyearbyen

Lon­gye­ar­by­en ist für die aller­meis­ten ein Ort, an dem man gut und sicher leben kann. Aber es gibt Aus­nah­men, und dann kann das Leben noch schwie­ri­ger sein als anders­wo.

Eine Anwäl­tin, die eine Betrof­fe­ne juris­tisch betreut, kom­men­tiert das so: „Es wirkt auch, als wäre Sval­bard nor­we­gisch, wenn es uns passt, und plötz­lich ist es nicht nor­we­gisch, wenn es nicht passt.“

Zwei poli­zei­be­kann­te Fäl­le von fami­liä­rer Gewalt seit 2020

Seit Anfang 2020 sind in Lon­gye­ar­by­en zwei Fäl­le poli­zei­be­kannt gewor­den, die in die­sem Zusam­men­hang von Bedeu­tung sind. Sys­sel­mann Kjers­tin Askholt weist dar­auf hin, dass der­ar­ti­ge Fäl­le poli­zei­lich genau so wie auf dem Fest­land ver­folgt wer­den. Die poli­ti­sche Ein­schät­zung dar­über hin­aus teilt sie nicht bzw. sie sieht Par­al­le­len zu Fäl­len all­ge­mein im Aus­land, in denen etwa eine Nor­we­ge­rin ohne geklär­ten Auf­ent­halts­sta­tus Opfer fami­liä­rer Gewalt wird. Auch hier müs­se man akzep­tie­ren, dass der­ar­ti­ge Fäl­le für die Betrof­fe­nen ande­re Kon­se­quen­zen haben kön­nen als für eine Per­son mit fes­tem Auf­ent­halts­sta­tus.

Bür­ger­meis­ter Arild Olsen erkennt das Pro­blem an und meint, man müs­se es poli­tisch auf­grei­fen und unter­su­chen.

Han­ne Sten­vaag from Kri­sen­zen­trum Trom­sø geht von einer hohen Dun­kel­zif­fer aus.

Tei­le von Nyby­en wie­der wegen Lawi­nen­ge­fahr gesperrt

Das Wet­ter zeigt sich in Spitz­ber­gen mit viel Wind, Schnee­fall und eher mil­den Tem­pe­ra­tu­ren der­zeit recht nut­zer­un­freund­lich. Auch das Ost­er­wet­ter lud nicht zu län­ge­ren Tou­ren ein, wie sie in Nor­we­gen ein­schließ­lich Spitz­ber­gen zu die­ser Zeit eigent­lich üblich sind. Eine Ski­wan­der­grup­pe, die sich „Spits­ber­gen på langs“ vor­ge­nom­men hat­te, also eine ambi­tio­nier­te Ski-Expe­di­ti­on vom Süd­kap bis zur Nord­spit­ze Spitz­ber­gens, muss­te letz­te Woche kurz nach dem Start per Hub­schrau­ber abge­holt wer­den, nach­dem ein Zelt ver­lo­ren gegan­gen war und Teil­neh­mer unter Näs­se und Käl­te lit­ten.

Auch aktu­ell hält die Wet­ter­vor­her­sa­ge wie­der Wind und Schnee bereit. Daher gilt in Lon­gye­ar­by­en und gro­ßen Tei­len Sval­bards wie­der Lawi­nen­warn­stu­fe Rot (Stu­fe 4 von 5).

Gruvefjellet bei Nybyen: Lawinengefahr

Das Gru­ve­f­jel­let ober­halb von Nyby­en (die sicht­ba­ren Gebäu­de gehö­ren zu Nyby­en).

Am Gru­ve­f­jel­let ober­halb von Nyby­en, dem obe­ren Orts­teil von Lon­gye­ar­by­en, hän­gen gro­ße Schnee­wäch­ten, die jeder­zeit abbre­chen und dabei auch Gebäu­de gefähr­den kön­nen. Daher hat der Sys­sel­man­nen die Gebäu­de auf der Ost­sei­te der Stra­ße in Nyby­en sowie den dar­über lie­gen­den Hang bis auf Wei­te­res gesperrt. Es gibt kei­nen Zeit­plan für die Auf­he­bung der Eva­ku­ie­rung, mit schnel­ler Ent­war­nung ist eher nicht zu rech­nen.

Lawinengefahr: Evakuierungen in Nybyen

Die ab Frei­tag 18 Uhr „ver­bo­te­ne“ Zone im Orts­teil Nyby­en.
Kar­te © Nor­sk Polar­in­sti­tutt / Sys­sel­man­nen på Sval­bard.

Lon­gye­ar­by­en: Orts­tei­le wegen Lawi­nen­ge­fahr eva­ku­iert

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge für Lon­gye­ar­by­en ver­spricht viel Wind aus Süd­ost, was an das schwe­re Lawi­nen­un­glück vom Dezem­ber 2015 erin­nert, bei dem zwei Men­schen in ihren Häu­sern ums Leben kamen.

Lawinengefahr: Evakuierungen in Longyearbyen

Die ab Sams­tag 8 Uhr „ver­bo­te­ne“ Zone im Orts­teil Lia, unter dem Suk­ker­top­pen. Die in der roten Zone lie­gen­den Gebäu­de wur­den durch die Lawi­ne im Dezem­ber 2015 zer­stört.
Kar­te © Nor­sk Polar­in­sti­tutt / Sys­sel­man­nen på Sval­bard.

Der Sys­sel­man­nen hat reagiert und für poten­zi­ell gfähr­der­te Orts­tei­le eine Eva­ku­ie­rung ange­ord­net. Betrof­fen sind die Häu­ser in Nyby­en, die auf Ost­sei­te der Stra­ße lie­gen, also zum Berg hin, sowie die unte­ren Hän­ge des Suk­ker­top­pen beim Orts­teil Lia (die schö­nen, bun­ten Holz­häu­ser mit den Spitz­dä­chern). Dort stan­den auch die Häu­ser, die kurz vor Weih­nach­ten 2015 durch die Lawi­ne zer­stört wur­den.

Die betrof­fe­nen Berei­che müs­sen bis Sams­tag früh 8 Uhr ver­las­sen sein und dür­fen bis auf Wei­te­res nicht betre­ten wer­den. Wer nicht pri­vat eine neue Unter­kunft orga­ni­sie­ren kann, kann sich an die Gemein­de­ver­wal­tung wen­den. Da Lon­gye­ar­by­en coro­nabe­dingt einen gewis­sen, nicht genau quan­ti­fi­zier­ba­ren Ein­woh­ner­schwund hat und es Platz in Hotels und Stu­den­ten­un­ter­künf­ten gibt, soll­te es jedoch nicht zu aku­ten Schwie­rig­kei­ten bei der Unter­brin­gung Betrof­fe­ner kom­men.

Lawinengefahr: Evakuierungen in Longyearbyen

Die ab Sams­tag 8 Uhr „ver­bo­te­ne“ Zone im obe­ren Orts­teil Nyby­en.
Kar­te © Nor­sk Polar­in­sti­tutt / Sys­sel­man­nen på Sval­bard.

Der Sys­sel­mann­nen erin­nert dar­an, dass auch im Gelän­de hohe Lawi­nen­ge­fahr herrscht. Die nor­we­gi­sche Lawi­nen­warn­sei­te Varsom.no weist für das Nor­dens­kiöld Land Stu­fe 3 („bedeu­ten­de Lawi­nen­ge­fahr“) aus.

Lon­gye­ar­by­en wird geimpft

Die nor­we­gi­sche Regie­rung hat ange­kün­digt, Spitz­ber­gen bei den Coro­na-Imp­fun­gen zu prio­ri­sie­ren. Hin­ter­grund ist, dass ein loka­ler Aus­bruch auf­grund der Ent­fer­nung zum Fest­land die Bereit­schafts- und Ret­tungs­diens­te stark belas­ten wür­de. Das Kran­ken­haus in Lon­gye­ar­by­en bie­tet nur eine medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung, Covid-19-Pati­en­ten müss­ten nach Trom­sø geflo­gen wer­den.

Corona-Krise: Longyearbyen wird geimpft

Das Kran­ken­haus Lon­gye­ar­by­en bie­tet nur eine medi­zi­ni­sche Basis­ver­sor­gung und wäre bei einem Coro­na-Aus­fall schnell über­for­dert.
Daher soll Spitz­ber­gen nun prio­ri­tär geimpft wer­den.

Zunächst wer­den in Lon­gye­ar­by­en alle Bewoh­ner ab 45 geimpft. Die Imp­fun­gen, die sich aus der Prio­ri­sie­rung Spitz­ber­gens erge­ben, sol­len noch im März begin­nen. Nach dem regu­lä­ren, lan­des­wei­ten Impf­plan wur­de bereits eine grö­ße­re Zahl älte­rer Men­schen geimpft.

Ver­bes­ser­te Neu­auf­la­ge: Scores­by­sund Hot Dogs – Hun­de­schlit­ten­fahr­ten auf der Rück­sei­te von Grön­land

Schö­ner, bun­ter, bes­ser, neu­er ist sie, die Neu­auf­la­ge von Scores­by­sund Hot Dogs – Hun­de­schlit­ten­fahr­ten auf der Rück­sei­te von Grön­land.

Die lebens­na­he Erzäh­lung von einem, der aus­zog, um in Ost­grön­land das Hun­de­schlit­ten­fah­ren zu ler­nen und nicht nur das eini­ger­ma­ßen erfolg­reich tat, son­dern auch viel dar­über hin­aus über Grön­land erfuhr, bringt Lesen­de zuver­läs­sig hier zum Schmun­zeln und dort viel­leicht auch zu Nach­den­ken. Unter­halt­sam-span­nen­de Erzäh­lun­gen von vie­len Tou­ren in Grön­lands gran­dio­ser Natur mit dem schöns­ten Fort­be­we­gungs­mit­tel, das es dazu gibt! Infor­ma­ti­ve Sei­ten über Hin­ter­grund­the­men wie „Grön­land – vor­ges­tern, ges­tern und heu­te“, „Der Grön­land­hai“, das „Grön­land-Koch­buch“ und „Jagd in Grön­land“ feh­len genau so wenig wie vie­le ein­drück­li­che Fotos, Comic­zeich­nun­gen von Sabi­ne For­mel­la und Kar­ten­skiz­zen.

Was ist nun neu? Die Fotos sind viiieeel bes­ser. Mehr, grö­ßer, bes­ser. Han­del­te es sich bei der ers­ten Aus­sa­ge über­wie­gend um klei­ne Schwarz­weiß­fo­tos, mehr schwarz als weiß, sowie zu weni­ge und meist zu dun­kel gedruck­te Farb­fo­tos, gibt es nun inge­samt mehr und grö­ße­re und qua­li­ta­tiv deut­lich ver­bes­ser­te Farb­bil­der. Sämt­li­che Schwarz­weiß­fo­tos wur­den über­ar­bei­tet und in Far­be über­nom­men. In der Zeit seit 2006 habe ich ja doch ein klein wenig gelernt über Bild­be­ar­bei­tung, irgend­wo für muss das ja gut sein 😉

Im Hin­ter­kopf hat­te ich eine sol­che Über­ar­bei­tung schon lan­ge. Der Vor­trag am Mitt­woch (17.3.), in dem ich die Geschich­te der „Scores­by­sund Hot Dogs“ in der Rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ auf­ge­grif­fen habe, war nun ein guter Anlass, das end­lich mal anzu­ge­hen.

Aktu­ell (Frei­tag, 19.3.) rotie­ren in der Dru­cke­rei noch die Wal­zen, in ein paar Tagen wird aus­ge­lie­fert. Bestellt wer­den kann ab sofort. Hier kli­cken für wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Bestel­lung: Scores­by­sund Hot Dogs (über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge März 2021).

Car­pe canem – auf geht’s! 🙂

Spitz­ber­gen mit der Anti­gua 30.5.-7.6.2021 fällt wegen Coro­na aus

Das Coro­na-Jam­mer­tal scheint kein Ende neh­men zu wol­len: Die frü­he Spitz­ber­gen­fahrt mit der Anti­gua vom 30. Mai bis zum 7. Juni 2021 fällt coro­nabe­dingt aus. Die ange­mel­de­ten Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wer­den zeit­nah von der Geo­gra­phi­schen Rei­se­ge­sell­schaft (Uwe Maaß) kon­tak­tiert.

Damit fan­gen die Rei­se­aus­fäl­le nun an, ins zwei­te Jahr zu gehen. Es ist ein Trau­er­spiel – was soll man sagen, ich habe kei­ne wei­te­ren, pas­sen­den Wor­te.

Antigua an der Eiskante, Spitzbergen

Hof­fen wir auf eine mög­lichst zeit­na­he erfreu­li­che Ent­wick­lung, damit wir bald wie­der so kön­nen, wie wir wol­len.

P.S. Man kann nur ver­su­chen, aus jeder Zeit das Bes­te zu machen – das tun wir mit der Online-Vor­trags­rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“, die ab dem 17.3. in die zwei­te Serie geht!

Online-Vor­trä­ge: „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ – zwei­te Serie!

Unse­re online-Vor­trags­rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ kam mit­samt Zuga­be so gut an, dass wir gleich wei­ter­ma­chen! Am 17.3. geht es mit einer sechs­tei­li­gen Serie von Ark­tis-online-Vor­trä­gen wei­ter. Wie­der haben Bir­git Lutz und ich, Rolf Stan­ge, uns sechs span­nen­de The­men aus­ge­sucht, um Euch an sechs Aben­den in die Ark­tis zu ent­füh­ren.

Der arktische Mittwoch: 6 arktische Themenvorträge mit Rolf Stange und Birgit Lutz

Der ark­ti­sche Mitt­woch: 6 ark­ti­sche The­men­vor­trä­ge.

Es gibt sechs Ter­mi­ne. Ihr könnt die Vor­trä­ge jeweils ein­zeln buchen (hier geht es zur Über­sicht) oder gleich alle sechs im 6er-Abo oder ein 3er-Abo für drei Aben­de nach frei­er Wahl (die Zuga­be mit Tho­mas Ulrich ist in den Abo-Vari­an­ten nicht mit ein­ge­schlos­sen).

Die The­men

Kli­cken auf das The­ma öff­net die Sei­te, auf der der jewei­li­ge Vor­trag ein­zeln buch­bar ist.

  • 24.3., Bir­git Lutz: Sanf­te Wild­nis – Ski­tour durch die nord­nor­we­gi­sche Finn­mark.
    2015 hat Bir­git die Finn­mark mit vier Freun­den durch­quert, auf Ski­ern mit dem Zelt. Die 100 Kilo­me­ter lan­ge Tour führ­te von Alta bis nach Karas­jok, über gefro­re­ne Seen durch das Land der Samen. Bir­git gibt uns einen Ein­blick in ihre Vor­be­rei­tung und ihr Equip­ment, das sie auch am Nord­pol ver­wen­de­te, und nimmt uns dann mit, quer durch die­sen wun­der­ba­ren Land­strich, zu feu­ri­gen Son­nen­un­ter­gän­gen und heu­len­den Stür­men. Nicht nur um die Natur wird es hier gehen, son­dern auch um die Samen und eini­ge Geschich­ten, die die Deut­schen in die­se Land­schaft geschrie­ben haben.
  • 31.3., Rolf Stan­ge & Kris­ti­na Hoch­auf-Stan­ge: Ark­ti­sche Tier­welt – Ren­tier und Eis­bär
    Jeder Spitz­ber­gen­rei­sen­de begeis­tert sich für die Tier­welt der Ark­tis, und die Tier­welt stand unter den The­men­wün­schen hoch auf der Lis­te. Das Spitz­ber­gen­ren­tier ist eine ganz eige­ne Unter­art, dem man nicht nur in der Wild­nis begeg­net, son­dern regel­mä­ßig auch in Lon­gye­ar­by­en auf dem Weg zum Super­markt. Kris­ti­na Hoch­auf-Stan­ge hat Spitz­ber­gens Ren­tie­re seit vie­len Jah­ren beson­ders ins Herz geschlos­sen und weiß viel Hin­ter­grün­di­ges zu ihnen zu erzäh­len.
    Eis­bä­ren begeg­net man lie­ber nicht über­ra­schend im Ort, aber natür­lich ist der König der Ark­tis eine Iko­ne des hohen Nor­dens, sei­ner Natur und heu­te lei­der auch des Kli­ma­wan­dels. Rolf Stan­ge hat in über einem Vier­tel­jahr­hun­dert vie­le hun­dert Eis­bä­ren gese­hen und weiß viel aus dem Leben die­ser Tie­re und von span­nen­den Begeg­nun­gen zu erzäh­len.
Der arktische Mittwoch: 6 arktische Themenvorträge mit Rolf Stange und Birgit Lutz

Der Win­ter in der Finn­mark mit Ski und Zelt, die ark­ti­sche Tier­welt und Island
ste­hen im Mit­tel­punkt bei den Vor­trä­gen am 24.3. mit Bir­git, am 31.3. mit Kris­ti­na und Rolf und am 7.4. mit Hen­ry Páll Wul­ff.
Der ark­ti­sche Mitt­woch: Eine Rei­he von Rolf Stan­ge und Bir­git Lutz ab 17.3.

  • 7.4., Hen­ry Páll Wul­ff: Mys­tisch, bezau­bernd und heiß: Island und sei­ne Vul­ka­ne.
    Wenn von Island die Rede ist, denkt man an Feu­er und Eis. Tau­chen Sie mit Hen­ry Páll Wul­ff ein in die magi­sche Welt bro­deln­der Schlamm­töp­fe, damp­fen­der Fuma­ro­len und schwe­fel­gel­ber Solfa­ta­ren. Vom Aus­bruch des unaus­sprech­li­chen Eyjaf­ja­ll­jö­kull zum far­ben­fro­hen Hoch­tem­pe­ra­tur­ge­biet von Land­man­nal­au­gar zeigt die­ser Vor­trag die zahl­rei­chen und wun­der­schö­nen Facet­ten des Vul­ka­nis­mus in Island und nimmt sie mit auf eine Rei­se durch atem­be­rau­ben­de Land­schaf­ten und die mys­ti­sche Folk­lo­re des Lan­des.
  • 14.4., Rolf Stan­ge: Die Ost­küs­te – Geschichte(n) einer legen­dä­ren Spitz­ber­gen-Rou­te.
    Als ers­ter hat der bri­ti­sche Berg­stei­ger Mar­tin Con­way die­se Rou­te 1896 erschlos­sen und unter­wegs so man­che Über­ra­schung erlebt. Und was sei­ne Expe­di­ti­on mit dem dama­li­gen Hotel am Hotell­ne­set zu tun, ganz in der Nähe des heu­ti­gen Flug­ha­fens, und mit einem frü­hen Ver­such, den Horn­sund­tind zu bestei­gen? Die Stre­cke zur Ost­küs­te ist heu­te im Win­ter ein lan­ger, aber belieb­ter Tages­aus­flug für schlit­ten­mo­to­ri­sier­te Tou­ris­ten. Zu Fuß im Som­mer dau­ert die Tour rund zwei Wochen.
    Rolf Stan­ge kennt die Geschich­ten. Er ist Con­ways Spu­ren zur Ost­küs­te zwei­mal zu Fuß gefolgt und vie­le Male im ark­ti­schen Win­ter. Machen wir uns auf den Weg!
  • 21.4., Bir­git Lutz: Franz Joseph Land – die ver­ges­se­nen Inseln im Eis.
    Bir­git nimmt uns in die­sem Vor­trag mit in die ver­bor­ge­ne Insel­welt Franz Joseph Lands. 1873 von Carl Weyprecht und Juli­us Payer ent­deckt, sind die Inseln, die zum rus­si­schen Staats­ge­biet gehö­ren, heu­te nur schwer erreich­bar. Bir­git war mehr als zehn Mal in dem Archi­pel und wird uns mit­neh­men in die­se sehr beson­de­re Insel­welt, die abseits vom Golf­strom auch heu­te noch oft von Eis umschlos­sen ist. Sie wird erzäh­len von der Ent­de­ckung des Archi­pels und der wei­te­ren Erfor­schung und eini­gen Ver­su­chen, von Franz Joseph Land zum Nord­pol zu gelan­gen. Wie­der ein­mal vie­le Geschich­ten in einer!

Und am 28.4. die Zuga­be mit Tho­mas Ulrich:
Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de

Für unse­re Zuga­be freu­en wir uns beson­ders, dass wir einen wirk­lich hoch­ka­rä­ti­gen Aben­teu­rer und Red­ner für uns gewin­nen konn­ten: Den Schwei­zer Tho­mas Ulrich! Hier kli­cken für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­ser Zuga­be. Die­se ist nur ein­zeln buch­bar, nicht aber als Teil der Abos (3er oder 6er Abo).

Tho­mas Ulrich ist nicht nur ein packen­der und sehr authen­ti­scher Erzäh­ler. Er ist gleich­zei­tig einer der bes­ten Out­door-Foto­gra­fen und Kame­ra­män­ner der heu­ti­gen Zeit, arbei­te­te zum Bei­spiel als Kame­ra­mann für den Kino­film „Nord­wand“ und doku­men­tier­te eine Ever­est­be­stei­gung für das Schwei­zer Fern­se­hen – sein Ein­satz­ge­biet beginnt dort, wo alle ande­ren auf­hö­ren. Ulrichs Erzäh­lun­gen sind also auch immer von her­vor­ra­gen­den Bil­dern beglei­tet.

Sein Vor­trag Arc­tic Solo ist ein ech­tes Juwel – Tho­mas erzählt dar­in von sei­nem Ver­such aus dem Jahr 2006, von Russ­land aus über den Nord­pol nach Kana­da zu mar­schie­ren, 1800 Kilo­me­ter über den Ark­ti­schen Oze­an. Der Ver­such miss­lang spek­ta­ku­lär, tage­lang kämpf­te Ulrich auf einer zer­bre­chen­den Schol­le ums Über­le­ben … und nach der Rück­kehr in die Schweiz sah er sich vie­len Vor­wür­fen aus­ge­setzt. Unbe­irrt brach Ulrich aber schon ein Jahr danach zu einer neu­en Expe­di­ti­on auf: Zusam­men mit dem Nor­we­ger Bør­ge Ous­land lässt er sich am Nord­pol aus­set­zen und mar­schiert dann „Auf Nan­sens Spu­ren“ nach Franz Joseph Land, durch­quert die Insel­grup­pe und segelt vom süd­lichs­ten Kap nach Nor­we­gen. Für die­se Expe­di­ti­on wur­den Ulrich und Ous­land vom Natio­nal Geo­gra­phic Maga­zi­ne zu den „Aben­teu­rern des Jah­res“ gewählt. In die­sem Vor­trag erzählt Ulrich mit packen­den Fotos von die­sen bei­den Expe­di­tio­nen, blickt dar­auf zurück, wie sie sein wei­te­res Leben geprägt haben und gibt auch einen Ein­blick in sei­ne heu­ti­gen Pro­jek­te.

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News-Auflistung generiert am 16. Mai 2021 um 09:01:23 Uhr (GMT+1)
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