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Jahres-Archiv: 2015 − Reiseblog


Fjord des Winds – Fjord der Far­ben – 04. Sep­tem­ber 2015

Der Fønfjord hat sei­nen Namen ja nicht nur so zum Spaß. Und er hat sei­nem Namen heu­te alle Ehre gemacht. Logi­scher­wei­se bläst der Fön vom Inland­eis weg, uns also ent­ge­gen. Dar­auf kann man wirk­lich getrost alles ver­wet­ten. Ziem­lich kräf­tig hat der Fønfjord gefønt.

Foto Fjord des Winds – Fjord der Far­ben – 04. Sep­tem­ber 2015

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Aber wer sagt, dass man im Fønfjord nir­gend­wo an Land kann? Es gibt dort eine schö­ne Neben­bucht, ins Mil­ne Land ein­ge­schnit­ten, und dort hat die Ópal ihre herr­li­che Was­ser­ze­re­mo­nie zele­briert. Will sagen, auf ihre sehr eige­ne Art die Trink­was­ser­vor­rä­te auf­ge­füllt. Mit dem Schiff direkt auf den Strand fah­ren (das geht natür­lich nur an geeig­ne­ten Stel­len) und den Schlauch direkt in den Schmelz­was­ser­bach. Freu­den der klei­nen Schif­fe!

Foto Røde Ø – 04. Sep­tem­ber 2015 – 1/2

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Der Rødefjord hat sei­nen Namen eben­falls aus gutem Grund. Tief­ro­ter Sand­stein. Vor der Roten Insel hat die Natur brenn­holz­sta­pel­gleich eine Mau­er aus Basalt­säu­len auf­ge­schicht. Senk­rech­te, quietsch­ro­te Fels­wän­de, wie in Marl­bo­ro Coun­try.

Foto Røde Ø – 04. Sep­tem­ber 2015 – 2/2

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Aber das bes­te sind natür­lich die Eis­ber­ge. Der berühm­te Eis­berg­fried­hof nörd­lich der Røde Ø, ice­berg alley, ice­berg city, wie auch immer man das nen­nen will. Eine unglaub­li­che Ansamm­lung gewal­ti­ger Eis­ber­ge, furcht­erre­gend gro­ße Eis­rie­sen, umge­ben von spie­gel­glat­tem Was­ser. Tief­grün wach­sen die Eis­ber­ge unter Was­ser wei­ter. Nach der Zodiac­tour frag­te Kapi­tän Hörður, ob es mir gefal­len hät­te. Was für eine Fra­ge. Wenn einem das nicht gefällt, braucht man nicht nach Grön­land zu fah­ren. Ange­sichts die­ser gewal­ti­gen Schön­heit kann man nur sprach­los wer­den.

Das Basalt­säu­len­pa­ra­dies in der Vikin­ge­bugt – 03. Sep­tem­ber 2015

Die Nacht hat Schnee gebracht, der sich wie eine wei­ße Decke über das Schiff und die Land­schaft legt. Aller­dings taut es schon wie­der, es ist nass, lan­ge wird der Schnee nicht blei­ben.

Die Mann­schaft muss­te nachts eini­ge Male auf­dring­li­che Eis­schol­len mit lan­gen Stan­gen vom Schiff fern­hal­ten.

Foto – Das Basalt­säu­len­pa­ra­dies in der Vikin­ge­bugt – 03. Sep­tem­ber 2015

Basaltsäulenparadies

Das gesam­te Land süd­lich des Score­s­by­sund besteht aus Basalt. Das Blut der Erde, ver­gos­sen damals, als sich durch einen rie­si­gen Kon­ti­nent wie eine Wun­de ein Riss bil­de­te, der dann wei­ter und wei­ter wur­de. Heu­te ken­nen wir die­sen Riss als den Atlan­tik. Und die Blu­tun­gen, die die Geburts­we­hen es Atlan­tik beglei­te­ten, das ist der Basalt. Ein gewal­ti­ges Basalt­pla­teau, das spä­ter aus­ein­an­der­ge­bro­chen ist. Der öst­li­che Teil ist als Fœrøer Inseln bekannt.

Foto – Taen­der­ne – 03. Sep­tem­ber 2015

Basaltsäulenparadies

Und so kommt es, dass die als Basalt­säu­len bekann­ten Kunst­wer­ke der Natur in allen For­men und Grö­ßen in der Vikin­ge­bugt zu sehen sind. Der Schnee hebt die Struk­tu­ren an man­chen Stel­len schön her­vor.

Foto – Hecla Havn – 03. Sep­tem­ber 2015

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Zum Nach­mit­tag hin klart es mehr auf. Das Fels­hü­gel­land der Dan­mark Ø lädt zum Wan­dern ein. Detail­rei­che, far­ben­fro­he Ein­sich­ten in Mil­li­ar­den Jah­re Erd­ge­schich­te und beein­dru­cken­de Aus­sich­ten über ein schö­nes Stück Grön­land.

Von Reykja­vik in den Score­s­by­sund

Wie hat­te ich mich auf eine ruhi­ge Nacht in dem klei­nen Gäs­te­haus in Reykja­vik gefreut, zen­tral gele­gen, aber in einer stil­len Sei­ten­stra­ße. Wenn nur nicht die­ses Film­team gewe­sen wäre, das um 5 Uhr früh anfing, direkt vor dem Fens­ter mei­nes Zim­mer­chens eine völ­lig bana­le Sze­ne stun­den­lang laut­stark zu dis­ku­tie­ren und dut­zen­de Male zu dre­hen!

Foto Blos­se­ville Kyst – 02. Sep­tem­ber 2015

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Gegen 8 Uhr tra­fen sich die Grön­land­fah­rer am klei­nen Inland­flug­ha­fen. Im Gegen­satz zu 2013 und zum Flug nach Akurey­ri im Juni blieb uns die­ses Mal eine aus­führ­li­che Sicher­heits­kon­trol­le nicht erspart. Die Que­rung der Däne­mark­stra­ße lässt sich in 10000 Metern Höhe deut­lich schnel­ler und kom­for­ta­bler bewerk­stel­li­gen als direkt auf den Wel­len rei­tend. Grön­land kam süd­lich des Score­s­by­sunds auf Höhe der Rømer Ø aus den Wol­ken.

Im Hur­ry Inlet war­te­te die Ópal schon auf uns, dane­ben der Neu­zu­gang der North Sai­ling Flot­te, die Don­na Wood.

Foto Consta­ble Point – 02. Sep­tem­ber 2015

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Die ers­ten Eis­ber­ge zie­hen Auf­merk­sam­keit auf sich, wie auch die Ber­ge süd­lich des Score­s­by­sund. Die Vol­quart Boons Kyst, wie der wil­de Küs­ten­strei­fen dort heißt, hat den Ruf, ein sehr ungast­li­ches Ufer zu sein. Zu Recht, erhe­ben sich die Ber­ge dort doch über 1000 Meter hoch schroff über dem Ufer, unter­bro­chen von zer­klüf­te­ten Glet­schern. Ein genau­so abwei­sen­der wie anzie­hen­der Anblick.

Foto Hall Bred­ning – 02. Sep­tem­ber 2015

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Aber die eigent­li­che land­schaft­li­che Musik spielt woan­ders, und da müs­sen wir erst mal hin. Eini­ge Stun­den Fahrt sind es, bis wir spät abends die Vikin­ge­bugt errei­chen. Der Anker fällt auf den Grund und wir in die Kis­sen.

Vier Eis­bä­ren, ein Wal­ross – 11. August 2015

Neue Fahrt, neu­es Glück. Alte Bekann­te aus pola­ren Brei­ten mit Freun­den und Ver­wand­ten. Man kennt sich schon zumin­dest teil­wei­se vor Beginn der Fahrt, eine sehr fami­liä­re Zusam­men­set­zung und Atmo­sphä­re, sehr ange­nehm.

Etwas Dünung im Isfjord-Aus­gang. Weih­nachts­baum-Wil­li stellt fest, dass das Schwan­ken des Mast­baums ande­re Aus­wir­kun­gen hat als das Schwan­ken der Tan­nen­bäum­chen.

Spie­gel­glat­tes Was­ser im For­lands­und, Ber­ge und Glet­scher wach­sen auf der Was­ser­ober­flä­che nach unten wei­ter.

Foto Kongsfjord – 11. August 2015 – 1/2

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Ny Åle­sund ist ein guter Start, ein sanf­ter Über­gang von der Zivi­li­sa­ti­on in die ark­ti­sche Wild­nis. Und wenn man Mar­ten Loo­nen begeg­net, dem Chef der nie­der­län­di­schen Ark­tis-Sta­ti­on, ist das immer äußerst lehr­reich. Gän­se und Füch­se haben wech­sel­wei­se gute und schlech­te Jah­re, etwa so wie die Lem­min­ge, so ganz grob. Nur umfas­sen die Zyklen nicht drei Jah­re, son­dern sie­ben oder acht. Das Gras, die Ren­tie­re, Regen oder Schnee, alles spielt eine Rol­le. Es ist kom­plex.

Foto Kongsfjord – 11. August 2015 – 2/2

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Ein totes Wal­ross am Ufer hat zwei Eis­bä­ren-Klein­fa­mi­li­en ange­zo­gen. Zwei Eis­bä­rin­nen mit jeweils einem erst­jäh­ri­gen Jung­bä­ren. Die Mama wid­met ihre vol­le Auf­merk­sam­keit dem Wal­ross-Kada­ver, wäh­rend der Klei­ne sich wech­sel­wei­se mit einem Stück Treib­holz und einem stei­len Hang beschäf­tigt. Das Boot mit den Besu­chern vor dem Strand ist hin­ge­gen völ­lig bedeu­tungs­los, nur eine unwich­ti­ge Rand­er­schei­nung im Augen­win­kel der Tie­re. Eine reich gedeck­te Tafel, ein Fest für Bären und Tou­ris­ten. Eine wil­des Stück ark­ti­scher Natur, ein Glücks­fall. Es sei denn, man ist das Wal­ross.

Erd­mann­flya – 05. August 2015

Eine ruhi­ge Nacht, eine ruhi­ge Fahrt nach Nor­den Rich­tung Isfjord, unter­bro­chen nur von einer kur­zen Angel­pau­se, als Kabel­jau auf dem Echo­lot erscheint – das Abend­essen ist gesi­chert. Zeit, zum ers­ten Mal über­haupt Fotos zu zei­gen von der Bee­ren­berg-Bestei­gung auf Jan May­en im Juli.

Dann ist die Bore­buk­ta erreicht, eine der Buch­ten im zivi­li­sa­ti­ons­na­hen Isfjord, wo sich ande­re eher sel­ten hin ver­ir­ren. Noch ein­mal hin­aus in die ark­ti­sche Wild­nis, ohne ande­re Men­schen zu sehen. Noch ein­mal hin­aus in die stil­le Tun­dra, durch die fla­che, wei­te Küs­ten­ebe­ne strei­fen, die aus der Fer­ne so öde aus­sieht und aus der Nähe auf ein­mal so detail­reich ist. Ein altes Fang­schiff direkt am Ufer, es sieht aus, als sei es ein­mal kom­plett hier zurück­ge­las­sen wur­den, um bald wie­der ins Was­ser gezo­gen zu wer­den, aber die Mann­schaft kam nie zurück. War­um ..? (Ergän­zung: wie spä­te­re Recher­chen erga­ben, wur­de das das Boot von einem frü­he­ren Ein­woh­ner Lon­gye­ar­by­ens an Land plat­ziert, um dort als Unter­kunft zu die­nen. Obschon längst Geschich­te, ist der von der Insel Hamarøy stam­men­de Mann unter dem Spitzbamen »Hamarøy­en« immer noch sehr bekannt in Lon­gye­ar­by­en. Der See in der Nähe wur­de von den Ein­woh­nern schon immer ger­ne zum Angeln genutzt).

Strän­de, klei­ne Steil­küs­ten, klei­ne ein­ge­schnit­te­ne Flüs­se. Fels­land­schaf­ten mit Fuchs­bau­en, und prompt zwei jun­ge Eis­füch­se, einer von ihnen recht neu­gie­rig. Stil­le Pan­ora­ma­bli­cke über den Isfjord. Eine klei­ne Her­de von sechs Ren­tie­ren, die eine hal­be Ehren­run­de um uns dre­hen. Ein schö­ner Abschied von Spitz­ber­gens Tun­dra.

Die Bran­dung am Ufer lässt nicht alle Stie­fel tro­cken. Gut, dass wir das vor­her die gan­ze Fahrt über erfolg­reich ver­mie­den haben.

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Eine letz­te, ruhi­ge Nacht vor Anker in der Coles­buk­ta, und dann die letz­ten Mei­len nach Lon­gye­ar­by­en. Die Fahrt ist vor­bei. Mei­ne ganz eige­ne, ganz pri­va­te Abschluss­fei­er basiert auf einem Saib­ling von der Nord­küs­te, ein Geschenk von Pål. Der reicht für zwei Tage.

Bell­sund – 04. August 2015

Ja, der Bell­sund – welch’ ein Klang liegt im Namen die­ses Ortes, so fried­lich, fast hei­mat­lich J weit weg von all dem Eis, zurück in der grü­nen Tun­dra unter den Vogel­fel­sen, bei den bun­ten Blu­men, den Ren­tie­ren, den schön geschwun­ge­nen Buch­ten. Nach dem Tag ges­tern auf dem Schiff war es gut, heu­te ein wenig warm zu wer­den, gut 300 recht stei­le Höhen­me­ter sind es bis zum Rund­um­blick über den Bell­sund. Die Akseløya mit ihren schö­nen Sun­den im Nor­den, Fri­dt­jov­breen, die gro­ßen Täler Ber­ze­li­us­da­len und Reind­a­len. Die saf­tig-grü­ne Tun­dra mit den gel­ben Blu­men­mee­ren auf der Mid­ter­huks­let­ta mit den tief ein­ge­schnit­te­nen Eis­kei­len. Die klei­nen Halb­in­seln auf der Süd­sei­te, und in der Fer­ne die wei­ten Glet­scher und Ber­ge hin­ter Van Keu­len­fjord und Recher­chefjord. Ein so schö­nes Land, an einem guten Tag.

Gale­rie Bell­sund – 04. August 2015

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Ruhig vor Anker mit Blick auf den Fri­dt­jov­breen klingt der Tag aus.

Eis … with a litt­le help from my fri­ends – 03. August 2015

Ja, das The­ma Eis bleibt uns treu. Der nächs­te dich­te Treib­eis­strei­fen liegt vor­aus, das Sør­kapp Land schon schein­bar zum Grei­fen nahe. Aber nun grei­fen wir in die Trick­kis­te. Bei den Bedin­gun­gen sind nicht gera­de vie­le Schif­fe in die­ser Gegend, aber nun sind wir nicht mehr die ein­zi­gen. Das Hur­tig­ru­ten-Schiff Fram ist nörd­lich von uns, eben­falls unter­wegs nach Süden, ein schnel­les, kräf­ti­ges Schiff mit einem hilfs­be­rei­ten Kapi­tän. Wir hän­gen uns schön hin­ten dran, die Fram ist so breit, dass sie einen fei­nen Kanal ins Eis zieht, und die Pas­sa­gie­re dort haben ihre Freu­de. Genau­so wie wir. Das erlebt man auch nicht alle Tage J

Foto Sør­kapp – 03. August 2015 – 1/3

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Nach einem ers­ten, sehr dich­ten Abschnitt wird das Eis offe­ner. Drei­ze­hen­mö­wen fischen im Kiel­was­ser der Fram, das wil­de Sør­kapp Land ist der gran­dio­se Hin­ter­grund die­ser gan­zen Sze­ne. Und als krö­nen­der Abschluss taucht auch noch ein Eis­bär auf. Ein kräf­ti­ges Männ­chen, zer­narb­te Nase, kampf­erprobt, mit selbst­be­wuss­tem Blick schaut er her­über.

Foto Sør­kapp – 03. August 2015 – 2/3

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Die wei­te Pas­sa­ge rund ums Süd­kap nimmt die Nacht in Anspruch, die gan­ze Zeit lie­gen Eis­fel­der zwi­schen uns und der Küs­te. So auch jetzt, am frü­hen Mor­gen. Ein wei­te­res, wei­tes Treib­eis­feld liegt vor dem Horn­sund, wir kur­ven mun­ter zwi­schen den Eis­schol­len hin­durch, immer wie­der rum­pelt es ordent­lich, Pål hat am Steu­er sei­nen Spaß, ich hal­te nach Eis­bä­ren Aus­schau und schrei­be zwi­schen­durch die­se Zei­len.

Foto Sør­kapp – 03. August 2015 – 3/3

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Um den Horn­sund wer­den wir wohl einen Bogen machen, mal schau­en, wo es uns hin ver­schlägt, es wird ver­mut­lich der Bell­sund. Irgend­wann heu­te müss­te wie­der ein guter Anker­platz her, Ruhe­pau­se für den Skip­per, Land­gang für die Pas­sa­gie­re.

Eis – 03. August 2015

Eis … schon mal gehabt, eine Über­schrift die­ser Art, oder? Kann sein. Nun sind wir abseits der Isbuk­ta, süd­li­che Ost­küs­te Spitz­ber­gens. Immer­hin, so weit süd­lich waren wir noch nicht, das Süd­kap ist ja gefühlt zum Grei­fen nah. Wie­der ein­mal dach­ten wir, ab jetzt freie Fahrt vor­aus, das Eis trat zurück, offe­nes Was­ser vor­aus … und ein paar Mei­len spä­ter der nächs­te Eis­strei­fen, dich­tes Eis. Laut Eis­kar­te von heu­te soll­te es nur ein iso­lier­tes Eis­feld sein, „open drift ice“, kennt man ja, hat­ten wir schon mal.

Foto Eis – 03. August 2015

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Habe­nicht­buk­ta – 01. + 02. August 2015

Über den gest­ri­gen Tag brei­ten wir lie­ber den Man­tel des Schwei­gens. Vie­le sau­re Stun­den waren es, die wir damit ver­brach­ten, bei Wind und kräf­ti­gem See­gang über den Storfjord zu kreu­zen, hin und her, immer die Eis­kan­te in Sicht, in der Hoff­nung, eine Durch­fahrt zu fin­den. Was sich zunächst als Öff­nung im Eis prä­sen­tier­te, war dann doch nur eine Bucht, wo der kräf­ti­ge Wind den Eis­gür­tel nach Süden getrie­ben hat­te. Die Ost­küs­te von Spitz­ber­gen schien so nahe, der Horn­sund­tind bereits gut sicht­bar, aber doch genau­so uner­reich­bar wie der Mond.

Habe­nicht­buk­ta – 01. + 02. August 2015

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Schließ­lich stem­pel­ten wir den Fall als vor­erst hoff­nungs­los ab und stampf­ten eini­ge Stun­den nord­ost­wärts zur Edgeøya, wo wir in der Habe­nicht­buk­ta einen schö­nen, klei­nen Natur­ha­fen fan­den, in dem es sich gut und vor See­gang geschützt ankern ließ. Bald kehr­te das Leben wie­der zurück auf die klei­ne Arc­ti­ca II, ver­schol­len geglaub­te Gesich­ter tauch­ten wie­der auf und das Cha­os wur­de wie­der in einen Zustand ver­setzt, der Gemüt­lich­keit und Gebrauch zuließ.

Der Plan, hier abzu­war­ten, bis der Wind sich deut­lich gelegt hat­te, stieß auf all­ge­mei­ne Zustim­mung. Es stand auch zu erwar­ten, dass der kräf­ti­ge Nord­wind den Eis­rie­gel, der nach aller zur Ver­fü­gung ste­hen­der Infor­ma­ti­on nur ein recht schma­ler Strei­fen war, so zer­streu­en wür­de, dass der Pas­sa­ge zum Süd­kap beim nächs­ten Ver­such eigent­lich nicht zuviel im Weg ste­hen soll­te. Also gab es ein gutes Abend­essen und einen gemüt­lich-gesel­li­gen Abend auf dem Schiff, und dann erst­mal eine ruhi­ge, lan­ge Nacht mit erhol­sa­mem Schlaf J

Foto Has­sen­stein­buk­ta – 02. August 2015

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Das wei­te Land im Süd­wes­ten der Edgeøya ist ein ark­ti­scher Traum, und natür­lich haben wir einen aus­gie­bi­gen Sonn­tag­vor­mit­tags­spa­zier­gang gemacht, aus dem doch ein ordent­li­cher Streif­zug gewor­den ist. Die schö­ne, far­ben­fro­he Tun­dra auf dem fla­chen Hügel­land aus Basalt­ge­stein bie­tet im Klei­nen wie im Gro­ßen unend­lich viel für Auge und Gemüt; die wei­ten Tafel­ber­ge im Inland geben dem Land den Cha­rak­ter, der für den Süd­os­ten Spitz­ber­gens so typisch ist. Wil­des, schö­nes Land. Far­ben­fro­he Blüm­chen, ers­te Herbst­fär­bung der Polar­wei­de. Ein ver­zweig­ter Fluss, ein Ren­tier, alte Fuchs­fal­len aus längst ver­gan­ge­nen Trapp­er­zei­ten. Eine lan­ge, stil­le Pau­se, um den Blick schwei­fen zu las­sen.

Foto Habe­nicht­buk­ta – 02. August 2015

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Eine zwei­te Lan­dung am spä­te­ren Nach­mit­tag wur­de ein ziem­lich kur­zer Aus­flug. Kaum unter­wegs, sahen wir etwas wei­ter süd­lich einen Eis­bä­ren am Ufer ent­lang wan­dern. Wir zogen uns zum Schiff zurück und über­lie­ßen ihm sein Revier.

Mehr Wal­ros­se, mehr Wind, mehr Eis – 31.07 + 01.08.2015

(31. Juli – 01. August 2015) – Der Tag begann zwar son­nig, aber bald wur­de es ziem­lich win­dig, was an den ziem­lich unge­schütz­ten Küs­ten um den Storfjord wenig hilf­reich ist. Wider Erwar­ten sind wir auf der Edgeøya sogar noch an Land gekom­men, konn­ten die schö­ne Tun­dra genie­ßen, das wei­te Land, eine Wal­ross­her­de, die sich in der Nähe einer alten Trap­per­hüt­te sonn­te, dicht bei einem von Kno­chen über­säh­ten, alten Wal­ross­fried­hof, wo vie­le ihrer Vor­fah­ren von Wal­fän­gern und Jägern wegen ihrer Stoß­zäh­ne, ihres Specks und ihrer Haut geschlach­tet wur­den. Die Natur holt sich ihre Plät­ze hier schon zurück, auch wenn es ziem­lich lan­ge dau­ert.

Mehr Wal­ros­se, mehr Wind, mehr Eis – 31.07 + 01.08.2015

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In der Annah­me, dass die Umrun­dung Spitz­ber­gens nun nur noch Form­sa­che ist, eine lan­ge Fahrt nach Süden durch den Storfjord und dann ums Süd­kap, mach­ten wir uns dann auf den Weg mit Kurs aufs Süd­kap. Aber die­ser Treib­eis­strei­fen, der auf der Eis­kar­te als schma­ler Strei­fen offe­nen Treib­ei­ses zwi­schen der süd­li­chen Edgeøya und der süd­li­chen Ost­küs­te Spitz­ber­gens ange­zeigt war, erwies sich als dich­tes Pack­eis. Der hef­ti­ge Nord­wind, der immer noch pus­tet und das Leben an Bord auch nicht gera­de schö­ner macht, hat das Eis zusam­men­ge­scho­ben. Nun suchen wir schon seit über 12 Stun­den eine Lücke in die­sem Eis­gür­tel, und wenn wir nicht bald eine fin­den, dann steht uns der lan­ge Weg nach Nor­den bevor, zurück durch den Heley­sund und die Hin­lo­pen­stra­ße … kein schö­ner Gedan­ke, aber hier hat die Natur das Sagen. Ein König­reich für eine genaue, aktu­el­le Eis­kar­te und eine gute Wet­ter­vor­her­sa­ge!

Wal­ros­se, Eis und Strö­mung – 30. Juli 2015

Ein unglaub­li­cher Tag. Er begann zu recht frü­her Stun­de in dich­tem Nebel mit einer Her­de Wal­ros­se, die bes­ter Lau­ne und recht aktiv waren. Er ging wei­ter im Nebel und mit mehr und mehr Eis. Das Eis blieb, der Nebel ging, und so ver­brach­ten wir einen wun­der­ba­ren Nach­mit­tag damit, unter glei­ßen­der Son­ne durch das Eis zu kreu­zen, nach den zahl­rei­chen Rob­ben und Vögel Aus­schau zu hal­ten, wun­der­ba­re Ark­tis pur.

Dann die span­nen­de Fra­ge, ob der Heley­sund sich als pas­sier­bar erwei­sen wür­de. Ange­sichts der wei­ten, immer dich­ter wer­den­den Eis­fel­der davor war die spon­ta­ne Ant­wort eigent­lich: nein, das wür­de wohl nicht klap­pen, die wei­te­re Fahrt wür­de zurück durch die Hin­lo­pen­stra­ße nach Nor­den füh­ren. Aber mal sehen. Die Strö­mung nahm zu, und irgend­wann waren wir an dem Punkt, wo die Pas­sa­ge ein Fakt war, selbst wenn wir nicht gewollt hät­ten. Lei­der kann ich kein Video schi­cken (kommt ja dann spä­ter noch nach), und mit Wor­ten lässt sich die­se Pas­sa­ge kaum beschrei­ben. Eine Ach­ter­bahn­fahrt in star­ker Strö­mung, zusam­men mit einem gro­ßen Eis­feld, des­sen Schol­len hier­hin, dahin und dort­hin trie­ben. Skip­per Pål manö­vrier­te so und anders, um den Schol­len eini­ger­ma­ßen aus­zu­wei­chen, was natür­lich nur so halb­wegs klap­pen konn­te, aber die Arc­ti­ca II ist ja dazu gebaut, um ein paar kräf­ti­ge Schlä­ge ein­ste­cken zu kön­nen. Jedes Segel­boot mit einem schwä­che­ren Rumpf aus einem ande­ren Mate­ri­al als gutem Stahl wäre dabei zu Brenn­holz ver­ar­bei­tet wor­den. Der Blick auf die umge­ben­den Eis­schol­len schien ins­ge­samt eine Art ach­ter­bahn­ar­ti­gen Still­stand anzu­deu­ten, aber die Per­spek­ti­ve zu den fel­si­gen Ufern mach­te klar, wie rasant es durch den Sund ging; sol­che Geschwin­dig­kei­ten hät­te die Maschi­ne allei­ne nie erreicht.

Gale­rie Wal­ros­se, Eis und Strö­mung – 30. Juli 2015

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Nun sind wir durch, um ein sehr span­nen­des Erleb­nis rei­cher, freu­en uns auf eine Anker­stel­le im Schutz der Barent­søya und einen klei­nen Abend­spa­zier­gang unter der Mit­ter­nachts­son­ne, und defi­ni­tiv eini­ge Stun­den guten Schlaf.

Lom­fjord & Hin­lo­pen – 29. Juli 2015

Jawoll, gutes Wet­ter, das war genau das, was wir wol­len und brau­chen. Der Wind hat­te sich weit­ge­hend gelegt und sogar die Son­ne zeig­te sich zumin­dest zeit­wei­se. Also los, Stul­len und Ther­mos­kan­nen klar und ab in die Tun­dra und auf die Ber­ge. Schö­ne Aus­sich­ten in Nähe und Fer­ne, bizarr in der Son­ne ver­wit­tern­de Schnee­res­te in Bach­bet­ten, Schnee­hüh­ner und Ren­tie­re, Blüm­chen und Find­lin­ge, Bli­cke über Glet­scher, Morä­nen und Täler. Sechs Stun­den so, wie sie sein sol­len.

Foto Faks­eva­gen – 29. Juli 2015 – 1/2

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Die Hin­lo­pen­stra­ße prä­sen­tiert sich hin­ge­gen weni­ger gast­lich, aber immer­hin mit deut­lich weni­ger Wind als ges­tern. Und das leb­haf­te Trei­ben hun­dert­tau­sen­der Dick­schna­bell­um­men am Alkef­jel­let ist auch bei grau­em Him­mel unver­gess­lich.

Foto Faks­eva­gen – 29. Juli 2015 – 2/2

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Nun sind wir gespannt, was die nächs­ten Stun­den und Tage brin­gen. Wir hof­fen auf weni­ger Wind, Wal­ros­se, einen klei­nen Besuch am Inland­eis des Nord­aus­t­land und Treib­eis. Genug, damit es Freu­de macht, aber nicht zuviel, so dass die Pas­sa­ge in den Storfjord und damit die Umrun­dung Spitz­ber­gens gelingt.

Foto Alkef­jel­let – 29. Juli 2015

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Wind & Eis – 28. Juli 2015

Es ist, als hät­te jemand vor ein paar Tagen einen Schal­ter umge­legt im Wet­ter­sys­tem hier im hohen Nor­den. Nach den wind­ar­men Wochen bis gut Mit­te Juli geht nun schon die zwei­te Stark­wind­pe­ri­ode über Spitz­ber­gen hin­weg. Die ers­te hat­ten wir ja bes­tens im Kongsfjord abge­wet­tert und so wenig davon mit­be­kom­men. Nun soll ums Süd­kap gera­de ein aus­ge­wach­se­ner Sturm toben, und auch in Lon­gye­ar­by­en hän­gen Segel­boo­te wegen Wind fest.

Heu­te Nacht woll­te der Anker im Murch­ison­fjord nicht so recht hal­ten, zu stark riss und ruckel­te die Arc­ti­ca II an der Ket­te. Es ging so gera­de bis heu­te früh, aber es war klar, das war kein Platz für den län­ge­ren Auf­ent­halt. Eine Bucht, die nicht nur vor See­gang, son­dern auch bes­ser vor Wind schützt, das wäre fein.

Foto Hin­lo­pen – 28. Juli 2015

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Zudem hat uns die Infor­ma­ti­on erreicht, dass das Eis an der öst­li­chen Spit­ze Spitz­ber­gens sich in Bewe­gung gesetzt hat. Die Stre­cke zwi­schen der süd­li­chen Hin­lo­pen­stra­ße und dem Heley­sund, bis­lang völ­lig blo­ckiert, scheint offen zu sein. Die­se Pas­sa­ge ist nicht sehr lang, aber für eine even­tu­el­le Umrun­dung bei der­zei­ti­gem Stand der Din­ge ent­schei­dend. Nun sind wir schon in der Mit­te der Fahrt. Wenn wir Spitz­ber­gen umrun­den wol­len, dann wird Zeit ab jetzt ein Fak­tor, den wir im Auge behal­ten müs­sen.

Foto Faks­eva­gen – 28. Juli 2015

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Alles in allem genug Grün­de, den Murch­ison­fjord zu ver­las­sen und Kurs nach Süden zu set­zen. Auch wenn das ein paar Stun­den See­gang in der Hin­lo­pen­stra­ße bringt.

Es tat spä­ter gut, im Lom­fjord wie­der fes­ten Tun­dra­bo­den unter die Gum­mi­stie­fel­soh­len zu bekom­men.

Murch­ison­fjord – 27. Juli 2015

Der inne­re Murch­ison­fjord lock­te mit sei­nen wei­ten, kar­gen, dann aber doch so detail­rei­chen Land­schaf­ten und der Nähe zum Inland­eis. Also mach­ten wir uns auf, Ther­mos­kan­nen und Stul­len im Ruck­sack, ent­lang von klei­nen Tälern ins Inland, eine Mond­land­schaft, aber doch so far­ben­froh, also eher eine Mars­land­schaft? Prä­kam­bri­sche Far­ben zau­bern kräf­ti­ges Rot in die Ber­ge, geprie­sen sei­en die Stroma­to­li­then, denen wir den Rost ver­dan­ken.

Foto Trioda­len 27. Juli 2015 – 1/2

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Selbst die Flüs­se schei­nen sich stre­cken­wei­se vor dem har­ten Kli­ma ver­ste­cken zu wol­len und haben sich daher Tun­nel aus Schnee gebaut. Bli­cke auf das Inland­eis, Ves­t­fon­na, die letz­ten Kilo­me­ter dort­hin ver­hin­dert eine sich lösen­de Schuh­soh­le. Aber um die Grö­ße eines Ber­ges (oder einer Eis­kap­pe) wür­di­gen zu kön­nen, geht man ohne­hin bes­ser nicht zu nah her­an.

Foto Trioda­len 27. Juli 2015 – 2/2

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Und sie­ben Stun­den unter­wegs an der fri­schen Luft rei­chen auch aus für einen guten Tag. Fri­sche Luft gibt es der­zeit reich­lich, sie scheint es eilig zu haben. Nach Rück­kehr aufs Boot ver­ste­cken wir uns vor dem Wind in einer klei­ne­ren Bucht. Die Sei­le schla­gen gegen den Mast und der Anker arbei­tet, um die Arc­ti­ca II in Posi­ti­on zu hal­ten. Es wäre schon ganz gut, wenn der Wind etwas abnäh­me.

Foto Far­gefjel­let 27. Juli 2015

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Mos­sel­buk­ta – 26. Juli 2015

Im inne­ren Bereich der Mos­sel­buk­ta weiß die Land­schaft nicht so recht, ob sie Land oder Meer sein will. Ver­schie­de­ne Neh­run­gen tren­nen klei­ne­re und grö­ße­re Lagu­nen ab, Halb­in­sel­chen rei­chen in die Bucht, diver­se Bäche flie­ßen über die Tun­dra. Inmit­ten die­ser abwechs­lungs­rei­chen Land­schaft lässt es sich aber schön wan­dern. Res­te einer alten Hüt­te zei­gen, wo einst rus­si­sche Jäger haus­ten; zwei Grä­ber zei­gen, dass nicht alle wie­der in die Hei­mat zurück­ge­kehrt sind.

Foto Mos­sel­buk­ta – 26. Juli 2015 – 1/3

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Res­te höl­zer­ner Schiffs­wracks am Ufer. Viel­leicht auch vom Kata­stro­phen­win­ter 1872-73, als der berühm­te Schwe­de Nor­dens­ki­öld hier in einem kom­for­ta­blen Haus über­win­ter­te, sein Expe­di­ti­ons­schiff aber vom Eis ein­ge­schlos­sen wur­de, so dass es eben­falls den Win­ter in der Mos­sel­buk­ta zubrin­gen muss­te? Nor­dens­ki­ölds Schiff kam gut über den Win­ter, aber ande­re Schif­fe wur­den in der Nähe vom Eis zer­drückt. Die Win­ter­stür­me kön­nen bru­tal sein, davon zeu­gen auch die gewal­ti­gen Men­gen Treib­holz, die hier an den Strän­den lie­gen, lei­der zusam­men mit viel Plas­tik­müll, ange­schwemmt von weit­her. Die Mos­sel­buk­ta kommt auf die Lis­te für eine Müll-Sam­mel­ak­ti­on.

Abseits des Mülls haben die Strän­de aber so viel Schö­nes und Span­nen­des zu bie­ten. Geschützt zwi­schen ein paar dicken Treib­holz­stäm­men blüht die salz­to­le­ran­te Mer­ten­sie.

Foto Mos­sel­buk­ta – 26. Juli 2015 – 2/3

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Es folg­ten: Fisch­sup­pe mit fri­schem See­saib­ling aus loka­lem Fang, die Que­rung des 80. Brei­ten­gra­des, die Umrun­dung von Ver­le­gen­hu­ken und die Que­rung der nörd­li­chen Hin­lo­pen­stra­ße Rich­tung Nord­aus­t­land, nicht ganz frei von See­gang.

Foto Mos­sel­buk­ta – 26. Juli 2015 – 3/3

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Der Murch­ison­fjord brach­te Schutz vor Wind und Wel­len und eine klei­ne abend­li­che Tour in die nord­ost­länd­li­che Polar­wüs­te bei schöns­tem Abend­licht.

Foto Kval­ross­hal­voya – 26. Juli 2015

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