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Jahres-Archiv: 2018 − News & Stories


Neue Spitz­ber­gen-Fahrt mit SV Anti­gua: 01.-09. Juni 2019, Schwer­punkt Eis & Tie­re

Die Aus­schrei­bun­gen für die Ark­tis-Rei­sen 2019 sind nun soweit voll­stän­dig. Neben den „tra­di­tio­nel­len“ Spitz­ber­gen-Rei­sen mit der Anti­gua im Juli und im Sep­tem­ber sowie „Spitz­ber­gen für Fort­ge­schrit­te­ne“ mit der Arc­ti­ca II im August neu hin­zu­ge­kom­men ist jetzt die Beschrei­bung für die 2019 erst­ma­lig ins Pro­gramm auf­ge­nom­me­ne Spitz­ber­gen-Fahrt mit der Anti­gua vom 01. bis zum 09. Juni 2019. Schwer­punkt die­ser Fahrt im ark­ti­schen Früh­som­mer soll das Eis sein, das zu die­ser Jah­res­zeit erfah­rungs­ge­mäß noch in den Fjor­den und vor der Küs­te vor­han­den ist, und die Tie­re, von den Vögeln und Ren­tie­ren der Tun­dra bis zu den gro­ßen Cha­rak­ter­tie­ren der Ark­tis, Eis­bä­ren und Wal­ros­sen.

Hier geht es zur Rei­se­be­schrei­bung für die Anti­gua in Spitz­ber­gen, 01.-09. Juni 2019.

Antigua an der Eiskante, Spitzbergen

Pata­go­ni­en unter Segeln 2018: Rei­se­be­richt und Fotos online

Nach dem Rei­se­be­richt und den Fotos zur Ant­ark­tis-Fahrt mit SY Anne-Mar­ga­re­tha sind nun auch die ent­spre­chen­den Sei­ten zur Pata­go­ni­en-Rei­se im März/April 2018 online. Die hier ver­link­ten Sei­ten bie­ten neben dem Rei­se­ta­ge­buch auch Foto­ga­le­rien mit kür­ze­ren Beschrei­bun­gen der ver­schie­de­nen Abschnit­te der Fahrt von Ushua­ia über Puer­to Montt. 25 aben­teu­er­li­che Tage unter Segeln in einem wil­den, schö­nen, ein­sa­men der Welt! Obwohl noch ein lan­ger Ark­tis-Som­mer unter Segeln bevor­steht, ist jetzt schon sicher, dass die Pata­go­ni­en-Fahrt als ein Höhe­punkt nicht nur 2018, son­dern auch weit dar­über hin­aus in Erin­ne­rung blei­ben wird. Mit dem Rei­se­be­richt kann man nach­träg­lich völ­lig kos­ten­frei und fern­ab von Wind und Wel­len, Käl­te und See­krank­heit in die herr­li­chen Land­schaf­ten Pata­go­ni­ens ein­tau­chen – viel Spaß!

Patagonien 2018 Fotos und Reisebericht, von und mit Rolf Stange und SY Anne-Margaretha

Wan­de­rung auf einer abge­le­ge­nen Insel in Pata­go­ni­en.

Und ja, wir gehen davon aus, dass die­se ers­te Fahrt in Pata­go­ni­en nicht die letz­te gewe­sen sein soll, es gibt noch so viel dort zu ent­de­cken! Kon­kre­te Plä­ne dazu haben wir aktu­ell nicht, das wird sicher nicht im Süd­som­mer 2018/19 anste­hen, aber heu­te ist nicht alle Tage, wir komm’n wie­der kei­ne Fra­ge! Has­ta la vis­ta, Pata­go­nia!

Aber bald heißt es nun erst mal wie­der: auf nach Spitz­ber­gen! Ab Juli wird der Ark­tis-Rei­se­blog auf die­ser Sei­te wie­der regel­mä­ßig Fut­ter bekom­men.

Ark­tis unter Segeln 2019: Spitz­ber­gen und Grön­land

Die Ter­mi­ne und Beschrei­bun­gen für unse­re Rei­sen „Ark­tis unter Segeln 2019“ sind nun ver­füg­bar. Natür­lich ist Spitz­ber­gen über den gan­zen Polar­som­mer 2019 hin­weg mehr­fach im Pro­gramm, aber es geht auch nach Grön­land, genau­er mit SY Anne-Mar­ga­re­tha nach Ost­grön­land, in den Score­s­by­sund (25.08.-09.09.2019).

Gleich drei­mal wer­den wir mit dem belieb­ten Drei­mas­ter SV Anti­gua in Spitz­ber­gen unter­wegs sein. Natür­lich ist unse­re lan­ge, inten­si­ve 18-Tage-Fahrt wie­der dabei (25.06.-12.07.2019), genau­so wie die Fahrt ins spät­som­mer­li­che Licht im Sep­tem­ber 2019. Die­ses Mal liegt der Ter­min etwas spä­ter (19.-29.09.2019), so dass wir unter ande­rem wirk­lich gute Chan­cen für schö­ne Nord­lich­ter haben!

Neu im Pro­gramm für 2019 ist eine früh­som­mer­li­che Fahrt mit der Anti­gua, bei der das Eis, mit dem wir zu die­ser recht frü­hen Zeit noch rech­nen kön­nen, und die Tie­re im Vor­der­grund ste­hen sol­len (01.-09.06.2019). Die­se Fahrt ist mit 9 Tagen kür­zer als die ande­ren Rei­sen, bie­tet aber immer noch reich­lich Zeit für vie­le schö­ne Erleb­nis­se und Ein­drü­cke und die Rei­se­dau­er wird man­chem ent­ge­gen­kom­men, für den oder die eine drei­wö­chi­ge Rei­se im Som­mer orga­ni­sa­to­risch nicht zu bewäl­ti­gen ist. Die genaue Beschrei­bung für die­se Fahrt wird dem­nächst fol­gen, Inter­es­sen­ten kön­nen sich natür­lich den­noch schon vor­mer­ken las­sen.

Antigua an der Eiskante, Spitzbergen

Ark­tis-Eis unter Segeln: neue Fahrt mit der Anti­gua, 01.-09. Juni 2019! Genaue Beschrei­bung folgt.

Auch unse­re inten­si­ve und immer erleb­nis­rei­che Fahrt „Spitz­ber­gen für Fort­ge­schrit­te­ne“ mit SY Arc­ti­ca II ist 2019 natür­lich wie­der dabei (04.-22. August 2019).

Bei Fra­gen oder Inter­es­se neh­men Sie bit­te ein­fach Kon­takt auf. Fra­gen zu den Rei­sen, Rou­ten und Schif­fen beant­wor­tet Rolf Stan­ge, unver­bind­li­che Reser­vie­run­gen und Buchun­gen nimmt Uwe Maaß (Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft) ger­ne ent­ge­gen.

Eis­bär bei Lon­gye­ar­by­en gese­hen

Eine knap­pe Woche nach dem Eis­bä­ren­be­such bei Kapp Lin­né, der weit durch die Medi­en ging, ist wie­der ein Eis­bär in Sied­lungs­nä­he gesich­tet wor­den. Am Frei­tag Abend war ein Eis­bär in der Nähe des alten Flug­plat­zes im Advent­da­len unter­wegs in Rich­tung Lon­gye­ar­by­en.

Bald dar­auf war der Sys­sel­man­nen mit dem Hub­schrau­ber vor Ort; der Eis­bär befand sich bereits in der Nähe des Advent­fjord, also dicht bei Lon­gye­ar­by­en. Vom Moto­ren­ge­räusch zunächst ver­trie­ben, ver­zog der Eis­bär sich nach Hior­th­hamn, gegen­über von Lon­gye­ar­by­en. Als der Eis­bär sich spä­ter schwim­mend im Fjord befand, wur­de sicher­heits­hal­ber eine Lager­feu­er­par­ty am Ufer eva­ku­iert, ohne dass der Bär sich jedoch in der Nähe bli­cken ließ, eine Vor­sichts­maß­nah­me ohne jede Dra­ma­tik.

Eisbär, Adventfjord

Eis­bär im Advent­fjord, nicht weit von Lon­gye­ar­by­en (Archiv­bild, 2014).

Zuletzt wur­de der Eis­bär Sams­tag Mit­tag auf dem Weg in den Sas­senfjord gese­hen. Seit­dem ist sein Auf­ent­halts­ort nicht mehr bekannt, und die Behör­den legen den „Fall“ zu den Akten, bis es even­tu­ell neue Beob­ach­tun­gen gibt.

Bei dem Eis­bä­ren han­del­te sich sich wahr­schein­lich um ein gro­ßes Männ­chen. Zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen für Mensch oder Tier kam es nicht.

Der Fall zeigt, wie wich­tig es ist, auch ganz in der Nähe von Lon­gye­ar­by­en umsich­tig und vor­be­rei­tet zu sein.

Zwei Plät­ze auf der Anti­gua (12.-29.07.2018) wie­der frei gewor­den!

Spitz­ber­gen unter Segeln mit SV Anti­gua, 18 inten­si­ve Tage lang – eine Traum­rei­se für Ark­tis­freun­de! Nun besteht die Chan­ce dazu kurz­fris­tig wie­der auf der eigent­lich längst aus­ge­buch­ten Rei­se im Juli 2018, da nach einer Stor­nie­rung eine Dop­pel­ka­bi­ne frei­ge­wor­den ist.

Spitzbergen unter Segeln, SV Antigua Juli 2018

Spitz­ber­gen unter Segeln auf der Anti­gua im Juli 2018: Zwei Plät­ze wie­der ver­füg­bar.

Also – nur zu und Will­kom­mem an Bord! Kli­cken Sie hier für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­ser Rei­se.

Inter­es­sen­ten kön­nen sich für Fra­gen zur Rei­se, zur Anti­gua, zu Spitz­ber­gen, zur Aus­rüs­tung etc. an Rolf Stan­ge wen­den und für Reser­vie­rung und Buchung an die Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft.

Stö­run­gen in sen­si­blen Tun­d­ra­ge­bie­ten in der Brut­sai­son ver­mei­den!

Auf Spitz­ber­gen hat die Som­mer­sai­son begon­nen. Sowohl die Schif­fe, die mit Tou­ris­ten in ent­le­ge­ne Fjor­de fah­ren, als auch die Vögel, die nun ihr Brut­ge­schäft begin­nen, sind zurück.

Der Früh­som­mer ist in der Ark­tis eine sehr leben­di­ge Zeit: in den Vogel­fel­sen brummt es, auch in der Tun­dra tobt das Leben. Gän­se stär­ken sich nach dem Früh­jahrs­zug für die Brut­sai­son, eben­so Eide­r­en­ten und vie­le ande­re Boden- und Kliff­brü­ter, See- und Tun­dra­vö­gel.

Der Sys­sel­man­nen (Gou­ver­neur) hat nun dar­an erin­nert, sich ent­spre­chend rück­sichts­voll im Gelän­de zu ver­hal­ten. Eine Rei­he beson­ders sen­si­bler Orte, über­wie­gend klei­ne Insel­chen, sind ohne­hin als Vogel­re­ser­va­te spe­zi­ell geschützt. Aber auch andern­orts sind vie­le Vögel unter­wegs und sind jetzt für Stö­run­gen beson­ders anfäl­lig.

Midterhuken

Tun­dra am Mid­ter­hu­ken: lässt man im Früh­som­mer bes­ser in Ruhe.

Expli­zit wur­de vom Sys­sel­man­nen dazu auf­ge­ru­fen, auf Lan­dun­gen am Midterhuken/Gåsbergkilen im Bell­sund zu ver­zich­ten. Auch andern­orts soll­te man ent­we­der gar nicht anlan­den oder sich beson­ders vor­sich­tig und rück­sichts­voll bewe­gen, wenn vie­le Gän­se, Eide­r­en­ten und ande­re Vögel die Tun­dra besie­deln.

Gute Fahrt!

Eis­bär im Gebäu­de auf Kapp Lin­né (Isfjord Radio)

Auf Kapp Linné/Isfjord Radio ist ein Eis­bär in die Gebäu­de ein­ge­drun­gen.

Die alte Radio­sta­ti­on dien­te ehe­mals dem Funk­ver­kehr zwi­schen den Sied­lun­gen Spitz­ber­gens und dem Fest­land, ist tech­nisch aber obso­let, seit der Daten­ver­kehr über ein Glas­fa­ser­ka­bel läuft. Seit Ende der 1990er Jah­re dient Kapp Lin­né als klei­nes Wild­nis­ho­tel an der West­küs­te Spitz­ber­gens.

Aktu­ell befin­den sich 5 Ange­stell­te und 9 Gäs­te auf Kapp Lin­né. Am Sonn­tag mor­gen um 7 Uhr früh ent­deck­te die Che­fin, Malin Stark, dass eine Tür auf­ge­bro­chen war, kurz dar­auf hör­te sie Geräusch aus einem Lager­raum, wie die Sval­bard­pos­ten berich­tet.

Um 9 Uhr befand der Eis­bär sich immer noch im Gebäu­de. Sys­sel­mann­nen und nor­we­gi­sches Polar­in­sti­tut sind unter­wegs, um den Bären mög­lichst zu ver­trei­ben oder zu betäu­ben. Nur im Not­fall wür­de man den Eis­bä­ren erschie­ßen („lethal ent­neh­men“, wie der deut­sche Amts­schim­mel sagen wür­de).

Eisbär Kapp Linné (Isfjord Radio)

Eis­bär bei Kapp Lin­né (Isfjord Radio). Archiv­bild Ver­fas­ser.

Per­so­nen waren, soweit bekannt, nicht unmit­tel­bar in Gefahr. Mög­li­cher­wei­se steht der Bär, ver­mut­lich ein gro­ßes Männ­chen, aber unter Stress: Es ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass er sich ver­letzt hat oder den Weg nach drau­ßen nicht mehr fin­det.

Eis­bä­ren­be­such auf Kapp Lin­né ist nicht unbe­dingt all­täg­lich, kommt aber immer wie­der mal vor. Auch die­ser Autor, der in grau­er Vor­zeit mal auf Kapp Lin­né gear­bei­tet hat, kann von ent­spre­chen­den Erleb­nis­sen berich­ten. Dass ein Eis­bär aller­dings in eines der Gebäu­de ein­dringt, gehört aber defi­ni­tiv zu den Sel­ten­hei­ten.

Ergän­zung: Sonn­tag Vor­mit­tag gegen 11 Uhr kam vom Sys­sel­man­nen die Mel­dung, dass der Eis­bär Kapp Lin­né ver­las­sen habe und auf dem Weg nach Nor­den sei.

Bil­lefjord

Eine nächt­li­che Fahrt brach­te uns tief in die inne­ren Ver­zwei­gun­gen des Isfjord, so dass wir mor­gens im Bil­lefjord auf­wach­ten, mit einem fan­tas­ti­schen Land­schafts­pan­ora­ma um uns her­um. Spie­gel­bil­der auf dem Was­ser und Dut­zen­de von Rob­ben auf dem Eis! Zunächst kei­ne Lan­dung, weil die Bucht noch gefro­ren und die Ufer blo­ckiert waren, aber das spiel­te bei die­sen schö­nen Ein­drü­cken erst mal gar kei­ne Rol­le.

Billefjord

Land­schaft im Bil­lefjord.

Es war im wört­li­chen Sin­ne nahe­lie­gend, auch noch um die Ecke zu fah­ren, zum gro­ßen Nor­dens­ki­öld­breen. Einer der größ­ten Glet­scher im Isfjord und mehr oder weni­ger unse­re letz­te Chan­ce für eine Eis­bä­ren­sich­tung.

Billefjord

Land­schaft im Bil­lefjord: Nor­dens­ki­öld­breen.

Herr­li­che Land­schaft und eine schö­ne Begeg­nung mit einer Bart­rob­be, aber kein Eis­bär …

Bartrobbe, Nordenskiöldbreen

Bart­rob­be am Nor­dens­ki­öld­breen.

Dann war es Zeit für einen klei­nen Land­gang. Mit Bruce­by­en kam ich an eine Stel­le zurück, die vie­le alte Erin­ne­run­gen wie­der weck­te. Ein wun­der­ba­res Fleck­chen Erde, die Land­schaft, die Stil­le …

Landung bei Brucebyen

Lan­dung bei Bruce­by­en. Immer die­se mei­len­lan­gen Zodiac­fahr­ten zum Ufer! 😉

Um 1920 hat­te eine schot­ti­sche Gesell­schaft bei Bruce­by­en mal Koh­le­vor­kom­men erkun­det. Ein kurz­le­bi­ges und wenig erfolg­rei­ches Aben­teu­er.

Brucebyen

Bruce­by­en.

Dann, schließ­lich … wir waren schon fast bei der Fahrt aus dem Bil­lefjord her­aus, dann fan­den wir doch noch unse­ren Eis­bä­ren! Ziem­lich weit weg und sicher kei­ne Gele­gen­heit für Welt­klas­se-Eis­bä­ren­fo­tos, aber es war unser Eis­bär! Im Fern­glas klar erkenn­bar, zau­ber­te er ein Lächeln in alle Gesich­ter.

Eisbär, Nordenskiöldbreen

Eis­bär am Nor­dens­ki­öld­breen, ein soge­nann­ter Pixel­bär. Aber es war unser Eis­bär! 🙂

So konn­ten wir glück­lich und zufrie­den am spä­ten Nach­mit­tag Kurs auf Lon­gye­ar­by­en set­zen.

Isfjord: Alk­hor­net, Barents­burg

Hier im Isfjord ist noch rich­tig Win­ter. Schnee, Schnee, Schnee. Dazu Son­ne, ein Vogel­fel­sen als akus­ti­scher Hin­ter­grund und ein wei­ter Blick über Fjord und Küs­te, Ber­ge und Glet­scher. Ren­tie­re und Gän­se auf den ers­ten frei­en Tun­drafle­cken. Wird’s noch schö­ner? Kaum.

Schnee, Trygghamna

Spä­ter Win­ter in Trygg­ham­na.

Seehund

See­hund am Ufer.

Schneeammer, Alkhornet

Früh­lings­bo­ten am Alk­hor­net: Schnee­am­mer-Paar.

Alkhornet

Das Alk­hor­net.

Dann haben wir noch einen Besuch beim Schwimm­ver­ein in der Ymer­buk­ta gemacht. Land und Leu­te!

Ymerbukta

Schwimm­ver­ein Ymer­buk­ta.

„Schö­ner“ im klas­si­schen Sin­ne wur­de es wohl auch nicht in Barents­burg, aber anders. Sehr anders. Rus­sisch. His­to­risch. Poli­tisch. Haben wir uns alles ange­schaut und im Detail bespro­chen. Muss man machen, sonst hat man echt was ver­passt. Wirk­lich! Das sieht Lenin auch so.

Lenin in Barentsburg

Lenin in Barents­burg.

Im Rück­blick auf die letz­ten Tage haben wir ja reich­lich gute und schö­ne Grün­de, auf die Fahrt anzu­sto­ßen. Das haben wir abends flei­ßig getan. Ein Skål auf Kapi­tän Mario und Koch Piet! Und natür­lich die gesam­te Mann­schaft, aber Kapi­tän und Koch sind natür­lich schon beson­ders wich­ti­ge Posi­tio­nen, wie jeder weiß, der schon mal mit einem Schiff gereist ist. Ein Wort für alle, die die Anti­gua von frü­her ken­nen und neu­gie­rig sind: Natür­lich war ich auch gespannt, nach­dem Kapi­tän Joa­chim und Koch Sascha jeweils neue Kur­se gesetzt haben, denn das waren gro­ße Fuß­stap­fen, die es zu fül­len galt, wie jeder weiß, der in den letz­ten Jah­ren auf der Anti­gua mit­ge­fah­ren ist. Umso schö­ner ist es, jetzt sagen zu kön­nen: ich freue mich auf vie­le wei­te­re Anti­gua-Fahr­ten! Wir hat­ten (und haben noch) eine tol­le Rei­se!

Piet

Applaus für Koch Piet!

Kongsfjord

Nach einer erhol­sa­men Nacht haben wir uns den Kongsfjord schön vor­ge­nom­men. Die­ser post­kar­ten­ar­tig schö­ne Fjord besteht neben vie­len Ber­gen ja vor allem aus Glet­schern. Meh­re­ren davon sind wir auf die Pel­le gerückt. Zu Fuß und mit dem Schiff. Damit sind gro­ße Tei­le des Tages eigent­lich schon gut beschrie­ben.

Blomstrandbreen

Am Blom­strand­breen.

Buckelwal, Kongsfjord

Buckel­wal im Kongsfjord.

Dann waren wir noch zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort, um einem Buckel­wal über den Weg zu schwim­men, der freund­lich mit der Flu­ke wink­te. Und um den Tag so rich­tig rund zu machen, haben wir noch einen Blick in die Blom­strand­hal­vøya gewor­fen.

Eisberg, Kongsfjord

Eis­berg im Kongsfjord.

Küstenhöhle, Blomstrandhalvøya

Küs­ten­höh­le auf der Blom­strand­hal­vøya.

Wie­der mal ein schö­ner Tag in der Ark­tis!

For­lands­und, Ny-Åle­sund

Der Wind, der uns ges­tern Abend doch etwas genervt hat­te, hat uns über Nacht dann gut nach Nor­den getra­gen, so dass wir qua­si mit Wal­ros­sen vor der Nase auf­ge­wacht sind. Die Chan­ce haben wir uns natür­lich nicht ent­ge­hen las­sen ☺

Walrosse, Forlandsund

Wal­ros­se im For­lands­und.

Ny-Åle­sund ist auf Spitz­ber­gen­fahr­ten natür­lich eigent­lich ein Klas­si­ker, aber auf die­ser Rei­se eben­so natür­lich ein uner­war­te­ter geo­gra­phi­scher Höhe­punkt, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Damit hät­te noch vor ein paar Tagen sicher nie­mand gerech­net, dass wir es auf die­ser Rei­se so weit nach Nor­den schaf­fen wür­den. Aber da waren wir nun, und konn­ten uns erst über strah­len­de Son­ne freu­en und dann end­lich über einen ruhi­gen Abend im Hafen von Ny-Åle­sund. Hat­ten wir uns auch ver­dient, wie wir alle fan­den!

Ny-Ålesund

Der Luft­schiff­mast bei Ny-Åle­sund.

Bell­sund

Die nächt­li­che Stre­cke vom Horn­sund zum Bell­sund hät­te erhol­sa­mer sein kön­nen, aber das war schnell ver­ges­sen, als wir im Bell­sund aufs Freund­lichs­te von Ren­tie­ren begrüßt wur­den, mit Glet­scher im Hin­ter­grund! Spä­ter sahen wir Wal­ros­se, und zwar eben­falls mit schöns­ter Land­schaft im Hin­ter­grund.

 Spitzbergen Rentiere, Bellsund

Spitz­ber­gen Ren­tie­re sind etwas klei­ner als ihre Ver­wand­ten auf dem Fest­land.

Der Bell­sund ist in vie­ler Hin­sicht einer mei­ner Favo­ri­ten. In die­ser Land­schaft kann man sich ver­lie­ren! Taten wir auch, von einem klei­nen Hügel, mit Blick auf das noch mehr oder weni­ger fes­te Eis im Van Mijenfjord.

Bellsund

Blick über den Bell­sund

Übri­gens lie­gen im Bell­sund jetzt so eini­ge Kilo Plas­tik weni­ger am Strand als vor­her, ein Fischer­netz haben wir auch noch gebor­gen. In einem klei­nen Stück Fischer­netz hat­ten sich gleich 2 Ren­tie­re ver­hed­dert, min­des­tens eines davon war mit dem Netz im Geweih gestor­ben. Gru­se­lig! Das Plas­tik-The­ma wird uns lei­der noch lan­ge beglei­ten, befürch­te ich. Da ist noch viel zu tun. Das wenigs­te davon in der Ark­tis, am Ran­de bemerkt.

Davon ab: ein guter Tag!

Bellsund

Res­te von Fischer­net­zen und ande­rer Plas­tik­müll hat häu­fig tau­sen­de von Kilo­me­tern zurück­ge­legt, bevor er auf Spitz­ber­gen ange­spült wird.

Horn­sund

Die Pas­sa­ge von der Bären­in­sel nach Spitz­ber­gen lief schnell und gut. Das Timing war bes­tens, kurz vorm Horn­sund blies der Wind rich­tig hef­tig, auf offe­ner See wäre das ganz und gar nicht schön gewe­sen! So aber waren wir dann schon wie­der unter Land und konn­ten am spä­ten Abend geschützt ankern. Von der schö­nen Land­schaft war im Schnee­trei­ben zunächst noch nichts zu sehen. Offen­sicht­lich sind wir in der hohen Ark­tis ange­kom­men!

Hornbreen

Der Glet­scher Horn­breen am süd­li­chen Zip­fel von Spitz­ber­gen

Heu­te klar­te es dann auf, bis nach­mit­tags sogar die strah­len­de Son­ne her­aus­kam und das vie­le Eis im Horn­sund strah­len und fun­keln ließ wie Dia­man­ten. Zunächst aber war es schön, wie­der fes­ten Boden unter die Füße zu bekom­men, was wir auf einer der klei­nen Inseln öst­lich von Tres­kelen taten. Noch viel Eis in den Buch­ten!

Brepollen

Gut geschützt liegt die Anti­gua in der Bucht Bre­pol­len im Horn­sund

Beluga-Wale

Belu­ga Wale zie­hen durch den Horn­sund. Hier: Ves­t­re Bur­ger­buk­ta

Bären­in­sel (Bjørnøya)

Ges­tern war ich nach Wet­ter­vor­her­sa­ge recht opti­mis­tisch, was unse­ren heu­ti­gen Besuch bei der Bären­in­sel anging, aber die Zuver­sicht sank doch etwas beim Anblick von Wind und Wel­len, die so aus Süd­wes­ten kamen, dass sie um die Süd­spit­ze der Insel her­um roll­ten und auch die ver­meint­lich geschütz­te Ost­sei­te zu einem eher unge­müt­li­chen Ort mach­ten. Ob das was wird ..?

 Stappen, Bäreninsel

Wo, bit­te, geht’s hier auf die Insel?

Sør­ham­na lie­ßen wir direkt links lie­gen, und ein ers­ter Blick in die nächs­ten Buch­ten war auch nicht unbe­dingt viel­ver­spre­chend. Um über­haupt mal etwas Ruhe zu bekom­men, haben wir in Røed­vi­ka vor dem Mise­ry­fjel­let gean­kert, zwar ohne jede Mög­lich­keit, dort an Land zu kom­men, aber immer­hin lag die Anti­gua dort für eine Wei­le zumin­dest halb­wegs geschützt.

Dann haben Mario, Sarah und ich uns doch mal ein Zodiac genom­men und geschaut, ob es wirk­lich kei­ne Mög­lich­keit gibt. Der Wind schien immer­hin ein klein wenig nach­ge­las­sen zu haben. Es soll­te wohl doch nicht sein, dass unser 8. Besuch bei der Bären­in­sel der ers­te ohne Land­gang wird? Natür­lich kann das Wet­ter einen wirk­lich dazu zwin­gen, die Fahrt fort­zu­set­zen, ohne die Insel tat­säch­lich betre­ten zu haben, aber ganz so weit waren wir doch wohl noch nicht … der Schlüs­sel zum Erfolg war, dass Mario die Anti­gua meis­ter­haft in eine Drift­po­si­ti­on in der Bucht brach­te, mit Fel­sen zu bei­den Sei­ten, die der Dünung einen gro­ßen Teil der Kraft nah­men, so dass wir Zeit hat­ten, alle ins Boot zu holen und an Land zu brin­gen. Bären­in­sel Ahoi! Zudem ist die­se klei­ne Bucht im Süd­os­ten der Insel eines der schöns­ten Fleck­chen der Bjørnøya, ein klei­ner, aber schö­ner und ein­drück­li­cher Ein­blick in die Natur die­ses nach wie vor ver­gleichs­wei­se sel­ten betre­te­nen Fleck­chens.

Gut­ge­launt konn­ten wir am spä­te­ren Abend die Fahrt mit Kurs auf Spitz­ber­gen wie­der auf­neh­men.

Barentssee

Land­gang geschafft! Blick über die Bären­in­sel

Barents­see

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge stets gut im Auge, hat­ten wir uns in Stok­mark­nes dazu ent­schlos­sen, auf direk­tes­tem Wege Rich­tung Barents­see und Bären­in­sel zu steu­ern. Im Nord­at­lan­tik ist viel Wind unter­wegs, und wenn wir zu spät dran sind, dann bekom­men wir davon spä­ter eine kräf­ti­ge Por­ti­on auf die Nase. Und genau das möch­ten wir, wenn es irgend­wie geht, ver­mei­den. Wenn wir jetzt und hier abdamp­fen, soll­ten wir gute Chan­cen auf schö­nen Segel­wind nach Nor­den haben.

Barentssee

Kurs auf die Bären­in­sel

Also ver­ab­schie­de­ten wir uns in Stok­mark­nes von Nor­we­gen und waren ein paar Stun­den spä­ter auf See. Segel hoch und Kurs auf die Bären­in­sel (Bjørnøya)! Das war im Wesent­li­chen das Mot­to für die nächs­ten 44 Stun­den. Son­ne, Segeln um 9 Kno­ten, das waren die The­men, die den Mitt­woch beherrsch­ten. Abzüg­lich Son­ne gilt das auch für den heu­ti­gen Don­ners­tag, aber wir haben die Bären­in­sel nun vor­aus und in ein paar Stun­den wird dort der Anker fal­len!

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