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Jahres-Archiv: 2015 − Reiseblog


Isfjord – 24. Sep­tem­ber 2015

Der letz­te Tag der Rei­se mit Lan­dun­gen, unglaub­lich, wie schnell das auf ein­mal geht. Zuerst hat man die gan­ze Fahrt vor sich, und plötz­lich flie­gen die Tage dahin.
Heu­te müs­sen wir zunächst ein­mal einen schö­nen Spiel­platz für die Glet­scher­grup­pe fin­den, Spal­ten inner­halb von ansons­tem fla­chen, gut begeh­ba­rem Eis­ge­län­de, so dass Falk dort Seil­si­che­run­gen instal­lie­ren kann und Leu­te sich absei­len kön­nen. Das fun­tio­niert am Esmark­breen bes­tens, alle kom­men hin­ter­her mit lachen­dem Gesicht wie­der auf die Anti­gua.

Bei der Berg­sport­grup­pe Tun­dra geht es stil­ler zu, wir zie­hen eini­ge Kilo­me­ter über das fla­che Land der Erd­mann­flya, fin­den schö­ne Frost­mus­ter­bö­den, freu­en uns über den Rund­um­blick, eini­ge Ren­tie­re, die sanf­ten Far­ben der herbst­li­chen Tun­dra und machen uns eini­ge Gedan­ken über die uner­mess­li­chen Zeit­räu­me der Erd­zeit­al­ter. Mit einer 46 Meter lan­gen Schnur kann man sich das ziem­lich gut anschau­lich machen.

Unter Segel geht es über den Isfjord. Fast unter Voll­zeug! Was für ein Anblick! Dage­gen sehen man­che ande­re Schif­fe dann doch aus wie schwim­men­de Gewächs­häu­ser …
Zur letz­ten Lan­dung in der Coles­buk­ta stellt die Natur genau im rich­ti­gen Augen­blick den Schein­wer­fer noch mal auf vol­le Kraft und macht aus der alten, längst auf­ge­ge­ben rus­si­schen Sied­lung ein ark­ti­sches Rot­licht­vier­tel. So schön, dass es allen die Spra­che ver­schlägt. Ich woll­te von den rus­si­schen Sied­lun­gen und dem Spitz­ber­gen­ver­trag erzäh­len, aber das gelingt dabei nur halb. Zu atem­be­rau­bend sind das Licht und die Far­ben.

Gale­rie Isfjord – 24. Sep­tem­ber 2015

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Spä­ter am Abend legen wir in Lon­gye­ar­by­en an.

Kongsfjord – 23. Sep­tem­ber 2015

Ich war ja gespannt, wie der Tag sich ent­wi­ckeln wür­de. Der ers­te Blick durchs Bull­au­ge, gegen 6 Uhr, war wenig viel­ver­spre­chend. Außer tie­fen, grau­en Wol­ken nicht viel zu sehen.
Aber was der Tag brach­te, kann sich ohne Zwei­fel in eine denk­wür­di­ge Rei­he guter Tage in Spitz­ber­gen ein­ord­nen. Ein­bli­cke in eisi­ge Glet­scher­wel­ten bei einem der weni­gen vor­sto­ßen­den Glet­scher am Kongsfjord; zer­klüf­te­tes Glet­scher­eis und wil­de Morä­nen­land­schaf­ten.

Gleich­zei­tig war auf Blom­strand ein Eis­bär unter­wegs, was nun auch nicht gera­de all­täg­lich ist. Spä­ter ging er ins Was­ser und dreh­te zwi­schen vie­len trei­ben­den Stü­cken Glet­scher­eis sei­ne Run­den, offen­sicht­lich auf der Suche nach Rob­ben – ein im Was­ser jagen­der Eis­bär, das sieht man nicht alle Tage. Auch wenn die Jagd für die­ses Mal erfolg­los blieb. Spä­ter stieg er wie­der an Land und zeig­te sich in aller Pracht. Ein Männ­chen, gut im Fut­ter, und ohne jede Mar­kie­rung. Schön, mal einen Eis­bä­ren zu sehen, der noch nicht von Wis­sen­schaft­lern durch die Man­gel gedreht wur­de!

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Ein Besuch auf einer der klei­nen Inseln im Kongsfjord run­de­te den Tag auf hohem Niveau ab. Dort an Land zu gehen, ist auch etwas Beson­de­res; die­se Inseln sind ein Vogel­re­ser­vat, so dass sie im Som­mer Sperr­zo­ne sind, und erst spät in der Sai­son darf man dort über­all hin. Ein dezen­tes Feu­er­werk an Far­ben und Details und ein erschla­gend schö­ner Rund­um­blick auf Ber­ge und Glet­scher im Abend­licht.

Kross­fjord – 22. Sep­tem­ber 2015

So schlimm war der lang ange­kün­dig­te Schlecht­wet­ter­tag nun gar nicht. Zunächst end­lich mal Zeit für Vor­trä­ge, gar nicht schlecht. Und dann gab es nicht nur einen Land­gang – nicht der längs­te des Som­mers, aber ein schö­ner, klei­ner Spa­zier­gang – son­dern auch noch eine schö­ne Wal­sich­tung, ein Finn­wal beim Abend­essen im Kongsfjord. Ich kann mir einn schlim­me­ren Schlecht­wet­ter­tag vor­stel­len!

Foto Fjor­ten­de Juli­buk­ta – 22. Sep­tem­ber 2015

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Pho­to Kross­fjord – 22. Sep­tem­ber 2015

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Kross­fjord – 21. Sep­tem­ber 2015

Die lan­ge Fahrt vom Wood­fjord bis in den Kross­fjord ging schnel­ler und glat­ter als gedacht, wir hat­ten ja mit etwas Wind und Wet­ter gerech­net, aber das fiel aus, was auch kei­ner schlimm fand. Wobei das Wet­ter schon gewis­se Ver­än­de­run­gen mit­ge­macht hat. Die Wol­ken hän­gen tief über dem Lil­lie­höök­breen, ein Hauch fri­schen Schnees liegt auf den Ber­gen, eine ganz ande­re Stim­mung.

Pho­to Lil­lie­hook­breen 21. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Schnee liegt auch auf dem Flech­ten- und Moos­tep­pich in Sig­ne­ham­na. Ein Ren­tier­schä­del mit mäch­ti­gem Geweih liegt auf der Tun­dra, der ehe­ma­li­ge Besit­zer wird nun säu­ber­lich abge­nagt über­all ver­streut sein. Die Res­te der Kriegs­wet­ter­sta­tio­nen Knos­pe und Nuss­baum lie­gen im düs­te­ren Licht tie­fer Wol­ken und leich­ten Schnee­trei­bens, was ziem­lich pas­send ist und dar­über hin­aus auch sei­nen ästhe­ti­schen Reiz hat.

Pho­to Lil­lie­hook­breen 21. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Sei­nen Reiz hat auch das vie­le Eis in der Fjor­ten­de Juli­buk­ta. Wir sind gespannt, was das Wet­ter mor­gen so bringt. Laut Vor­her­sa­ge könn­te es ein gemüt­li­cher Tag auf dem Schiff wer­den.

Pho­to Sig­ne­ham­na 21. Sep­tem­ber 2015

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Mona­co­b­reen – 20. Sep­tem­ber 2015

Die gemein­sa­me Glet­scher­front von Mona­co­b­reen und Seli­ger­breen exis­tiert nun also nicht mehr. Der Berg Stortingspre­si­den­ten erreicht das Ufer und teilt die ehe­mals ver­ein­te Glet­scher­front in zwei getrenn­te Abbruch­kan­ten. Was sie aber nicht weni­ger beein­dru­ckend macht. Hohe Eis­wän­de, don­nern­de Abbrü­che, zahl­lo­se Eis­ber­ge mit For­men und Far­ben, die sich kein Mensch aus­den­ken könn­te. Jun­ge Drei­ze­hen­mö­wen ver­wir­ren vogel­kund­le­ri­sche Ein­stei­ger. Unter­des­sen pro­bie­ren sich die Glet­scher­wan­de­rer in den Spal­ten­fel­dern des Mona­co­b­reen.

Foto Horn­baek­pol­len 20. Sep­tem­ber 2015

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Ein Eis­bär in den Ler­nerøya­ne mach­te zunächst einen sehr viel­ver­spre­chen­den Ein­druck, woll­te dann aber doch nicht mit­spie­len, son­dern leg­te sich hin­ter einen Fels­rü­cken schla­fen. Dafür gibt es jetzt schö­nes Segeln im Abend­licht den Wood­fjord hin­auf.

Foto Mona­co­b­reen 20. Sep­tem­ber 2015

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Foto Wood­fjord 20. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Foto Wood­fjord 20. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Wal­ross-Wahn­sinn auf Mof­fen – 19. Sep­tem­ber 2015

Mof­fen ist die­ses klei­ne, ver­bo­te­ne Insel­chen nörd­lich von Spitz­ber­gen. Eigent­lich nur eine Kies­bank, ein Strand-Atoll um eine Lagu­ne, in der frü­her Wal­fän­ger gean­kert haben. Der Ein­gang exis­tiert aber nicht mehr.

Mof­fen ist als Wal­ross­ko­lo­nie bekannt und geschützt, jeden Som­mer ist das Anlan­den dort bis Mit­te Sep­tem­ber ver­bo­ten. Gut für die letz­ten Mohi­ka­ner, die noch spät in der Sai­son hier unter­wegs sind wie wir. Vor allem, wenn das Wet­ter so gut mit­spielt. Stil­le Luft, stil­les Was­ser, die Anlan­dung ein Kin­der­spiel. Und gleich bekom­men wir Besuch von neu­gie­ri­gen Wal­ros­sen. Damit ver­geht ein guter Teil des Vor­mit­tags, eine gan­ze Grup­pe schwimmt direkt vor uns am Strand auf und ab, manch­mal sehr mit sich selbst beschäf­tigt, manch­mal mit ihrer Auf­merk­sam­keit voll auf uns fokus­siert, neu­gie­rig aus dem Was­ser kom­mend, atem­be­rau­bend nah. Eine gro­ße Grup­pe, sicher an die hun­dert Tie­re, liegt wie immer an der süd­li­chen Land­zun­ge. Ganz in der Nähe ein Wal­ross­fried­hof, dort blei­chen unge­zähl­te Kno­chen seit Jahr­hun­der­ten, als sie gna­den­los abge­schlach­tet wur­den, wegen ihrer elfen­bei­ner­nen Zäh­ne, des ölhal­ti­gen Specks und des unge­mein kräf­ti­gen Leders.

Foto Wal­ross-Wahn­sinn auf Mof­fen – 19. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Als wir Mof­fen ver­las­sen, lie­gen dort immer­hin ein paar Säcke Plas­tik­müll weni­ger als zuvor. Unter ande­rem haben wir eine Gefrier­box mit Küh­lung gefun­den, viel­leicht von der eng­li­schen Yacht, die vor ein paar Jah­ren nörd­lich der Ytre Nor­skøya (oder war es Fug­le­san­gen, egal, spielt kei­ne Rol­le) auf­ge­lau­fen und gesun­ken ist? Die bei­den Seg­ler haben über­lebt, aber es war ziem­lich knapp. Völ­lig über­flüs­sig zudem, die Untie­fe ist schon seit lan­gem in der See­kar­te ver­zeich­net.

Foto Wal­ross-Wahn­sinn auf Mof­fen – 19. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Nach ein paar Stun­den Fahrt ist der Lief­defjord erreicht. Auf einer klei­nen Insel liegt zu unse­rer Freu­de ein Eis­bär auf der Tun­dra und schläft, hebt nur gele­gent­lich den Kopf, steht ein­mal kurz auf, um sich aber gleich wie­der hin­zu­le­gen. Kapi­tän Joa­chim steu­ert die Anti­gua wie­der ein­mal wun­der­bar dicht ans Ufer. Eine schö­ne Beob­ach­tung, und als wir wie­der fah­ren, liegt der Bär (ver­mut­lich eine Bärin) immer noch genau­so fried­lich da wie vor­her.

Foto Andoya­ne 19. Sep­tem­ber 2015

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Auf einer klei­nen Nach­bar­insel machen wir einen kur­zen Spät­nach­mit­tags­aus­flug, und nun lie­gen wir in einer gut geschütz­ten Bucht tief im Lief­defjord vor Anker.

Wal­ros­se und See­hun­de – 18. Sep­tem­ber 2015

Es wäre ja schön, heu­te ein paar Tie­re zu sehen. Spitz­ber­gen ist kein wünsch-dir-was-Land, aber hof­fen darf man ja. Und manch­mal hat man ja auch Glück. So heu­te. Die Wal­ros­se lagen auf der Ams­ter­damøya, fast wie bestellt. Noch schö­ner war aber der Fuchs, der gut ver­steckt unter die­sem gro­ßen Wal­kno­chen schlief und weg­spa­zier­te, nach­dem ich schon eine Wei­le direkt dane­ben gestan­den hat­te, ohne ihn gese­hen zu haben – auf ein­mal stand er ein­fach da und trab­te sei­ner Wege.

Foto Smee­ren­burg – 18. Sep­tem­ber 2015

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Auch die See­hun­de lagen auf ihren Stei­nen wie bestellt. Spitz­ber­gen kann so freund­lich sein.

Foto Vir­go­ham­na – 18. Sep­tem­ber 2015

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Die Ytre Nor­skøya war eben­falls freund­lich, was sie nicht immer ist. So oft pfeift dort ein kräf­ti­ger Wind, oder die Wol­ken hän­gen tief, oder am Ufer läuft ein Eis­bär ent­lang.

Foto Ytre-Nor­skoya – 18. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Letz­te­res wäre natür­lich gar nicht schlecht gewe­sen, war aber heu­te nicht der Fall. Und so konn­ten wir hoch auf den Zeeussche Uyt­kyk, den Aus­sichts­berg der Wal­fän­ger mit frei­em Blick auf den Nord­pol.

Foto Ytre-Nor­skoya – 18. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Mag­da­le­nefjord – 17. Sep­tem­ber 2015

Der Tag fängt schö­ner an, als der letz­te auf­ge­hört hat. Der Mag­da­le­nefjord im Mor­gen­licht, Glet­scher­eis treibt in dich­ten Strei­fen umher, das muss man gese­hen haben. Habe ich etwas in der Art schon mal geschrie­ben? Macht nichts, es stimmt ja. Das Licht fällt schein­wer­fer­ar­tig zwi­schen den schrof­fen Ber­gen hin­durch­fällt, zau­bert Licht­fle­cken auf die Glet­scher und auf das Grav­ne­set, wun­der­bar.

Foto Grav­ne­set – 17. Sep­tem­ber 2015

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Spä­ter ist es Zeit, die Steig­ei­sen mal aus­zu­pro­bie­ren. Im Smee­ren­burg­fjord fällt zwi­schen schrof­fen Ber­gen die­ser Glet­scher sanft zum Ufer ab, völ­lig spal­ten­frei und leicht zugäng­lich, gute Sache.

Foto Schei­buk­ta – 17. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Min­des­tens eben­so gut ist es, abends ein­fach vor Anker lie­gen zu blei­ben, ruhig und still, ein fros­ti­ger Abend, im Nor­den Abend­rot über der Dan­s­køya, im Süden steigt der Glet­scher an. Nun sind wir gespannt, ob es viel­leicht noch Nord­licht gibt.

Foto Schei­buk­ta – 17. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Kongsfjord – 16. Sep­tem­ber 2015

Der Tag fängt so schön an, wie der letz­te auf­ge­hört hat. Der Kongsfjord im Mor­gen­licht, Glet­scher­eis treibt in dich­ten Strei­fen umher, das muss man gese­hen haben. Die Königs­bucht hat ihren Namen schon aus gutem Grund.
Begrü­ßung direkt durch ein statt­li­ches Ren­tier, Tun­dra und Find­lin­ge, glet­scher­po­lier­ter Mar­mor, wei­te Bli­cke über Glet­scher und Eis­kap­pen, über­ragt von den drei Kro­nen. König­li­che Land­schaft.

Foto Kongsfjord – 16. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Ein kur­zer Rund­gang durch Ny Åle­sund, Geschich­ten von Berg­bau und For­schung, Amund­sen in der Son­ne, der Luft­schiff­mast trat genau im rich­ti­gen Augen­blick aus dem Schat­ten.

Foto Ny Ale­sund – 16. Sept 2015

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Unter Segeln ver­ließ die Anti­gua die Pier, noch im Fjord gab es von Rolf die aus­führ­li­che Fas­sung der Nord­po­lent­de­cker­ge­schich­ten, in der Son­ne an Deck, still unter Segeln. Vor der Küs­te mehr Dünung, die Nach­fra­ge beim Abend­essen ist redu­ziert, wäh­rend es mit 6-7 Kno­ten es nach Nor­den geht.

Foto Kongsfjord – 16. Sept 2015 – 2/2

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Lon­gye­ar­by­en – 15. Sep­tem­ber 2015

Reykja­vik, Oslo, Lon­gye­ar­by­en, ein paar schö­ne Tage in der Zivi­li­sa­ti­on zwi­schen Grön­land und Spitz­ber­gen. Hei­ße Ther­mal­bä­der, Muse­en mit Polar­re­li­qui­en, nor­di­sche Ver­traut­heit. Unmen­gen von Aus­rüs­tung sind zu sor­tie­ren, die Anti­gua liegt unter­des­sen bereits im Hafen.

Foto Isfjord – 15. Sep­tem­ber 2015 – 1/3

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Eine Fahrt ins Unbe­kann­te beginnt mit bekann­ten Rou­ti­nen. (Nun, natür­lich nicht tat­säch­lich unbe­kannt, aber was die nächs­ten Tage genau brin­gen wer­den, wis­sen wir ja wirk­lich jetzt noch nicht).

Foto Isfjord – 15. Sep­tem­ber 2015 – 2/3

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Men­schen mit­ein­an­der und mit dem Schiff ver­traut machen, Lei­nen los, Kurs nach Wes­ten und schließ­lich nach Nor­den. Unter­des­sen zeigt der Sep­tem­ber, was er in der Ark­tis kann. Son­nen­un­ter­gän­ge. Kitsch pur, aber kei­ner, den es stö­ren wür­de.

Foto Isfjord – 15. Sep­tem­ber 2015 – 3/3

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Itto­q­qor­toor­mi­it – 08. Sep­tem­ber 2015

Der ers­te Herbsturm in Island hat auch ein Lüft­chen in den Score­s­by­sund geschickt. Süd­lich vom Jame­son Land frisch­te es auf, die Segel gin­gen hoch – so macht es Freu­de, und der eine oder die ande­re mag die Fas­zi­na­ti­on des Segelns spä­tes­tens jetzt ent­deckt haben. Wen stört es da noch, dass ein Besuch beim expo­nier­ten Kap Hope dabei natür­lich nicht mehr zur Debat­te steht?

Itto­q­qor­toor­mi­it, oder Score­s­by­sund, wie auch immer man die klei­ne Sied­lung nen­nen will, prä­sen­tier­te sich denn auch etwas grau und win­dig. Ark­tisch-spät­som­mer­lich eben. Erin­ne­run­gen an den Auf­ent­halt von 2006 (mein Gott, ist das schon wie­der lan­ge her …) wer­den wach, wenn der Blick über die Bucht geht, die vor dem inne­ren Auge zufriert, und die Hun­de den Schlit­ten dort ent­lang zie­hen, wo jetzt die „pal liegt, an genau der Stel­le war auch die Geschich­te mit dem Grön­land­hai … alte Geschich­ten (sie­he Score­s­by­sund Hot Dogs). Der Ort ist mitt­ler­wei­le etwas geschrumpft, ein paar weni­ger Men­schen leben nun hier, und deut­lich weni­ger Hun­de.

Gale­rie Itto­q­qor­toor­mi­it – 08. Sep­tem­ber 2015

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Ein schö­ner Abschied von Grön­land, mit einem Abend­essen in pri­va­ter Atmo­sphä­re und Umge­bung im Ort.

Bjør­ne Øer­ne & Char­cot Havn – 07. Sep­tem­ber 2015

Jyt­tes Havn in den Bjør­ne Øer­ne ist einer der schöns­ten Natur­hä­fen im Score­s­by­sund. Grundt­vigs­kir­ke und ande­re Ber­ge am öst­li­chen Øfjord, fast 2000 Meter hoch, spie­geln sich im Was­ser, ange­leuch­tet von der Mor­gen­son­ne. Die Tour auf die fel­si­gen Hügel geht über Stock und Stein, aber die Aus­sicht über die Umge­bung wäre auch mehr als aus­rei­chen­der Lohn für viel grö­ße­re Mühen.

Wei­ter süd­lich ist Char­cot Havn die ein­zi­ge ordent­li­che Bucht auf der Ost­sei­te des Mil­ne Lan­des. Im Gegen­satz zum wahr­haft stein­al­ten Kris­tal­lin­ge­stein der wei­te­ren Umge­bung gibt es dort etwas Sedi­ment­ge­stein, der west­li­che Aus­läu­fer des Jame­son Land Beckens, und ein paar Fos­si­li­en wären doch eine Abwechs­lung. Der Hang sieht nicht gera­de viel­ver­spre­chend aus, zunächst flä­chen­de­ckend Morä­nen­dreck aus Kris­tal­lin­ge­stein, wo sich kaum eine erd­mit­tel­al­ter­li­che Mee­res­frucht hin ver­irrt haben wird. Wei­ter oben gro­be Sand­stein­blö­cke. Und die haben es in sich: Muscheln, Bra­chio­po­den, Koral­len­frag­men­te. Juras­si­sches Wat­ten­meer, mehr als 150 Mil­lio­nen Jah­re im Unter­grund bewahrt, von Glet­schern und Frost ans Tages­licht gebracht.

Gale­rie Bjør­ne Øer­ne & Char­cot Havn – 07. Sep­tem­ber 2015

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Rie­si­ge Eis­ber­ge spie­geln sich nun im spä­ten Abend­licht, wäh­rend die Ópal durch Hall Bred­ning glei­tet, den wei­ten Mit­tel­teil des Score­s­by­sund. Kein Lüft­chen kräu­selt die Was­ser­ober­flä­che.

Nord­licht – 06. Sep­tem­ber 2015

Die Krö­nung des Abends kam ja erst noch: Nord­licht. Überm Harefjord zeig­te sich eine schö­ne Auro­ra, die sich sogar im Was­ser spie­gel­te.

Ein wei­te­rer gro­ßer Wunsch, den sicher alle hier gehegt haben, ist damit in Erfül­lung gegan­gen.

Foto Nord­licht – 06. Sep­tem­ber 2015

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Tun­dra­land & Insel­fjord – 06. Sep­tem­ber 2015

Das Land im inne­ren Score­s­by­sund ist über­wie­gend steil und schroff, und man muss sich schon etwas umschau­en, um pas­sen­des Gelän­de für eine län­ge­re Wan­de­rung zu fin­den. Kei­ne Fra­ge, dass man sich auch mal für eine etwas län­ge­re Stre­cke hin­aus in die ark­ti­sche Natur bege­ben muss, um so rich­tig mit Leib und See­le dort anzu­kom­men.

Foto C. Hof­mann Hal­vo – 06. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Dafür war heu­te genau der rich­ti­ge Tag, sowohl die Gegend als auch das Wet­ter pass­ten. In allen Herbst­far­ben leuch­ten­de Tun­dra, grün­gel­be Ark­ti­sche Wei­de, rot­brau­ne Zwerg­bir­ke und knall­ro­te Krä­hen­bee­re auf vie­len Qua­drat­ki­lo­me­tern, aus denen fel­si­ge Hügel auf­ra­gen, wo eis­zeit­li­che Glet­scher mit dem Geschick eines Balan­ce­künst­lers Find­lin­ge dra­piert haben. Von einem Find­ling zum nächs­ten kann man sich pri­ma durch das Land han­geln, schö­ne Pau­sen machen, den Blick schwei­fen las­sen über Fjor­de, blau­es Was­ser mit zahl­lo­sen wei­ßen Eis­ber­gen, wei­te Tun­dra und rot­brau­ne Ber­ge. Ein ark­ti­scher Genuss ers­ter Klas­se. Ein Schnee­ha­se und ein paar Moschus­och­se sind die Sah­ne auf dem Kuchen.

Foto C. Hof­mann Hal­vo – 06. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Die Fahrt durch den Øfjord soll die Rund­fahrt durch die inne­ren Fjor­de ver­voll­stän­di­gen. 40 See­mei­len durch die­sen gewal­ti­gen Mee­res­arm, wo die Fels­wän­de unter Was­ser einen Kilo­me­ter tief abfal­len und sich über Was­ser genau­so hoch und noch mehr dem Him­mel ent­ge­gen­stre­cken. Für Fein­schme­cker der Geo­lo­gie und Freun­de ästhe­ti­scher Struk­tu­ren im Fels ist der Tel­ler hier aller­or­ten reich gedeckt, und wer sich ein­fach nur an den gewal­ti­gen Dimen­sio­nen der Land­schaft berau­schen will, kommt eben­falls flä­chen­de­ckend auf sei­ne Kos­ten.

Foto Ofjord – 06. Sep­tem­ber 2015

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Fjord der Far­ben II – 05. Sep­tem­ber 2015

Natur­er­leb­nis lebt ja nicht gera­de von Stei­ge­rung. Die­se berühm­te Rede­wen­dung, etwas noch „top­pen“ zu müs­sen, fin­de ich in Bezug auf Land­schaf­ten schon etwas schrägt. Aber manch­mal ist es doch genau das, was pas­siert. So gesche­hen heu­te in Bezug auf die Far­ben der Land­schaft. War die rote Fels­wand der Røde Ø schon ein impo­san­tes Far­ben­spiel, so sind die Can­yons wei­ter nörd­lich eine Farb­ex­plo­si­on aus tie­fem Rot. Wir sind ein­fach hin­ein­ge­gan­gen, ohne zu wis­sen, wie weit man über­haupt kommt. Man kommt erstaun­lich weit. Zig und hun­der­te Meter hohe rote Fels­tür­me wohin das Auge schaut, gekrönt von einem tief­blau­en Him­mel. Eine dua­le Farb­ge­bung von unge­ahn­ter Inten­si­tät.

Foto Rodefjord Can­yon – 05. Sep­tem­ber 2015

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Wei­ter nörd­lich ste­hen Moschus­och­sen am Ufer, dann errei­chen klei­ne­re Aus­läu­fer des Inland­ei­ses das Was­ser. Schö­ne Bli­cke auf einen spal­ti­gen Glet­scher, unter­wegs eine uner­war­te­te Begeg­nung mit einer klei­nen Moschus­och­sen­fa­mi­lie. Erstaun­te Bli­cke, lan­ges, tie­fes Nach­den­ken, Abmarsch, Flucht. Erstaun­lich, wie die­se mit Zie­gen ver­wand­ten Urtie­re die Fel­sen hin­auf galop­pie­ren kön­nen.

Foto Harefjord – 05. Sep­tem­ber 2015

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Eine klei­ne Abend­wan­de­rung in die Far­ben des nahen­den Son­nen­un­ter­gan­ges hin­ein – schon wie­der Far­ben, das ist Grön­land an einem schö­nen Spät­som­mer­tag. Die Ópal liegt schon in einer klei­nen Bucht vor Anker, als wir in der Nähe zum Ufer kom­men.

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News-Auflistung generiert am 18. April 2024 um 07:40:12 Uhr (GMT+1)
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