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Jahres-Archiv: 2017 − News & Stories


Kval­vi­ka – 07. Novem­ber 2017

Noch ein­mal geht es nach Flak­sta­døy und Mos­ken­esøy. Die Land­schaft auf die­sen süd­li­chen Lofo­ten­in­seln ist ein­fach zu schön! Auch an so einem eher grau­en und nicht ganz tro­cke­nem Novem­ber­tag.

Die Außen­sei­te der Lofo­ten, wo Wind, Wet­ter und Wel­len des Nord­at­lan­tik stän­dig die unge­schütz­te Küs­te prü­geln, hat eini­ge schö­ne Sand­strän­de. Sowohl in Ram­berg (dort gibt es übri­gens ein sehr emp­feh­lens­wer­tes Café, wie wir auf dem­Rück­weg fest­stel­len durf­ten), wo man direkt von der Stra­ße auf den wei­ßen Sand fällt. Als auch etwas wei­ter süd­lich, in Kval­vi­ka auf Mos­ken­esøy.

Gale­rie – Kval­vi­ka – 07. Novem­ber 2017

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Dort muss man sich den Strand erwan­dern. Nicht ganz bar­rie­re­frei, der Anmarsch, vor­sich­tig gesagt. Schön ist das! Und im Novem­ber kann man an die­sem schö­nen Strand auch auf die­sen durch­aus zivi­li­sier­ten Lofo­ten mal kurz das Gefühl haben, der ein­zi­ge Mensch auf der Welt zu sein, und den Wel­len zuschau­en, wie sie weit auf den fla­chen Sand lau­fen.

Von Ball­stad nach Å – 06. Novem­ber 2017

Nach all­ge­mei­nem Abschied von Mann­schaft und Pas­sa­gie­ren der Anti­gua in Bodø mit vie­lem Hän­de­schüt­teln und guten Wün­schen zog jeder sei­ner Wege. Für fast alle führ­te der nach Süden. Für uns geht es nach Nor­den. Zunächst zurück auf die Lofo­ten. Es ist ja nicht so, dass man da nicht auch ohne Schiff rei­sen könn­te 🙂

Ball­stad auf Ves­t­vå­gøy soll für ein paar Tage unser »Base­camp« sein, von wo aus wir die Lofo­ten zu Lan­de ent­de­cken. Ein­drü­cke von vie­len Orten, die über Stra­ßen und Wege gut zu errei­chen sind. Wir las­sen das sub­ark­ti­sche Wet­ter (es bleibt wei­ter­hin ziem­lich sub­ark­tisch-novem­ber­lich) und das nor­di­sche Licht in Ruhe auf Auge, Geist und Spei­cher­kar­te wir­ken und wir las­sen uns mit Zeit von der schrof­fen Land­schaft der Lofo­ten begeis­tern. Ein alpi­nes Berg­land, das direkt aus dem Meer auf­steigt. Immer wie­der ver­su­che ich mir vor­zu­stel­len, wie es hier vor viel­leicht 12000 Jah­ren aus­ge­se­hen haben mag, wäh­rend der letz­ten Eis­zeit. Die Täler und Fjor­de von Glet­schern erfüllt. Stän­dig füh­le ich mich dabei gedank­lich in den schroff-alpi­nen Nord­wes­ten von Spitz­ber­gen ver­setzt.

Gale­rie – Von Ball­stad nach Å – 06. Novem­ber 2017

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So unge­fähr muss es damals hier gewe­sen sein! Heu­te zei­gen die Lofo­ten lehr­buch­haf­te Bil­der­buch­l­ein­drü­cke von ehe­mals ver­glet­scher­ten Land­schaf­ten. Wir ver­schaf­fen uns einen Über­blick auf der Stre­cke bis nach Å, ganz im Süden auf Mos­ken­esøy. Was mich gedank­lich nicht nur 12000 Jah­re in die Eis­zeit zurück­setzt, son­dern auch 22 Jah­re, als mei­ne inne­re Ver­bin­dung zu den hohen Brei­ten bei einem mehr­mo­na­ti­gen Auf­ent­halt auf genau die­sen Inseln ganz ent­schei­den­den Auf­trieb erhielt. Was ich im Rück­blick gut ver­ste­he, wenn ich jetzt die­se Inseln wie­der vor Augen habe.

Ves­t­fjord & Bodø – 04. Novem­ber 2017

Der Wind hat­te nach­ge­las­sen, weh­te aber immer noch kräf­tig genug aus süd­li­cher Rich­tung, dass wir lie­ber unter Segeln Kurs nach Wes­ten nah­men, als unter Motor nach Süden gegen die Wel­len anzu­stamp­fen. So haben wir mit dem Able­gen nach dem Früh­stück (sicher ist sicher!) Abschied von den Lofo­ten genom­men. Ein schö­ner Abschied war es, unter Segeln und teil­wei­se sogar der Son­ne ent­ge­gen (lan­ge nicht gese­hen), zeit­wei­se mit einem Regen­bo­gen über der berühm­ten Lofo­ten­wand.

So wur­de ein paar Stun­den lang kna­ckig gese­gelt, bevor wir die Schä­ren vor der Fest­lands­küs­te rela­tiv weit nörd­lich erreich­ten, noch einen Nach­mit­tag weit von Bodø ent­fernt. Eine schö­ne Küs­te! Und wie immer ist es schön, ein neu­es Ufer zu sehen.

Der letz­te Nach­mit­tag einer sol­chen Fahrt geht immer schnell vor­bei. Solan­ge es Licht gibt, gibt es drau­ßen auch etwas zu sehen. Etwa um 15 Uhr ging die Son­ne unter. Dann die letz­ten Vor­trä­ge, das Rei­se­ta­ge­buch will zu Ende geschrie­ben wer­den, ein paar Vor­be­rei­tun­gen für die Orga­ni­sa­ti­on des Abrei­se­ta­ges, so das Übli­che. Trotz­dem die­ses Mal etwas ande­res. Es ist das letz­te Mal die­se Sai­son.

Mit dem abend­li­chen Anle­gen in Bodø schloss sich ein Kreis. Am 19. Mai haben wir hier abge­legt, um über die Lofo­ten zur Bären­in­sel und nach Spitz­ber­gen zu fah­ren. Am glei­chen Ort. Trotz­dem gefühlt eine Gala­xie weit ent­fernt. »Damals« war es rund um die Uhr hell. Ein lan­ger Ark­tis-Som­mer lag vor uns. Jetzt schafft die Son­ne es kaum noch über den Hori­zont. Ein lan­ger Ark­tis-Som­mer liegt hin­ter uns. So vie­le Erleb­nis­se zusam­men mit der Mann­schaft der Anti­gua und den Ark­tis­fah­rern, die uns wäh­rend der ver­schie­de­nen Fahr­ten beglei­tet haben.

Gale­rie – Ves­t­fjord & Bodø – 04. Novem­ber 2017

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Ich sage allen »Dan­ke« für eine tol­le und sehr erleb­nis­rei­che Zeit! In der Ark­tis lernt man nie aus, man hat nie alles gese­hen, alles erlebt. Auf dem unend­lich lan­gen Weg dahin, alles gese­hen zu haben, sind wir wie­der ein gutes Stück wei­ter gekom­men. Es ist ja der Sinn der Sache, nie­mals wirk­lich anzu­kom­men auf die­sem Weg. Es wäre ja scha­de drum. Gut, dass das gar nicht geht. Der Weg geht wei­ter.

Abseits die­ser Gedan­ken war die Stim­mung an die­sem letz­ten Abend gut. Die ver­gan­ge­ne Woche hat­te uns kei­ne Wale und kei­ne all­zu spek­ta­ku­lä­ren Nord­lich­ter gegönnt, aber sonst sehr viel. Eine Men­ge Ein­drü­cke, wie sie für die Küs­ten- und Insel­land­schaft in Nord­nor­we­gen zu die­ser Jah­res­zeit typisch sind. Gute Stim­mung unter­wegs. Schön, dabei gewe­sen zu sein!

Rus­si­sches Hub­schrau­ber­wrack geho­ben

Das Wrack des am Don­ners­tag vor einer Woche abge­stürz­ten rus­si­schen Hub­schrau­bers wur­de in der Nacht zum Sams­tag geho­ben. Das Spe­zi­al­schiff Maersk For­za war zu die­sem Zweck nach Spitz­ber­gen gebracht wor­den und hat die Arbei­ten im Isfjord erfolg­reich aus­ge­führt. Der MI-8-Hub­schrau­ber hat­te 8 Per­so­nen an Bord gehabt, dar­un­ter 5 Besat­zungs­mit­glie­der und 3 Wis­sen­schaft­ler. Ein Toter, der in 130 Metern Ent­fer­nung vom Hub­schrau­ber­wrack gefun­den wor­den war, wur­de bereits gebor­gen. Von den wei­te­ren Ver­miss­ten fehlt wei­ter­hin jede Spur, die Suche nach ihnen geht wei­ter.

Der Stimm­re­kor­der aus dem Cock­pit sowie GPS-Gerä­te mit gespei­cher­ten Flug­rou­ten wur­den gesi­chert. Sie wer­den zur Aus­wer­tung nach Mos­kau gebracht.

Unter­des­sen stel­len sich Fra­gen nach den Absturz­ur­sa­chen und den sons­ti­gen Umstän­den des Flu­ges. Die Unter­su­chung des Wracks und der Flug­da­ten wird wahr­schein­lich Hin­ter­grün­de zu den Absturz­ur­sa­chen erge­ben. Wahr­schein­lich flog der Hub­schrau­ber aller­dings ohne Geneh­mi­gung: die nor­we­gi­sche Flug­ge­neh­mi­gung deckt nur Flü­ge im unmit­tel­ba­ren Zusam­men­hang mit dem Gru­ben­be­trieb der Berg­bau­ge­sell­schaft, dar­un­ter Trans­port von Ange­stell­ten von Lon­gye­ar­by­en nach Barents­burg. Kom­mer­zi­el­ler Flug­be­trieb sowie Trans­port von Tou­ris­ten und Wis­sen­schaft­lern ist aus­drück­lich nicht zuge­las­sen. Beim Absturz befan­den sich 3 Wis­sen­schaft­ler des Insti­tuts für Ark­tis- und Ant­ark­tis­for­schung in St. Peters­burg an Bord.

Das Wrack des rus­si­schen Hub­schrau­bers, der am 26.10. vor Barents­burg abstürz­te, an Deck der Maersk For­za (Foto © SHT).

Hubschrauberwrack.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Kabel­våg-Svol­vær-Lauk­vik – 03. Novem­ber 2017

So wie der Wind auf­ge­frischt hat­te, war es schon gut, dass wir erst mal nicht aus dem Hafen raus muss­ten. Lie­ber ein klei­ner Spa­zier­gang in Kabel­våg und ein Besuch im Lofot­mu­se­um oder im Lofo­ta­qua­ri­um. Respekt vor der tap­fe­ren Frak­ti­on, die den Weg nach Svol­vær zu Fuß zurück­ge­legt hat! Bei Wind und Wet­ter und sehr viel Näs­se im Gelän­de.

Lei­der hat­te der Hafen­meis­ter uns in Svol­vær in den Indus­trie­ha­fen ver­bannt. Der Weg ins Zen­trum von Svol­vær ent­lang der E10, über eine Brü­cke und durch einen Tun­nel, war nicht gera­de das, was man sich so unter Nord­landro­man­tik vor­stellt. Bei dem Wet­ter zogen ohne­hin eini­ge von vorn­her­ein die Gemüt­lich­keit des Schif­fes vor.

Dafür ging es abends zum Nord­licht­zen­trum in Lauk­vik. Nach dem Vor­trag von Rob und Threes in gemüt­li­cher Atmo­sphä­re (drin­nen; die Atmo­sphä­re drau­ßen war denk­bar unge­müt­lich) wuss­te wirk­lich jeder Bescheid. Koro­na­l­ö­cher, Son­nen­wind, Magne­to­sphä­re, KLP-Index … ein Stück Kuchen, die der Eng­län­der so sagt!

Gale­rie – Kabel­våg-Svol­vær-Lauk­vik – 03. Novem­ber 2017

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Tat­säch­lich klar­te es spä­ter noch etwas auf. Die Bus­fahrt zurück nach Svol­vær, mit dem Blick auf vom Voll­mond beleuch­te­te Ber­ge, Fjor­de und Seen, war ein klei­ner, aber fei­ner land­schaft­li­cher Höhe­punkt, fand ich jeden­falls. Ger­ne hät­te ich ange­hal­ten und das Sta­tiv mal auf­ge­stellt … aber ein­fach nur Schau­en ist auch schön. Nord­licht hat es trotz­dem lei­der kei­nes mehr geben. Die­ses Glück soll­ten wir anschei­nend ein­fach nicht haben.

Troll­fjord-Skro­va – 02. Novem­ber 2017

Der nächt­li­che Wind im Raft­sund, wo wir zu spä­ter Stun­de gean­kert hat­ten, war schon der­be, aber zum Tag hin wur­de es doch etwas bes­ser. Der land­schaft­li­che Ein­druck die­ser schrof­fen Natur im Schnee­trei­ben, Fel­sen und Ber­ge grau­weiß gepu­dert: wild und rau. So wie die Natur im hohen Nor­den oft eben ist. Blau­er Him­mel und Post­kar­ten­wet­ter gibt es ja auch ab und an. Aber das hier ist die Nor­ma­li­tät. Herb und schön.

»Herb« und »schön« wech­sel­ten sich im Troll­fjord dann im Minu­ten­takt ab, so wie die Schnee­schau­er kamen und gin­gen. Von Null­sicht bis zum frei­en Blick auf die Gip­fel, von spie­gel­glat­tem Was­ser bis zu sehr hef­ti­gen Böen in Augen­bli­cken. Wir waren schon kurz vorm Abdre­hen, als drei See­ad­ler uns die Ehre gaben. Wahr­schein­lich eine Fami­lie mit Nach­wuchs. Ein paar Mal kamen sie ganz in die Nähe des Schif­fes. Ja, und da macht eine schnel­le Kame­ra dann schon Freu­de 🙂

Gale­rie – Troll­fjord-Skro­va – 02. Novem­ber 2017

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Die Attri­bu­te »herb« und »schön« tra­fen auch auf den Besuch auf Skro­va am Nach­mit­tag zu. Die Ein­fahrt in den klei­nen Hafen war schon wild, zwi­schen den gan­zen Fel­sen hin­durch und an dem alten Leucht­turm vor­bei, und dann hat­ten wir bald in dem klei­nen, alten Fische­rei- und Wal­fän­ger­ha­fen ange­legt. Und waren bald unter­wegs, die Insel zu erkun­den, durch den Ort um den Hafen her­um, über die Insel zu den wei­ßen Sand­strän­den, die selbst bei dem wil­den Wet­ter noch einen Hauch von Kari­bik ver­mit­teln. Eini­ge lie­ßen sich von Wind, Käl­te und Däm­me­rung nicht davon abhal­ten, das Skro­vaf­jel­let zu erstei­gen, und wur­den von beein­dru­cken­den Bli­cken über die raue Insel­welt belohnt.

Gegen Abend haben wir mit der Anti­gua noch die kur­ze Stre­cke nach Kabel­våg zurück­ge­legt, denn mor­gen wir das Wet­ter für die Pas­sa­ge wohl deut­lich schlech­ter wer­den.

Har­stad – 01. Novem­ber 2017

Die Geschich­te der Regi­on reicht ja Jahr­tau­sen­de zurück und hat die ver­schie­dens­ten Kapi­tel auf­zu­wei­sen, die meis­ten davon eher uner­freu­lich. Eini­ges davon haben wir uns wäh­rend einer Exkur­si­on zu den Muse­en der Halb­in­sel Tron­de­nes ange­se­hen. Die Adolf­ka­no­ne (man nennt sie wirk­lich so) gehört zu den Befes­ti­gungs­an­la­gen der Wehr­macht an der nor­we­gi­schen Küs­te im zwei­ten Welt­krieg und beein­druckt nicht nur durch ihre Dimen­sio­nen und die Tech­nik, son­dern auch mit dem Hin­ter­grund: wie­viel Auf­wand betrei­ben die Men­schen, sobald es dar­um geht, etwas zu zer­stö­ren? Dann schei­nen kei­ne Kos­ten und kei­ne Mühen zuviel zu sein. Immer­hin gut zu wis­sen, dass die­se gewal­ti­ge Kano­ne nie zu krie­ge­ri­schen Zwe­cken ein­ge­setzt wor­den ist.

Im Tron­de­nes Muse­um in der Nähe geht es durch Jahr­tau­sen­de der Lokal­ge­schich­te. Stein­zeit­li­che Jäger und Fischer, Wikin­ger, frü­he Chris­ten, Han­del mit Stock­fisch und so.

Gale­rie – Har­stad – 01. Novem­ber 2017

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Direkt nach dem Able­gen gin­gen die Segel noch. Bald dach­ten wir, dass wir sie wohl wie­der run­ter­ho­len müss­ten, so lang­sam düm­pel­ten wir im schwin­den­den Tages­licht durch die Sun­de. Aber dann gab es noch rich­ti­ges Segeln, so rich­tig RICH­TI­GES Segeln, mit gut 10 Kno­ten. Wei­te­re Segel hoch, dann eine schnel­le Hal­se – das Ufer woll­te ein­fach nicht aus­wei­chen – bis der Wind wie­der nach­ließ und die Segel schließ­lich ein­ge­holt wur­den. Gera­de recht­zei­tig vor der Brü­cke von Risøy­sand, die ja immer eine span­nen­de Pas­sa­ge ist (Brü­cken­hö­he 30 Meter, Höhe des Groß­mas­tes der Anti­gua: 31 Meter. Passt also).

Gibostad-Finns­nes-Har­stad – 31. Okto­ber 2017

Gibostad fing ja zunächst mit einer etwas her­ben Über­ra­schung an: der male­ri­sche, his­to­ri­sche, schnee­be­deck­te Anle­ger war aus Sicher­heits­grün­den geschlos­sen, aus­weis­lich eines Schil­des, das wir erst ein­mal ent­de­cken muss­ten. Also nichts mit Abend­spa­zier­gang.
Aber natür­lich woll­ten wir uns den Ort anschau­en. Wozu haben wir Zodiacs? Ein male­ri­sches klei­nes Nest auf der schö­nen Insel Sen­ja, mit einer klei­nen „Alt­stadt“ um den Hafen. Nur dass die „Nost­al­gie-Bäcke­rei“ lei­der geschlos­sen hat­te 🙂 aber dar­auf kam es nicht an. Wor­auf es ankam, das waren die schö­nen Aus­bli­cke auf die Land­schaft, die net­ten klei­nen Details im Ort, der Schnee, das Licht. Und da gab es wirk­lich den einen oder ande­ren sehr freund­li­chen Augen­blick.

Auch in Finns­nes haben wir die Gele­gen­heit wahr­ge­nom­men, uns kurz umzu­schau­en. Eine ruhi­ge, nord­nor­we­gi­sche Klein­stadt. Nicht unbe­dingt der Nabel der Welt, aber wer das sucht, ist in Nord­nor­we­gen nun ohne­hin falsch. Dafür auch hier wie­der schö­ne Far­ben, die das Abend­licht (mit­ten am Nach­mit­tag!) in die Land­schaft zau­ber­te, Alpen­glü­hen auf den Schnee­ber­gen, Bäum­chen um den zuge­fro­re­nen See mit­ten in der Stadt.

Gale­rie – Gibostad-Finns­nes-Har­stad – 31. Okto­ber 2017

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Das schö­ne Abend­licht beglei­te­te uns noch ein Weil­chen, bis es nach und nach der Däm­me­rung und schließ­lich der Dun­kel­heit wich. Kla­rer Him­mel, natür­lich waren wir gespannt, was sich über uns noch so tun wür­de. Die Nord­licht-Vor­her­sa­gen waren nun nicht gera­de viel­ver­spre­chend, man weiß ja nie. Und tat­säch­lich ließ sich ein Nord­licht bli­cken! Recht schwach, aber zeit­wei­se doch klar erkenn­bar!

Übri­gens gibt es auf die­ser Web­sei­te auch eine eige­ne Sei­te zum Nord­licht, ein­schließ­lich pas­sen­der Nord­licht-Foto­tips von Rolf.

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Wrack soll dem­nächst geho­ben wer­den

Der Fund des Wracks des rus­si­schen Hub­schrau­bers, der letz­te Woche vor Barents­burg in den Isfjord gestürzt ist, wur­de durch ers­te Bil­der bestä­tigt. Ein Tauchro­bo­ter des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars konn­te die­se Bil­der machen, wodurch letz­te Zwei­fel aus­ge­räumt wer­den. Das Wrack des MI-8 Hub­schrau­bers liegt in 209 Metern Was­ser­tie­fe gut 2 Kilo­me­ter vor der Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg.

Dabei wur­de in 130 Metern Ent­fer­nung vom Wrack auch ein Toter ent­deckt. Für die 8 Insas­sen des Hub­schrau­bers, 5 Besat­zungs­mit­glie­der und 3 Wis­sen­schaft­ler, gibt es kei­ne Hoff­nung mehr. Einer der Ver­un­glück­ten ist bereits gebor­gen und nach Lon­gye­ar­by­en gebracht.

Die wei­te­re Unter­su­chung obliegt nun der nor­we­gi­schen Hava­rie­ko­mis­si­on Trans­port­we­sen (Sta­tens hava­ri­kom­mis­jon for trans­port, SHT). Ein Ber­gungs­schiff soll bereits am Don­ners­tag (2.11.) Lon­gye­ar­by­en errei­chen und dann mög­lichst schnell an der Absturz­stel­le die Ber­gung vor­be­rei­ten. Auch rus­si­sche Spe­zia­lis­ten sind vor Ort, um die Arbei­ten unter nor­we­gi­scher Lei­tung zu unter­stüt­zen. Nach Abschluss der Ber­gung soll das Wrack für wei­te­re Unter­su­chun­gen nach Nor­we­gen gebracht wer­den. Der­zeit wer­den Zeu­gen befragt, Wet­ter­da­ten gesam­melt, Infor­ma­tio­nen zum Hub­schrau­ber, zur War­tung und zur Erfah­rung der Besat­zung ein­ge­holt usw.

Eines der Fotos des Tauchro­bo­ters des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars, mit denen das Wrack ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert wur­de (Foto © G.O. Sars).

Hubschrauberwrack.

Quel­le: SHT

Kvaløya-Sen­ja – 30. Okto­ber 2017

Fro­hen Mutes und guter Hoff­nung ver­lie­ßen wir Trom­sø mit Kurs nach Nor­den, durch den Kvalsund hin­durch und auf die Außen­sei­te der Kvaløya, der gro­ßen Insel west­lich von Trom­sø. Die ers­ten Schwert­wa­le der Sai­son waren dort in den letz­ten Tagen gese­hen wor­den, wir durf­ten also opti­mis­tisch sein.

Wir waren wohl zur rich­ti­gen Zeit am nicht ganz rich­ti­gen Ort, irgend­wo wer­den sie schon gewe­sen sein, die Schwert­wa­le, aber wir haben sie nicht gese­hen. Schö­ne Land­schaft gab es reich­lich, schrof­fe Inseln, die zeit­wei­se hin­ter Schnee­schau­ern ver­schwan­den, um dann umso schö­ner mit ein­drück­li­chen und schnell wech­seln­den Licht­stim­mun­gen wie­der auf­zu­tau­chen. Den 70. Brei­ten­grad haben wir dabei auch gequert, vor der San­døya, wo ein paar ein­sa­me Häus­chen ste­hen. Genau einen per­ma­nen­ten Bewoh­ner soll es dorrt noch geben.

Mit süd­li­chem Kurs konn­ten wir dann Segel set­zen, und mit gekonn­ten Segel- und Steu­er­ma­nö­vern gibt es zwi­schen den Schä­ren und Fel­sen auf der Außen­sei­te der Kvaløya ent­lang nach Süden. Den Plan, an der Außen­sei­te von Sen­ja ent­lang zum Gryl­lefjord zu fah­ren, haben wir dann aber doch in einem der vie­len Wel­len­tä­ler begra­ben. Der See­gang war dazu doch zu hef­tig, er hat­te schon so eini­ge Opfer gefor­dert und im Schiff war es erstaun­lich ruhig gewor­den. Gegen Abend lie­fen wir also in den Sund auf der Innen­sei­te von Sen­ja ein, wo das Was­ser zur all­ge­mei­nen Freu­de bald ruhig wie ein Eide­r­en­ten­teich um die Anti­gua her­um lag.

Gale­rie – Kvaløya-Sen­ja – 30. Okto­ber 2017

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Gleich legen wir in Gibostad an und sind alle schon gespannt auf die­sen klei­nen Ort, denn da war noch kei­ner von uns. Immer span­nend, an neue Orte zu kom­men 🙂

Trom­sø – 29. Okto­ber 2017

Wor­an merkt man, dass der Som­mer vor­bei ist? Wenn die Anti­gua nach meh­re­ren Mona­ten Spitz­ber­gen wie­der in Trom­sø ist. Wenn die Son­ne kurz vor 3 Uhr nach­mit­tags unter­geht und man 5 mal am Tag an Deck Schnee schip­pen muss. Wenn sich im Hafen von Trom­sø lau­ter Bekann­te alte aus Spitz­ber­gen ver­sam­meln: die Cape Race, die Polar­girl, die Auro­ra Explo­rer, alle lie­gen sie hier. Direkt neben der Anti­gua hat die Noor­der­licht fest­ge­macht.

Das Licht kommt und geht stän­dig, Schnee­schau­er wech­seln sich mit gedämpf­tem Son­nen­licht ab, mal sieht man gar nichts, mal spie­geln sich die bun­ten Holz­häu­ser und die vie­len Boo­te im Was­ser. Nach und nach kom­men Leu­te durch das Schnee­trei­ben, rei­chen Taschen und Kof­fer über die Reling und kom­men an Bord. Schließ­lich sind wir voll­zäh­lig, Pas­sa­gie­re und Mann­schaft. Wir stel­len uns vor, spre­chen wie üblich über den Ablauf der nächs­ten Tage und freu­en uns über das ers­te Abend­essen an Bord. Sascha hat Lachs gemacht. Sehr gut, so kann’s wei­ter­ge­hen.

Gale­rie – Trom­sø – 29. Okto­ber 2017

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Nach dem Essen reden wir über Nord­licht­fo­to­gra­fie und schau­en uns Kame­ras an. Heu­te ist es dicht bewölkt, aber das wird sich sicher mal ändern. Wir haben ja eine gan­ze Woche Zeit. Und natür­lich hof­fen wir auf Nord­lich­ter. Dau­men drü­cken, und gute Fahrt!

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Wrack gefun­den

Das Wrack des am Don­ners­tag abge­stürz­ten Hub­schrau­bers ist mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit loka­li­siert wor­den. In der Posi­ti­on, in der bereits am Frei­tag Treib­stoff­ge­ruch, auf­stei­gen­de Luft­bla­sen und ein auf­fäl­li­ges Echo­lot­si­gnal beob­ach­tet wur­den, hat der Tauchro­bo­ter „Hugin“ des nor­we­gi­schen Mili­tärs in 209 Metern Tie­fe ein Objekt am Mee­res­bo­den loka­li­siert, bei dem es sich wahr­schein­lich um den ver­miss­ten Hub­schrau­ber han­delt. Die fern­ge­steu­er­ten U-Boo­te des Mili­tärs und des For­schungs­schif­fes Ossi­an Sars wer­den wei­te­re Tauch­gän­ge unter­neh­men, um die Iden­ti­tät des Hub­schrau­bers zu bestä­ti­gen und Klar­heit über den Ver­bleib der Insas­sen zu brin­gen. In dem seit Don­ners­tag Nach­mit­tag gesuch­ten Hub­schrau­ber befan­den sich 8 Per­so­nen. Von Über­le­ben­den ist kei­ne Spur gefun­den wor­den.

Die Stel­le liegt 2,2 Kilo­me­ter nord­öst­lich von der rus­si­schen Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg.

Ein rus­si­sches Flug­zeug hat Tau­cher und wei­te­re Spe­zia­lis­ten aus Russ­land nach Lon­gye­ar­by­en gebracht, die sich an den wei­te­ren Arbei­ten unter nor­we­gi­scher Lei­tung betei­li­gen wer­den.

Der Tauchro­bo­ter „Hugin“ der nor­we­gi­schen Mari­ne im Ein­satz im Isfjord auf der Suche nach dem abge­stürz­ten Hub­schrau­ber (Foto © Sys­sel­man­nen).

Tauchroboter Hugin.

Quel­le: NRK, Sval­bard­pos­ten

Hub­schrau­ber­ab­sturz: Hoff­nung schwin­det, Über­le­ben­de zu fin­den

Noch gibt es kei­ne Gewiss­heit, ob es sich bei dem Objekt, das mit Echo­lot in 200-250 Metern Tie­fe am Mee­res­bo­den vor der rus­si­schen Hub­schrau­ber­ba­sis am Heerod­den bei Barents­burg loka­li­siert wur­de, tat­säch­lich um den abge­stürz­ten Hub­schrau­ber han­delt. Aber es gibt kei­ne Zwei­fel, dass der MI-8 Hub­schrau­ber in den Isfjord gestürzt ist, und bis jetzt, etwa 22 Stun­den nach dem Absturz, gibt es immer noch kein Lebens­zei­chen von der Besat­zung oder den Pas­sa­gie­ren. Ins­ge­samt befan­den sich 8 Per­so­nen an Bord. Nach wie vor wird nach Über­le­ben­den gesucht, aber die Hoff­nung schwin­det, dass noch jemand am Leben ist, und man muss sich auf schlim­me Nach­rich­ten vor­be­rei­ten.

Nach­dem rus­si­sche Medi­en bereits ges­tern Namen genannt haben, hat nun auch die zustän­di­ge Ret­tungs­zen­tra­le Nord­nor­we­gen offi­zi­ell die Iden­ti­tät der ver­miss­ten Per­so­nen bekannt­ge­ge­ben.

Es han­delt sich um

Pas­sa­gie­re (Wis­sen­schaft­ler des Insti­tuts für Ark­tis- und Ant­ark­tis­for­schung St. Peters­burg):
Oleg Golo­va­nov
Niko­laj Fade­jev
Mak­sim Kau­lio

Besat­zung:

Jev­ge­nij Bara­nov – Pilot
Vla­di­mir Fro­lov – Copi­lot
Alek­sej Poul­jaus­kas – Mecha­ni­ker
Marat Mikht­a­rov – Tech­ni­ker
Alek­sej Korol­jov – Inge­nieur

Solan­ge das Gegen­teil nicht bewie­sen ist, besteht Hoff­nung, noch Über­le­ben­de zu fin­den, und die Suche wird mit viel Ein­satz mit Hub­schrau­bern, einem Such­flug­zeug, Schif­fen und Boo­ten wei­ter­ge­führt. Ande­rer­seits erscheint es zuneh­mend wahr­schein­lich, dass von einem tra­gi­schen Unglück aus­ge­gan­gen wer­den muss.

Der Sys­sel­man­nen hat eine Kon­takt­num­mer für Ange­hö­ri­ge ein­ge­rich­tet und drückt sein tie­fes Mit­ge­fühl mit den Ange­hö­ri­gen der Betrof­fe­nen aus. Auch die Gedan­ken die­ses Autors sind bei den mut­maß­li­chen Opfern und ihren Ange­hö­ri­gen.

Die nach inter­na­tio­na­lem Luft­fahrt­recht zustän­di­gen nor­we­gi­schen Behör­den haben bereits eine Hava­rie­kom­mis­si­on nach Lon­gye­ar­by­en geschickt, die sich mit Her­gang und Ursa­chen des Unglücks aus­ein­an­der­set­zen wird. Aktu­ell steht aber noch die Suche nach dem Hub­schrau­ber und dem Wrack im Vor­der­grund.

Rus­si­scher MI-8 Hub­schrau­ber auf dem Flug­ha­fen Lon­gye­ar­by­en (Archiv­bild).

Russischer Hubschrauber Spitzbergen.

Quel­le: Sys­sel­man­nen, Sval­bard­pos­ten

Abge­stürz­ter Hub­schrau­ber wahr­schein­lich gefun­den

Der am Don­ners­tag Nach­mit­tag abge­stürz­te Hub­schrau­ber ist wahr­schein­lich gefun­den wor­den. Ein­satz­kräf­te hat­ten an einer Stel­le auf dem Was­ser star­ken Treib­stoff­ge­ruch wahr­ge­nom­men und auf­stei­gen­de Luft­bla­sen beob­ach­tet.
Eines der bei der Suche ein­ge­setz­ten Schif­fe hat im glei­chen Gebiet mit dem Echo­lot ein Objekt auf dem Mee­res­bo­den gesich­tet. Eine end­gül­ti­ge Bestä­ti­gung, ob es sich dabei um das Wrack des Hub­schrau­bers oder Tei­le davon han­delt, steht noch aus. Das Objekt liegt in 200-250 Metern Tie­fe und ist daher für Tau­cher nicht erreich­bar.

Bereits in der Nacht wur­de ein Tauchro­bo­ter (ROV = Remo­te­ly Ope­ra­ted Vehic­le = fern­ge­steu­er­tes Fahr­zeug) vom Fest­land nach Lon­gye­ar­by­en gebracht. Es soll so schnell wie mög­lich an der mut­maß­li­chen Absturz­stel­le ein­ge­setzt wer­den, um Gewiss­heit zu erhal­ten, ob es sich tat­säch­lich um den Hub­schrau­ber han­delt.

An Bord befan­den sich 8 Per­so­nen, nach denen wei­ter­hin gesucht wird. Such­mann­schaf­ten sind in der Nähe des Unglücks­or­tes ent­lang der Küs­te öst­lich von Heerod­den im Ein­satz. Die Was­ser­ober­flä­che wird wei­ter­hin mit Schif­fen und Hub­schrau­bern abge­sucht. Nach Stand der Din­ge ist mit dem Schlimms­ten zu rech­nen, aber man gibt die Hoff­nung nicht auf, doch noch Über­le­ben­de zu fin­den. Der Hub­schrau­ber­typ MI-8 ist mit einem Ret­tungs­floß aus­ge­stat­tet sowie mit Auf­triebs­kör­pern, die den Hub­schrau­ber zumin­dest bei einer kon­trol­lier­ten Not­lan­dung eine Wei­le an der Was­ser­ober­flä­che hal­ten. Da von der Besat­zung des Hub­schrau­bers kei­ner­lei Not­si­gnal aus­ge­löst wur­de, scheint es jedoch zwei­fel­haft zu sein, ob es sich um eine kon­trol­lier­te Not­lan­dung han­del­te. Zur frag­li­chen Zeit wol­len Zeu­gen in der Gegend einen Knall gehört haben.

Neben den 2 nor­we­gi­schen Ret­tungs­hub­schrau­bern sind eine Rei­he von Schif­fen und Boo­ten im Ein­satz. Neben Küs­ten­wa­che und Polar­sys­sel (Sys­sel­man­nen) sind auch Schif­fe aus der Tou­ris­mus­bran­che aus Lon­gye­ar­by­en vor Ort. Nach­dem die Sicht zunächst durch Schnee­trei­ben beein­träch­tigt war, ist das Wet­ter der­zeit gut, mit wenig Wind und kla­rer Sicht. Aller­dings hat vor ein paar Tagen die Polar­nacht begon­nen, so dass selbst zur Mit­tags­zeit nur Däm­me­rung herrscht.

Licht­ver­hält­nis­se in der Polar­nacht im Isfjord zur Mit­tags­zeit. Das hel­le Licht ist der Mond. (Archiv­bild.)

Polarnacht, Isfjord.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Rus­si­scher Hub­schrau­ber vor Barents­burg abge­stürzt

Die­ser Bei­trag wird aktua­li­siert (unten), sobald es wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt.

Ein rus­si­scher Hub­schrau­ber vom Typ MI-8 ist vor Barents­burg ins Meer gestürzt. Der Hub­schrau­ber befand sich auf dem Weg von Pyra­mi­den nach Barents­burg. An Bord waren 8 Per­so­nen.

Der Not­ruf von der Luft­auf­sicht am Flug­ha­fen Lon­gye­ar­by­en ging um 15.35 Uhr in der Ret­tungs­zen­tra­le Nord­nor­we­gen ein. Nor­we­gi­sche Ret­tungs­kräf­te sind mit Hub­schrau­ber und Schif­fen vor Ort bezie­hungs­wei­se unter­wegs zur Unglücks­stel­le, die 2-3 Kilo­me­ter vor dem rus­si­schen Hub­schrau­ber­lan­de­platz Heerod­den bei Barents­burg im Isfjord liegt.

Aktu­ell gibt es noch kei­ne Infor­ma­tio­nen zum Schick­sal der 8 Per­so­nen an Bord. An der Unglücks­stel­le herrscht eine Bri­se (7-8 m/s), die Sicht ist teil­wei­se durch Schnee­fall beein­träch­tigt.

Nor­we­gi­schem Recht ent­spre­chend, gilt die Flug­er­laub­nis für die rus­si­sche Gesell­schaft Trust Ark­ti­ku­gol, der der Hub­schrau­ber gehört, nur für Flü­ge zu fir­men­ei­ge­nen Zwe­cken. Kom­mer­zi­el­le Flü­ge, etwa für Film­teams oder Wis­sen­schaft­ler, sind nicht zuge­las­sen.

Aktua­li­sie­rung: an Bord befan­den sich der Pilot (Bara­nov Evge­ny), Co-Pilot (Fro­lov Vla­di­mir), ein Flug­in­ge­nieur (Alex­ei Pou­ly­aus­kas), ein Flug­tech­ni­ker (Mihtar Marat), ein Inge­nieur (Koro­lev Alek­sey) sowie 3 Wis­sen­schaft­ler des Insti­tuts für Ark­tis- und Ant­ark­tis­for­schung in St. Peters­burg: Golo­va­nov Oleg, Fade­ev Nicho­las, Kau­lio Mak­sim. Die Namen wur­den in rus­si­schen Medi­en bekannt gege­ben.

Aktua­li­sie­rung: Der Direk­tor der Betrei­ber­ge­sell­schaft Kon­vers Avia, Dmit­rij Zjel­jaz­kov, hat gegen­über der rus­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur Tass gesagt, dass es sich bei den 3 Pas­sa­gie­ren um Gru­ben­ar­bei­ter des Trust Ark­ti­ku­gol han­delt.

Rus­si­scher MI-8 Hub­schrau­ber auf dem Flug­ha­fen Lon­gye­ar­by­en (Archiv­bild).

Russischer Hubschrauber Spitzbergen.

Quel­le: NRK

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