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Monats-Archiv: August 2019 − News & Stories


Hyttevika – 19. August 2019

Nach einer kurzen Nacht wollte die Stormbukta uns nicht haben; bei starkem Niedrigwasser und drohendem Wind ist das kein guter Ort.

Dafür war Hyttevika ein paar Stunden später umso besser und schöner. Wunderschöne Westküstenlandschaft mit vielen schroffen Uferfelsen und saftig-grüner Tundra, Wanny Woldstads Hütte (mehr zum abenteuerlichen Leben der Jägerin Wanny Woldstad kann man im Buch „Arktische Weihnachten“ nachlesen ).

Und Eisfüchse. Eine ganze Familie. Verspielt, neugierig und glücklich.

Galerie – Hyttevika – 19. August 2019

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Gut, dass die Jungfüchse noch nichts vom Winter wissen.

Wir fahren in den mitternächtlichen beinahe-Sonnenuntergang hinein Richtung Bellsund.

Storfjord-Sørkappøya – 18. August 2019

Heute haben wir uns die lange Strecke den Storfjord hinab bis zum Südkap und an die Westküste vorgenommen. Das Wetter sollte ideal sein, laut Vorhersage. War es auch. Besser geht einfach nicht. Sonne, glattes Wasser. Der Skipper kann entspannen (siehe Bild). Ein paar Mal lassen sich Finnwale blicken.

Das Südkap, sonst für viele Meilen auf offener, rauher See um die weitläufig untiefen Ufer herum gefürchtet, öffnet uns heute eine Tür. Das Wetter ist so gut, dass wir tatsächlich einen Landgang auf der Sørkappøya wagen können. Die Südkapinsel ist der südlichste Teil von Spitzbergen, wenn man von ein paar vorgelagerten Felsen und der weit entfernten Bäreninsel absieht (völlig andere Baustelle ).

Die aus der Ferne völlig unscheinbare Insel besticht aus der Nähe durch ihren unglaublichen Reichtum an Strukturen. Geometrische Muster aus Strandwällen, dazwischen viele Lagunen, und schräg gestellte Felsrippen, voll von Fossilien. Über all dem ein fantastisches Abendlicht – die Sonne berührt beinahe den Horizont, morgen wird sie hier, im Süden Spitzbergens, zum ersten Mal wieder untergehen. Dann ist die Zeit der Mitternachtssonne vorbei. In Longyearbyen dauert es bis dahin noch ein paar Tage.

Galerie – Storfjord-Sørkappøya – 18. August 2019

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Schließlich vollbringt Skipper Peter noch ein Bravourstück, indem er die Arctica II sicher durch den Mesund führt, nördlich der Sørkappøya, was viele Meilen spart und uns eine beeindruckend schöne Passage zwischen vielen Untiefen und Inselchen gibt, während die Sonne tiefrot über den Bergen des Sørkapp Land brennt.

Tjuvfjord – 17. August 2019

Im Tjuvfjord können wir das Gefühl genießen, neue Fahrwasser und neues Land zu entdecken. Hier kommen nur selten Menschen hin, und kaum Touristen. Früher war das ein klassisches Revier für Eisbärenjäger.

Wir finden eine halbwegs geschützte Landestelle und ziehen über das weite Land hin zu den sich endlos erstreckenden Tafelbergen. Von der ersten Anhöhe aus haben wir einen grandiosen Rundumblick über den ganzen Tjuvfjord. Ein seltener Genuss. Auf dem weiten Flachland vor der Küste sind zahlreiche Rentier- und Eisbärenspuren, aber kein Stiefelabdruck im weichen Untergrund außer unseren eigenen.

Die riesige Tjuvfjordlagune ist unser nächstes Ziel, aber vor dieser liegt ein dichter Treibeisstreifen. Ein guter Tausch – das Treibeis begleitet uns einige Meilen, bis wir die Zieglerøya querab liegen haben. Ein fantastischer Anblick, mit den Bergen der Edgeøya im Hintergrund. Im frühen 20. Jahrhundert war das ein klassisches Jagdrevier für Trapper auf Eisbärenjagd. Ganz in der Nähe, am Andréetangen, steht noch eine Hütte, die der „Eisbärenkönig“ Henry Rudi gebaut hat.

Galerie – Tjuvfjord – 17. August 2019

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Wir genießen noch die schöne Passage um den mächtigen Berg Kvalpynten herum – der Eisbär von gestern spaziert noch an der gleichen Stelle am Hang herum – und ankern in der Habenichtbukta. Morgen geht es dann Richtung Südkap, die Wettervorhersage sieht sehr gut aus.

Edgeøya – 16. August 2019

Der Tag, der als erster seit 30 Jahren Longyearbyen Mitte August eine dicke Schicht Neuschnee brachte, fing auch bei uns auf der Edgeøya nicht gerade mit Sonnenschein an. Aber das hat prima gepasst, schließlich sind wir hier in der Arktis und nicht in der Karibik. Und statt einer Wanderung auf der Edgeøya gab es dann Eisbären – und zwar gleich drei, die völlig unabhängig voneinander am gleichen Strand unterwegs waren.

Zu einer Wanderung auf der Edgeøya kamen wir dafür später noch. In schönstem Sonnenschein unterwegs in herbstlicher Tundra, in der Nähe der Habenichtbukta.

Galerie – Edgeøya – 16. August 2019

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Abends ging es um Kvalpynten herum, ein mächtiges Vorgebirge im Südwesten der Edgeøya, in den Tjuvfjord.

Freemansund – 15. August 2019

Die Tage sind voll und fliegen nur so dahin, da bleibt der Blog schon mal auf der Strecke … und der Tag gestern im Freemansund, der hatte es in sich!

Weite, herbstlich-bunte Tundra auf der Barentsøya. Offene Täler mit dem ganzen Zauber der Tundra. Ein paar tausend Dreizehenmöwen und ein neugieriger Eisfuchs.

Galerie – Freemansund – 15. August 2019

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Und acht Eisbären.

Eis – 14. August 2019

Laut Wettervorhersage und aktueller Info zur Eislage sollte das heute unser Tag fürs Eis sein. In der südlichen Hinlopenstraße haben wir uns in einer guten Position vor Anker gelegt, um dann morgens nach Osten zu starten, wo wir nach einer Weile auf Eis stießen … Treibeis, Eisberge, Eisschollen in allen Formen, Farben und Größen. Fantastisch schön! Viele Sattelrobben planschten im Wasser, und sogar ein seltener Grönlandwal ließ sich für einen kostbaren Augenblick sehen.

Galerie – Eis – 14. August 2019

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Auf Grund gelaufener Krabbentrawler Northguider: Bergung läuft

Der Ende Dezember auf Grund gelaufene Krabbentrawler Northguider liegt immer noch vorm Sparreneset südlich des Murchisonfjord auf dem Nordaustland auf Grund. Das Wrack soll entfernt werden.

Nun ist die Bergungsaktion angelaufen: Mehrere Spezialschiffe sind vor Ort, um die Northguider von den Steinen zu holen. Das Seegebiet um das Wrack ist bis eine Meile vor der Küste gesperrt, damit die Arbeiten ungestört laufen können.

Bergung Krabbentrawler Northguider

Die Bergung des Krabbentrawler Northguider läuft

Die Mannschaft der Northguider konnte nach dem Auflaufen dramatischen Stunden durch Glück und das Geschick der norwegischen Rettungskräfte, die mit zwei Hubschraubern anrückten, unverletzt gerettet werden. Nun ist zu hoffen, dass die Arbeit der Bergungsmannschaften für das Wrack ebenso glücklich verläuft.

Hinlopenstraße – 13. August 2019

Die nördliche Hinlopenstraße zeigt sich wettermäßig heute leider von einer eher unfreundlichen Seite, so dass wir zunächst mal das Weite suchen und das Alkefjellet passieren, diese gewaltige Kolonien von Dickschnabellummen, die jeden sprachlos und staunend macht.

Galerie – Hinlopenstraße – 13. August 2019

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Die Gelegenheit für eine kleine Wanderung ergab sich später auf der Von Otterøya. Hier gab es wieder prächtiges Wetter und damit auch gleich wieder prächtige Aussicht.

Skipper Peter konzentriert bei nautisch anspruchsvollen Passagen

Skipper Peter konzentriert bei nautisch anspruchsvollen Passagen

Nordaustland – 12. August 2019

Die Lagune Claravågen an der Hinlopen-Küste des Nordaustland gehört wirklich zu den Winkeln der Welt, wo ein kleines Boot noch arktische Stille findet: Die Anfahrt ist ist unvermessen, mit der einen oder anderen Untiefe, die Einfahrt schmal und strömungsreich. Genau das richtige für uns auf der Arctica II.

Das Land ist hocharktisch: karg und frostgebeutelt, mit Eiskeilen, die aussehen, als ob Riesen sie mit dem Pflug in den Boden gefurcht hätten. Ein faszinierendes Land! Das Wetter ist passend zur Umgebung: eisig kalt, mit Wind und Schneetreiben.

Nordaustland – 12. August 2019

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Später haben wir uns die alte Forschungsstation Kinnvika im Murchisonfjord (hier Panos) angeschaut.

Auf dem Weg nach Süden ging es am Sparreneset vorbei, wo das Wrack des Krabbentrawlers Northguider noch am Ufer liegt.

Woodfjord-Sorgfjord – 11. August 2019

Was beim Vorbeifahren nach einer unscheinbaren Insel aussieht, wird beim genaueren Hinschauen zu einem Kleinod arktischer Natur mit grün-bunter Tundra, die offensichtlich über Jahrtausende von brütenden Vögeln gedüngt worden ist. Eiderenten, Küstenseeschwalben, Thorshühnchen und Meerstrandläufer wohnen hier. Wellen und Strömungen schaffen Kunstwerke aus Sand und Kies.

Auf dem Weg nach Nordosten passierten wir später die Ritterhütte bei Gråhuken. Dort überwinterte Christiane Ritter 1934-35 mit ihrem Mann und einem weiteren Jäger. Sie schrieb später das Buch „Eine Frau erlebt die Polarnacht“.

Unter Segeln geht es über den 80. Breitengrad – und das gleich zweimal. Später erreichen wir den Sorgfjord. Der landschaftliche Kontrast des polarwüstenhaft kargen, weitläufigen Landes um das Eolusneset zum Woodfjord ist beeindruckend.

Galerie – Woodfjord-Sorgfjord – 11. August 2019

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Dann geht es noch mit Hilfe von Wind und Diesel über die Hinlopenstraße, zum Nordaustland.

Woodfjord – 10. August 2019

Mushamna ist ein herrliches Plätzchen, um den Anker fallen zu lassen, wie als Naturhafen extra für Segelboote geschaffen! Das haben wir für ein paar schön ruhige, nächtliche Stunden ausgenutzt und an Land waren wir dann natürlich auch. Hier stehen Stengelloses Leimkraut, Alpensäuerling und Schneehahnenfuß noch in voller Pracht.

Die prächtige rote Farbe des Old Red kam bei unserem zweiten Landgang von heute, tiefer im Woodfjord, bei dem verhangenen Himmel zwar nicht ganz zur vollen Geltung, war aber auch so immer noch beeindruckend und schön. Weniger schön war mal wieder das viele Plastik am Strand, von dem wir einen Teil zusammengesammelt haben. Immerhin.

Galerie – Woodfjord – 10. August 2019

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Auf dem Weg nach Norden sahen wir auf einmal einen Eisbären am Ufer! Der Eisbär (oder vermutlich eher die Eisbärin) zog über die Tundra und knabberte hier und da an der Vegetation. Später kam er noch mal am Ufer vorbei, als wir wieder in Mushamna vor Anker lagen.

Raudfjord – 09. August 2019

Der Raudfjord ist einer der schönsten Fjorde Spitzbergens. Schroffe Berge und Gletscher auf der einen Seite, etwas weniger schroffe Berge und zumindest teilweise eisfreies Land auf der anderen Seite.

Vormittags haben wir uns dem schroffen Westufer gewidmet, nachmittags dem etwas weniger schroffen und nicht ganz so stark vergletschertem Ostufer, wo das Land Platz bietet für Wanderungen. Wieder ein schöner Tag im hohen Norden!

Galerie – Raudfjord – 09. August 2019

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Nordwesten – 08. August 2019

Nach der schön-ruhigen Fahrt gestern Abend, noch unterbrochen von einem nächtlichen Besuch bei einem Lummenfelsen an der Westküste, gab es ein paar ruhige Stunden vor Anker im Magdalenefjord (Mini-Panotour hier). Dieser wunderschöne Fjord ist ja hierzuinsel die Touri-Falle Nummer eins – wohlgemerkt, Kreufahrtschifftourismus gibt es auf Spitzbergen seit den frühen 1890er Jahren – aber da wir den Fjord tatsächlich heute für uns hatten, haben wir das schön ausgenutzt und sind über das Gravneset gezogen und zum Waggonwaybreen gefahren.

Da es völlig windstill war und das offene Meer dementsprechend ganz ruhig, haben wir die seltene Gelegenheit genutzt, der Hamburgbukta einen Besuch abzustatten. Vor Jahrhunderten haben hier Hamburger Walfänger ihr blutiges Geschäft betrieben; einige von ihnen liegen immer noch hier in ihren Gräbern, inmitten eines wunderschönen Teppichs aus Moosen und Flechten in einer beeindruckend schönen Landschaft.

Galerie – Nordwesten – 08. August 2019

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Ein paar Seemeilen und Gletscher später haben wir eine schöne Ankerstelle in einer stillen Bucht erreicht. Wieder ist ein Tag um – die Zeit vergeht so schnell hier!

Kongsfjord-Krossfjord – 07. August 2019

Nach einer herrlich sonnig-ruhigen Nacht im Hafen von Ny-Ålesund machen wir noch den Pilgergang zum Luftschiffmast, von dem 1926 und 1928 die berühmten Nordpolexpeditionen mit den Luftschiffen Norge und Italia starteten. Da kommt man schnell in Geschichtenerzählmodus

Wir drehen eine Runde durch den wunderschönen Kongsfjord und genießen die vom ständigen Donner der abbrechenden Eisberge unterbrochene Stille an einem der großen Gletscher. Dann machen wir noch einen Abstecher in den Krossfjord, für einen Nachmittagsspaziergang in Ebeltofthamna. Dort haben Kurt Wegener und seine Leute zwischen 1912 und 1914 ihr Observatorium betrieben und dabei mittels genialer Improvisation auch die Höhe der Nordlichter bestimmt. Viel zu sehen ist davon nicht mehr. Dafür ist die schöne Landschaft zu sehen.

Galerie – Kongsfjord-Krossfjord – 07. August 2019

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Nun geht es entlang der Westküste nach Norden, bei erfreulich ruhiger See.

Aavatsmarkbreen – Ny-Ålesund – 06. August 2019

Weiter geht es durch den Forlandsund nach Norden. Wir gehen im nördlichen Forlandsund an Land und machen eine schöne Wanderung zum Aavatsmarkbreen. Eine karge, kahle Eiszeitlandschaft mit zahlreichen Eisbärenspuren im Sand, Gletschereisstücken am Ufer, Schmelzwasserbächen, die zu durchwaten sind, und natürlich dem großen Gletscher selbst, dessen eindrucksvolle Abruchkante sich vor uns erhebt. Reißende Schmelzwasserflüsse stürzen direkt neben dem Gletscher in Kaskaden über die Felsen. Eine sehr schöne und beeindruckende Landschaft!

Die weitere Fahrt durch den Forlandsund ist zunächst etwas wellig – die Wettervorhersage kann man mal wieder in der Pfeife rauchen – bis wir am späten Nachmittag in den Kongsfjord einbiegen.

Galerie – Aavatsmarkbreen – Ny-Ålesund – 06. August 2019

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Als wir abends eine Runde durch Ny-Ålesund drehen, Spitzbergens nördlichste Siedlung, kommt auch die Sonne wieder hervor.

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News-Auflistung generiert am 24. August 2019 um 04:40:43 Uhr (GMT+1)
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