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Jahres-Archiv: 2019 − News & Stories


Dal­vik – Aku­rey­ri – 08. Sep­tem­ber 2019

Für die Nacht­ru­he ist es ab und an gar nicht ver­kehrt, wenn das Schiff nachts nicht schwankt und wenn mit­ten in der Nacht nie­mand auf­steht oder irgend­wel­che Segel jus­tiert („Win­schkon­zert“). Gar nicht schlecht. Sonn­tags­früh­stück um 9, alle zusam­men an einem Tisch, zum ers­ten Mal seit Grön­land. So kann man auch leben.

Auch ein paar Schrit­te auf fes­tem Boden tun mal wie­der gut. Ein klei­nes Natur­schutz­ge­biet bei Dal­vik bie­tet schö­ne Fluss­land­schaft und die ent­spre­chen­de Vogel­welt.

Und das Café in Dal­vik ist einen Besuch wert 🙂

Gale­rie – Dal­vik – Aku­rey­ri – 08. Sep­tem­ber 2019

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Nun sind es noch ein paar Stun­den ruhi­ger Fjor­d­fahrt nach Aku­rey­ri. Ein paar Buckel­wa­le gab es unter­wegs, und den Was­ser­fall gegen­über von Aku­rey­ri, der wohl ziem­lich ein­ma­lig ist, denn er ist sowohl künst­lich als auch geo­ther­misch heiß. Er soll plötz­lich da gewe­sen sein, als sie ein paar Meter wei­ter einen Tun­nel gebaut haben.

Kurz dar­auf sind wir in Aku­rey­ri im Hafen. Wie­der ist eine lan­ge, schö­ne Rei­se zu Ende. Herz­li­chen Dank an alle, die dabei waren, vor­ne­weg Skip­per und Schiffs­eig­ner Heinz, sei­ne gute Mann­schaft und sein gutes Schiff!

Däne­mark­stra­ße – 06./07. Sep­tem­ber 2019

Wir sind genau rich­tig los­ge­kom­men. Nach ein paar anfäng­li­chen Stun­den mit Wind und See­gang war es bis­lang ziem­lich ruhig oder sogar wind­still auf unse­rem Rück­weg vom Scores­by­sund nach Island. Heu­te hat es ange­fan­gen, wie­der etwas auf­zu­fri­schen, aber wir machen immer noch 5-6 Kno­ten Geschwin­dig­keit. Das ist nicht gera­de rekord­ver­däch­tig, aber wir kom­men Mei­le für Mei­le vor­an, haben die Brei­te von Kol­bein­sey schon pas­siert und soll­ten Island heu­te Abend errei­chen.

Bis dahin herrscht mari­ti­mer All­tag an Bord: Abwech­seln am Steu­er­ru­der, Mahl­zei­ten, dazwi­schen ist Zeit zum Lesen, Schla­fen, …

Foto – Däne­mark­stra­ße – 06./07. Sep­tem­ber 2019

Dänemarkstraße - 06./07. September 2019

Land in Sicht! Die Däne­mark­stra­ße hat­te heu­te schon ein paar Schlag­lö­cher, aber dafür gab es einen wun­der­ba­ren Son­nen­un­ter­gang auf See. Heu­te Nacht wer­den wir Dal­vik anlau­fen, einen klei­nen Hafen im Eyafjor­dur, nörd­lich von Aku­rey­ri.

Pas­sa­gier­schiff Mal­mö steckt im Eis

Mal­mö im Eis: Wäh­rend in der Ark­tis die­sen Som­mer 35 % weni­ger Treib­eis vor­han­den sind als im lang­jäh­ri­gen Mit­tel, das man wohl sowie­so bald als his­to­ri­schen Zustand betrach­ten und neu defi­nie­ren muss, waren und sind die Eis­ver­hält­nis­se um Spitz­ber­gen „nor­mal“. Was bedeu­tet, dass es mehr Eis gibt, als man aus jün­ge­ren Jah­ren gewöhnt war. Der nörd­li­che und öst­li­che Teil des Nord­aus­t­lan­des ist im Som­mer gar nicht eis­frei gewor­den, und auch im Osten Spitz­ber­gens gab es durch­ge­hend Treib­eis.

Ein dich­tes Treib­eisfeld hat nun das klei­ne Pas­sa­gier­schiff „Mal­mö“ in Schwie­rig­kei­ten gebracht. In der süd­li­chen Hin­lo­pen­stra­ße kam das Schiff mit 23 Per­so­nen an Bord, dar­un­ter 16 Pas­sa­gie­re, in ein Eis­feld und blieb dar­in ste­cken. Pro­ble­ma­tisch und poten­zi­ell gefähr­lich wur­de die Lage, als die Strö­mung das Eis mit dem Schiff in die Nähe untie­fer Gewäs­ser bei den Rønn­be­ckøya­ne führ­te. Die Mann­schaft infor­mier­te die nor­we­gi­schen Behör­den. Der Sys­sel­man­nen brach­te die 16 Pas­sa­gie­re vor­sichts­hal­ber mit dem Hub­schrau­ber nach Lon­gye­ar­by­en in Sicher­heit. Da bis­lang kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr besteht, blieb die Mann­schaft an Bord, um die Mal­mö nach Mög­lich­keit so bald wie mög­lich aus dem Eis zu brin­gen. Es wird damit gerech­net, dass dies bald mög­lich sein wird, sobald die Gezei­ten­strö­mung die Rich­tung ändert. Das erfolgt mehr­fach täg­lich und dann bil­den sich nor­ma­ler­wei­se Öff­nun­gen im Treib­eis.

Treib­eis im ark­ti­schen Som­mer 2019 – Foto zu Mal­mö im Eis

Treibeis in der Arktis

Sicher­heits­hal­ber ist ein Schiff der nor­we­gi­schen Küs­ten­wa­che in der Nähe, um im Not­fall ein­grei­fen zu kön­nen.

Hall Bred­ning – 05. Sep­tem­ber 2019

Der Tag beginnt früh, wir haben vie­le Mei­len vor uns. Wobei, er hat­te ja schon noch viel frü­her begon­nen … das war das Nord­licht gewe­sen. Schon weni­ge Stun­den spä­ter klin­gelt der Wecker. Die Mei­len rufen. Bald sind wir unter­wegs. Und bekom­men einen herr­li­chen Son­nen­auf­gang über den schrof­fen Bjør­neøer geschenkt. Und sehr stim­mungs­vol­len Mor­gen­ne­bel.

Eigent­lich hat­ten wir geplant, heu­te erst mal nach Itto­q­qor­toor­mi­it (Scores­by­sund Dorf) zu fah­ren, um die­ser abge­le­ge­nen grön­län­di­schen Sied­lung – die nörd­li­che von nur zwei Orten in ganz Ost­grön­land – mor­gen einen Besuch abzu­stat­ten. Aber beim Blick auf die Wet­ter­kar­te für das See­ge­biet zwi­schen Scores­by­sund und Island ent­schlie­ßen wir uns, direkt Kurs auf den Fjor­daus­gang und dann auf Island zu set­zen. Es gilt, noch vor dem nächs­ten Sturm die geschütz­ten Gewäs­ser vor Aku­rey­ri zu errei­chen. So soll­te das eigent­lich noch klap­pen. Dau­men drü­cken!

Gale­rie – Hall Bred­ning – 05. Sep­tem­ber 2019

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Die Fahrt durch Hall Bred­ning, den brei­ten, mitt­le­ren Teil des Scores­by­sund, ist ein Genuss. Spie­gel­glat­tes Was­ser, Son­ne, blau­er Him­mel und Eis­ber­ge. Wir las­sen es uns nicht neh­men, um einen beson­ders schö­nen Eis­berg noch eine Run­de mit dem Zodiac zu dre­hen.

Noch ist es schön, ange­nehm und gemüt­lich. In ein paar Stun­den wer­den wir auf See sein. Mal schau­en, was die nächs­ten zwei Tage dann so brin­gen.

Øfjord – Bjør­neøer­ne – 04. Sep­tem­ber 2019

Der Øfjord („Insel­fjord“) bringt uns auf der Nord­sei­te des Mil­ne Lan­des wie­der zurück in Rich­tung des mitt­le­ren Scores­by­sun­des. Von den drei Fjor­den, die um das Mil­ne Land her­um füh­ren, ist er der mit den gewal­tigs­ten Dimen­sio­nen: fünf bis sie­ben Kilo­me­ter sind es zwi­schen den Ufern, das Was­ser dazwi­schen ist bis zu über 1000 Metern tief, die Ber­ge ragen zu bei­den Sei­ten um 2000 Meter hoch über die über­all trei­ben­den Eis­ber­ge. Eine Land­schaft wie ein Rie­sen­land. Ein schrof­fer Turm aus Gneis und Gra­nit neben dem ande­ren, gele­gent­lich durch Glet­scher unter­bro­chen und sonst durch nichts. 90 Kilo­me­ter lang. Tür­me wie die berühm­ten Tor­res des Pai­ne in Pata­go­ni­en, aber unge­zählt und sicher auch weit­ge­hend unbe­stie­gen. Senk­rech­te Fels­wän­de wie am El Capi­tan. Eine atem­be­rau­ben­de Land­schaft und, neben­bei bemerkt, die ehe­mals tief in der Erd­krus­te lie­gen­de Wur­zel eines alten Gebir­ges, durch die wir hier so mun­ter unter Son­ne und Segel fah­ren.

Gale­rie – Øfjord – Bjør­neøer­ne – 04. Sep­tem­ber 2019

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Bei den Bjør­neøer­ne fin­den wir in Jyt­tes Havn einen guten Anker­platz. Bald bre­chen wir zu einer Tour auf. In 240 Metern Höhe ist der Aus­blick in alle Rich­tun­gen gran­di­os.

Ganz ruhig wird die Nacht nicht, aber die Unter­bre­chung durch ein schö­nes Nord­licht las­sen wir uns ger­ne gefal­len.

Harefjord – 03. Sep­tem­ber 2019

Wie gesagt, gibt es nicht gera­de über­all gute Anker­plät­ze in Grön­land, aber hier und da eben doch. Die­se Nacht lagen wir her­vor­ra­gend in einer klei­nen Bucht im Harefjord, einem der inners­ten Ver­zwei­gun­gen im Scores­by­sund.

Da wir hier schon nah am Inland­eis waren, woll­ten wir natür­lich so nah dran, wie es geht. Es muss ja nicht gleich eine Que­rung sein, und ob man eine sol­che erstre­bens­wert fin­det, muss sowie­so jeder für sich selbst wis­sen. Ich freue mich ja immer wie­der über den Abwechs­lungs­reich­tum der Fjor­d­land­schaf­ten. So auch hier, tief im Harefjord.
Moschus­och­sen am Ufer. Wei­ter oben sit­zen wir auf einer Morä­ne und las­sen den Blick über klüf­ti­ges Glet­scher­eis direkt vor und unter uns schwei­fen. Das ist sehr nah dran am Inland­eis.

Gale­rie – Harefjord – 03. Sep­tem­ber 2019

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Über­all hier gibt es schö­ne Hügel und Ber­ge, und man kann so weit und so hoch lau­fen, wie man will, kann und Zeit hat. Mehr Zeit wäre immer schön, aber ein wenig haben wir noch am fort­ge­schrit­te­nen Nach­mit­tag. Aus­rei­chend für gran­dio­se Bli­cke über den Harefjord und Umge­bung.

Rødefjord – 02. Sep­tem­ber 2019

Also, die Anker­stel­le im hin­ters­ten Fønfjord war nicht der Hit. Man liegt fast auf dem Strand, um eine brauch­ba­re Tie­fe unter dem Boot zu haben, und der Anker liegt auf einem stei­len Hang. Typisch Grön­land! Klar, dass der Anker irgend­wann zu nächt­li­cher Stun­de abrut­schen muss­te. Damit war die Nacht für uns been­det.

Was im Ergeb­nis per­fekt war. So beka­men wir den Son­nen­auf­gang mit und meh­re­re Stun­den qua­si geschenkt. Die Wol­ken hat­ten sich ver­zo­gen, ein gol­de­ner Spät­som­mer­tag in Grön­land – schö­ner wird’s nicht! Noch vor dem Früh­stück hat­ten wir eine ers­te Run­de in der rot­gol­de­nen Tun­dra im Rødefjord gemacht.

Die bei der Røde Ø gestran­de­ten Eis­ber­ge sind Welt­klas­se. Grön­land braucht sich auch hin­ter der Ant­ark­tis wahr­haf­tig nicht zu ver­ste­cken, was land­schaft­li­che Schön­heit angeht.

Gale­rie – Rødefjord – 02. Sep­tem­ber 2019

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Wei­ter ging es durch den fan­tas­ti­schen Rødefjord, der mit sei­nen inten­siv­ro­ten Far­ben sei­nem Namen abso­lut gerecht wird. Links rote Fel­stür­me und tief ein­ge­schnit­te­ne Can­yons, rechts rei­hen sich mit Sor­te Ø und Store Ø schrof­fe Inseln anein­an­der. Über­all Eis­ber­ge im spie­gel­glat­ten Was­ser, hier und dort dreht sich einer oder bricht kra­chend aus­ein­an­der. Ein ein­ma­li­ges Schau­spiel. Stun­den­lang sit­zen wir meis­tens still an Deck, sprach­los vor Stau­nen.

Schließ­lich errei­chen wir im Harefjord einen der weni­gen wirk­lich brauch­ba­ren Anker­plät­ze weit und breit. Bald sind zwei Ufer­lei­nen gelegt. Es soll­te heu­te eine ruhi­ge Nacht wer­den – wenn sie nicht von Nord­lich­tern unter­bro­chen wird … womit wir gut leben könn­ten Wir genie­ßen das Abend­licht auf einem Hügel ober­halb der Anker­bucht, dann erklä­ren wir den Tag guten Gewis­sens für been­det.

Dan­mark Ø – 01. Sep­tem­ber 2019

Ges­tern Abend hat­ten wir den schö­nen Natur­ha­fen Hek­la Havn auf der Dan­mark Ø erreicht. Mit einem auf­wän­di­gen Arran­ge­ment aus Ufer­lei­nen – Ein­ge­weih­te erin­nern sich ger­ne an Pata­go­ni­en – haben wir die Anne-Mar­ga­re­tha in die­ser gut geschütz­ten Bucht so gut unter­ge­bracht, dass nicht ein­mal eine Anker­wa­che erfor­der­lich war. Ein­mal eine Nacht durch­schla­fen, das war auch nicht schlecht, da waren sich wohl alle einig.

Gut aus­ge­ruht ging es also am nächs­ten Mor­gen mit den Zodiacs los. Auf einer unschein­ba­ren Ufer­ter­ras­se außer­halb von Hek­la Havn haben in längst ver­gan­ge­nen Zei­ten Thu­le-Inu­it eine Win­ter­sied­lung gehabt. Eine gan­ze Rei­he von Behau­sun­gen zeugt von einer gan­zen Sied­lung. Groß­stadt­ver­hält­nis­se für das prä-däni­sche Grön­land. Mit her­vor­ra­gen­der Aus­sicht über den wei­ten Fjord.

Rund um Hek­la Havn fin­den sich ein paar der schöns­ten Gnei­se im Scores­by­sund. Far­ben und Struk­tu­ren, wie man sie sich nicht schö­ner aus­den­ken könn­te.

Gale­rie – Dan­mark Ø – 01. Sep­tem­ber 2019

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Mit genau­em Hin­schau­en kann man noch sehen, wo Carl Ryders Expe­di­ti­on ihr Haus gebaut hat, für die Über­win­te­rung 1891-92. Die haben damals den inne­ren Scores­by­sund als ers­te Euro­pä­er erkun­det und all die schö­nen Fjor­de auf die Kar­te gebracht, den Fønfjord, den Rødefjord, den Øfjord und so. Viel­leicht wüss­ten wir ohne Ryder bis heu­te nicht, dass es die­se schö­nen Land­schaf­ten gibt …

So lie­ßen wir Bli­cke und Gedan­ken auf der Dan­mark Ø schwei­fen, bevor wir die Fahrt in den Fønfjord hin­ein fort­setz­ten. Jetzt geht es in die inners­ten Ver­zwei­gun­gen des Scores­by­sund.

Vikin­ge­bugt – 31. August 2019

Ges­tern Abend fiel dann der Anker in der Vikin­ge­bugt. Eigent­lich schon tief im Scores­by­sund – wir hat­ten schon mehr als 60 Mei­len zurück­ge­legt, seit wir um das Kap Brews­ter gefah­ren sind – aber so vie­le geschütz­te Anker­plät­ze gibt es an die­ser Küs­te nicht. Schön war es, als die Maschi­ne zum ers­ten Mal seit Grimsey, zum ers­ten Mal seit vier Tagen, abge­stellt wer­den konn­te! Stil­le im Schiff, und alle sit­zen mal wie­der zusam­men um einen Tisch … schön.

Nach einer ruhi­gen Nacht soll­te es dann auch los­ge­hen mit einem ers­ten Land­gang. Es wur­de schließ­lich Zeit, Grön­land unter den Füßen zu spü­ren. Nach so einer Über­fahrt dau­ert es ja immer eine Wei­le, bis die Boo­te wie­der klar gemacht sind, und dann … ein Eis­bär am Ufer! Wer hät­te es gedacht – Eis­bä­ren­sich­tun­gen sind in Grön­land ja wirk­lich nichts All­täg­li­ches. Kurz zuvor hat­ten wir noch dar­über gespro­chen, Sicher­heits­fra­gen und so, aber dass man dann tat­säch­lich einen sieht … wie gesagt, in Grön­land eher sel­ten.

Der Bär stapf­te ein Stück ent­fernt an einem fel­si­gen Hang ent­lang, ließ sich auf einem Schnee­feld nie­der und ging schließ­lich in ein unweg­sa­mes Morä­nen­ge­län­de hin­ein. Nah­auf­nah­men gab es nicht gera­de, aber doch eine schö­ne Beob­ach­tung.

Gale­rie – Vikin­ge­bugt – 31. August 2019

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Wir haben die Plä­ne für unse­ren Land­gang spon­tan geän­dert und sind auf einer klei­nen Insel an Land gegan­gen. Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie klei­ne Ark­tis-Inseln, wenn man ihnen nur wirk­lich nahe kommt, sich als Schatz­kis­ten der Natur erwei­sen. Basalt­säu­len wie mit dem Line­al gezo­gen, und die­se Far­ben herbst­li­cher Tun­dra, die Spitz­ber­gen ein­fach nicht hat. Leuch­ten­des Gelb und Rot, das selbst an einem eher grau­en Tag wie heu­te aus sich selbst her­aus leuch­tet.

Ja, und natür­lich die gewal­ti­ge Umge­bung. Über­all trei­ben Eis­stü­cke, gro­ße Glet­scher im Hin­ter­grund, hohe Ber­ge an allen Sei­ten am Ufer.

Nun geht es wei­ter in den Scores­by­sund hin­ein.

Kap Brews­ter – 29./30. August 2019

29./30. August 2019 Ges­tern (Don­ners­tag) früh kam die Küs­te Ost­grön­lands in Sicht, die Ber­ge süd­lich des Scores­by­sund, also die Blos­se­vil­le Kyst. Was zunächst aus­sah wie ein­zel­ne Ber­ge – zunächst für Eis­ber­ge gehal­ten – ver­dich­te­te sich schließ­lich zu einer lang­ge­streck­ten Ket­te schrof­fer Ber­ge mit Glet­schern dazwi­schen. Ein­zel­ne, gro­ße Eis­ber­ge lagen vor der Küs­te, der Wind hat­te abge­nom­men, die Son­ne kam her­aus. Eine Her­de Buckel­wa­le prus­te­te in der Fer­ne, einer sprang sogar aus dem Was­ser, spä­ter spran­gen Del­fi­ne ein paar Mal neben uns aus dem Was­ser. Wahr­schein­lich Weiß­schnau­zen­del­fi­ne.

Gal­le­ry – Kap Brews­ter – 29./30. August 2019

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Will­kom­men in Grön­land!

Aber wir sind noch nicht ganz da, es ist noch ein Stück nach Nor­den, bis wir in den Scores­by­sund kom­men. Von dem Gedan­ken, die Blos­se­vil­le Küs­te zu besu­chen und dort irgend­wo zu ankern, sehen wir ab; das nächs­te Wind­feld ist nicht weit weg. Bes­ser, in den Scores­by­sund ein­zu­lau­fen, bevor es hier in der Gegend wie­der stür­misch wird. Also fah­ren wir die Nacht wie­der durch, geben uns im Halb­stun­den­rhyth­mus das Steu­er­rad in die Hand. Der Wind frischt wie­der auf, es wird beweg­ter, die Geschwin­dig­keit sinkt auf spär­li­che 3-4 Kno­ten, steigt wie­der an … und schließ­lich, am spä­ten Frei­tag Vor­mit­tag, kön­nen wir einen west­li­chen Kurs ein­schla­gen, um das Kap Brews­ter her­um und in den Scores­by­sund hin­ein!

Däne­mark­stra­ße – 28. August 2019

Laut Wet­ter­be­richt haben wir heu­te eine gute Mög­lich­keit, nach Grön­land zu kom­men, also nichts wie los! Direkt nach einem frü­hen Früh­stück wur­den die Lei­nen los­ge­wor­fen und bald ver­schwand die klei­ne Insel Grimsey hin­ter uns in den tie­fen Wol­ken.

Gale­rie – Däne­mark­stra­ße – 28. August 2019

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Den Kurs – 320° über Grund, auf die Blos­se­vil­le-Küs­te süd­lich des Scores­by­sunds zu, so hoch am Wind, wie die­ser es zuließ – brach­te uns nun Grön­land näher, und die Geschwin­dig­keit war mit 7-8 Kno­ten abso­lut ordent­lich, bei nörd­li­chem Wind der Stär­ken 4-5, viel­leicht mit gele­gent­li­chen Aus­flü­gen Rich­tung 6. Nichts wirk­lich Wil­des, aber das Leben an Bord emp­fan­den die meis­ten unter die­sen Umstän­den den­noch als eher als gewöh­nungs­be­dürf­tig, so dass die Stim­mung heu­te eher … ruhig war. Man­che zogen es vor, in den Kojen um die Hori­zon­ta­le her­um zu oszil­lie­ren, die ande­ren wech­sel­ten sich am Steu­er ab. So zogen die Stun­den über die Wel­len, ein Hori­zont tauch­te hin­ter dem nächs­ten auf, und bald wür­de einer die­ser Hori­zon­te die Küs­te Grön­lands sein!

Grimsey – 27. August 2019

Heu­te sind wir auf Grimsey „gestran­det“ – kein geplan­ter Auf­ent­halt, aber bei dem aktu­el­len Wet­ter zwi­schen Island und Grön­land ist es ohne Zwei­fel bes­ser, hier noch einen Halt ein­zu­le­gen. Und man kann hier ja wirk­lich sehr gut einen Tag ver­brin­gen! Die klei­ne Insel Grimsey ist der nörd­lichs­te bewohn­te Teil von Island – nur Kol­bein­sey liegt noch wei­ter nörd­lich, aber das ist kaum mehr als ein Fel­sen – und liegt genau auf dem Nord­po­lar­kreis. Der ist sogar mar­kiert. Zu dumm nur, dass sich seit Bau der Mar­kie­rung der Nei­gungs­win­kel der Erd­ach­se ver­än­dert hat und der Polar­kreis somit jetzt etwas wei­ter nörd­lich liegt. Man hat eine neue Mar­kie­rung gebaut, nun in Form einer rie­si­gen Beton­ku­gel. Ein Glo­bus, der nun Jahr für Jahr wei­ter nach Nor­den gerollt wer­den soll. Bis die Insel zu Ende ist.

Gale­rie – Grimsey – 27. August 2019

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Auf dem klei­nen Flug­platz sit­zen tau­sen­de von Küs­ten­see­schwal­ben. Vor der Lan­dung des klei­nen Flug­zeu­ges vom Fest­land müs­sen die erst mal ver­scheucht wer­den. Der Zufall will, dass wir die­ses net­te Schau­spiel beob­ach­ten kön­nen.

Eis­sturm­vö­gel und eini­ge Drei­ze­hen­mö­wen sit­zen noch auf den Klip­pen. Papa­gei­tau­cher und Lum­men sind schon weg.

Zu Mit­tag fri­scher Fisch im klei­nen Restau­rant am Hafen. Zu Abend fri­scher Fisch an Bord. Bis dahin haben wir auch alle schö­nen Wan­der­we­ge erkun­det.

Mor­gen kann es dann nach Grön­land gehen!

Eyafjor­dur – 26. August 2019

Man muss kein Pro­fi-Wet­ter­frosch sein, um die­ser Wet­ter­kar­te anzu­se­hen, wo man mit einem gut 20 Meter lan­gen Schiff­chen der­zeit lie­ber nicht sein will. Vor allem, wenn man die Wahl hat, statt­des­sen in Aku­rey­ri die Freu­den eines gut aus­ge­stat­te­ten islän­di­schen Schwimm­ba­des mit Hot­pool und Dampf­bad genie­ßen zu kön­nen unser Wet­ter­fens­ter nach Grön­land zeich­net sich schon ab, es ist nicht mehr weit weg.

Wetterkarte - 25-08-2019

Wet­ter­kar­te vom 25.08.2019

Gale­rie – Eyafjor­dur – 26. August 2019

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Mit­tags geht es dann los, durch den lan­gen Eyafjor­dur nach Nor­den. Leich­te Regen­schau­er und strah­len­de, wär­men­de Son­ne wech­seln sich ab und pro­du­zie­ren zusam­men ein Wech­sel­bad der Tem­pe­ra­tur­ge­füh­le und Licht­stim­mun­gen. Mehr­fach las­sen Buckel­wa­le Blas und Flu­ke bli­cken, wäh­rend es an ein paar klei­nen Inseln und Häfen, Ber­gen und Was­ser­fäl­len vor­bei Rich­tung Fjor­d­mün­dung geht. Unser Ziel ist zunächst die Insel Grimsey am Polar­kreis, dort wol­len wir dem Sturm noch etwas Zeit geben, so dass wir dann gut nach Grön­land kom­men.

Aku­rey­ri – 24. August 2019

So schnell geht es manch­mal – gera­de noch in Lon­gye­ar­by­en Abschied von der Arc­ti­ca II nach 18 sehr, sehr schö­nen, erleb­nis­rei­chen Tagen, und schon in Aku­rey­ri im Nor­den von Island auf der Anne-Mar­ga­re­tha zuge­stie­gen. Das ist das schö­ne Segel­schiff, mit dem wir Anfang 2018 in der Ant­ark­tis und in Pata­go­ni­en waren. Herr­li­che Fahr­ten waren das … und nun geht es also nach Grön­land!

Akureyri - 24. August 2019

In ein paar Stun­den wird die klei­ne Hand­voll Mit­rei­sen­der sich an Bord ver­sam­melt haben, und mor­gen wer­den wir aus­lau­fen (wet­ter­be­dingt ist das bes­ser, als heu­te schon los­zu­fah­ren, wir las­sen bes­ser erst noch ein klei­nes Lüft­chen in der Däne­mark­stra­ße vor­bei­zie­hen. Wind­stär­ke 8 von vorn, das braucht doch kein Mensch!). 🙂

Recher­chefjord – Bar­ents­burg – Lon­gye­ar­by­en – 20./21. August 2019

20./21. August 2019 Nach spä­ter Ankunft im Recher­chefjord und ein paar Stun­den Ruhe am Anker­platz zie­hen wir wie­der los, um die schö­ne Umge­bung zu erkun­den. Eine Wan­der­grup­pe schnallt sich Steig­ei­sen unter die Stie­fel und zieht den Renard­breen hoch, wäh­rend die Freun­de der Tun­dra eine klei­ne Tour ent­lang der Küs­te und ins grü­ne, fla­che Land machen, abge­run­det mit einer klei­nen Zodiac­fahrt in die Lagu­ne des Recher­che­breen, wo Eis­ber­ge in der Gezei­ten­strö­mung trei­ben.

Nach­mit­tags machen wir die letz­ten Mei­len ent­lang der West­küs­te nach Nor­den, zum Isfjord. Bald schließt sich der Kreis.

Nach ein paar etwas hol­pe­ri­gen Mei­len legen wir in Bar­ents­burg an. Ein gemüt­li­ches Bier­chen im „Red Bear“ lei­tet unse­re Ankunft in der Zivi­li­sa­ti­on ange­nehm ein, die aus­führ­li­che Run­de durch den Ort kommt am Tag dar­auf. Da wer­den wir auch wie­der von der Son­ne beglei­tet.

Auf den letz­ten, son­nig-ruhi­gen Mei­len nach Lon­gye­ar­by­en, an Cole­s­buk­ta, Grum­ant­by­en und Fuglef­jel­la vor­bei, holt Bir­git bei meh­re­ren kur­zen Angel­stops nicht weni­ger als 13 Fische aus dem Isfjord. Etwas grö­ßer hät­ten sie sein kön­nen …

Gale­rie – Recher­chefjord, Bar­ents­burg, Lon­gye­ar­by­en – 20./21. August 2019

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Dann legen wir in Lon­gye­ar­by­en an. Eine unver­gess­li­che Rei­se mit vie­len Höhe­punk­ten geht nach über 1400 See­mei­len zu Ende, abge­run­det noch durch eine klei­ne his­to­ri­sche Stadt­füh­rung und einen gemüt­li­chen Abend an Bord.

Vie­len Dank für die schö­ne Zeit an alle, die dabei waren!

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